Im neuen INSA-Sonntagstrend erreicht die Union einen weiteren Tiefpunkt. Die CDU/CSU kommt nur noch auf 22 Prozent, während die AfD mit 29 Prozent den höchsten je von INSA für sie gemessenen Wert erzielt. Der Abstand zwischen beiden Parteien ist mit sieben Punkten so groß wie nie zuvor in dieser Erhebung. Für Bundeskanzler Friedrich Merz sind das schwache Zahlen – auch mit Blick auf mehrere Wahlen in diesem Jahr.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- AfD vorn: 29 Prozent – der höchste je von INSA gemessene Wert für die Partei.
- Union im Tief: CDU/CSU nur noch bei 22 Prozent.
- Rekordabstand: sieben Punkte zwischen AfD und Union – so viel wie nie in dieser Umfrage.
- Der Rest: Grüne 13,5, SPD 12, Linke 10,5; FDP und BSW bei 3,5 Prozent.
- Einordnung: Eine einzelne Umfrage ist eine Momentaufnahme mit Fehlertoleranz – keine Prognose.
Was zeigt der neue INSA-Sonntagstrend?

Die neue Erhebung zeichnet ein klares Bild an der Spitze: Die AfD kommt auf 29 Prozent und liegt damit sieben Punkte vor der Union, die auf 22 Prozent absackt. Für die CDU/CSU ist es einer der schwächsten Werte überhaupt – deutlich unter ihrem Ergebnis der Bundestagswahl 2025.
Dahinter folgen die Grünen mit 13,5 Prozent, die SPD mit 12 Prozent und die Linke mit 10,5 Prozent. FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegen mit je 3,5 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, setzt damit ihren Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort. Erhoben wurde die Sonntagsfrage Anfang Juni unter rund 2.000 Wahlberechtigten. Mehr aus Bundes- und Landespolitik bündeln wir in der Rubrik Politik.
| Partei | INSA-Sonntagstrend |
|---|---|
| AfD | 29 % |
| CDU/CSU | 22 % |
| Grüne | 13,5 % |
| SPD | 12 % |
| Linke | 10,5 % |
| FDP / BSW | je 3,5 % |
Warum verliert die Union?
Eindeutige Ursachen lassen sich aus einer einzelnen Umfrage nicht ableiten. Beobachter verweisen jedoch auf die schwierige Regierungsarbeit der von Friedrich Merz geführten Koalition: Streit über Haushalt, Migration und Wirtschaftspolitik hat zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, ohne dass sich die Stimmung für die Regierungsparteien spürbar verbessert hätte.
Hinzu kommt, dass die Union seit der Bundestagswahl 2025 kontinuierlich an Zustimmung verloren hat, während die AfD zulegte. Ob es sich um einen dauerhaften Trend oder eine Momentaufnahme handelt, lässt sich erst über mehrere Erhebungen hinweg beurteilen. Auch andere politische Entwicklungen in Europa spielen in die Stimmung hinein.
Wie aussagekräftig sind solche Umfragen?
Ein einzelner Sonntagstrend ist mit Vorsicht zu lesen. Solche Erhebungen haben eine Fehlertoleranz von rund zwei bis drei Prozentpunkten – kleine Veränderungen liegen also oft im statistischen Rauschen. Zudem ist die Sonntagsfrage keine Prognose, sondern eine Momentaufnahme der Stimmung.
Aufschlussreich ist der Vergleich mehrerer Institute: Während INSA die Union zuletzt deutlich fallen sah, kam sie in anderen Erhebungen wie von Allensbach auf stabilere Werte um die 28 bis 30 Prozent. Wer die politische Lage einschätzen will, sollte daher nie eine einzelne Zahl, sondern den Trend mehrerer Umfragen betrachten. Mehr Hintergründe bündeln wir in der Rubrik Gesellschaft.
Was bedeutet der Trend für Berlin?
Für die Hauptstadt ist der Bundestrend besonders interessant, denn am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Bundesweite Stimmungen schlagen allerdings nie eins zu eins auf Landesergebnisse durch: In Berlin spielen lokale Themen wie Wohnen, Verkehr und Verwaltung in den Bezirken eine große Rolle, und die Parteien sind hier traditionell anders aufgestellt als im Bund.
Trotzdem dürfte das Abschneiden der Bundesparteien den Wahlkampf in der Stadt prägen. Wie sich der Trend auf die Berliner Landespolitik auswirkt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen – auch bei Themen wie Migration und innerer Sicherheit, die im Wahlkampf eine Rolle spielen dürften.
Zahlen wie diese sind ein Stimmungsbarometer, kein Wahlergebnis. Dass die Union in dieser Umfrage so tief fällt, ist für Friedrich Merz ein Warnsignal – mehr aber auch nicht, solange andere Institute moderatere Werte messen. Bemerkenswert ist die Beständigkeit des Trends: Über Monate hat sich der Abstand vergrößert. Für Berlin gilt: Wer aus Bundesumfragen das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl ableiten will, liegt erfahrungsgemäß oft daneben. Spannend bleibt es trotzdem.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| wahlrecht.de | INSA-Umfragezeitreihe zur Bundestagswahl |
| dawum.de | Aktuelle INSA-Werte und Erhebungsdaten |
| Der Tagesspiegel | Einordnung der bundesweiten Umfragen |
Häufige Fragen zum INSA-Sonntagstrend
Wie steht die Union im aktuellen INSA-Sonntagstrend?
Die CDU/CSU kommt im neuen INSA-Sonntagstrend auf 22 Prozent und erreicht damit einen Tiefpunkt – deutlich unter ihrem Ergebnis der Bundestagswahl 2025.
Wie stark ist die AfD?
Die AfD liegt mit 29 Prozent vorn – der höchste je von INSA für sie gemessene Wert. Der Abstand zur Union beträgt sieben Punkte und ist damit so groß wie nie in dieser Umfrage.
Sind Umfragen verlässliche Wahlprognosen?
Nein. Eine Sonntagsfrage ist eine Momentaufnahme mit einer Fehlertoleranz von rund zwei bis drei Punkten. Verlässlicher ist der Vergleich mehrerer Institute über einen längeren Zeitraum.
Was sagen andere Institute?
Die Ergebnisse unterscheiden sich teils deutlich. Während INSA die Union zuletzt im Sinkflug sah, kamen andere Institute wie Allensbach auf stabilere Werte um die 28 bis 30 Prozent für die CDU/CSU.
Was bedeutet der Trend für die Berlin-Wahl?
Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Bundestrends übertragen sich aber nicht direkt auf Landesergebnisse, da in Berlin lokale Themen und eine andere Parteiengefüge entscheidend sind.
Unsere Einordnung
Umfragen sind ein nützliches Stimmungsbild – aber sie ersetzen keine Wahl. Der Sonntagstrend zeigt einen klaren Trend zuungunsten der Union, doch wer ihn überinterpretiert, sitzt schnell einer einzelnen Zahl auf. Seriös ist der Blick auf mehrere Institute und auf die Entwicklung über Wochen. Für Berlin lohnt sich vor der Abgeordnetenhauswahl im September ohnehin der Blick auf die Landesthemen. Wir berichten weiter sachlich und ohne Aufregung – auch wenn die Schlagzeilen gerade laut sind.
– Maik Möhring, Herausgeber, BerlinEcho
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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Die Umfragewerte stammen aus dem INSA-Sonntagstrend; Umfragen sind Momentaufnahmen mit statistischer Fehlertoleranz.





