Berlin-Wahl 2026 📅 18. August 2026 ⏱ 6 Min. 👁 121 Aufrufe

Briefwahl Berlin: Online-Antrag gestört, das hilft jetzt

Seit Montagabend lässt sich der Antrag auf Briefwahlunterlagen nicht mehr online stellen. Ein Zusammenhang mit dem Hackerangriff auf zwei Senatsverwaltungen ist laut Innenverwaltung und Landeswahlleiter nicht erkennbar. Drei Wege zum Wahlschein funktionieren weiter.

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Kurzantwort

Der Online-Antrag für die Briefwahl Berlin ist seit Montagabend gestört, das System OLIWA ist nicht erreichbar. Senatsinnenverwaltung und Landeswahlleiter sehen keinen Zusammenhang mit dem Hackerangriff auf zwei Senatsverwaltungen. Wichtig für Wählerinnen und Wähler: Es gibt drei weitere Wege zum Wahlschein – schriftlich, persönlich im Bezirkswahlamt oder direkt in einer Briefwahlstelle.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was gestört ist
  3. Drei Wege, die trotzdem funktionieren
  4. Die Fristen im Überblick
  5. Der Hackerangriff und was er damit zu tun hat
  6. Quellen im Überblick
  7. Häufige Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit wann: Montagabend, 17. August 2026. Der elektronische Antrag OLIWA ist nicht erreichbar.
  • Wer arbeitet daran: das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, laut Innenverwaltung mit Hochdruck.
  • Hackerangriff: Innenverwaltung und Landeswahlleiter Stephan Bröchler sehen nach aktuellem Stand keinen Zusammenhang.
  • Alternativen: schriftlich per Post, E-Mail oder Fax, persönlich im Bezirkswahlamt oder direkt in einer Briefwahlstelle.
  • Briefwahlstellen: berlinweit seit dem 10. August geöffnet – dort kannst du sofort vor Ort wählen.
  • Wahltag: Sonntag, 20. September 2026.
  • Stand der Angaben: 18. August 2026, 19 Uhr.

Briefwahl Berlin: Was genau gestört ist

Betroffen ist der elektronische Antrag auf Briefwahlunterlagen, im Amtsdeutsch OLIWA genannt. Seit Montagabend lässt sich die Seite nicht aufrufen. Die Senatsinnenverwaltung bestätigte am Dienstag eine Störung beim Zugriff auf den elektronischen Antrag; das zuständige Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten arbeite an der Behebung.

Wie lange es dauert, ist offen. Weder die Innenverwaltung noch die Landeswahlleitung haben einen Zeitpunkt für die Wiederherstellung genannt. Wer den Antrag am Montag begonnen, aber nicht abgeschickt hat, sollte davon ausgehen, dass er nicht angekommen ist – und einen der anderen Wege nutzen.

Briefwahl Berlin: drei Wege, die jetzt funktionieren

Der Ausfall ist ärgerlich, aber kein Grund zur Sorge um die eigene Stimme. Für die Briefwahl Berlin ist der Online-Antrag nur einer von mehreren Wegen – und der schnellste ist er ohnehin nicht.

  • Direkt in einer Briefwahlstelle wählen: Die Briefwahlstellen der Bezirke sind seit dem 10. August geöffnet. Dort bekommst du den Wahlschein sofort, kannst in der Kabine ankreuzen und den Umschlag gleich einwerfen. Mitzubringen ist ein amtlicher Lichtbildausweis. Ein Antrag entfällt damit komplett.
  • Schriftlich beantragen: per Post, E-Mail oder Fax an das Bezirkswahlamt. Nötig sind Name, Geburtsdatum und Anschrift, dazu die Versandadresse, falls sie abweicht – und bei Post und Fax die Unterschrift.
  • Persönlich im Bezirkswahlamt: Wer ohnehin in der Nähe ist, beantragt die Unterlagen direkt vor Ort.

Die Wahlbenachrichtigung ist hilfreich, aber nicht zwingend nötig. Telefonisch geht es dagegen nicht. Welche Stelle zuständig ist, steht in unseren Bezirksübersichten, etwa für Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf und Treptow-Köpenick.

Die Fristen im Überblick

Was Bis wann
Online-Antrag, sobald wieder erreichbar Dienstag, 15. September 2026
Schriftlicher Antrag per Post, E-Mail oder Fax Freitag, 18. September 2026, 15 Uhr, Eingang beim Bezirkswahlamt
Ersatzwahlschein bei verlorenen Unterlagen Samstag, 19. September 2026, 12 Uhr
Roter Wahlbrief muss eingegangen sein Sonntag, 20. September 2026, 18 Uhr

Zwei Punkte, an denen Stimmen regelmässig scheitern: Für den Rückweg per Post sollten mindestens drei Werktage eingeplant werden – ein Wahlbrief, der nach 18 Uhr am Wahltag eintrifft, wird nicht gezählt, egal wann er abgeschickt wurde. Und der Wahlschein muss unterschrieben sein; die fehlende Unterschrift ist der häufigste Fehler überhaupt. Wer sichergehen will, wirft den roten Umschlag direkt in den Briefkasten des Bezirkswahlamts.

Neu bei dieser Wahl: Es gibt nur noch einen Stimmzettel für Erst- und Zweitstimme. Wer zum ersten Mal wählt, findet die Grundlagen im Beitrag zur Wahlberechtigung in Berlin und zum Wählen ab 16.

Der Hackerangriff und was er damit zu tun hat

Am Montag wurde ein Cyberangriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen bekannt. Bereits am Freitag zuvor waren die betroffenen Häuser vom Landesnetz getrennt worden, nachdem die Senatskanzlei nach eigenen Angaben eine Kompromittierung des Netzes festgestellt hatte. Nach Medienberichten sind unter anderem Wohngeldzahlungen für zehntausende Haushalte betroffen.

Der zeitliche Zusammenfall mit dem Ausfall des Briefwahlantrags ist auffällig, und die Frage lag auf der Hand. Senatsinnenverwaltung und Landeswahlleiter Stephan Bröchler erklärten übereinstimmend, nach aktueller Lageeinschätzung sei kein Zusammenhang mit dem IT-Vorfall erkennbar.

Das ist eine Momentaufnahme, keine abschließende Bewertung – „nach aktuellem Stand“ heißt, dass die Prüfung läuft. Für die Einordnung wichtig: Die Störung betrifft den Zugriff auf ein Antragsformular, nicht die Auszählung und nicht das Wahlverzeichnis. Wer den Wahlschein auf einem der anderen Wege beantragt, ist davon nicht berührt.

Wie es um die Wahl insgesamt steht, sammeln wir in der Übersicht zur Abgeordnetenhauswahl 2026. Alle Meldungen dazu stehen in der Rubrik Berlin-Wahl 2026.

Quellen im Überblick

Angabe Quelle
Antragswege, Fristen, Briefwahlstellen seit 10. August Serviceportal Berlin
Rückgabefrist, Ersatzwahlschein, Ablauf Landeswahlleitung Berlin
Störung des Antragssystems, Aussagen zum IT-Vorfall Senatsinnenverwaltung und Landeswahlleiter gegenüber dem Tagesspiegel

Häufige Fragen zur Briefwahl Berlin

Kann ich trotz der Störung Briefwahl beantragen?

Ja. Der Online-Antrag ist derzeit nicht erreichbar, der Antrag geht aber weiterhin schriftlich per Post, E-Mail oder Fax sowie persönlich beim Bezirkswahlamt. Am schnellsten geht es in einer Briefwahlstelle – dort kannst du direkt vor Ort wählen.

Briefwahl Berlin: Online-Antrag gestört, das hilft jetzt - Berlin News Highlights

Seit wann besteht die Störung?

Seit Montagabend, dem 17. August 2026. Die Senatsinnenverwaltung bestätigte am Dienstag eine Störung beim Zugriff auf den elektronischen Antrag. Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten arbeitet an der Behebung, ein Zeitpunkt für die Wiederherstellung wurde nicht genannt.

Hat die Störung mit dem Hackerangriff zu tun?

Nach übereinstimmender Aussage von Senatsinnenverwaltung und Landeswahlleiter ist nach aktueller Lageeinschätzung kein Zusammenhang mit dem IT-Vorfall bei zwei Senatsverwaltungen erkennbar. Die Prüfung läuft.

Bis wann muss der Antrag gestellt sein?

Der Online-Antrag ist bis zum 15. September möglich, sobald das System wieder läuft. Schriftliche Anträge müssen bis Freitag, 18. September, 15 Uhr beim Bezirkswahlamt eingehen. Danach hilft nur noch der persönliche Weg.

Bis wann muss der Wahlbrief zurück sein?

Bis Sonntag, 20. September 2026, 18 Uhr beim zuständigen Bezirkswahlamt. Für den Postweg mindestens drei Werktage einplanen. Sicherer ist der Einwurf direkt in den Briefkasten des Bezirkswahlamts.

Was, wenn meine Unterlagen nicht ankommen?

Dann kannst du bis Samstag, 19. September, 12 Uhr beim Bezirkswahlamt einen Ersatzwahlschein beantragen. Danach ist diese Möglichkeit geschlossen.

Fazit: Der Ausfall kostet Bequemlichkeit, nicht die Stimme

Ein Antragsformular, das seit einem Tag nicht erreichbar ist, klingt in Wahlkampfzeiten dramatischer, als es für die einzelne Wählerin ist. Die Briefwahlstellen sind seit dem 10. August offen, der schriftliche Weg läuft, und bis zum Wahltag sind es noch gut vier Wochen. Wer sichergehen will, geht in die Briefwahlstelle seines Bezirks und erledigt alles in einem Gang. Sobald das System wieder läuft oder sich an der Einschätzung zum IT-Vorfall etwas ändert, aktualisieren wir diesen Beitrag.

🗞 Über den Autor: Julian Möhring – Redaktion Politik
Fristen und Antragswege habe ich gegen das Serviceportal und die Landeswahlleitung geprüft, nicht aus der Meldung übernommen – bei Wahlterminen ist eine falsche Uhrzeit teurer als ein fehlender Absatz.
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JM
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Hey, ich bin Julian – und bei BerlinEcho kümmere ich mich um Sport und alles Digitale. Wenn Hertha mal wieder in der Abstiegszone steckt oder Union überraschend Europa spielt, bin ich derjenige, der das für euch einordnet. Sport war für mich nie nur Hobby – es ist der ehrlichste Spiegel einer Stadt. Wer in Berlin Fussball versteht, versteht auch was über die Bezirke, die Milieus, die sozialen Spannungen. Deshalb berichtet man über Sport hier nie nur über Sport. Daneben schreibe ich über das Digitale Berlin: E-Sport, Gaming-Kultur, Social Media, neue Plattformen. Berlin ist eine der wenigen deutschen Städte, in der diese Szene wirklich lebt – nicht nur in Co-Working-Spaces, sondern auf der Strasse. Auf Instagram bin ich am aktivsten – schreib mir gerne, wenn du einen Tipp hast oder einfach über den letzten Spieltag reden willst.

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