Sperrmüll in Berlin entsorgt die Berliner Stadtreinigung (BSR) gegen Gebühr. Die Abholung kostet je nach Tarif 50, 96 oder 100 Euro, eine wirklich kostenlose Haustürabholung gibt es in der Hauptstadt nicht. Gratis wird Sperrmüll nur auf dem Recyclinghof, am Kieztag oder über eine Spende.
Viele Berlinerinnen und Berliner rechnen mit einer Gratis-Abholung vor der Haustür, wie sie andere Kommunen anbieten. In Berlin läuft das anders. Ob einzelnes Sofa oder ganze Wohnungsauflösung: Der schnellste Weg ist teurer, der günstigste kostet dich Wartezeit.
Zwischen der schnellsten und der günstigsten Lösung liegen in Berlin knapp zwei Wochen Wartezeit und rund 50 Euro:
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Die BSR-Abholung kostet 50 bis 100 Euro, je nach Tarif und Wartezeit.
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Bis zu drei Kubikmeter gibst du auf 14 Recyclinghöfen kostenlos ab.
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An BSR-Kieztagen entsorgst du Sperrmüll 2026 in jedem Bezirk gratis.
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Illegal abgestellter Sperrmüll kostet 500 bis 10.000 Euro Bußgeld.
Was kostet die Sperrmüllabholung der BSR?
Die BSR bietet drei Tarife an, und alle drei sind gebührenpflichtig. Am günstigsten ist die Spargebühr mit 50 Euro für bis zu fünf Kubikmeter, bei der die Abholung erst ab dem 16. Werktag erfolgt. Die Standardgebühr kostet 100 Euro für dieselbe Menge und holt innerhalb von 6 bis 15 Werktagen ab. Hast du es eilig, zahlst du im Express 96 Euro und wirst binnen fünf Werktagen abgeholt, allerdings nur für zwei Kubikmeter.
Wird es mehr, rechnet die BSR jeden weiteren angefangenen Kubikmeter dazu: 10 Euro im Spartarif, 20 Euro im Standardtarif und 48 Euro im Express. Beim Buchen über die BSR-Website siehst du die Gesamtgebühr, bevor du den Auftrag abschickst.
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Tarif |
Gebühr |
Volumen |
Wartezeit |
Je weiterer m³ |
|---|---|---|---|---|
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Spar |
50 Euro |
bis 5 m³ |
ab 16. Werktag |
10 Euro |
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Standard |
100 Euro |
bis 5 m³ |
6 bis 15 Werktage |
20 Euro |
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Express |
96 Euro |
bis 2 m³ |
5 Werktage |
48 Euro |
Die Sperrmüllpreise bleiben 2025 und 2026 stabil, während fast alle anderen BSR-Leistungen teurer werden. Die Berliner Stadtreinigung hat ihre Gebühren zum Jahreswechsel im Schnitt um 4,9 Prozent angehoben, Spar-, Standard- und Expresstarif blieben davon ausgenommen. Für die Planung heißt das: Der Preis, den du heute siehst, gilt bis Ende 2026.
Wie melde ich Sperrmüll bei der BSR an?
Sperrmüll meldest du bei der BSR ausschließlich online auf BSR.de oder telefonisch unter 030 7592-4900 an. Nach der Buchung bekommst du eine schriftliche Auftragsbestätigung mit Auftragsnummer und Gebühr, das genaue Abholdatum teilt die BSR anschließend per Post mit.
Das Service Center erreichst du montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr. Wichtig vor Anruf oder Online-Buchung ist eine realistische Schätzung des Volumens, denn danach richtet sich der Tarif. Die BSR nennt dafür feste Richtwerte pro Möbelstück.
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Möbelstück |
Volumen |
|---|---|
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Couch |
1,60 m³ |
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Eckcouch |
2,90 m³ |
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Großer Schrank |
0,55 m³ je Meter |
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Tisch |
0,30 m³ |
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Kleines Bett |
0,40 m³ |
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Stuhl oder Sessel |
0,20 m³ |
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Teppich |
0,02 m³ je m² |
Gut zu wissen: In Berlin stellst du Sperrmüll nicht an die Straße. Die BSR holt ihn aus der Wohnung oder von der Etage ab. Möbel einfach auf den Gehweg zu stellen, ist eine Ordnungswidrigkeit.
Was zählt als Sperrmüll und was nimmt die BSR nicht mit?
Sperrmüll sind sperrige Gegenstände aus dem Haushalt, die zu groß für die Restmülltonne sind. Die BSR führt dafür eine feste Positivliste.
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Möbel, Matratzen und Teppiche aus dem Wohnbereich
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Althölzer wie Regalbretter oder Lattenroste
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Schrott, zum Beispiel alte Fahrräder
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Kunststoffteile und Fensterrahmen aus Kunststoff, aber ohne Glas
Elektroaltgeräte und Alttextilien kommen gebührenfrei obendrauf: bis zu acht Großgeräte, davon höchstens drei aus der weißen Ware, dazu beliebig viele Kleingeräte. Je angefangene fünf Kubikmeter Sperrmüll gibt es außerdem einen 100-Liter-Restabfallsack gratis, jeder weitere kostet 6 Euro.
Nicht alles landet auf dem Sperrmüll. Diese Dinge nimmt die BSR nicht mit:
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Bauabfälle aus Renovierung und Abriss
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Gussbadewannen aus dem Bad
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Alte Autoreifen und Autobatterien
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Schadstoffe wie Farben und Lacke
Bauschutt, Reifen und Schadstoffe entsorgst du getrennt und gibst sie nicht bei der Sperrmüllabholung ab.
Gibt es kostenlose Sperrmüllentsorgung in Berlin?
Kostenlos wirst du Sperrmüll in Berlin nur los, wenn du ihn selbst transportierst oder verschenkst. Die bequeme Abholung vor der Tür kostet dagegen immer mindestens 50 Euro. Wirklich gratis sind nur drei Wege:
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Recyclinghof: Selbstanlieferung bis drei Kubikmeter
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Kieztag: kostenlose Abgabe im eigenen Bezirk
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Gemeinnützige Einrichtungen: Abholung durch Sozialkaufhäuser und Möbelbörsen
Auf den 14 Berliner Recyclinghöfen gibst du bis zu drei Kubikmeter Sperrmüll plus Elektrogeräte gebührenfrei ab, das ist ungefähr ein voll beladener großer Van. Wird es mehr, nimmt die Mechanische Behandlungsanlage in der Gradestraße in Neukölln gegen Gebühr an: 180 Euro je 1.000 Kilogramm, mindestens aber 72 Euro bis 400 Kilogramm. Einzelteile dürfen dort höchstens 0,50 Meter Seitenlänge haben.
An den BSR-Kieztagen gibst du Sperrmüll kostenfrei ab und kannst gut Erhaltenes auf dem Tausch- und Verschenkmarkt weitergeben. Das Angebot organisiert die BSR gemeinsam mit den Bezirksämtern, 2026 gibt es dutzende Termine in allen zwölf Bezirken. Anliefern darfst du allerdings nur zu Fuß oder mit dem Rad, nicht mit dem Auto, und die Standorte können sich kurzfristig ändern. Angenommen werden dieselben Dinge wie bei der Abholung, Bauabfälle und Schadstoffe bleiben auch hier draußen.
Verschenken statt wegwerfen: NochMall, Spenden und Tiptapp
Was noch brauchbar ist, muss nicht auf den Sperrmüll. Gut erhaltene Möbel und Hausrat nimmt die BSR in ihrem Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall in Reinickendorf an, das seit 2020 auf 2.500 Quadratmetern gebrauchte Ware weiterverkauft.
NochMall: Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf. Geöffnet Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.
Für Sachspenden führt die BSR eine nach Ortsteilen sortierte Liste gemeinnütziger Einrichtungen. Manche Sozialkaufhäuser und Möbelbörsen holen gut erhaltene Möbel sogar kostenlos ab. Zum Verkaufen bieten sich die großen Berliner Trödelmärkte an, vom Mauerpark bis zum Boxhagener Platz.
Ohne eigenes Auto hilft die Tiptapp-App, die die BSR eingebunden hat. Über die Nachbarschaftshilfe des schwedischen Anbieters organisierst du gegen einen kleinen, vorab vereinbarten Betrag eine Transportfahrt zum Recyclinghof. Einen eigenen Kleinmengen-Service gibt es dagegen nicht mehr. Der „Sperrling“, der 2025 in Neukölln startete und kleine Mengen per Elektro-Lastenrad für 35 Euro abholte, wurde zum 1. Dezember 2025 eingestellt, nachdem der Logistik-Dienstleister insolvent geworden war.
Was droht bei illegaler Sperrmüllentsorgung in Berlin?
Stellst du Sperrmüll einfach auf die Straße oder in den Park, riskierst du ein Bußgeld von 500 bis 10.000 Euro. Ab mehr als einem Kubikmeter greift der Bußgeldkatalog für den Umweltschutz, nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind sogar bis zu 100.000 Euro möglich. Sind gefährliche Bestandteile wie Asbest oder Elektroaltgeräte dabei, wird daraus eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.
Illegal abgelagerter Müll ist in Berlin weit verbreitet: Allein 2025 hat die BSR rund 60.000 Kubikmeter wild abgelagerten Müll beseitigt, ein Ärgernis, das auch in einer stadtweiten Sauberkeitsbefragung weit oben landete.
Für eine Meldung sind je nach Ort verschiedene Stellen zuständig: Auf öffentlichem Straßenland kümmert sich die BSR, auf Grünflächen und Privatgrundstücken das jeweilige Bezirksamt. Meldungen laufen über Ordnungsamt-Online, auf Straßenland dauert die Beseitigung bis zu sieben Tage. Wo genau die Zuständigkeit liegt, ist Teil der Debatte um die Aufgabenteilung zwischen Senat und Bezirken.
Neben wildem Kippen warnt die BSR vor Betrügern, die günstige Abholungen anbieten und dann Bargeld kassieren oder den Müll gleich um die Ecke abladen.
So erkennst du echte BSR-Teams: Aufträge laufen nur über BSR.de oder 030 7592-4900. Die Mitarbeitenden tragen orange Kleidung mit Logo, fahren orange Fahrzeuge mit B-S-Kennzeichen, verhandeln nicht vor Ort und verlangen kein Bargeld. Subunternehmen für die Sperrmüllabfuhr beauftragt die BSR nicht.
Welcher Weg für welche Menge passt
In Berlin hast du die Wahl: günstig oder bequem. Beides zusammen klappt fast nie. Willst du nichts zahlen, brauchst du ein Auto für den Recyclinghof oder Geduld bis zum nächsten Kieztag. Bestellst du die BSR bis vor die Wohnungstür, zahlst du immer mindestens 50 Euro, sparst dir dafür aber das Schleppen.
Für ein einzelnes, gut erhaltenes Sofa lohnt oft der Blick auf gemeinnützige Abholungen oder die Tiptapp-App. Bei einer ganzen Wohnungsauflösung ist die Standardabholung für 100 Euro meist der ruhigste Weg, und bei knapper Zeit bringt der Express für 96 Euro und zwei Kubikmeter die Sachen binnen fünf Werktagen weg.
Rechne dein Volumen vor der Buchung einmal mit den BSR-Richtwerten durch. Sonst rutschst du schnell in den falschen Tarif und zahlst für jeden weiteren Kubikmeter drauf.
Häufige Fragen zu Sperrmüll in Berlin
Ist die BSR-Sperrmüllabholung steuerlich absetzbar?
Nein, die BSR-Sperrmüllabfuhr ist laut Bundesministerium der Finanzen nicht steuerlich absetzbar, weil die Entsorgung außerhalb des Haushalts stattfindet und damit nicht als haushaltsnahe Dienstleistung gilt. Wer Bürgergeld bezieht, kann beim Jobcenter eine Kostenübernahme prüfen lassen.
Lohnt sich ein privater Sperrmülldienst gegenüber der BSR?
Oft ja, besonders wenn es schnell gehen muss oder niemand die Möbel tragen kann. Private Berliner Entrümpelungsdienste werben mit Abholung binnen 24 bis 72 Stunden inklusive Tragen und Demontage, ab etwa 35 bis 120 Euro. Diese Zahlen sind allerdings Werbepreise einzelner Anbieter, ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich.
Nimmt die BSR meinen alten Kühlschrank mit?
Deinen alten Kühlschrank nimmt die BSR gebührenfrei mit, wie alle Elektroaltgeräte bei der Sperrmüllabfuhr. Erlaubt sind bis zu acht Großgeräte, davon höchstens drei aus der weißen Ware wie Kühlschrank oder Waschmaschine, dazu beliebig viele Kleingeräte.
Was kostet Sperrmüll über fünf Kubikmeter hinaus?
Jeder weitere angefangene Kubikmeter kostet extra. Bei der Spargebühr sind das 10 Euro, bei der Standardgebühr 20 Euro und beim Express 48 Euro je Kubikmeter über die ersten beiden hinaus. Für sehr große Mengen nimmt die Behandlungsanlage in der Gradestraße Sperrmüll gegen Gewichtsgebühr an.
Muss ich meine Möbel vor der Sperrmüllabholung zerlegen?
Ja, die Möbel müssen zerlegt sein. Wer das nicht selbst schafft, bucht die Demontage bei der BSR als kostenpflichtige Zusatzleistung dazu. Das spart Zeit am Abholtag, erhöht aber die Gesamtgebühr.





