Politik 📅 8. Juni 2026 ⏱ 6 Min. 👁 48 Aufrufe

Christoph Harting: Vom Olympiasieger zum Linke-Kandidaten

Christoph Harting, Diskus-Olympiasieger von 2016, kandidiert für Die Linke im Lichtenberger Wahlkreis 1. Sein Weg vom Spitzensport in die Politik.

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Ein Olympiasieger will ins Berliner Abgeordnetenhaus. Christoph Harting, 2016 in Rio Goldmedaillengewinner im Diskuswerfen, kandidiert bei der Wahl am 20. September 2026 für Die Linke im Lichtenberger Wahlkreis 1. Der gebürtige Cottbuser wirbt für soziale Gerechtigkeit und kritisiert eine mögliche Berliner Olympia-Bewerbung. Wir stellen den Weg von Christoph Harting vom Spitzensport in die Kommunalpolitik vor.

Kurz zusammengefasst
Diskus-Olympiasieger Christoph Harting (Rio 2016) tritt bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 für Die Linke an – als Direktkandidat im Lichtenberger Wahlkreis 1. Der frühere Leistungssportler und Bundespolizist engagiert sich nach eigenen Angaben ehrenamtlich. Seine Schwerpunkte sind soziale Gerechtigkeit, eine kritische Haltung zu einer Berliner Olympia-Bewerbung und das Thema mentale Gesundheit.
📑 Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer: Christoph Harting, Diskus-Olympiasieger von Rio 2016, geboren 1990 in Cottbus.
  • Was: Direktkandidat der Linken im Lichtenberger Wahlkreis 1 (Neu-Hohenschönhausen).
  • Wann: Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026.
  • Themen: soziale Gerechtigkeit, Kritik an einer Olympia-Bewerbung, mentale Gesundheit.
  • Hintergrund: früherer Leistungssportler und Bundespolizist, politisch bislang ehrenamtlich aktiv.

Wer ist Christoph Harting?

Christoph Harting – Wer ist Christoph Harting?
Wer ist Christoph Harting?

Christoph Harting wurde 1990 in Cottbus geboren und wuchs nach eigenen Schilderungen in einfachen Verhältnissen im Plattenbauviertel Sachsendorf auf. Bekannt wurde er als Diskuswerfer: 2016 gewann er bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro überraschend die Goldmedaille – wie zuvor sein Bruder Robert, was die Hartings zu einer besonderen Familie im deutschen Sport machte.

Nach der aktiven Karriere arbeitete er als Bundespolizist. Den Schritt in die Politik geht er nun über die kommunale Ebene in Berlin. Dass ein Spitzensportler in die Politik wechselt, ist nicht alltäglich – und macht die Personalie über den Sport hinaus interessant.

Christoph Harting Angabe
Geboren 1990 in Cottbus
Sportlicher Erfolg Olympiasieg Diskus, Rio 2016
Beruf Bundespolizist
Partei Die Linke
Wahlkreis Lichtenberg 1 (Abgeordnetenhauswahl 2026)

Die Kandidatur in Lichtenberg

Bei einer Mitgliederversammlung Ende 2025 wurde Christoph Harting als Direktkandidat der Linken für den Lichtenberger Wahlkreis 1 nominiert, zu dem das Plattenbaugebiet von Neu-Hohenschönhausen gehört. Zusätzlich steht er auf der Liste für die Bezirksverordnetenversammlung. Den Bezug zum Kiez begründet er mit seiner eigenen Biografie: Er habe lange dort gewohnt und lebe weiter in Lichtenberg.

Der Wahlkreis gilt als hart umkämpft. In der Vergangenheit ging er an unterschiedliche Parteien – von der Linken über die AfD bis zur CDU. Für die Linke ist die Kandidatur eines prominenten Olympiasiegers ein Versuch, im Osten Berlins und in Bezirken wie Lichtenberg Aufmerksamkeit und Stimmen zu gewinnen. Wie die Stimmung insgesamt ist, zeigen aktuelle Umfragen zur Wahl.

Seine Kritik an Olympia in Berlin

Ausgerechnet ein Olympiasieger positioniert sich gegen eine mögliche Berliner Olympia-Bewerbung. Aus Hartings Sicht bringe eine solche Bewerbung dem Breitensport wenig; er bezeichnet das Sportsystem als unterfinanziert und die Sportstätten als marode. Das Geld solle lieber in die vorhandene Infrastruktur fließen, so seine Argumentation.

Diese Haltung sorgte für Gegenwind: Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses forderte ihn der CDU-Politiker Stephan Standfuß auf, angesichts seiner Olympia-Kritik über seine Goldmedaille nachzudenken – eine bewusst zugespitzte Bemerkung. Befürworter einer Bewerbung verweisen dagegen auf Investitionen und Strahlkraft, die solche Großereignisse mit sich bringen könnten. Der Streit zeigt, wie kontrovers das Thema in der Stadt diskutiert wird – ähnlich wie andere Debatten im Berliner Sport, von Vereinsfragen bis zu Grossveranstaltungen wie der Fahrrad-Sternfahrt.

Wofür er politisch steht

Im Mittelpunkt von Hartings Wahlkampf steht die soziale Gerechtigkeit. Er verweist auf seine eigene Herkunft und macht sich für bezahlbares Leben und starke öffentliche Strukturen stark. Mit Blick auf die erstarkende AfD wirbt er nach eigenen Worten dafür, demokratische Parteien zu wählen – eine Position, die er offen vertritt.

Ein weiteres Anliegen ist ihm die mentale Gesundheit, ein Thema, das er aus eigener Erfahrung kennt und offen anspricht – ein in der Politik noch immer selten so klar benanntes Feld. Dazu kommt die Sportpolitik: bessere Förderung des Breitensports statt Prestigeprojekte. Diese Mischung aus sozialen und sportpolitischen Themen prägt seinen Auftritt und reiht sich in die Landespolitik ein. Ob sie im umkämpften Wahlkreis verfängt, entscheiden die Wählerinnen und Wähler – auch im Umfeld von Terminen wie dem Tag der offenen Tür im Roten Rathaus.

🗞 BerlinEcho-Einordnung

Prominente aus dem Sport, die in die Politik wechseln, bringen Aufmerksamkeit mit – aber Bekanntheit ist noch kein Mandat. Spannend an Christoph Harting ist, dass er bekannte Erwartungen bricht: ein Olympiasieger, der Olympia kritisch sieht. Ob das im Lichtenberger Wahlkreis trägt, ist offen; die Konkurrenz ist stark. Für die politische Bewertung seiner Inhalte sind ohnehin die Wählerinnen und Wähler zuständig. Wir berichten neutral über die Kandidatinnen und Kandidaten – und überlassen das Urteil der Wahlurne.

– Maik Möhring, Herausgeber, BerlinEcho

Quellen

Quelle Inhalt
Der Tagesspiegel Kandidatur, Olympia-Kritik und Reaktion im Sportausschuss
nd Nominierung im Wahlkreis Lichtenberg 1
dpa / Die Brandenburger Aussagen zu sozialer Gerechtigkeit, AfD und Olympia

Häufige Fragen zu Christoph Harting

Für welche Partei kandidiert Christoph Harting?

Christoph Harting tritt für Die Linke an. Er ist Direktkandidat im Lichtenberger Wahlkreis 1 und steht zusätzlich auf der Liste für die Bezirksverordnetenversammlung.

Wann ist die Wahl?

Die Berliner Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September 2026 statt. Harting bewirbt sich um ein Direktmandat in seinem Wahlkreis im Bezirk Lichtenberg.

Was ist sein sportlicher Hintergrund?

Harting ist Diskuswerfer und gewann 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Goldmedaille. Zuvor hatte bereits sein Bruder Robert Harting Olympia-Gold geholt.

Warum kritisiert er eine Olympia-Bewerbung?

Nach seiner Darstellung bringt eine Bewerbung dem Breitensport zu wenig. Er hält das Sportsystem für unterfinanziert und plädiert dafür, Geld in die bestehenden Sportstätten zu investieren statt in ein Großereignis.

Welche Themen sind ihm wichtig?

Im Zentrum stehen soziale Gerechtigkeit, die Förderung des Breitensports und das Thema mentale Gesundheit. Sein politisches Engagement betreibt er nach eigenen Angaben ehrenamtlich.

Unsere Einordnung

Der Wechsel vom Stadion ins Parlament ist ein guter Stoff – gerade weil Harting nicht den erwartbaren Promi-Wahlkampf führt, sondern Position bezieht, auch gegen das eigene sportliche Milieu. Ob seine Bekanntheit Stimmen bringt, ist eine offene Frage; Direktmandate in Lichtenberg sind hart umkämpft. Uns als Redaktion steht keine Wahlempfehlung zu. Was wir bieten, ist ein faires Bild der Person und ihrer Ziele – den Rest entscheiden im September die Wählerinnen und Wähler.

– Maik Möhring, Herausgeber, BerlinEcho

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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. BerlinEcho berichtet überparteilich; die Darstellung politischer Positionen gibt die Standpunkte des Kandidaten wieder, nicht die der Redaktion.

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MM
✍ Über den Autor
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Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt der Brüche: Hipster-Kieze neben Plattenbau, Bundespolitik neben Bezirksstreit, globale Startup-Szene neben klassischem Berliner Kleingarten. Diesen Widersprüchen geht BerlinEcho nach – täglich. Als Verleger verantworte ich alles, was auf dieser Seite erscheint. Das ist mir wichtig zu sagen, weil es in einer Zeit, in der viele Medien hinter anonymen Redaktionen verschwinden, nicht selbstverständlich ist. Bei BerlinEcho steht immer jemand mit dem Namen dafür ein. Mein Hintergrund ist digitales Publizieren: SEO, Content-Strategie, Aufbau von Nachrichtenportalen – das mache ich seit Jahren, für meine eigenen Seiten und für Kunden. BerlinEcho ist mein liebstes Projekt, weil es direkt an dem Ort spielt, wo gerade Deutschland-Geschichte geschrieben wird.

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📍 Berlin ⭐ Gründer Maik Möhring Media · Verleger & verantwortlicher Redakteur · Langjährige Erfahrung in digitalem Publizieren · Mehrere Online-Medien in Deutschland. ✍ 344 Artikel