Höchster Dieselpreis in Deutschland: 2,471 Euro am 17. September
Inhalt (6 Abschnitte)
Der höchste Dieselpreis in Deutschland wurde laut ADAC am 17. September 2026 gemessen: 2,471 Euro je Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt. Der alte Rekord vom 7. April 2026 lag bei 2,446 Euro, der von 2022 bei 2,321 Euro. Super E10 erreichte am 16. September 2026 mit 2,314 Euro sein Allzeithoch.
Was war der höchste Dieselpreis in Deutschland? Die Antwort hat sich 2026 gleich zweimal geändert. Im April fiel der Rekord aus dem Frühjahr 2022, im September dann der Rekord aus dem April. Nach der Monatsauswertung des ADAC vom 1. Oktober 2026 kostete ein Liter Diesel am 17. September 2026 im Bundesschnitt 2,471 Euro – so viel wie nie seit Beginn der Preisaufzeichnungen. Der September war mit 2,386 Euro je Liter Diesel und 2,266 Euro je Liter Super E10 zugleich der teuerste Tankmonat überhaupt.
Seit dem 1. Oktober 2026 gilt ein befristeter Tankrabatt. Wie viel davon in Berlin ankommt, hat berlinecho.de am ersten Tag gemessen.
Wie hoch war der höchste Dieselpreis in Deutschland?
Der höchste Dieselpreis in Deutschland im bundesweiten Tagesmittel liegt bei 2,471 Euro je Liter und stammt vom 17. September 2026. Das ist der Wert, den der ADAC aus den Meldungen von mehr als 14.000 Tankstellen berechnet. Einzelne Stationen waren teurer, andere billiger – der Durchschnitt ist die Zahl, mit der Rekorde verglichen werden.
| Datum | Sorte | Preis je Liter | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Diesel | 2,321 Euro | Rekord nach Beginn des Ukraine-Kriegs | |
| Super E10 | 2,203 Euro | Rekord bis September 2026 | |
| Diesel | 2,446 Euro | neuer Rekord eine Woche nach Start der 12-Uhr-Regel | |
| Super E10 | 2,314 Euro | aktuelles Allzeithoch | |
| Diesel | 2,471 Euro | aktuelles Allzeithoch |
Zum Vergleich der Monatsmittel: Im März 2022 kostete Diesel im Schnitt 2,140 Euro. Der März 2026 übertraf das mit 2,164 Euro, der April 2026 mit 2,263 Euro. Im September 2026 waren es 2,386 Euro, mehr als zwölf Cent über dem bisherigen Höchstwert.
Warum stiegen die Spritpreise 2026 so stark?
Die Spritpreise stiegen 2026 vor allem wegen des Kriegs mit Beteiligung des Iran, der laut ADAC die Ölexporte aus der Golfregion deutlich beeinträchtigt. Diesel verteuerte sich dabei stärker als Benzin – obwohl Diesel geringer besteuert wird. Allein im März 2026 legte der Literpreis für Diesel um 55,7 Cent zu, für E10 um 31,3 Cent.
Der ADAC hält den Ölpreis nicht für die ganze Erklärung. Im April lag ein Barrel Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar, E10 kostete damals trotzdem nur rund 2,10 Euro. Im September war das Öl billiger, der Sprit teurer. Der Club sieht deshalb vor allem bei Raffinerien und Großhandel Erklärungsbedarf und fordert mehr Transparenz bei der Preisbildung.
Dazu kam am 1. April 2026 das sogenannte Österreich-Modell. Seitdem dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, senken dürfen sie jederzeit. Am ersten Tag sprangen die Preise um 12 Uhr um rund 7,5 Cent. Die Regel zeigt laut ADAC keinen entlastenden Effekt.
Hat Sprit schon 3 Euro pro Liter gekostet?
Sprit für 3 Euro pro Liter gab es 2026 an einzelnen Autobahntankstellen, nie im bundesweiten Durchschnitt. Am Ostersonntag, 5. April 2026, verlangte die Raststätte Eschborn an der A5 in Hessen laut Osthessen News morgens 3,169 Euro für Diesel und 3,039 Euro für Super E5. Bis zum Mittag sanken die Preise auf 2,78 und 2,63 Euro.
Auch Berlin hatte seinen 3-Euro-Moment. An der Esso-Autobahntankstelle am Kronprinzessinnenweg in Nikolassee kostete Super Plus am 15. September 2026 mittags 3,03 Euro, Diesel 2,92 Euro, berichtete der Tagesspiegel. Am frühen Nachmittag lagen alle Sorten wieder unter 3 Euro.
Solche Ausreißer sind typisch für Autobahnen. Der ADAC-Vergleich vom April 2026 ergab für Diesel 2,61 Euro an der Autobahn und 2,28 Euro abseits davon – 33 Cent Unterschied. In den ostdeutschen Ländern war der Abstand mit 16 bis 23 Cent kleiner.
Was bedeutet der Tankrabatt für Berliner Autofahrer?
Der Tankrabatt ist eine befristete Senkung der Energiesteuer um 14,04 Cent je Liter Benzin und Diesel, gültig vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026. Der Bundestag hat ihn am 25. September 2026 beschlossen. Mit Mehrwertsteuer ergibt das laut ADAC rund 16,7 Cent je Liter. Eine Pflicht, die Senkung weiterzugeben, gibt es nicht.
In Berlin kam am ersten Tag der größte Teil an. Um 11 Uhr war Diesel im Schnitt 15,0 Cent billiger als am Vortag, E10 13,2 Cent – das zeigt die BerlinEcho-Messung zum ersten Tag des Tankrabatts an rund 270 Tankstellen. Welche Station gerade am günstigsten ist, zeigt unser Sprit-Finder für Berlin. Der ADAC rät weiterhin, kurz vor 12 Uhr zu tanken.
Häufige Fragen zum höchsten Dieselpreis
Was war der höchste Dieselpreis in Deutschland?
Den höchsten bundesweiten Tagesdurchschnitt für Diesel hat der ADAC am 17. September 2026 gemessen: 2,471 Euro je Liter. Zuvor hielt der 7. April 2026 mit 2,446 Euro den Rekord, davor der 10. März 2022 mit 2,321 Euro. Einzelne Tankstellen lagen deutlich darüber, vor allem an Autobahnen. Der ADAC wertet die Preise der mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland aus.
Hat Sprit in Deutschland schon 3 Euro gekostet?
Im bundesweiten Durchschnitt nie, an einzelnen Autobahntankstellen schon. An der Raststätte Eschborn an der A5 in Hessen stand am Ostersonntag, 5. April 2026, Diesel morgens bei 3,169 Euro. In Berlin-Nikolassee kostete Super Plus an der Esso-Autobahntankstelle am 15. September 2026 mittags 3,03 Euro. Beide Preise sanken noch am selben Tag wieder unter 3 Euro.
Was war der höchste Benzinpreis in Deutschland jemals?
Für Super E10 meldet der ADAC als höchsten Tagesdurchschnitt 2,314 Euro je Liter am 16. September 2026. Der frühere Rekord von 2,203 Euro stammte vom 14. März 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Im Monatsmittel war der September 2026 mit 2,266 Euro für E10 der teuerste Monat seit Beginn der ADAC-Aufzeichnungen.
Warum ist Diesel 2026 teurer als Benzin?
Diesel kostet 2026 deutlich mehr als Super E10, obwohl er geringer besteuert wird. Der ADAC nennt als Hauptgrund für das hohe Preisniveau den Krieg mit Beteiligung des Iran, der die Ölexporte aus der Golfregion stark beeinträchtigt. Zugleich hält der Club die Preise an der Zapfsäule für nicht allein mit dem Rohölpreis erklärbar und sieht Erklärungsbedarf bei Raffinerien und Großhandel.
Wie stark senkt der Tankrabatt ab 1. Oktober 2026 die Preise?
Der Bundestag hat am 25. September 2026 beschlossen, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 um 14,04 Cent je Liter zu senken. Mit Mehrwertsteuer sind das laut ADAC rund 16,7 Cent. Eine Pflicht zur Weitergabe gibt es nicht. In Berlin lag Diesel am ersten Tag um 11 Uhr im Schnitt 15,0 Cent unter dem Vortag.
Quellen
- ADAC: Benzin und Diesel erreichen im September Höchstwerte, 01.10.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: April teuerster Tankmonat aller Zeiten, 04.05.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: Diesel im März 2026 im Durchschnitt so teuer wie noch nie, 01.04.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: März teuerster Tank-Monat aller Zeiten, 01.04.2022 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: Spritpreis-Entwicklung seit 1950 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: Benzin und Diesel etwas günstiger, 30.09.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- ADAC: Spritpreise an der Autobahn im Vergleich, April 2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- Deutscher Bundestag: Bundestag beschließt Tankrabatt, 25.09.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- Tagesspiegel: In Berlin kostete der Liter Benzin zeitweise mehr als drei Euro, 15.09.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
- Osthessen News: Spritpreise explodieren zu Ostern, 06.04.2026 (abgerufen am 01.10.2026)
Hannes Nagel
Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …
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