Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen: 150 Mio. Euro Rekord
Die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen erreichen 2025 mit 150,35 Millionen Euro einen neuen Rekord. Warum die City Tax steigt. → Jetzt lesen
📈 Rekordjahr 2025: Die Zahlen der Finanzverwaltung
Die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen übertrafen selbst die optimistischsten Prognosen der Politik. Wie aus den offiziellen Daten der Senatsverwaltung für Finanzen hervorgeht, flossen im vergangenen Jahr exakt 150,35 Millionen Euro durch die Bettensteuer in den Landeshaushalt. Ursprünglich hatte die Finanzverwaltung im April des Vorjahres lediglich mit einem Betrag von 137 Millionen Euro geplant.
Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahre, zeigt sich ein steiler Anstieg. Während die Hotels 2023 noch 58,7 Millionen Euro abführten, sprang der Wert 2024 bereits auf 89,6 Millionen Euro. Der enorme Sprung auf über 150 Millionen Euro im Jahr 2025 markiert nun eine fast dreifache Steigerung innerhalb von nur zwei Jahren. Besonders lukrativ war der Herbst: Allein im Oktober 2025 nahm das Land 18,8 Millionen Euro ein.
| Jahr | Einnahmen City Tax | Entwicklung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| 2023 | 58,70 Millionen Euro | – |
| 2024 | 89,60 Millionen Euro | + 52,6 % |
| 2025 | 150,35 Millionen Euro | + 67,8 % |
🏨 Warum die Kassen trotz weniger Touristen klingeln
Der finanzielle Rekord steht in einem deutlichen Kontrast zu den tatsächlichen Besucherzahlen. Wie die Tourismusagentur visitBerlin im Februar mitteilte, verpasste die Hauptstadt im Jahr 2025 die wichtige Marke von 30 Millionen Übernachtungen. Konkret wurden 29,4 Millionen Übernachtungen von 12,4 Millionen Gästen gezählt. Im Jahr 2024 waren es noch 30,6 Millionen Übernachtungen (12,7 Millionen Gäste). Vom Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 – damals kamen 14 Millionen Touristen für 34,12 Millionen Übernachtungen – ist Berlin damit weit entfernt.
Dass die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen dennoch explodieren, hat zwei wesentliche politische Ursachen. Zum einen gilt die Abgabe seit dem 1. April 2024 auch für geschäftliche Übernachtungen. Das betrifft zehntausende Messegäste und Geschäftsreisende, die zuvor befreit waren. Gerade bei großen Konferenzen wie der Re:publica Berlin 2026: Programm, Tickets & politische Analyse macht sich diese Besteuerung in den Bilanzen der Hotels stark bemerkbar. Zum anderen erhöhte der Senat den Steuersatz zum 1. Januar 2025 von 5 auf 7,5 Prozent des Nettoentgelts. Damit teilt sich Berlin nun mit Dortmund, Flensburg und Potsdam den Spitzenplatz der höchsten Bettensteuern in Deutschland.

⚠️ Kritik aus der Hotellerie: Gefahr für den Standort?
Für das Berliner Gastgewerbe sind die hohen Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen ein massives Ärgernis. Branchenvertreter warnen seit Langem, dass die gestiegenen Preise Reisende abschrecken könnten. Ob der aktuelle Gästerückgang direkt auf die City Tax zurückzuführen ist oder eher ein verändertes globales Reiseverhalten widerspiegelt, lässt sich statistisch schwer belegen.
Laut einem aktuellen Bericht des Tagesspiegels (April 2026) ist der Zusammenhang für Experten jedoch naheliegend: „Die seit Anfang 2025 erhöhte Abgabe dürfte der Hauptgrund für die erhöhten Einnahmen sein. Denn im vergangenen Jahr kamen deutlich weniger Touristen nach Berlin als noch 2024.“ Für das laufende Jahr hofft die Stadt nun auf Sondereffekte durch internationale Großveranstaltungen. Die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) und die Bahn- und Verkehrstechnikmesse Innotrans, die beide nur alle zwei Jahre stattfinden, sollen die Auslastung der Hotels 2026 wieder stabilisieren.
📋 Neue Regeln ab 2026: Das ändert sich für Betriebe
Mit dem Jahreswechsel 2026 treten weitere administrative Änderungen bei der City Tax in Kraft. Die bisherige Ausnahmeregelung für Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Betten entfällt vollständig. Zudem müssen die Steuererklärungen zwingend elektronisch beim Finanzamt eingereicht werden. Eine kleine Erleichterung gibt es bei den Fristen: Anbieter müssen die Steuer künftig nur noch vierteljährlich statt wie bisher monatlich deklarieren.
Diese Digitalisierungspflicht trifft das Gastgewerbe in einer Phase, in der viele Betriebe bereits ihre Kassensysteme modernisieren müssen, um auf die geforderte Kartenzahlung Pflicht Berlin: Wann das Aus für „Cash only“ kommt vorbereitet zu sein. Der administrative Aufwand für kleine Pensionen und private Zimmervermieter steigt dadurch spürbar an.
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Wer muss die Übernachtungssteuer in Berlin zahlen?
Grundsätzlich zahlt jeder Gast, der in einem Berliner Hotel, einer Pension, einem Hostel oder einer privaten Ferienwohnung übernachtet, die City Tax. Seit dem 1. April 2024 sind auch Geschäftsreisende nicht mehr von der Steuer befreit, was die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen maßgeblich in die Höhe getrieben hat.
Wie hoch ist die City Tax in der Hauptstadt?
Der Steuersatz liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 7,5 Prozent des Netto-Übernachtungspreises. Zuvor lag der Satz jahrelang bei 5 Prozent. Nebenkosten wie das Frühstück oder Parkgebühren werden bei der Berechnung der Steuer nicht berücksichtigt. Mit diesem Prozentsatz gehört Berlin zur bundesweiten Spitze.
Wofür werden die Einnahmen aus der Steuer verwendet?
Die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen fließen in den allgemeinen Landeshaushalt der Hauptstadt. Ein direkter Zweckbindungszwang besteht gesetzlich nicht, allerdings argumentiert der Senat, dass die Gelder notwendig sind, um die touristische und kulturelle Infrastruktur der Stadt instand zu halten und zu finanzieren.
Was ändert sich 2026 bei der Meldung der Steuer?
Ab dem Jahr 2026 müssen Beherbergungsbetriebe ihre Steuererklärungen zwingend auf elektronischem Weg beim Finanzamt einreichen. Die Meldung erfolgt dann nur noch vierteljährlich statt monatlich. Zudem wurde die bisherige Ausnahmeregelung für Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Betten komplett abgeschafft.
Warum steigen die Steuereinnahmen, wenn weniger Touristen kommen?
Der Rückgang auf 12,4 Millionen Gäste im Jahr 2025 wurde durch zwei Faktoren überkompensiert: Die Erhöhung des Steuersatzes auf 7,5 Prozent und der Wegfall der Befreiung für Geschäftsreisende. Diese beiden Maßnahmen sorgten dafür, dass trotz des Gästeschwunds ein Rekordwert von über 150 Millionen Euro erzielt wurde.

🏁 Fazit: Ein teurer Erfolg für die Landeskasse
Die Übernachtungssteuer Berlin Einnahmen belegen eindrucksvoll, wie stark der fiskalische Hebel des Senats gewirkt hat. Mit 150,35 Millionen Euro im Jahr 2025 hat die Stadt ihre eigenen Prognosen deutlich übertroffen. Für den Landeshaushalt ist das eine willkommene Finanzspritze, die angesichts knapper Kassen dringend benötigt wird.
Für die Berliner Hotellerie bleibt die Entwicklung jedoch ein Alarmsignal. Dass die Gästezahlen auf 12,4 Millionen gesunken sind und weiterhin weit hinter dem Rekordjahr 2019 zurückliegen, zeigt die Fragilität des Tourismusstandorts auf. Wenn die Abgabenlast für Reisende weiter steigt, riskiert Berlin langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Metropolen.
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🍽 Über den Autor: Michelle Möhring – Redakteurin Lifestyle & Kultur
Wenn meine Familie aus Süddeutschland in einem Hotel in Berlin-Mitte übernachtet, spüren wir die 7,5 Prozent City Tax auf der Rechnung mittlerweile deutlich. Für die Kultur- und Gastroszene in der Stadt ist es aber essenziell, dass diese Gelder auch wirklich in die touristische Infrastruktur fließen.
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