Wegen der S-Bahn Sperrung zwischen Schöneweide, Baumschulenweg und Treptower Park beziehungsweise Neukölln fährt dort bis zum 31. August, 1.30 Uhr, kein Zug. Wer zum Flughafen BER will, nimmt besser den Flughafenexpress FEX oder eine Regionalbahn. Zwei Ersatzbuslinien überbrücken die Lücke, kosten aber deutlich mehr Zeit.

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Das Wichtigste in Kürze
- Zeitraum: 18. August, 4 Uhr, bis 31. August, 1.30 Uhr.
- Gesperrt: Schöneweide – Baumschulenweg – Treptower Park sowie Richtung Neukölln.
- Zum BER: Flughafenexpress FEX und Regionalbahnen nutzen, nicht die S-Bahn aus der Innenstadt.
- Betroffene Linien: unter anderem S8, S85, S9, S46 und S47.
- Ersatz: zwei barrierefreie Buslinien zwischen Schöneweide, Baumschulenweg, Plänterwald, Treptower Park sowie Köllnische Heide, Sonnenallee und Neukölln.
- Grund: Arbeiten am neuen elektronischen Stellwerk Schöneweide.
- Stand der Angaben: 18. August 2026.
So kommst du während der S-Bahn Sperrung zum BER
Der Zeitpunkt ist unglücklich: Die Berliner Sommerferien enden am 22. August, viele fliegen in diesen Tagen zurück oder noch los. Wer wie gewohnt in die S9 oder S45 steigt, steht unterwegs im Ersatzbus.
- FEX, der Flughafenexpress: die schnellste Verbindung aus der Innenstadt, unabhängig von der Baustelle. Er fährt vom Hauptbahnhof über Gesundbrunnen und Ostkreuz zum Terminal.
- Regionalbahnen: Auch RE- und RB-Linien binden den Flughafenbahnhof an und sind von der Sperrung nicht betroffen.
- Puffer einplanen: Wer trotzdem über die Ersatzbusse fährt, sollte mindestens 30 bis 45 Minuten mehr einrechnen – Busse stehen im Feierabendverkehr, Züge nicht.
- Gepäck bedenken: Umsteigen mit Koffern zwischen Bahnsteig und Bushaltestelle ist der eigentliche Zeitfresser.
Was am Flughafen selbst zu beachten ist, steht in unserer Übersicht zum Flughafen BER.
Welche Linien die S-Bahn Sperrung trifft
Betroffen sind nicht nur die Züge auf dem gesperrten Stück. Weil Umläufe umgelegt werden, ändern sich Fahrpläne bis weit in den Norden hinein.
| Linie | Was sich ändert |
|---|---|
| S9 | verändertes Fahrtangebot, die gewohnte Verbindung zum BER entfällt auf dem gesperrten Abschnitt |
| S8 und S85 | fahren verändert, teils gebrochen an Schöneweide |
| S46 und S47 | von den Auswirkungen der Bauarbeiten betroffen, geänderte Laufwege |
| weitere Linien | auch nördlich verkehrende Linien wie die S75 sind mittelbar betroffen |
Die verbindlichen Fahrpläne je Linie stehen bei der S-Bahn Berlin und in der Verkehrsinformationszentrale. Weil sich Bahnsteige und Abfahrtszeiten während solcher Bauphasen kurzfristig ändern, lohnt der Blick am Reisetag – nicht am Vorabend.
Die beiden Ersatzbuslinien
- Bus S9: Schöneweide – Baumschulenweg – Plänterwald – Treptower Park, in beide Richtungen.
- Bus S46: Schöneweide – Baumschulenweg – Köllnische Heide – Sonnenallee/Saalestraße – Neukölln und über die Haltestelle Dammweg/Sonnenallee zurück.
Beide Linien fahren mit barrierefreien Bussen. Für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstuhl oder großem Gepäck bleibt trotzdem der Umstieg das Nadelöhr, weil Ersatzhaltestellen selten direkt am Bahnsteig liegen. Wie sich Störungen und Bauarbeiten sonst auf das Netz auswirken, sammeln wir in unserem Beitrag zu aktuellen S-Bahn-Störungen; die große Bauphase im Frühjahr haben wir im Text zu den Osterbauarbeiten beschrieben.
Warum ausgerechnet jetzt gebaut wird
Hinter der Sperrung steht das neue elektronische Stellwerk Schöneweide. Es ersetzt mehrere ältere Schaltstellen entlang der Strecke, die bislang vor Ort von Hand bedient werden müssen. Der Abschnitt ist nach Angaben der S-Bahn der letzte im gesamten Netz, der noch nicht direkt an die Betriebszentrale in Halensee angeschlossen ist.
Der Vorteil der Fernsteuerung klingt technisch, ist im Alltag aber handfest: Fällt das ortskundige Personal vollständig aus, muss der Verkehr nicht mehr eingestellt werden. Bisher konnte genau das passieren. Dass in den Sommerferien gebaut wird, folgt derselben Logik wie jedes Jahr – weniger Pendler, weniger Schüler, weniger Betroffene. Dass die letzte Bauphase über das Ferienende hinausreicht, ist der Preis dafür, dass die Arbeiten in einem Zug zu Ende gebracht werden.
Weitere Verkehrsmeldungen aus der Stadt stehen in der Rubrik Verkehr, Themen aus dem betroffenen Bezirk in der Rubrik Treptow-Köpenick. Was ein Ticket derzeit kostet, steht in der Übersicht zu den BVG-Ticketpreisen 2026.
Quellen im Überblick
| Angabe | Quelle |
|---|---|
| Sperrzeitraum, betroffene Abschnitte, Ersatzbuslinien | Verkehrsinformationszentrale Berlin |
| Neues elektronisches Stellwerk Schöneweide | Projektseite der Deutschen Bahn |
| Fahrpläne je Linie, kurzfristige Änderungen | S-Bahn Berlin |

Häufige Fragen zur S-Bahn Sperrung
Wie lange dauert die S-Bahn Sperrung?
Vom 18. August, 4 Uhr, bis zum 31. August, 1.30 Uhr. In dieser Zeit fährt zwischen Schöneweide, Baumschulenweg und Treptower Park beziehungsweise Neukölln keine S-Bahn.
Wie komme ich in dieser Zeit zum Flughafen BER?
Am besten mit dem Flughafenexpress FEX oder einer Regionalbahn. Beide sind von der Sperrung nicht betroffen und brauchen aus der Innenstadt ohnehin weniger Zeit als die S-Bahn. Wer die Ersatzbusse nutzt, sollte 30 bis 45 Minuten mehr einplanen.
Welche S-Bahn-Linien fallen aus?
Betroffen sind unter anderem S8, S85, S9, S46 und S47. Weil Umläufe verändert werden, wirken sich die Bauarbeiten auch auf weiter nördlich verkehrende Linien wie die S75 aus. Die verbindlichen Angaben je Linie stehen bei der S-Bahn Berlin.
Welche Ersatzbusse fahren?
Zwei Linien: Bus S9 zwischen Schöneweide, Baumschulenweg, Plänterwald und Treptower Park sowie Bus S46 zwischen Schöneweide, Baumschulenweg, Köllnische Heide, Sonnenallee und Neukölln. Beide fahren mit barrierefreien Bussen.
Warum wird überhaupt gebaut?
Für das neue elektronische Stellwerk Schöneweide. Es ersetzt ältere Schaltstellen, die noch vor Ort bedient werden müssen. Der Abschnitt ist der letzte im S-Bahn-Netz ohne direkte Anbindung an die Betriebszentrale in Halensee.
Fazit: zwei Wochen Umweg, dann ist Schluss
Bis zum 31. August ist die S-Bahn aus der Innenstadt keine gute Idee für die Fahrt zum BER. FEX und Regionalbahn sind in dieser Zeit nicht nur die Ausweichlösung, sondern schlicht die schnellere. Für alle anderen im Südosten heißt es: Ersatzbus einplanen, Fahrplan am Reisetag prüfen und darauf hoffen, dass das neue Stellwerk hält, was es verspricht – nämlich weniger Ausfälle, wenn mal jemand krank wird.
🗞 Über den Autor: Hannes Nagel – Redaktion Verkehr
Ich habe Zeitraum, Linien und Ersatzverkehr gegen die Verkehrsinformationszentrale und die Projektseite der Bahn geprüft – bei Bauphasen weichen die Angaben in Medienberichten oft um einen Tag ab.
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