Berlin-Wahl 2026 📅 7. September 2026 ⏱ 8 Min. 👁 52 Aufrufe

BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg: Ausgangslage und Kiez-Themen

BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg am 20. September 2026: Wer aktuell das Bezirksamt führt, wie die Bezirksverordnetenversammlung arbeitet, welche Kiez-Themen den Wahlkampf in Tempelhof-Schöneberg bestimmen und warum hier auch 16-Jährige und EU-Bürger abstimmen dürfen.

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BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg: Am wird in Tempelhof-Schöneberg zugleich die Bezirksverordnetenversammlung neu gewählt. Das Bezirksamt führt derzeit Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen). Wahlberechtigt sind hier auch 16- und 17-Jährige sowie EU-Bürgerinnen und EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Berlin.

Bei der anstehenden BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die politische Zusammensetzung und Ausrichtung der Bezirksverordnetenversammlung. Von verkehrspolitischen Debatten am Mariendorfer Damm über die Umgestaltung der Hauptstraße in Schöneberg bis hin zur Schulplatzversorgung in Lichtenrade prägen die Entscheidungen der Bezirksverordneten das tägliche Zusammenleben direkt vor Ort. In diesem Dossier erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die politischen Kräfteverhältnisse, dominierende Kiez-Themen sowie die AGH-Wahlkreise im siebten Berliner Verwaltungsbezirk.

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Kurz zusammengefasst
Die BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg entscheidet über die Verteilung der 55 Sitze in der Bezirksverordnetenversammlung und die Besetzung des Bezirksamts. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen bezirkliche Dauerbrennerschwerpunkte: bezahlbarer Wohnraum, die Neugestaltung verkehrlicher Knotenpunkte, die Modernisierung von Schulstandorten sowie der Erhalt von Kiez-Grünflächen.
📑 Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Bezirk mit hoher Bandbreite: Tempelhof-Schöneberg vereint urban geprägte Ortsteile wie Schöneberg und Friedenau mit vorstädtisch geprägten Lagen wie Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade.
  • Bezirksverordnetenversammlung: Die BVV umfasst 55 Sitze, aus deren Mitte das sechsreihige Bezirksamt gebildet wird.
  • Hauptthemen im Wahlkampf: Verkehrsplanung an den Magistralen, Tempo bei der Schulbauoffensive, Milieuschutz sowie Gewerbestandortsicherung.
  • Sitzverteilung & Führung: Die stärksten Fraktionen verhandeln nach der Wahl über Zählgesellschaften und die Besetzung der Bezirksbürgermeister-Position.
  • Verbindung zur Landespolitik: Parallel zur BVV finden die Direktwahlen für die Abgeordnetenhaus-Wahlkreise des Bezirks statt.

Ausgangslage zur BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg

Die BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg spiegelt die politische und sozialräumliche Vielfalt des Bezirks wider. Mit rund 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erstreckt sich der Bezirk vom dicht besiedelten Schöneberger Norden bis an die südliche Stadtgrenze in Lichtenrade. Bei den vergangenen Wahlen zeigten sich traditionell deutliche Unterschiede im Wahlverhalten der einzelnen Ortsteile: Während Schöneberg und Friedenau oft stärkere Stimmenanteile für Bündnis 90/Die Grünen und die SPD aufweisen, verzeichnen CDU und teils weitere Konservative in Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade verlässlich hohe Ergebnisse.

Aktuell setzt sich die Bezirksverordnetenversammlung aus 55 Mandaten zusammen. Zur Orientierung dient die Ausgangslage aus der vergangenen Wiederholungswahl 2023: Die amtliche Sitzverteilung und die Stimmenanteile für diesen Bezirk weist der Landeswahlleiter für Berlin aus. Das Bezirksamt wird derzeit geleitet von Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen). Im Rahmen des Wahlkampfes zur Abgeordnetenhauswahl 2026 kämpfen die Parteien nun um die Mehrheitsverhältnisse im Rathaus Schöneberg. Aufgrund des Proporzsystems im Berliner Bezirksverwaltungsgesetz werden die Stadtratsposten im Bezirksamt entsprechend der Stärke der Fraktionen vergeben, während eine stabile Mehrheit über Vereinbarungen (Zählgesellschaften) angestrebt wird.

Für Wählerinnen und Wähler ist die BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg die direkte Möglichkeit, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, die unmittelbar vor der eigenen Haustür wirken. Informationen zu Wahlräumen und Bekanntmachungen stellt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zur Verfügung.

Dominierende Kiez-Themen und lokale Projekte

Im Zentrum der politischen Debatten stehen mehrere konkrete Orte und Projekte, die seit Jahren kontrovers diskutiert werden. Die Kandidierenden müssen hierzu klare Positionen beziehen:

  • Verkehrsnetz und Mobilität: Der Ausbau von Radverkehrsanlagen auf Hauptverkehrsachsen wie der Schöneberger Hauptstraße oder der Bundesallee trifft auf Forderungen nach dem Erhalt von Parkplätzen und einem reibungslosen Warentransport für den lokalen Handel. Zudem fordert der Süden des Bezirks verlässliche Takte beim ÖPNV sowie Anpassungen rund um den Korridor der Dresdener Bahn in Lichtenrade. Weitere Analysen bietet unser Bericht über die Verkehrsplanung auf der Hauptstraße.
  • Wohnen, Mieten und Milieuschutz: Tempelhof-Schöneberg gehört zu den Bezirken mit verhängten Milieuschutzgebieten zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Verdrängung. Während Initiativen eine Ausweitung und striktere Anwendung des Vorkaufsrechts fordern, setzen Investoren und Teilen des Parlaments auf eine stärkere Neubauförderung auf Dachgeschossen und Nachverdichtungsflächen. Die Haltung der Fraktionen lässt sich auch mit den Positionen der Berliner Wahlprogramme vergleichen.
  • Schulbau und Kitaplätze: Durch den Zuzug junger Familien besteht in mehreren Ortsteilen akuter Bedarf an Grund- und Oberschulplätzen. Die Umsetzung von Baumaßnahmen im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive verläuft phasenweise schleppend, was den Druck auf das Schulamt erhöht. Details zur bezirklichen Infrastruktur behandelt der Beitrag zur Senatspolitik und bezirklichen Umsetzung.
  • Klimaanpassung und Kiezgrün: Der Erhalt von Grünflächen wie dem Heinrich-Lassen-Park, dem Volkspark Schöneberg oder den Freiflächen rund um das Tempelhofer Feld wird intensiv debattiert. Fragen der Entsiegelung, Begrünung und Pflege von Straßenbäumen sind feste Bestandteile der Kiez-Agenden.

Ergänzende Analysen zur verkehrlichen Lage im Süden des Bezirks finden Sie im Special zur Verkehrssituation in Mariendorf.

AGH-Wahlkreise und die Ausgangslage für das Abgeordnetenhaus

Neben der Besetzung der BVV entscheiden die Bürgerinnen und Bürger zeitgleich über die Wahlkreise für das Abgeordnetenhaus von Berlin. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist in insgesamt sieben AGH-Wahlkreise unterteilt, die jeweils sehr unterschiedliche demografische und politische Profilmerkmale aufweisen:

  1. Wahlkreis 1 (Schöneberg Nord / Bayerisches Viertel): Dicht besiedelt, hohe Mieterdichte, traditionell umkämpft zwischen Grünen und SPD.
  2. Wahlkreis 2 (Schöneberg Süd / Friedenau): Urbanes Kiezmilieu, stark geprägt von Bildungsbürgertum und akademisch geprägtem Wählerpotenzial.
  3. Wahlkreis 3 (Tempelhof Nord / Neu-Tempelhof): Mischgebiet aus Gründerzeitbauten und Einfamilienhausstrukturen nahe dem Tempelhofer Feld.
  4. Wahlkreis 4 (Tempelhof Süd / Mariendorf Nord): Übergangsbereich mit stärkerer Tendenz zu konservativen und sozialdemokratischen Stammwählern.
  5. Wahlkreis 5 (Mariendorf Süd / Marienfelde): Wohnsiedlungen und Industriegebiete; hier spielen Gewerbeförderung und Ordnungspolitik wichtige Rollen.
  6. Wahlkreis 6 (Lichtenrade): Vorstädtisch geprägte Ein- und Zweifamilienhausgebiete an der Stadtgrenze zu Brandenburg; historisch hohe Stimmenanteile für die CDU.
  7. Wahlkreis 7 (Schöneberg Ost / Ceciliengärten): Geografisches Bindeglied mit hoher Relevanz für Direktmandatsentscheidungen.

Die genauen Ergebnisse und amtlichen Endstände werden nach Auszählung auf den Seiten der Landeswahlleitung Berlin veröffentlicht. Weiterführende Hintergründe zur bezirklichen Vernetzung finden Sie im Bereich Politik auf BerlinEcho.

🗞 BerlinEcho-Einordnung

Am 12. Februar 2023 veränderte die Wiederholungswahl die Machtverhältnisse in zahlreichen Berliner Bezirken nachhaltig. In Tempelhof-Schöneberg zeigte sich mit aller Deutlichkeit die strukturelle Zweiteilung: Der Norden wählt tendenziell progressiv-grün, während der Süden verlässlich bürgerlich-konservativ gestimmt ist. Für die kommende BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg bedeutet das: Wer im Rathaus Schöneberg regieren möchte, muss Brücken bauen zwischen den verdichteten Kiezen in Friedenau und den verkehrspolitischen Realitäten an der Stadtgrenze in Lichtenrade. Kompromissfähigkeit bei Wohnungsbau und Mobilität bildet den Schlüssel zum Erfolg.

Quellen

Quelle Typ Link
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg Offizielles Portal berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg
Landeswahlleiterin Berlin Amtliche Wahlergebnisse wahlen-berlin.de

Häufige Fragen zur BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg

Wer regiert derzeit in der BVV Tempelhof-Schöneberg?

Die Bezirksverordnetenversammlung wird von der/dem amtierenden Bezirksbürgermeister/in Die amtliche Sitzverteilung und die Stimmenanteile für diesen Bezirk weist der Landeswahlleiter für Berlin aus und dem sechsköpfigen Bezirksamt geleitet. Die genaue Zusammensetzung basiert auf den Mehrheitsverhältnissen und geschlossenen Zählgesellschaften nach den vergangenen Wahlen.

Welche Themen sind bei der BVV-Wahl Tempelhof-Schöneberg besonders entscheidend?

Zu den Kernfragen gehören der Ausgleich zwischen Radverkehr und Autoverkehr auf den Hauptverkehrsachsen, Maßnahmen gegen steigende Mieten im Schöneberger Norden, die zügige Sanierung von Schulgebäuden sowie die Entwicklung von Gewerbestandorten im Bezirkssüden.

Wie viele Wahlkreise hat der Bezirk für das Abgeordnetenhaus?

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gliedert sich in sieben Wahlkreise für das Berliner Abgeordnetenhaus. In jedem Wahlkreis wird ein Direktmandat per Erststimme vergeben.

Wie wählte Tempelhof-Schöneberg bei der letzten Wahl 2023?

Bei der Wiederholungswahl 2023 spiegelte sich der landesweite Trend wider: Die CDU verzeichnete deutliche Zugewinne vor allem in den südlichen Ortsteilen, während Bündnis 90/Die Grünen und die SPD in den nördlichen Ortsteilen Schöneberg und Friedenau starke Ergebnisse erzielten.

Unsere Einordnung

Die Kiez-Politik in Tempelhof-Schöneberg zeigt idealtypisch, vor welchen Herausforderungen die Berliner Bezirke stehen: Gegensätzliche Interessen zwischen verdichteter Innenstadt und Vorstadt müssen konstruktiv vereint werden. Bei der kommenden Wahl kommt es darauf an, ob die Parteien pragmatische Lösungen für Schulplätze, Wohnraum und Verkehr vorlegen können, statt sich in ideologischen Grabenkämpfen aufzureiben.

– Michelle Möhring, Lifestyle- & Kulturredakteurin, BerlinEcho

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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.

MM
✍ Über den Autor
Redakteurin Lifestyle & Kultur

Ich bin Michelle, und ich schreibe bei BerlinEcho über das, was das Leben in dieser Stadt wirklich schön macht: gutes Essen, interessante Menschen, Orte, die man noch nicht kennt, und Dinge, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Berlin hat eine Gastroszene, die ständig in Bewegung ist. Ich kenne die Geheimtipps, bevor sie in den Reiseführern stehen – und ich sage dir auch ehrlich, was sich nicht gelohnt hat. Meine Restaurantempfehlungen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ich war selbst dort, und ich zahle meistens selbst. Neben Gastronomie schreibe ich über Mode und die Berliner Kreativszene – Ateliers, Designer, Pop-ups, die Dinge, die Berlin zu dem machen, was es ist: eine Stadt, die immer noch Dinge erfindet. Am besten erreichst du mich über Instagram, wo ich auch zeige, was mich gerade beschäftigt.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Expertin Berliner Lifestyle & Gastroszene · Content Creatorin · Social Media Redaktion ✍ 363 Artikel