Kriminalität 📅 19. September 2026 ⏱ 8 Min. 👁 25 Aufrufe

Wohnungsdurchsuchung Spandau: Armbrust und Axt bei 38-Jährigem

Ein 38-Jähriger soll Polizisten in Spandau mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden Beamte eine Armbrust, einen Dolch und eine Axt. Die Ermittlungen wegen Bedrohung und Waffengesetz-Verstößen laufen.

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Wohnungsdurchsuchung Spandau: Ein 38-Jähriger soll in der Nacht zum 19. September 2026 in der Grenadierstraße eine Schreckschusswaffe auf Polizeibeamte gerichtet haben. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden Einsatzkräfte eine Armbrust, einen Dolch und eine Axt mit Dornen. Der Mann kam nach einem Atemalkoholtest von 2,8 Promille wieder frei, die Ermittlungen dauern an.

Eine Wohnungsdurchsuchung in Spandau hat in der Nacht zum Samstag ein kleines Waffenarsenal zutage gefördert – ausgelöst durch einen Einsatz wegen randalierender Personen. Einsatzkräfte des Abschnitts 22 wurden gegen 2 Uhr in ein Mehrfamilienhaus in der Grenadierstraße gerufen, wie die Polizei Berlin mitteilt. Dort trafen sie im Hausflur auf drei Männer, von denen einer, ein 38-Jähriger, den Beamten nach bisherigen Erkenntnissen eine Schusswaffe entgegenhielt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine durchgeladene Schreckschusswaffe handelte – bestätigt ist das erst nach der Beschlagnahmung. Nach der Festnahme durchsuchten die Beamten die Wohnung des Mannes im selben Haus und stellten dort weitere Waffen sicher, unter anderem eine Armbrust, einen Dolch und eine Axt mit Dornen am Griff.

Kurz zusammengefasst: Bei einer Wohnungsdurchsuchung Spandau nach einer Bedrohung mit einer Schreckschusswaffe fand die Polizei in der Grenadierstraße ein Waffenarsenal aus Armbrust, Dolch, Axt und Munition. Der 38-jährige Tatverdächtige wies einen Atemalkoholwert von rund 2,8 Promille auf und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen wegen Bedrohung, Widerstands und Verstößen gegen das Waffengesetz laufen weiter.

📋 Das Wichtigste in Kürze

  • Einsatz in der Nacht zum 19. September 2026, gegen 2 Uhr, Grenadierstraße, Spandau (Quelle: Polizei Berlin, PM Nr. 1215)
  • 38-jähriger Mann soll Schusswaffe auf Beamte gerichtet haben, legte sie nach Aufforderung ab
  • Bei der Wohnungsdurchsuchung sichergestellt: eine weitere Schreckschusswaffe, eine Armbrust mit Aufsatzvisier, diverse Munition, ein Dolch, eine Axt mit Dornen am Griff
  • Atemalkoholtest beim Tatverdächtigen: rund 2,8 Promille
  • Ermittlungen wegen Bedrohung mit Waffen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz
  • Eingesetzte Polizeikräfte blieben unverletzt, der Tatverdächtige wurde nach den Maßnahmen wieder entlassen
📖 Inhaltsverzeichnis
  1. Wohnungsdurchsuchung Spandau: Was ist in der Grenadierstraße passiert?
  2. Wie kam es zur Bedrohung der Polizeibeamten?
  3. Was fanden die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung?
  4. Welche Vorwürfe stehen jetzt im Raum?
  5. Häufige Fragen zur Wohnungsdurchsuchung in Spandau
  6. Fazit

🚓 Wohnungsdurchsuchung Spandau: Was ist in der Grenadierstraße passiert?

Auslöser des Einsatzes war zunächst nur eine Meldung über randalierende Personen. Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 22 fuhren in der Nacht zum 19. September 2026 gegen 2 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in der Grenadierstraße in Spandau. Im Hausflur trafen sie auf drei Männer im Alter von 35, 38 und 60 Jahren. Nach der Situation vor Ort eskalierte der Einsatz: Der 38-Jährige soll den Beamten eine Schusswaffe entgegengehalten haben, woraufhin diese ihn unter Vorhalt ihrer eigenen Dienstwaffen zum Ablegen aufforderten.

🔫 Wie kam es zur Bedrohung der Polizeibeamten?

Der 38-Jährige kam der Aufforderung der Polizei nach und legte die Waffe ab. Aus Eigensicherungsgründen brachten die Einsatzkräfte daraufhin alle drei Männer zu Boden und legten ihnen Handfesseln an, wobei der 38-Jährige nach Polizeiangaben erheblichen Widerstand leistete. Wie sich anschließend herausstellte, handelte es sich bei der Waffe um eine durchgeladene Schreckschusswaffe, die die Beamten beschlagnahmten. Die beiden anderen Männer, 35 und 60 Jahre alt, wurden bereits im Hausflur wieder entlassen.

🗡️ Was fanden die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung?

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwältin brachten die Beamten den 38-Jährigen für eine Blutentnahme und zur Identitätsfeststellung in Polizeigewahrsam und durchsuchten anschließend seine Wohnung im selben Haus. Dabei stellten sie eine weitere Schreckschusswaffe, eine Armbrust mit Aufsatzvisier, diverse Munition, einen Dolch und eine Axt mit Dornen am Griff sicher. Sämtliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von rund 2,8 Promille.

Sichergestellte Gegenstände bei der Wohnungsdurchsuchung, Stand 19. September 2026
Fundort Sichergestellt
Am Tatort (Hausflur) 1 durchgeladene Schreckschusswaffe
In der durchsuchten Wohnung 1 weitere Schreckschusswaffe
1 Armbrust mit Aufsatzvisier
diverse Munition
1 Dolch, 1 Axt mit Dornen am Griff
Wohnungsdurchsuchung Spandau: Blaulicht und Absperrband bei Nacht an einer menschenleeren Berliner Straße, saubere leere Fahrbahn ohne Gegenstände und ohne Spuren
Blaulicht bei einem nächtlichen Polizeieinsatz in Berlin. Das Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erzeugt, ist keine fotografische Aufnahme und zeigt weder den Tatort noch das geschilderte Geschehen. (KI-generiertes Symbolbild)

⚖️ Welche Vorwürfe stehen jetzt im Raum?

Gegen den 38-Jährigen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Bedrohung mit Waffen, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen, ein Haftbefehl wird von der Polizei nicht gemeldet. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht abschließend entscheidet – wie bei jedem Kriminalitätsbericht auf BerlinEcho. Die eingesetzten Polizeikräfte blieben nach Angaben der Polizei Berlin unverletzt.

🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG

Was die Polizeimeldung offenlässt

Die knappe Polizeimeldung beantwortet, was passiert ist – nicht, warum. Zwei Punkte lohnen dennoch die Einordnung.

1. Der Fund zeigt ein Muster, keinen Einzelfall
Schreckschusswaffen sind ohne Erlaubnis frei erhältlich, wenn sie das sogenannte PTB-Zeichen tragen – im Ernstfall lassen sie sich von echten Schusswaffen für Betroffene kaum unterscheiden, wie auch dieser Einsatz zeigt. Der Berliner Senat diskutiert seit Monaten über härtere Strafen bei illegalen Waffen, unter anderem im Zusammenhang mit Messerverbotszonen an belasteten Orten.

2. Der Atemalkoholwert relativiert nichts an der Bedrohungslage
Ein Wert von 2,8 Promille erklärt möglicherweise die Eskalation, ändert aber nichts daran, dass Polizeibeamte sich in dem Moment einer echt wirkenden Schusswaffe gegenübersahen. Genau darin liegt das eigentliche Risiko von Schreckschusswaffen im Alltag: Sie zwingen Einsatzkräfte zu Entscheidungen in Sekundenbruchteilen, ohne dass diese wissen können, ob die Waffe scharf ist.

📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Die Polizeimeldung nennt weder ein Motiv für die ursprüngliche Ruhestörung noch, ob die drei Männer sich kannten oder gemeinsam wohnten. Solange die Ermittlungen laufen, bleibt das offen – BerlinEcho aktualisiert diesen Artikel, sobald belastbare neue Fakten vorliegen.

Hannes Nagel · Redakteur für Kriminalität und Bezirke
Waffenfunde bei eigentlich harmlos beginnenden Ruhestörungs-Einsätzen sind keine Seltenheit – genau deshalb ordnen wir auch kleinere Vorfälle wie diesen ein.

Quellen zu diesem Artikel
Aspekt Details Quelle
Was Polizisten mit Waffe bedroht, Wohnungsdurchsuchung Polizei Berlin, PM Nr. 1215
Wo Grenadierstraße, Spandau BerlinEcho: Spandau
Wann Nacht zum 19. September 2026, gegen 2 Uhr Polizei Berlin

❓ Häufige Fragen zur Wohnungsdurchsuchung in Spandau

Was ist bei der Wohnungsdurchsuchung in Spandau gefunden worden?

Die Polizei stellte neben der zunächst gezogenen Schreckschusswaffe eine weitere Schreckschusswaffe, eine Armbrust mit Aufsatzvisier, diverse Munition, einen Dolch und eine Axt mit Dornen am Griff sicher. Alle Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Funde stammen aus der Wohnung des 38-jährigen Tatverdächtigen im selben Haus, in dem sich zuvor die Bedrohungssituation im Hausflur ereignet hatte.

War die Waffe, mit der die Polizei bedroht wurde, echt?

Nein, nach Polizeiangaben handelte es sich um eine durchgeladene Schreckschusswaffe. Für die Einsatzkräfte vor Ort war das im Moment der Bedrohung jedoch nicht erkennbar – Schreckschusswaffen ähneln echten Schusswaffen oft bis ins Detail. Genau deshalb reagierte die Polizei mit dem Vorhalt der eigenen Dienstwaffen, bis der Mann seine Waffe ablegte.

Welche rechtlichen Konsequenzen drohen dem Tatverdächtigen?

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Bedrohung mit Waffen, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Der 38-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen – Blutentnahme, Identitätsfeststellung, Durchsuchung – wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Über eine mögliche Anklage entscheidet die Staatsanwaltschaft im weiteren Verlauf der Ermittlungen, ein Gerichtsverfahren steht noch aus.

Sind Schreckschusswaffen in Berlin frei erhältlich?

Schreckschusswaffen mit gültigem Beschusszeichen (PTB-Zeichen) dürfen in Deutschland ab 18 Jahren ohne Waffenschein erworben werden, für das Führen in der Öffentlichkeit ist jedoch der sogenannte Kleine Waffenschein nötig. Das Bedrohen einer anderen Person damit bleibt strafbar, unabhängig davon, ob die Waffe scharfe Munition verschießen kann oder nicht.

🏁 Fazit: Aus Ruhestörung wurde ein Waffenfund

Die Wohnungsdurchsuchung Spandau macht deutlich, wie schnell aus einem Routine-Einsatz eine Bedrohungslage wird: Aus einem Einsatz wegen randalierender Personen wurde in der Grenadierstraße binnen Minuten ein Waffenfund: eine Schreckschusswaffe im Hausflur, eine weitere Waffe, eine Armbrust, ein Dolch und eine Axt in der Wohnung des 38-jährigen Tatverdächtigen. Verletzt wurde niemand, der Mann kam nach den polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder frei. Ob und welche Anklage folgt, ist noch offen – BerlinEcho bleibt an dem Fall dran.

🗞 Über den Autor: Hannes Nagel – Redakteur für Kriminalität und Bezirke
Ich lese jede Polizeimeldung zweimal, bevor ich sie einordne – gerade bei Bedrohungslagen zählt jedes Detail.
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

HN
✍ Über den Autor
Redakteur Wirtschaft & Verkehr

Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste Pflaster für Büroflächen in Deutschland vermietet wird, merkt das. Beim Wirtschaftsthema interessieren mich weniger die Quartalszahlen grosser Konzerne als die Frage: Wer profitiert eigentlich von Berlins Wachstum, und wer nicht? Die Startup-Förderung, der Immobilienmarkt, die Haushaltspolitik des Senats – das sind Themen, die das Leben von echten Menschen verändern. Beim Verkehr ist mein Ansatz ähnlich: nicht die Pressemitteilung der BVG, sondern der Alltag der Fahrgäste. Ich fahre selbst täglich mit dem ÖPNV und weiss, was gemeint ist, wenn wieder mal "erhebliche Verspätungen" gemeldet werden. Für Hinweise und Recherche-Tips bin ich über Twitter und LinkedIn erreichbar.

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📍 Berlin ⭐ Redakteur BerlinEcho · Wirtschaftsredaktion · Experte Berliner Immobilien- und Verkehrspolitik · Recherche-Hintergrund ✍ 482 Artikel