Zum Inhalt springen
Berlin 9 °C, bedeckt E10 ab 1,979 € BVG-Störungen Märkte heute Parkzonen Finder & Rechner

Späti Berlin: Regeln, Sonntagsverbot und legale Alternativen

Such nach Straße, PLZ oder Ortsteil – oder wähl einen Bezirk.

    Daten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), ausgewertet von BerlinEcho. Stand: 10.10.2026. Öffnungszeiten ohne Gewähr, so wie sie in OpenStreetMap eingetragen sind. «ca.» vor einer Adresse heißt: Sie ist aus der Kartenposition ermittelt, nicht im Eintrag selbst hinterlegt. An Sonn- und Feiertagen dürfen Spätis nur mit Ausnahmen verkaufen (§§ 4–5 Berliner Ladenöffnungsgesetz). Etwas stimmt nicht? Über «Fehler melden» kannst du es direkt in OpenStreetMap korrigieren lassen.

    Inhalt (14 Abschnitte)
    1. Wie viele Spätis sind in den Bezirken eingetragen?
    2. Was ist ein Späti und woher kommt der Name?
    3. Wie viele Spätis gibt es in Berlin?
    4. Wann darf ein Späti in Berlin öffnen?
    5. Warum müssen Spätis sonntags schließen?
    6. Wer kontrolliert und was kostet ein Verstoß?
    7. Kommt die Sonntagsöffnung für Spätis?
    8. Wie verlässlich sind Öffnungszeiten in Karten?
    9. Wo kannst du sonntags legal einkaufen?
    10. Welche Regeln gelten für das Bier vor dem Späti?
    11. Warum geben Spätis auf?
    12. Was in vielen Späti-Texten falsch steht
    13. Häufige Fragen zum Späti in Berlin
    14. Quellen

    Ein Späti ist ein kleiner Kiezladen für Getränke, Snacks, Tabak und Zeitungen. Berlin hat nach Schätzung des Berliner Späti e. V. 1.000 bis 1.500 davon. Werktags dürfen Spätis nach § 3 Berliner Ladenöffnungsgesetz rund um die Uhr öffnen, an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht. Daran hat sich bis zum 30. September 2026 nichts geändert.

    Der Späti gehört zu Berlin wie die BVG, rechtlich ist er aber ein ganz normaler Laden. Das Berliner Ladenöffnungsgesetz (BerlLadÖffG) erlaubt jeder Verkaufsstelle, werktags 24 Stunden zu öffnen – eine Sonderregel für Spätis enthält es nicht. Am Sonntag müssen Spätis mit gemischtem Sortiment geschlossen bleiben, so haben es das Verwaltungsgericht Berlin 2019 und das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg im Januar 2020 bestätigt. Laut Senatsverwaltung für Wirtschaft (Stand 8. April 2026) gilt das Gesetz in der Fassung von 2010. Sonntags bleiben dir legal vor allem Läden an Fernbahnhöfen und Tankstellen. Stand dieser Seite: .

    Neufassung am : Die frühere Liste mit 75 Spätis war nicht belegt und ist entfernt. Das Verzeichnis auf dieser Seite beruht jetzt auf den Einträgen in OpenStreetMap und wird wöchentlich aktualisiert.

    Wie viele Spätis sind in den Bezirken eingetragen?

    Die meisten Einträge haben Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, die wenigsten Marzahn-Hellersdorf und Spandau. In den Außenbezirken ist OpenStreetMap lückenhafter, echte Läden können dort fehlen. Jede Bezirksseite zeigt alle Einträge nach Ortsteil, mit Karte und Filtern.

    Kioske und Spätis nach Bezirk (OpenStreetMap, Stand 10.10.2026)
    BezirkEinträgenach Mitternacht offenrund um die Uhr
    Mitte3184115
    Friedrichshain-Kreuzberg2993515
    Neukölln184139
    Pankow181265
    Charlottenburg-Wilmersdorf1552314
    Tempelhof-Schöneberg128218
    Treptow-Köpenick7784
    Steglitz-Zehlendorf6832
    Lichtenberg6671
    Reinickendorf6040
    Spandau3642
    Marzahn-Hellersdorf3322
    Berlin gesamt1.60518777

    Was ist ein Späti und woher kommt der Name?

    Ein Späti ist ein kleiner Laden, der vor allem Getränke, Süßigkeiten, Tabakwaren und Zeitschriften verkauft, oft auch Milch, Gebäck und Klopapier. Das Wort ist die Kurzform von Spätkauf. Laut dem Hauptstadtportal berlin.de geht es auf die «Spätverkaufsstellen» der DDR zurück, die Schichtarbeiter nach Ladenschluss versorgten. Nach dem Ende der DDR wurde der Begriff auch im Westteil der Stadt geläufig.

    Die Wikipedia-Darstellung datiert den West-Berliner «Spätkauf» schon auf die 1980er Jahre. Älter ist die Vorgeschichte: 1859 ließ die Berliner Polizei «bewegliche Trinkhallen» nach Entwürfen von Martin Gropius aufstellen, zunächst nur mit Mineralwasser.

    Wie viele Spätis gibt es in Berlin?

    Für die Zahl der Berliner Spätis gibt es nur Schätzungen, keine amtliche Statistik. Der Berliner Späti e. V. nennt auf seiner Startseite «schätzungsweise zwischen 1.000 und 1.500 Spätis», berlin.de spricht von rund 1.000, die meisten in der Innenstadt. Nach Angaben des Vereins werden fast alle von Familien betrieben, die davon leben.

    Der Verein gründete sich 2016, als die bis dahin geduldete Sonntagsöffnung «zunehmend kontrolliert und sanktioniert» wurde, zunächst mit Betreibern aus Neukölln. Heute vertritt er nach eigener Darstellung weit über 100 Mitglieder aus allen Bezirken. Eine belastbare Zahl, wie viele Spätis seitdem geschlossen haben, hat dieser Lauf nicht gefunden.

    Wann darf ein Späti in Berlin öffnen?

    Ein Späti darf in Berlin von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen, denn § 3 Absatz 1 BerlLadÖffG lautet: «Verkaufsstellen dürfen an Werktagen von 0.00 bis 24.00 Uhr geöffnet sein.» Eine besondere Nachtlizenz für Spätis gibt es nicht. Entscheidend ist allein der Sonntag.

    Was ist wann erlaubt? Öffnungsregeln nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz, Stand 30. September 2026
    Tag Regel Rechtsgrundlage
    Montag bis Samstag Öffnung von 0 bis 24 Uhr für alle Verkaufsstellen § 3 Abs. 1
    24. Dezember an einem Werktag Schließung ab 14 Uhr § 3 Abs. 2 Nr. 2
    Sonntag Schließpflicht, soweit §§ 4 bis 6 nichts anderes bestimmen § 3 Abs. 2 Nr. 1
    Gesetzlicher Feiertag wie Sonntag § 3 Abs. 2 Nr. 1
    Sonntag, reiner Touristenbedarf 13 bis 20 Uhr, nur Andenken, Stadtpläne, Tabak, Lebens- und Genussmittel zum sofortigen Verzehr § 4 Abs. 1 Nr. 1
    Sonntag, nur Blumen, Zeitungen, Backwaren, Milch 7 bis 16 Uhr, Sortiment ausschließlich aus diesen Gruppen § 4 Abs. 1 Nr. 3
    Verkaufsoffener Sonntag bis zu acht Tage im Jahr, 13 bis 20 Uhr, per Allgemeinverfügung § 6 Abs. 1

    Warum müssen Spätis sonntags schließen?

    Spätis müssen sonntags schließen, weil ihr typisches Sortiment unter keine Ausnahme des Gesetzes fällt. § 4 erlaubt die Sonntagsöffnung nur Läden, die «ausschließlich» Touristenbedarf oder «ausschließlich» Blumen, Zeitungen, Backwaren und Milchprodukte anbieten. Wer Bier, Toastbrot und Kaffee im Regal hat, mischt die Gruppen – und muss zu.

    Oft zu lesen ist, § 5 erlaube Spätverkaufsstellen längere Öffnungszeiten. Das stimmt nicht. § 5 («Besondere Verkaufsstellen») nennt nur Apotheken, Tankstellen sowie Verkaufsstellen auf Personenbahnhöfen, Flughäfen und in Reisebusterminals. Das Wort Späti oder Spätverkaufsstelle kommt im ganzen Gesetz nicht vor.

    Die Gerichte haben das bestätigt. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied 2019 über einen Laden am Kaiserdamm in Charlottenburg, der sonntags neben Andenken auch Spirituosen, Toastbrot, Zucker, Honig und Kaffee verkauft hatte; das Bezirksamt durfte ein Zwangsgeld von 1.500 Euro androhen, berichtete der Tagesspiegel am 3. Juli 2019. Einen Ausweg zeigte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 21. Januar 2020 (OVG 1 S 80.19): Hat ein Späti eine Gaststättenerlaubnis, darf der Ausschank sonntags weiterlaufen. Der Verkaufsteil muss dann «für die Kunden erkennbar» geschlossen sein.

    Wer kontrolliert und was kostet ein Verstoß?

    Die Einhaltung der Ladenöffnungszeiten kontrollieren in Berlin die Ordnungsämter der Bezirke. Nach § 8 BerlLadÖffG dürfen ihre Beauftragten Verkaufsstellen während der Öffnungszeiten betreten, Inhaber müssen Auskunft geben. Wer sonntags unerlaubt öffnet, begeht nach § 9 eine Ordnungswidrigkeit, die Geldbuße reicht bis 2.500 Euro.

    Wie unterschiedlich die Bezirke vorgehen, zeigt eine AfD-Anfrage an den Senat, über die die Berliner Zeitung am 8. Dezember 2023 berichtete: Bis Oktober 2023 verhängte Pankow 202 Bußgelder wegen Sonntagsöffnung, Tempelhof-Schöneberg 97, Charlottenburg-Wilmersdorf 34, Friedrichshain-Kreuzberg 9 und Neukölln 8.

    Kommt die Sonntagsöffnung für Spätis?

    Eine Sonntagsöffnung für Spätis ist in Berlin bis zum 30. September 2026 nicht beschlossen. Im Mai 2026 kündigte Alper Baba, Vorsitzender des Berliner Späti-Vereins und Betreiber eines Spätis in Neukölln, ein Volksbegehren an: Spätis sollen sonntags öffnen dürfen wie Tankstellen und Bahnhofsläden. Die Sonntage seien die umsatzstärksten Tage, sagte er der taz (28. Mai 2026). Angemeldet war das Volksbegehren zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

    In den Pressemitteilungen des Landeswahlleiters für 2026 taucht bis Ende September kein Späti-Volksbegehren auf, dort laufen nur «Berlin autofrei» und «Berlin Werbefrei». Anläufe gab es schon früher: Eine Online-Petition an das Abgeordnetenhaus sammelte 2019 gut 20.000 Unterschriften, ohne dass sich das Gesetz änderte. Was das nach der Wahl vom 20. September 2026 neu gewählte Abgeordnetenhaus vorhat, ist offen.

    Wie verlässlich sind Öffnungszeiten in Karten?

    Öffnungszeiten aus Karten sind ein guter Anhaltspunkt, aber keine Garantie; am sichersten ist ein kurzer Blick vor Ort. Öffnungszeiten in Karten-Apps tragen Betreiber oder Nutzer ein, sie können veraltet sein. Diese Punkte helfen:

    • In Kartendiensten nach «Späti» oder «Spätkauf» suchen und den Filter für geöffnete Läden setzen.
    • In Apps auf Basis von OpenStreetMap laufen Spätis meist unter der Kategorie Convenience-Store (shop=convenience), so nennt es das OpenStreetMap-Wiki. Öffnungszeiten stehen im Feld opening_hours, wenn jemand sie eingetragen hat.
    • Sonntags nicht auf 24/7-Angaben verlassen: Ein Späti ohne Gaststättenerlaubnis darf dann gar nicht verkaufen.

    Sonntags kaufst du in Berlin legal vor allem an Fernbahnhöfen, Tankstellen und in Apotheken ein. Als Fernbahnhöfe nennt § 2 Absatz 6 Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Südkreuz, Gesundbrunnen und Spandau, dazu Bahnhöfe mit langlaufenden Regionalzügen wie Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Lichtenberg. Das Portal berlin.de führt eine Liste von Supermärkten, die sonntags öffnen, fast alle in solchen Bahnhöfen. Die verkaufsoffenen Sonntage in Berlin kommen an höchstens acht Terminen im Jahr dazu.

    Legale Alternativen am Sonntag nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz, Stand 30. September 2026
    Wo Was verkauft werden darf Zeit Rechtsgrundlage
    Läden an Fernbahnhöfen Reisebedarf und Waren des täglichen Verbrauchs, etwa Lebensmittel und Haushaltsbedarf ohne gesetzliche Uhrzeit § 5 Nr. 3, § 2 Abs. 6
    Läden an anderen Bahnhöfen nur Reisebedarf, etwa Zeitungen, Tabak, Lebens- und Genussmittel in kleinen Mengen ohne gesetzliche Uhrzeit § 5 Nr. 3, § 2 Abs. 3
    Tankstellen Kraftstoff, nötige Ersatzteile und Reisebedarf ohne gesetzliche Uhrzeit § 5 Nr. 2
    Apotheken Arzneimittel und apothekenübliche Waren ohne gesetzliche Uhrzeit § 5 Nr. 1
    Bäckerei, Blumen- oder Zeitungsladen ausschließlich Backwaren, Milchprodukte, Blumen, Zeitungen 7 bis 16 Uhr § 4 Abs. 1 Nr. 3
    Späti mit Gaststättenerlaubnis Ausschank nach Gaststättenrecht, Verkaufsteil geschlossen nach Gaststättenrecht OVG 1 S 80.19

    Tankstellen in deiner Nähe findest du über unsere Seite zu den Spritpreisen in Berlin. An Feiertagen gelten dieselben Regeln wie sonntags; welche Tage das 2026 sind, steht in der Übersicht Feiertage in Berlin 2026.

    Welche Regeln gelten für das Bier vor dem Späti?

    Bier vor dem Späti ist in Berlin grundsätzlich erlaubt, denn ein allgemeines Alkoholverbot im öffentlichen Raum gibt es nicht. Das Verwaltungsgericht Berlin kippte am 31. August 2022 ein nächtliches Alkoholverbot im Monbijoupark und im James-Simon-Park in Mitte (VG 24 L 183/22). Alkohol zu trinken sei «grundsätzlich eine widmungsgemäße Nutzung» von Grünanlagen, Lärm und Müll seien ohnehin verboten.

    Die Grenzen ziehen andere Gesetze. Das Landes-Immissionsschutzgesetz Berlin in der Fassung vom 7. Dezember 2023 legt die Nachtzeit auf 22 bis 6 Uhr und verbietet dann Geräusche, «die eine andere Person erheblich belästigen können». Nach § 9 des Jugendschutzgesetzes gibt es Bier und Wein erst ab 16 Jahren, Schnaps erst ab 18. Über Tische und Bänke auf dem Gehweg entscheidet der Bezirk: Pankow ging 2023 nach Beschwerden über Lärm und Wildpinkeln gegen Sitzgelegenheiten vor Spätis vor, berichtete die taz.

    Auch beim Pfand gibt es klare Regeln. Auf Einwegflaschen und Dosen werden nach § 31 Verpackungsgesetz mindestens 25 Cent Pfand fällig, auch bei importierten Getränken. Kontrolliert wird das von den Bezirksämtern, schrieb der Senat im März 2024 auf eine Schriftliche Anfrage.

    Warum geben Spätis auf?

    Spätis geben in Berlin vor allem wegen Kosten, Mietverträgen und dem Sonntagsverbot auf. Der Späti-Verein nennt hohe Lebensmittel-, Energie- und Gaspreise. Ein Beispiel für die Mietfrage: Der Getränkeladen in der Hermannstraße 164 in Neukölln sollte nach rund 20 Jahren keinen neuen Vertrag bekommen; nach Protesten aus der Nachbarschaft darf er laut Tagesspiegel (28. April 2026) vorerst sechs Monate bleiben. Mehr dazu: Späti in der Hermannstraße vor dem Aus.

    Dazu kommt die Kriminalität. Zwischen Februar und April 2026 wurden sechs Spätverkaufsstellen in Mitte mit einer Schusswaffe überfallen; in der Nacht zum 22. April 2026 nahmen Spezialkräfte in Wedding zwei Tatverdächtige fest, meldete die Polizei Berlin. Hintergründe im Bericht zur Festnahme nach der Raubserie.

    Was in vielen Späti-Texten falsch steht

    • «Spätis dürfen länger öffnen als andere Läden»: Nein. Werktags darf jeder Laden von 0 bis 24 Uhr öffnen (§ 3 Abs. 1).
    • «§ 5 erlaubt Spätverkaufsstellen längere Öffnungszeiten»: Nein. § 5 betrifft Apotheken, Tankstellen und Bahnhofsläden.
    • «Laut Senat gibt es über 1.000 Spätis»: Die Zahl stammt vom Späti-Verein und ist eine Schätzung.
    • «Sonntags ist jeder Späti illegal»: Der Ausschank mit Gaststättenerlaubnis ist erlaubt (OVG Berlin-Brandenburg, Januar 2020).

    Häufige Fragen zum Späti in Berlin

    Darf ein Späti in Berlin sonntags öffnen?

    Als normaler Laden nein. Das Berliner Ladenöffnungsgesetz schreibt in § 3 Absatz 2 die Schließung an Sonn- und Feiertagen vor. Ausnahmen gibt es nur für eng begrenzte Sortimente: reinen Touristenbedarf von 13 bis 20 Uhr oder ausschließlich Blumen, Zeitungen, Backwaren und Milchprodukte von 7 bis 16 Uhr. Ein gemischtes Späti-Sortiment fällt nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin von 2019 unter keine dieser Ausnahmen. Offen bleiben darf nur ein Gaststättenteil mit eigener Erlaubnis.

    Wie viele Spätis gibt es in Berlin?

    Eine amtliche Zählung gibt es nicht. Der Berliner Späti e. V., die Interessenvertretung der Betreiber, schätzt auf seiner Website zwischen 1.000 und 1.500 Spätis. Die Informationsseite berlin.de nennt rund 1.000, die meisten davon in der Innenstadt. Beide Angaben sind Schätzungen und nicht nach Bezirken aufgeschlüsselt. Der Verein selbst hat nach eigenen Angaben weit über 100 Mitglieder aus allen Bezirken.

    Wo kann ich in Berlin sonntags Lebensmittel kaufen?

    Legal geht das vor allem an den Fernbahnhöfen. Dort dürfen Läden nach § 5 des Berliner Ladenöffnungsgesetzes auch sonntags Waren des täglichen Verbrauchs anbieten. Dazu zählen etwa Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Südkreuz, Gesundbrunnen, Friedrichstraße und Lichtenberg. Tankstellen dürfen Reisebedarf verkaufen, dazu gehören Lebens- und Genussmittel in kleinen Mengen. Apotheken haben ebenfalls geöffnet, allerdings nur für Arzneimittel und apothekenübliche Waren.

    Ist Biertrinken vor dem Späti in Berlin erlaubt?

    Ein allgemeines Alkoholverbot im öffentlichen Raum hat Berlin nicht. Das Verwaltungsgericht Berlin stufte 2022 den Alkoholkonsum in Grünanlagen grundsätzlich als erlaubte Nutzung ein und kippte ein nächtliches Verbot im Bezirk Mitte. Grenzen setzen andere Regeln: Zwischen 22 und 6 Uhr verbietet das Landes-Immissionsschutzgesetz Lärm, der andere erheblich belästigen kann, und Bier gibt es nach dem Jugendschutzgesetz erst ab 16 Jahren.

    Quellen

    Stand: 30.09.2026