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Spreestraße

Die Spreestraße in Köpenick (PLZ 12555) liegt nahe dem Platz des 23. April mit dem Denkmal der Köpenicker Blutwoche. Welche vier Spreestraßen es im Bezirk gibt und wie du sie auseinanderhältst.

Inhalt (6 Abschnitte)
  1. Welche Spreestraßen gibt es in Treptow-Köpenick?
  2. Wo liegt die Spreestraße in Köpenick?
  3. Was erinnert am Platz des 23. April an die Blutwoche?
  4. Was geschah in der Köpenicker Blutwoche?
  5. Häufige Fragen zur Spreestraße
  6. Quellen

Die Spreestraße im Ortsteil Köpenick ist eine kurze Nebenstraße mit der Postleitzahl 12555 im Bezirk Treptow-Köpenick und nach dem Fluss Spree benannt. In unmittelbarer Nähe, am Platz des 23. April, steht seit dem 7. Oktober 1969 das Denkmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche vom Juni 1933. Allein im Bezirk gibt es vier Spreestraßen.

Wer «Spreestraße Berlin» sucht, landet schnell bei der falschen Adresse. Das Straßenverzeichnis des Amtsgerichts Köpenick führt im Bezirk Treptow-Köpenick gleich vier Straßen dieses Namens, jeweils mit eigener Postleitzahl. Diese Seite beschreibt die Spreestraße im Ortsteil Köpenick mit der Postleitzahl 12555. Die Straße ist kurz und spielt als Verkehrsweg keine Rolle. Bekannt ist die Gegend wegen eines Gedenkorts: Am nahen Platz des 23. April erinnert eine sechs Meter hohe Stele mit erhobener Faust an die Köpenicker Blutwoche, bei der die SA im Juni 1933 rund 500 Menschen verschleppte und folterte.

  • Ortsteil Köpenick, Bezirk Treptow-Köpenick, PLZ 12555
  • Benannt nach der Spree
  • Zuständiges Amtsgericht: Köpenick
  • Nahe Gedenkorte: Denkmal am Platz des 23. April, Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche in der Puchanstraße 12
  • Gleichnamige Straßen im Bezirk: Niederschöneweide, Friedrichshagen, Müggelheim

Welche Spreestraßen gibt es in Treptow-Köpenick?

Im Bezirk Treptow-Köpenick gibt es vier Straßen mit dem Namen Spreestraße, in vier verschiedenen Ortsteilen und mit vier verschiedenen Postleitzahlen. Das Amtsgericht Köpenick listet sie in seinem Straßenverzeichnis so:

Spreestraßen im Bezirk Treptow-Köpenick (Straßenverzeichnis Amtsgericht Köpenick, Stand 13.03.2025)
Ortsteil Postleitzahl
Köpenick 12555
Niederschöneweide 12439
Friedrichshagen 12587
Müggelheim 12559

Für Post, Navigation und Lieferdienste heißt das: Gib immer die Postleitzahl mit an. Die Spreestraße in Niederschöneweide liegt im selben Ortsteil wie die Schnellerstraße, die beiden anderen liegen weiter östlich in Friedrichshagen und Müggelheim. Welcher Ortsteil zu welchem Bezirk gehört, zeigt unser Atlas der Berliner Ortsteile.

Wo liegt die Spreestraße in Köpenick?

Die Spreestraße in Köpenick liegt nördlich der Altstadtinsel in der Nähe des Platzes des 23. April und zweigt von der Lindenstraße ab. Mit der Köpenicker Altstadt, in der ältere Beschreibungen sie verorteten, hat sie nichts zu tun. Was es in der Altstadt zu sehen gibt, steht in unserem Beitrag zu Alt-Köpenick. Fotos der Straße sammelt die Wikimedia-Kategorie Spreestraße (Berlin-Köpenick).

Der Name ist schnell erklärt: Die Straße ist nach der Spree benannt, die in Köpenick mit der Dahme zusammenfließt. Wann genau sie ihren Namen erhielt, lässt sich aus den amtlichen Quellen, die wir geprüft haben, nicht belegen. Die bisher auf dieser Seite genannten Angaben zum Benennungsdatum und zu den Hausnummern haben wir deshalb gestrichen.

Was erinnert am Platz des 23. April an die Blutwoche?

Am Platz des 23. April steht das Denkmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche, eine rund sechs Meter hohe Stele des Bildhauers Walter Sutkowski mit einer erhobenen Faust. Eingeweiht wurde es laut Museum Treptow-Köpenick am 7. Oktober 1969. Es ersetzte eine Gedenkstele, die schon seit 1946/47 an dieser Stelle stand. Die Inschrift lautet: «Den Opfern der Köpenicker Blutwoche im Juni 1933 zum Gedenken».

1971 kam hinter der Stele eine halbrunde Reliefwand hinzu, Titel: «Unser friedlicher Aufbau». Nach der Beschreibung bei Bildhauerei in Berlin besteht das Denkmal aus Muschelkalk, Beton und Edelstahl für die Flammenschale. Seit 1990 ist es umstritten, weil die DDR die Erinnerung an die Opfer politisch vereinnahmt hatte. 1998 wurde das Denkmal verhüllt, 2002 folgte ein Gestaltungswettbewerb. Heute erläutert eine Tafel aus Stahl den Hintergrund, berichtet Gedenktafeln in Berlin.

Der Platz selbst trägt seinen Namen nach dem 23. April 1945. Eine Tafel in der Nähe nennt diesen Tag als das Datum, an dem die Rote Armee Köpenick befreite.

Was geschah in der Köpenicker Blutwoche?

In der Köpenicker Blutwoche verschleppte und folterte die SA ab dem 21. Juni 1933 rund 500 Menschen. Mindestens 23 Menschen starben. Das Museumsportal von berlin.de nennt diese Zahlen für die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche. Die Gedenkstätte befindet sich im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis in der Puchanstraße 12, ebenfalls mit der Postleitzahl 12555.

Die Gedenkstätte geht auf ein Traditionskabinett von 1980 zurück. 2013 wurde sie mit einer neu konzipierten Dauerausstellung wiedereröffnet. Geöffnet ist sie dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Wer das Denkmal am Platz des 23. April besucht, sollte die Ausstellung mitnehmen: Erst dort wird klar, was in jener Juniwoche in Köpenick geschah und wer die Opfer waren.

Häufige Fragen zur Spreestraße

Welche Postleitzahl hat die Spreestraße in Köpenick?

Die Spreestraße im Ortsteil Köpenick hat die Postleitzahl 12555. Im Bezirk Treptow-Köpenick gibt es drei weitere Spreestraßen: in Niederschöneweide mit 12439, in Friedrichshagen mit 12587 und in Müggelheim mit 12559. Gib bei Post und Navigation deshalb immer die Postleitzahl an.

Steht das Denkmal der Köpenicker Blutwoche in der Spreestraße?

Nein, das Denkmal steht auf dem Platz des 23. April in Köpenick, in der Nähe der Spreestraße. Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche mit der Ausstellung befindet sich an einem anderen Ort, im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis in der Puchanstraße 12.

Wann ist die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche geöffnet?

Die Gedenkstätte in der Puchanstraße 12 ist dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Seit 2013 zeigt sie eine neu konzipierte Dauerausstellung.

Warum heißt der Platz des 23. April so?

Der Platz erinnert an den 23. April 1945. An diesem Tag befreite die Rote Armee Köpenick, so steht es auf einer Tafel am Platz. Auf dem Platz steht seit 1969 das Denkmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche vom Juni 1933.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Spree (Fluss)
Beschreibend
Benennung
1890-05-20
Hintergrund
Benannt nach der Spree, die in Köpenick mit der Dahme zusammenfließt.

Quellen

  1. kauperts.de · Web
  2. wikipedia.org · Web
  3. Spreestraße im Berliner Straßenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins · Web
  4. Ortsteil Köpenick · Web
  5. Geschichte von Köpenick · Web
  6. FIS-Broker - Geoportal Berlin · Web
  7. Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933 – Berlin.de · Web
  8. Köpenicker Blutwoche – Wikipedia · Web
  9. Denkmal der Köpenicker Blutwoche Juni 1933 – Bildhauerei in Berlin · Web
  10. Altstadt Köpenick – Berlin.de · Web