| Partei | Forsa, August 2026 | Wahl 2023 |
|---|---|---|
| Linke | 22 % | 12,2 % |
| CDU | 18 % | 28,2 % |
| AfD | 18 % | 9,1 % |
| Grüne | 16 % | rund 18,4 % |
| SPD | 12 % | rund 18,4 % |
| BSW | 4 % | nicht angetreten |
| FDP | 3 % | 4,6 % |
Erhebung vom 4. bis 18. August 2026, 1.535 Befragte, Fehlertoleranz drei Prozentpunkte. Diese Übersicht zur Berlin-Wahl 2026 wird bis zum Wahltag am 20. September fortgeschrieben.
In der jüngsten Wahlumfrage Berlin von Forsa liegt die Linke bei 22 Prozent, CDU und AfD kommen auf je 18 Prozent, die Grünen auf 16 und die SPD auf 12. Erhoben wurde vom 4. bis 18. August unter 1.535 Wahlberechtigten. Bei einer Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten ist der Vorsprung der Linken statistisch nicht gesichert.
Knapp drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl sorgt eine neue Wahlumfrage Berlin für eine Überraschung: Die Linke liegt erstmals vorn. Im aktuellen BerlinTrend von Infratest dimap käme sie auf 20 Prozent – hauchdünn vor Grünen, AfD und CDU. Die schwarz-rote Koalition hätte damit rechnerisch keine Mehrheit mehr. Doch die Abstände an der Spitze sind so klein, dass von einem klaren Favoriten keine Rede sein kann.

Inhaltsverzeichnis
Wahlumfrage Berlin: Die Zahlen im Überblick
Würde an diesem Sonntag gewählt, käme die Linke laut der Wahlumfrage Berlin auf 20 Prozent und wäre damit stärkste Kraft. Der Vorsprung ist allerdings minimal, wie die vollständigen Werte zeigen:
| Partei | Anteil | ggü. April |
|---|---|---|
| Die Linke | 20 % | +2 |
| Grüne | 19 % | +1 |
| AfD | 18 % | ±0 |
| CDU | 17 % | −2 |
| SPD | 13 % | −1 |
| BSW | 3 % | – |
| FDP | 3 % | – |
| Sonstige | 7 % | – |
Spitzenkandidatin der Linken ist Elif Eralp. FDP und BSW würden mit je 3 Prozent den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
Wer gewinnt, wer verliert
Im Vergleich zur vorherigen Wahlumfrage Berlin von Ende April legt die Linke am stärksten zu (+2 Punkte), auch die Grünen gewinnen (+1). Verlierer sind die Regierungsparteien: Die CDU büsst zwei Punkte ein, die SPD einen. Damit setzt sich ein Trend fort, der dem schwarz-roten Senat um Kai Wegner schon länger schwache Werte bescheinigt. Die Reihenfolge an der Spitze hat sich dadurch neu sortiert.
Große Unterschiede zwischen Ost und West
Auffällig ist das geteilte Bild in der Stadt. Im Ostteil liegen Linke und AfD mit je 22 Prozent gleichauf an der Spitze. Im Westteil dagegen teilen sich CDU und Grüne mit je 20 Prozent den ersten Platz. Dieses Ost-West-Gefälle prägt die Berliner Gesellschaft und Politik seit Jahren und erklärt, warum stadtweite Mehrheiten so schwer zu bilden sind. Auch bei Themen wie dem Mietenkataster verlaufen die Konfliktlinien quer durch die Bezirke.
Welche Koalitionen möglich wären
Rechnerisch hätte die aktuelle schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr. Möglich wären nach diesen Zahlen nur Dreierbündnisse. Denkbar sind etwa ein Bündnis aus Linke, Grünen und SPD oder eines aus Grünen, CDU und SPD. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen alle großen Parteien aus. Wie sich die Regierungsbildung im Abgeordnetenhaus entwickelt, bleibt offen. Welche Konstellation am Ende zustande kommt, ist drei Monate vor der Wahl völlig offen – zumal die Werte der möglichen Partner eng beieinanderliegen.
Warum 50 Prozent mehr als die Hälfte der Sitze bedeuten
Ein Punkt fehlt in fast jeder Umfrage-Meldung, obwohl er die Rechnung verändert: die Sperrklausel. Parteien, die berlinweit weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten, bekommen keine Sitze im Abgeordnetenhaus. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn eine Partei mindestens ein Direktmandat in einem der 78 Wahlkreise gewinnt – die sogenannte Grundmandatsklausel. Nachzulesen ist das im Lexikon des Abgeordnetenhauses und beim Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
In der aktuellen Umfrage liegen zwei Parteien darunter: das BSW bei 4 Prozent, die FDP bei 3 Prozent. Zusammen mit den Sonstigen wären das 14 Prozent der Stimmen, die im Parlament nicht abgebildet würden – sofern es bei diesen Werten bleibt.
Die Folge ist rechnerisch bedeutsam: Die Sitze werden nur unter den Parteien verteilt, die die Hürde nehmen. Ein Bündnis, das in der Umfrage auf 50 Prozent der Stimmen kommt, hätte im Abgeordnetenhaus deshalb voraussichtlich mehr als die Hälfte der Sitze. Das Parlament hat mindestens 130 Mitglieder, 78 davon werden direkt in den Wahlkreisen gewählt, die übrigen über Listen nach dem Verfahren Hare/Niemeyer verteilt.
Umgekehrt gilt: Schafft eine der beiden Parteien knapp den Sprung über fünf Prozent, verschieben sich alle Mehrheitsverhältnisse. Vier Wochen vor der Wahl sind genau das die Zahlen, auf die es ankommt – und sie liegen beide im Bereich der Fehlertoleranz.
Was die Umfrage wirklich aussagt
So spannend die Momentaufnahme ist – sie sollte nicht überinterpretiert werden. Für den BerlinTrend befragte Infratest dimap zwischen dem 25. und 29. Juni 1.165 Wahlberechtigte, telefonisch und online, im Auftrag von RBB Abendschau und RBB 88.8. Bei dieser Stichprobengröße liegt die statistische Fehlertoleranz bei rund zwei bis drei Prozentpunkten.
Das ist entscheidend: Die vier Parteien an der Spitze – Linke, Grüne, AfD und CDU – liegen mit 20 bis 17 Prozent alle innerhalb dieser Fehlertoleranz. Statistisch ist es also ein enges Rennen, kein klarer Vorsprung der Linken. Eine Umfrage ist zudem keine Prognose, sondern die Stimmung an einem Stichtag. Bis zur Wahl am 20. September kann sich das Bild noch deutlich verschieben.
Die Forsa-Umfrage vom August im Detail
| Partei | Umfrage August 2026 | Wahl 2023 |
|---|---|---|
| Die Linke | 22 Prozent | 12,2 Prozent |
| CDU | 18 Prozent | 28,2 Prozent |
| AfD | 18 Prozent | 9,1 Prozent |
| Grüne | 16 Prozent | rund 18,4 Prozent |
| SPD | 12 Prozent | rund 18,4 Prozent |
| BSW | 4 Prozent | nicht angetreten |
| FDP | 3 Prozent | 4,6 Prozent |
| Sonstige | 7 Prozent | — |
Erhoben hat Forsa im Auftrag von t-online, befragt wurden 1.535 Wahlberechtigte zwischen dem 4. und dem 18. August. Die Fehlertoleranz liegt bei drei Prozentpunkten. Das ist der wichtigste Satz der ganzen Meldung: Zwischen 22 und 18 Prozent liegen vier Punkte – rechnerisch könnte die Reihenfolge der ersten drei auch anders aussehen.
Ein Detail, das leicht übersehen wird: BSW und FDP scheitern in dieser Umfrage an der Fünfprozenthürde. Zusammen mit den sonstigen Parteien fallen damit rund 14 Prozent der Stimmen weg. Eine absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus wäre rechnerisch schon bei etwa 44 Prozent erreichbar.
Welche Bündnisse rechnerisch möglich wären
Für ein Zweierbündnis reicht es nach diesen Zahlen nicht. Rechnerisch denkbar sind vor allem zwei Dreierkonstellationen:
- Linke, Grüne und SPD: zusammen 50 Prozent. In der Befragung ist das zugleich das beliebteste Bündnis – 37 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus.
- CDU, Grüne und SPD: zusammen 46 Prozent. Diese Variante wünschen sich in der Umfrage 9 Prozent.
Eine Fortsetzung der aktuellen Koalition aus CDU und SPD käme auf 30 Prozent und damit nicht in die Nähe einer Mehrheit; 13 Prozent der Befragten wünschen sie sich. Ein Bündnis aus CDU und AfD, das sich 19 Prozent wünschen, hätte weder eine Mehrheit noch eine politische Grundlage – die CDU schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.
Zu den Programmen der Parteien: Linke, CDU, AfD, Grüne, SPD und FDP.
Wer für welche Partei antritt
Der Wahlkampf 2026 wird von anderen Gesichtern geführt als der von 2023. Der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner tritt nicht erneut als Spitzenkandidat seiner Partei an.
- Die Linke: Elif Eralp
- CDU: Stefan Evers, derzeit Finanz- und Kultursenator
- AfD: Kristin Brinker
- Grüne: Werner Graf
- SPD: Steffen Krach
Was diese Zahlen nicht sagen
Drei Einschränkungen gehören zu jeder Umfrage, und in diesem Wahlkampf besonders:
- Momentaufnahme, keine Prognose. Befragt wurde bis zum 18. August. Alles, was danach passiert, ist nicht enthalten.
- Fehlertoleranz. Drei Prozentpunkte nach oben oder unten sind rechnerisch möglich. Bei Abständen von vier Punkten heißt das: Die Reihenfolge ist nicht gesichert.
- Institute weichen ab. Eine Woche vor dieser Erhebung sah ein anderes Institut die CDU bei 20 und die Linke bei 19 Prozent. Über die vergangenen Wochen wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab.
Dazu kommt ein grundsätzliches Problem, auf das die Institute selbst hinweisen: Parteibindungen lassen nach, Wahlentscheidungen fallen immer kurzfristiger. Das erschwert die Gewichtung der Daten.
Wie gewählt wird, wer wählen darf und bis wann die Briefwahl beantragt werden kann, steht in unseren Beiträgen zur Abgeordnetenhauswahl 2026, zur Wahlberechtigung und zur Briefwahl. Alle Meldungen sammeln wir in der Rubrik Berlin-Wahl 2026.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Infratest dimap | BerlinTrend, Methodik und Werte |
| rbb24 | Auftraggeber und Erstveröffentlichung |
Alle Umfragen zur Berlin-Wahl 2026 im Überblick
Bis zum Wahltag veröffentlichen mehrere Institute Erhebungen. Wir tragen sie hier fortlaufend zusammen, damit sich die Entwicklung ablesen lässt und nicht jede einzelne Zahl für sich steht.
| Institut und Zeitraum | Linke | CDU | AfD | Grüne | SPD |
|---|---|---|---|---|---|
| Forsa für t-online, 4.–18. August 2026 | 22 | 18 | 18 | 16 | 12 |
| Wahlergebnis 12. Februar 2023 | 12,2 | 28,2 | 9,1 | 18,4 | 18,4 |
Angaben in Prozent. Weitere Erhebungen zur Berlin-Wahl 2026 ergänzen wir, sobald sie vorliegen – mit Institut, Auftraggeber, Erhebungszeitraum und Zahl der Befragten, damit sich die Werte einordnen lassen.
Warum das wichtig ist: Eine einzelne Umfrage zur Berlin-Wahl 2026 ist eine Momentaufnahme mit statistischer Unsicherheit. Erst mehrere Erhebungen verschiedener Institute über einen längeren Zeitraum zeigen, ob sich wirklich etwas bewegt. Bei einer Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten liegen 22 und 18 Prozent rechnerisch noch im selben Bereich – die Rangfolge der drei führenden Parteien ist damit nicht gesichert.
Häufige Fragen zur Wahlumfrage Berlin
Wer führt in der aktuellen Wahlumfrage Berlin?
In der Forsa-Erhebung vom August 2026 liegt die Linke mit 22 Prozent vorn. CDU und AfD folgen mit je 18 Prozent, die Grünen mit 16, die SPD mit 12. Bei einer Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten ist der Vorsprung statistisch nicht gesichert.
Wie wurde die Umfrage erhoben?
Forsa befragte im Auftrag von t-online 1.535 Wahlberechtigte zwischen dem 4. und dem 18. August 2026. Veröffentlicht wurde die Erhebung am 22. August.
Welche Koalition wäre möglich?
Für ein Zweierbündnis reicht es nicht. Rechnerisch möglich wären Linke, Grüne und SPD mit zusammen 50 Prozent oder CDU, Grüne und SPD mit 46 Prozent. Die Fortsetzung von CDU und SPD käme nur auf 30 Prozent.
Wie hat Berlin 2023 gewählt?
Die CDU gewann mit 28,2 Prozent, SPD und Grüne kamen auf jeweils rund 18,4 Prozent, die Linke auf 12,2 und die AfD auf 9,1 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,6 Prozent an der Fünfprozenthürde.
Wie verlässlich sind solche Umfragen?
Sie geben das Meinungsbild zum Befragungszeitpunkt wieder und sind keine Prognose. Verschiedene Institute kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen – eine Woche zuvor sah eine andere Erhebung die CDU vor der Linken.
Wann ist die Wahl?
Am Sonntag, 20. September 2026, wird das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Gleichzeitig finden die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt.
Unsere Einordnung
Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Werkzeugen erstellt und redaktionell geprüft. Umfragen sind Momentaufnahmen im Rahmen der statistischen Fehlertoleranz und keine Wahlprognose. Stand: 2. Juli 2026.
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Wer die Programme zur Berlin-Wahl 2026 vergleichen will, findet sie einzeln aufbereitet: CDU, SPD, Grüne, Linke und AfD. Welche Bündnisse rechnerisch möglich wären, steht im Beitrag zur Koalitionsfrage, Termin und Ablauf im Text zur Abgeordnetenhauswahl 2026. Wer wählen darf, klärt der Beitrag zur Wahlberechtigung, die Fristen für die Stimmabgabe der Text zur Briefwahl. Alle Meldungen sammeln wir in der Rubrik Berlin-Wahl 2026.



