In der Holsteinischen Straße in Steglitz ist am Samstagabend ein 17-Jähriger durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden. Die Schüsse in Steglitz fielen gegen 18:50 Uhr auf offener Straße. Der Jugendliche wurde mit mehreren Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Sein Zustand ist nach Angaben der Polizei weiterhin kritisch. Der mutmaßliche Schütze flüchtete. Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft Berlin haben die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts übernommen.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Ein 17-Jähriger wurde am Samstagabend gegen 18:50 Uhr in der Holsteinischen Straße in Steglitz angeschossen.
- Das Opfer erlitt mehrere Schussverletzungen, wurde notoperiert und ist weiterhin in kritischem Zustand.
- Der mutmaßliche Schütze flüchtete; die 3. Mordkommission des LKA ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts.
- Die Polizei sicherte vor Ort Spuren und bittet Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.
- 2025 stieg die Schusswaffenkriminalität in Berlin um 68 Prozent auf 1.119 Fälle.
Schüsse in Steglitz: Was am Samstagabend geschah
Die Schüsse in Steglitz ereigneten sich am Samstagabend, dem 27. Juni 2026, gegen 18:50 Uhr auf dem Gehweg der Holsteinischen Straße im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Nach Angaben der Polizei Berlin wurde ein 17-Jähriger von einem bislang unbekannten Täter angeschossen und erlitt mehrere Schussverletzungen.
Passanten alarmierten Polizei und Feuerwehr. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen in ein Krankenhaus, wo er sofort notoperiert wurde. Sein Zustand stabilisierte sich zwar nach dem Eingriff, blieb am Sonntagmittag aber kritisch. Der mutmaßliche Schütze entkam. Zeugen berichteten, dass sich nach den Schüssen mehrere Personen vom Tatort entfernten. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren und kartierte die Funde.
Der Vorfall ereignete sich mitten in einem Wohngebiet im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der mit rund 313.000 Einwohnern eher selten Schauplatz schwerer Gewaltkriminalität ist. Über den genauen Tathergang und das Umfeld des Opfers machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Mordkommission ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts
Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts (LKA) hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen übernommen. Geprüft wird der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Zu möglichen Hintergründen, einem Motiv oder dem Verhältnis zwischen Opfer und Täter wurde zunächst nichts bekannt. Spekulationen darüber sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht serioes belegbar.
Die Einrichtung einer Mordkommission ist bei Schüssen mit schwer verletztem Opfer das übliche Vorgehen der Polizei Berlin – auch dann, wenn das Opfer überlebt. Damit bündelt die Behoerde die Ermittlungsarbeit bei erfahrenen Spezialisten für Kapitaldelikte.
Zeugenaufruf: Wer am Samstagabend im Bereich der Holsteinischen Straße in Steglitz etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich bei jeder Polizeidienststelle zu melden. Hinweise nimmt auch die Berliner Polizei rund um die Uhr entgegen.
Schusswaffenkriminalität in Berlin: die Zahlen
Die Schüsse in Steglitz reihen sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein. Die Schusswaffenkriminalität in Berlin stieg 2025 deutlich an: Die Polizei erfasste 1.119 Fälle, bei denen mit einer Schusswaffe gedroht oder geschossen wurde – ein Plus von 68 Prozent gegenüber 2024. In 604 Fällen ging es um Drohungen (2024: 303), in 515 Fällen wurde tatsächlich geschossen (2024: 363).
Zum Anstieg trug auch eine seit 2025 verpflichtende, genauere Erfassung der Waffenverwendung bei. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nannte die Entwicklung ein «klares Warnsignal» und kündigte ein konsequentes Vorgehen gegen illegalen Waffenbesitz an. Seit November 2025 bündelt die Ermittlungseinheit «Ferrum» des LKA die Bekämpfung der Schusswaffenkriminalität. Details zur Statistik veröffentlichte die Senatsverwaltung für Inneres im März 2026.
Gleichzeitig ging die Gesamtkriminalität zurück: Mit 502.743 erfassten Straftaten lag sie 6,7 Prozent unter dem Vorjahr. Auch bei der Messerkriminalität meldete der Senat Rückgänge in den Verbotszonen. Der Tagesspiegel ordnete die Zahlen ausführlich ein, abrufbar im Tagesspiegel.
Die Schüsse in Steglitz am 27. Juni 2026 treffen einen 17-Jährigen in einem Wohngebiet, das nicht zu den klassischen Brennpunkten der Stadt gehört. Genau das macht den Fall bemerkenswert: Die Zahl der Fälle, in denen in Berlin tatsächlich geschossen wird, ist 2025 auf 515 gestiegen – gut jeder dritte Tag im Jahr. Wenn Schusswaffen aus dem Milieu der organisierten Kriminalität in normale Kieze gelangen, wird aus einer Statistik ein konkretes Risiko vor der eigenen Haustür. Ob dieser Fall einen solchen Hintergrund hat, ist offen – die Ermittlungen stehen am Anfang.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Polizei Berlin / Staatsanwaltschaft Berlin | Tathergang, Zustand des Opfers, Ermittlungen der 3. Mordkommission (Mitteilung 28. Juni 2026) |
| Tagesspiegel / dpa | Ort, Uhrzeit, Ablauf der Tat in der Holsteinischen Straße |
| Senatsverwaltung für Inneres, PKS 2025 | Schusswaffenkriminalität 1.119 Fälle (+68 %), 515 Schüsse, Gesamtkriminalität |
Häufige Fragen zu den Schüssen in Steglitz
Was ist bei den Schüssen in Steglitz passiert?
Am Samstagabend, dem 27. Juni 2026, wurde gegen 18:50 Uhr ein 17-Jähriger auf dem Gehweg der Holsteinischen Straße in Steglitz durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Er wurde notoperiert und ist weiterhin in kritischem Zustand.
Wer ermittelt in dem Fall?
Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Eine Mordkommission wird bei schweren Schüssen auch dann eingesetzt, wenn das Opfer überlebt.
Wurde der Schütze gefasst?
Nein. Der mutmaßliche Schütze flüchtete nach der Tat. Zeugen berichteten von mehreren Personen, die sich vom Tatort entfernten. Die Polizei sichert Spuren und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Wie hat sich die Schusswaffenkriminalität in Berlin entwickelt?
Die Schusswaffenkriminalität stieg 2025 um 68 Prozent auf 1.119 Fälle. In 515 Fällen wurde tatsächlich geschossen, in den übrigen ging es überwiegend um Drohungen. Die Gesamtkriminalität in Berlin ging im selben Zeitraum um 6,7 Prozent zurück.
Unsere Einordnung
Ein 17-Jähriger kämpft nach Schüssen um sein Leben, der Schütze ist flüchtig – und der Fall passt in eine Berliner Statistik, die seit Jahren in die falsche Richtung zeigt. Solange die Ermittlungen laufen, gilt: keine Spekulation über Motive, kein vorschnelles Urteil. Was zählt, sind belastbare Hinweise aus der Nachbarschaft. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald die Polizei Neues mitteilt.
– Maik Möhring, Chefredakteur, BerlinEcho
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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.



