Im eigenen Kiez ist es sauber genug – je weiter weg, desto dreckiger: So lässt sich das Stimmungsbild der grossen Befragung «Sauberkeit und Ordnung» zusammenfassen, deren Ergebnisse die Senatskanzlei am Dienstag veröffentlicht hat. Rund 31.000 Menschen haben mitgemacht. Bei der Sauberkeit Berlin sind sich die Befragten in einem Punkt einig: Kleinmüll wie Zigarettenkippen und Glasscherben nervt am meisten.

Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Die Senatskanzlei hat die Ergebnisse der Befragung «Sauberkeit und Ordnung» veröffentlicht. Grundlage waren eine Zufallsstichprobe aus dem Melderegister und eine offene Onlinebefragung, durchgeführt von der Monitoringstelle Ordnungsämter gemeinsam mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Den Link öffneten gut 41.000 Personen, vollständig ausgefüllt haben ihn rund 31.000. Die Resultate fliessen direkt in die Massnahmen zur Sauberkeit Berlin ein.
Sauberkeit Berlin: Das sagt die grosse Befragung
Die Befragung liefert den Ordnungsämtern wichtige Erkenntnisse, um die Massnahmen aus der Zielvereinbarung «Sauberkeit und Ordnung» nachzuschärfen. Das zentrale Ergebnis zur Sauberkeit Berlin: Die Mehrheit der Befragten ist mit der Stadtsauberkeit im eigenen Wohnumfeld zufrieden. Je grösser der Radius um die eigene Wohnung wird, desto stärker sinkt die Zufriedenheit – sowohl für den Bezirk als auch für die gesamte Stadt.
Im eigenen Kiez zufrieden, in der City nicht
Dieses Gefälle hat einen naheliegenden Grund: Zentrale, stark frequentierte Orte sind anfälliger für Verschmutzung. Genau dort, wo viele Menschen zusammenkommen – an U- und S-Bahnhöfen, in Einkaufsstrassen oder Parks – fällt am meisten Müll an. Im eigenen Hauseingang dagegen schaut man genauer hin, und es laufen weniger Fremde durch. So entsteht der Eindruck: zu Hause sauber, in der Innenstadt dreckig.
Kippen, Scherben, Kronkorken: Das nervt am meisten
Als grösstes Verschmutzungsproblem nennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kleine Müllstücke: Kronkorken, Kaugummireste, Glasscherben und Zigarettenkippen. In manchen Stadtgebieten kommen weitere Probleme dazu – Sperrmüll, gewerblicher Abfall, Hundekot oder Drogenbesteck. Das Bild deckt sich mit dem Alltag in dicht besiedelten Innenstadt-Bezirken, wo sich Kleinmüll besonders sichtbar sammelt.
Was sich die Befragten wünschen
Bei den gewünschten Massnahmen ist das Votum deutlich: Eine Mehrheit will mehr Druck auf Müllsünder. So verteilen sich die häufigsten Wünsche:
| Gewünschte Massnahme | Zustimmung |
|---|---|
| Höhere Bussgelder für Müllverursacher | 59 % |
| Mehr Kontrollen durch die Ordnungsämter | 48 % |
| Mehr Abfalleimer & häufigere Leerung | 41 % |
| Mehr Strassenreinigung | 40 % |
Höhere Bußgelder und Schwerpunktwochen
Der Senat und die Ordnungsämter haben bereits reagiert. Schon im November 2025 wurden die Bussgelder für illegale Müllentsorgung deutlich erhöht. Wer eine Zigarettenkippe wegwirft, riskiert heute deutlich mehr als früher:
| Vergehen | Bussgeld |
|---|---|
| Zigarettenkippe wegwerfen | 250 bis 3.000 € (zuvor 80–120 €) |
| Sperrmüll/Elektroschrott auf dem Gehweg (z. B. Fernseher) | bis zu 8.000 € |
Dazu kommen Schwerpunktkontrollwochen – eine berlinweite Aktion läuft noch bis Sonntag, 5. Juli 2026, und nimmt besonders weggeworfene Kippen ins Visier. Ausserdem prüfen die Bezirke laufend die Standorte von Abfalleimern, und die Kieztage mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) werden fortgesetzt. «Sauberkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein lebenswertes Berlin», sagt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner. Er verwies darauf, dass die höheren Bussgelder bereits Wirkung zeigten, und erinnerte daran, dass Müll nicht vom Himmel falle, sondern immer jemandem aus der Hand – ein Appell an die Eigenverantwortung.
So meldest du Müll und entsorgst richtig
Illegale Müllablagerungen kannst du einfach und anonym über die App «Ordnungsamt Online» melden – dieselbe App, über die auch falsch abgestellte E-Scooter gemeldet werden. Für die Entsorgung sperriger Dinge gibt es ausserdem private Angebote wie «TipTapp», «NochMall» oder «ReMap». Alle Infos zur Sauberkeit Berlin bündelt der Senat auf der Seite «Sauberes Berlin». Wer Müll von vornherein vermeiden will, findet Tipps zur Abfalltrennung bei der BSR.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Senatskanzlei Berlin (PM 30.06.2026) | Veröffentlichung, Methodik, Teilnehmerzahl und Massnahmen |
| Sauberes Berlin | Informationsportal zu Stadtsauberkeit und Meldewegen |
| Tagesspiegel | Zustimmungswerte und Bussgeldhöhen |
Häufige Fragen zur Sauberkeit Berlin
Wie viele Menschen haben an der Befragung teilgenommen?
Den Befragungslink öffneten gut 41.000 Personen, vollständig ausgefüllt haben ihn rund 31.000. Grundlage waren eine Zufallsstichprobe aus dem Melderegister und eine offene Onlinebefragung im Sommer 2025.
Was stört die Berliner bei der Sauberkeit am meisten?
Als grösstes Problem gelten kleine Müllstücke wie Zigarettenkippen, Kronkorken, Kaugummireste und Glasscherben. In manchen Gebieten kommen Sperrmüll, gewerblicher Abfall, Hundekot oder Drogenbesteck hinzu.
Wie hoch sind die Bußgelder für weggeworfene Kippen?
Für eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können 250 bis 3.000 Euro fällig werden – zuvor waren es nur 80 bis 120 Euro. Sperrmüll oder Elektroschrott auf dem Gehweg kann bis zu 8.000 Euro kosten.
Wie kann ich illegalen Müll in Berlin melden?
Am einfachsten über die App «Ordnungsamt Online», anonym und kostenlos. Für die Entsorgung sperriger Gegenstände gibt es zudem private Angebote wie TipTapp, NochMall oder ReMap.
Was unternimmt der Senat für mehr Sauberkeit?
Unter anderem höhere Bussgelder seit November 2025, Schwerpunktkontrollwochen der Ordnungsämter, eine laufende Prüfung der Abfalleimer-Standorte und gemeinsame Kieztage mit der BSR.
Unsere Einordnung
Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Werkzeugen erstellt und redaktionell geprüft. Stand: 30. Juni 2026.
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