Berlins Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf will die Hauptstadt sauberer machen. „Diese Stadt ist zu dreckig“, sagte er der „Welt“. Nach einem Wahlsieg wolle Werner Graf als erste Maßnahme einen Leitungsstab für Sauberkeit im Roten Rathaus einrichten, eine Verpackungssteuer einführen und sich am Vorbild Wien orientieren. Wir fassen die Pläne zusammen und ordnen sie ein.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Wer: Werner Graf, Grünen-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl 2026.
- Aussage: „Diese Stadt ist zu dreckig“ – gesagt der „Welt“.
- Erste Maßnahme: ein Leitungsstab für Sauberkeit im Roten Rathaus.
- Weitere Pläne: Verpackungssteuer und mehr Stadtreinigung.
- Vorbild: Wien mit gemieteten Parkplätzen für frei zugängliche Parklets.
Wer ist Werner Graf?

Werner Graf, Jahrgang 1980, sitzt seit 2021 im Berliner Abgeordnetenhaus und führt seit 2022 die Grünen-Fraktion mit. Für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 tritt er als Spitzenkandidat an – gemeinsam mit Bettina Jarasch als Spitzenteam. Graf bewirbt sich damit um das Amt des Regierenden Bürgermeisters.
Mit der Sauberkeitsoffensive setzt Werner Graf im Wahlkampf ein Thema, das viele Berlinerinnen und Berliner im Alltag beschäftigt: Müll auf Straßen, in Parks und an Bahnhöfen quer durch die Bezirke. Damit reiht sich der Vorstoß in eine Reihe von Wahlkampfthemen ein, die derzeit die Berliner Politik prägen – von Wohnen über Sicherheit bis zur Stadtsauberkeit.
| Werner Graf | Angabe |
|---|---|
| Geboren | 1980 |
| Funktion | Co-Fraktionschef der Grünen im Abgeordnetenhaus |
| Rolle 2026 | Spitzenkandidat (mit Bettina Jarasch) |
| Ziel | Amt des Regierenden Bürgermeisters |
| Wahltermin | 20. September 2026 |
Was plant er gegen den Müll?
Als erste Maßnahme nach einem Wahlsieg will Werner Graf einen Leitungsstab zum Thema Sauberkeit im Roten Rathaus einrichten. Die Idee dahinter: Alle für die Reinigung zuständigen Stellen sollen gebündelt werden, statt verteilt in verschiedenen Verwaltungen zu arbeiten. Hinzu kommen sollen mehr Stadtreinigung und eine Verpackungssteuer, die den Müll an der Quelle reduzieren soll.
Graf begründet seinen Vorstoß auch mit einer Beobachtung: Seit der Corona-Zeit werde der öffentliche Raum zunehmend nicht mehr als „verlängertes Wohnzimmer“ wahrgenommen, sondern als Bereich, um den man sich nicht weiter kümmere. Die Aufgabe der Stadtreinigung übernimmt in Berlin die BSR; Fragen rund um Sauberkeit und öffentlichen Raum berühren aber auch die Arbeit des Senats im Roten Rathaus.
Das Wiener Vorbild
Als Vorbild nennt Graf die Stadt Wien. Dort können Hauseigentümer Straßenparkplätze mieten und darauf ein sogenanntes Parklet aufstellen – eine kleine, begrünte Sitzfläche im Straßenraum. Bedingung ist, dass die Fläche frei zugänglich bleibt und nicht privat abgeschottet wird.
Dahinter steht die Idee der „Wiederaneignung“ des öffentlichen Raums: Wer sich für ein Stück Straße verantwortlich fühlt, achtet eher darauf. „Straßen werden sauberer, wenn sich die Menschen dafür verantwortlich fühlen“, sagte Graf der „Welt“. Solche Eingriffe in den Straßenraum werden in Berlin seit Jahren diskutiert – auch im Zusammenhang mit Verkehr und der Nutzung von Flächen, wie zuletzt rund um die Fahrrad-Sternfahrt.
Wie realistisch sind die Pläne?
Einordnen lässt sich das so: Ein Leitungsstab im Roten Rathaus wäre organisatorisch schnell umsetzbar, müsste sich aber gegen die in Berlin komplexe Zuständigkeit zwischen Land und Bezirken behaupten – und gegen die angespannte Haushaltslage. Die Verpackungssteuer ist kein Neuland – andere Kommunen wie Tübingen haben eine Steuer auf Einwegverpackungen eingeführt. Das Modell war rechtlich umstritten, wurde dann aber höchstrichterlich für zulässig erklärt; Teile der Gastronomie sehen es wegen der Mehrkosten weiterhin kritisch.
Wichtig zur fairen Einordnung: Es handelt sich um Wahlkampfvorschläge. Ob sie kommen, hängt vom Wahlausgang am 20. September und von möglichen Koalitionspartnern ab. Andere Parteien dürften eigene Konzepte zur Sauberkeit vorlegen, wie es zur Landespolitik dazugehört. Wie offen das Rennen ist, zeigen aktuelle Umfragen; auch andere Kandidatinnen und Kandidaten bringen sich derzeit in Stellung.
Sauberkeit ist ein dankbares Wahlkampfthema, weil es fast alle im Alltag erleben – und entsprechend leicht Zustimmung findet. Die spannende Frage ist weniger das Ob als das Wie: Ein Leitungsstab klingt nach Ordnung, löst aber für sich genommen kein Müllproblem; eine Verpackungssteuer kann Verhalten ändern, trifft aber auch Betriebe. Das Wiener Parklet-Modell ist charmant, in der Berliner Parkraum-Debatte aber nicht unumstritten. Kurz: Es sind ernst zu nehmende Vorschläge, deren Wirkung von der Umsetzung abhängt. Bewerten werden sie die Wählerinnen und Wähler.
– Maik Möhring, Herausgeber, BerlinEcho
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Die Welt | Interview mit Werner Graf zur Sauberkeitsoffensive |
| Der Tagesspiegel | Berichterstattung zur Berliner Landespolitik |
| Berliner Stadtreinigung (BSR) | Zuständige Stelle für Stadtreinigung in Berlin |
Häufige Fragen zu Werner Graf
Wer ist Werner Graf?
Werner Graf, geboren 1980, ist Co-Fraktionschef der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und Spitzenkandidat seiner Partei für die Abgeordnetenhauswahl 2026. Er bewirbt sich um das Amt des Regierenden Bürgermeisters.
Was ist seine Sauberkeitsoffensive?
Graf will Berlin sauberer machen. Geplant sind ein Leitungsstab für Sauberkeit im Roten Rathaus, mehr Stadtreinigung und eine Verpackungssteuer zur Müllreduktion. Vorbild ist für ihn die Stadt Wien.
Was ist eine Verpackungssteuer?
Eine kommunale Steuer auf Einwegverpackungen, etwa für To-go-Essen und -Getränke. Sie soll Müll reduzieren. Städte wie Tübingen erheben sie bereits; das Modell gilt als rechtlich zulässig, ist bei Teilen der Wirtschaft aber umstritten.
Was ist am Wiener Vorbild besonders?
In Wien können Anwohner und Hauseigentümer Parkplätze mieten und dort frei zugängliche Parklets aufstellen. Die Idee: Wer den öffentlichen Raum mitgestaltet, kümmert sich auch eher um dessen Sauberkeit.
Werden die Pläne umgesetzt?
Das ist offen. Es handelt sich um Wahlkampfvorschläge. Eine Umsetzung hängt vom Ergebnis der Wahl am 20. September 2026 und von möglichen Koalitionen ab.
Unsere Einordnung
Müll auf Straßen und in Parks ärgert viele – insofern trifft Graf einen Nerv. Ob ein neuer Stab im Roten Rathaus, eine Steuer und mehr Personal das Problem lösen, wird sich zeigen müssen; entscheidend ist, ob aus Ankündigungen messbare Ergebnisse werden. Als Redaktion bewerten wir die Inhalte nicht, sondern stellen sie nachvollziehbar dar. Im Wahlkampf werden andere Parteien eigene Antworten geben – die Auswahl treffen am Ende die Wählerinnen und Wähler.
– Maik Möhring, Herausgeber, BerlinEcho
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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. BerlinEcho berichtet überparteilich; wiedergegeben werden die Standpunkte des Kandidaten, nicht die der Redaktion.





