Zwei maskierte Täter sind in der Nacht zum Samstag in das Eastgate Marzahn eingedrungen. Nach Angaben der Polizei verschafften sie sich gegen 3.50 Uhr über den Vorraum einer Bankfiliale Zugang, brachen im Erdgeschoss die Glastüren von 14 Geschäften auf und entwendeten teilweise die Kassenschubladen. Wie hoch die Beute ist, war am Sonntag noch nicht bekannt. Die betroffenen Bereiche blieben bis gegen 10 Uhr gesperrt – bis kurz vor Ladenöffnung.
Das Wichtigste in Kürze
- Wann: Nacht zum Samstag, 15. August 2026, gegen 3.50 Uhr.
- Wo: Einkaufszentrum an der Marzahner Promenade, laut Medienberichten das Eastgate.
- Wie: Zugang über den Vorraum einer Bankfiliale, danach Glastüren im Erdgeschoss zerschlagen.
- Umfang: 14 betroffene Geschäfte, teilweise wurden Kassenschubladen entwendet.
- Täter: nach Polizeiangaben zwei maskierte Personen, Flucht in unbekannte Richtung.
- Schaden: Beutehöhe bislang unbekannt, der Sachschaden dürfte den Diebstahlswert übersteigen.
- Stand der Angaben: 16. August 2026.
Was in der Nacht im Eastgate Marzahn passierte
Der Ablauf, den die Polizei am Wochenende mitteilte, ist kurz und wirkt eingeübt. Gegen 3.50 Uhr drangen zwei maskierte Personen über den Vorraum einer Bankfiliale in das Einkaufszentrum an der Marzahner Promenade ein. Solche Vorräume sind nachts häufig frei zugänglich, weil dort die Geldautomaten stehen – für ein geschlossenes Center ist das die naheliegende Schwachstelle.
Im Verkaufsbereich des Erdgeschosses gingen die beiden dann von Laden zu Laden. Die Glastüren von insgesamt 14 Geschäften wurden aufgebrochen, indem sie zerschlagen wurden. Aus den Geschäften nahmen die Täter nach Polizeiangaben teilweise die Kassenschubladen mit und flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Welche Läden genau betroffen waren, hat die Polizei nicht mitgeteilt; Medienberichte nennen unter anderem eine Parfümerie, eine Buchhandlung und mehrere Modegeschäfte.
Auffällig ist die Zeitrechnung des Einsatzes: Für Spurensicherung und Sachverhaltsaufnahme blieben die betroffenen Bereiche bis gegen 10 Uhr gesperrt. Das Center öffnete danach regulär. Zwischen Tat und Wiedereröffnung lagen damit gut sechs Stunden – für die betroffenen Händler bedeutete das ein Verkaufswochenende mit zerstörten Eingangstüren.
Wie die Polizei jetzt ermittelt
Gegen die Unbekannten läuft ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls. Ausgewertet werden vor allem die Aufzeichnungen der Überwachungskameras im Center. Genau hier liegt das Problem: Weil beide Täter maskiert waren, liefern die Bilder zwar Ablauf und Zeitpunkt, aber kaum Merkmale zur Identifizierung.
- Spurensicherung: An 14 aufgebrochenen Türen fällt entsprechend viel Material an – Werkzeugspuren, Schuhabdrücke, mögliche DNA-Spuren.
- Videoauswertung: Neben dem Center kommen Kameras der Bankfiliale und des Umfelds infrage.
- Vergleich mit ähnlichen Taten: Das arbeitsteilige Vorgehen in kurzer Zeit spricht für Erfahrung, nicht für Gelegenheitstäter.
- Zeugenhinweise: Angaben zu Fahrzeugen oder Personen im Umfeld der Marzahner Promenade in den frühen Morgenstunden nimmt jede Dienststelle entgegen.
Wie sich Einbruchszahlen in Berlin insgesamt entwickeln und welche Lagen betroffen sind, ordnet unser Überblick zu Einbrüchen in Berlin ein. Was Bewohnerinnen und Bewohner selbst tun können, steht im Ratgeber zum Einbruchschutz für Mieter und Eigentümer.
Der ungeklärte Fall aus dem Vorjahr
Es ist nicht der erste Kriminalfall in diesem Center. Nach Medienberichten läuft dort noch eine Fahndung zu einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft vom März 2025, bei dem eine Verkäuferin verletzt wurde. Die Polizei sucht seit Juli 2026 öffentlich nach dem Mann. Eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern ist rechtlich erst zulässig, wenn andere Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind – dass sie erfolgte, zeigt, wie schwierig der Fall ist.
Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten ist bislang nicht bekannt und wäre auch untypisch: Ein bewaffneter Raub am helllichten Tag und ein nächtlicher Einbruch in Ladenkassen folgen unterschiedlichen Mustern. Wie professionelle Strukturen in Berlin arbeiten, beschreibt unser Überblick zur organisierten Kriminalität. Einen vergleichbaren Fall aus der City West haben wir beim Blitzeinbruch am Kurfürstendamm beschrieben.

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14 Türen in einer Nacht – der Schaden liegt nicht in den Kassen
1. Kassenschubladen sind selten das große Geld
Der Bargeldbestand über Nacht ist in den meisten Filialen gering, viele Ketten führen ihn abends ab. Der eigentliche Verlust entsteht durch zerstörte Türen, Reinigung und ausgefallene Verkaufszeit.
2. Die Bankfiliale ist die bekannte Lücke
Frei zugängliche Automatenvorräume sind ein Komfortmerkmal – und ein baulicher Übergang zwischen öffentlich und geschlossen. Dass dieser Weg gewählt wurde, ist kein Zufall.
3. Sechs Stunden sind schnell
Dass ein Tatort dieser Größe bis zur Ladenöffnung freigegeben wurde, spricht für zügige Arbeit. Es bedeutet aber auch, dass unter Zeitdruck gesichert wurde.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Ohne Gesichter auf den Aufnahmen hängen die Ermittlungen an Spuren und an Zufallstreffern aus anderen Verfahren. Die Aufklärungsquote bei nächtlichen Einbrüchen ohne Täterbeschreibung ist erfahrungsgemäß niedrig.
Julian Möhring · Redaktion Kriminalität
Ich halte mich hier eng an die Polizeimeldung, weil die kursierenden Schilderungen zum Ablauf voneinander abweichen.
Quellen im Überblick
| Angabe | Quelle |
|---|---|
| Tatzeit, Einstiegsweg, 14 Geschäfte, Sperrung bis 10 Uhr | Polizeimeldung Nr. 0988, Polizei Berlin |
| Laufende Meldungen aus Berlin | Polizeimeldungen Berlin |
| Betroffene Geschäfte, Fahndung im Fall von 2025 | Berichterstattung von B.Z. und lokalen Medien |
Häufige Fragen zum Einbruch im Eastgate Marzahn
Was ist im Eastgate Marzahn passiert?
Zwei maskierte Personen drangen in der Nacht zum Samstag gegen 3.50 Uhr über den Vorraum einer Bankfiliale in das Einkaufszentrum an der Marzahner Promenade ein. Im Erdgeschoss brachen sie die Glastüren von 14 Geschäften auf und entwendeten teilweise Kassenschubladen.
Wie hoch ist der Schaden?
Zur Beutehöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Der Sachschaden durch die zerstörten Glastüren dürfte erheblich sein und den Wert des entwendeten Bargelds in vielen Fällen übersteigen.
Gibt es Hinweise auf die Täter?
Bislang nicht. Beide Personen waren maskiert, was die Auswertung der Überwachungsaufnahmen erschwert. Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen Unbekannt, gesucht wird unter anderem über Spuren am Tatort.
War das Center danach geschlossen?
Nur teilweise und nur kurz. Die betroffenen Bereiche blieben für die Spurensicherung bis gegen 10 Uhr gesperrt. Anschließend öffnete das Center regulär, die betroffenen Geschäfte waren allerdings beschädigt.
Gab es dort schon früher Straftaten?
Nach Medienberichten wird im selben Center noch nach dem Täter eines Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft vom März 2025 gesucht, bei dem eine Verkäuferin verletzt wurde. Ein Zusammenhang mit dem aktuellen Einbruch ist nicht bekannt.
Fazit: viel Aufwand, offener Ausgang
Zwei Täter, gut sechs Stunden Tatortarbeit, 14 beschädigte Geschäfte – und bislang keine Spur zu den Personen. Für die Händler an der Marzahner Promenade ist der Fall damit vor allem eine Frage von Versicherung und Reparatur. Für die Ermittlungen hängt viel daran, ob die Spuren am Tatort zu einem Treffer führen. Weitere Meldungen aus dem Bezirk sammeln wir in der Rubrik Marzahn-Hellersdorf, aktuelle Fälle in der Rubrik Kriminalität.
🗞 Über den Autor: Julian Möhring – Redaktion Kriminalität
Angaben zu Tathergang und Schadenshöhe stammen, soweit nicht anders gekennzeichnet, aus der Polizeimeldung. Wo Medien abweichend berichten, steht das im Text.
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