Zum Inhalt springen
Berlin 11 °C, bedeckt E10 ab 2,049 € BVG-Störungen Märkte heute Parkzonen Finder & Rechner

Storkower Straße: Verlauf, Lage und Anbindung

Von der Greifswalder Straße bis zur Möllendorffstraße: Name seit 1910, S-Bahnhof seit 1881, Jobcenter Pankow und neue Radfahrstreifen.

Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Wo beginnt und wo endet die Storkower Straße?
  2. Woher hat die Storkower Straße ihren Namen?
  3. Wie ist die Storkower Straße gewachsen?
  4. Was hat der S-Bahnhof Storkower Straße mit dem Zentralviehhof zu tun?
  5. Welches Baudenkmal steht an der Storkower Straße?
  6. Welche Ämter findest du an der Storkower Straße?
  7. Was ändert sich für Radfahrer auf der Storkower Straße?
  8. Häufige Fragen zur Storkower Straße
  9. Quellen

Die Storkower Straße führt von der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg entlang der Ringbahn bis zur Möllendorffstraße in Lichtenberg. Den Namen trägt die Straße seit dem 12. Mai 1910, benannt nach der brandenburgischen Stadt Storkow. Die heutige Führung mit den Hausnummern 2 bis 225 besteht erst seit dem 2. April 1975.

Die Storkower Straße kennen die meisten eher vom Bahnsteig oder aus dem Bus als vom Spazierengehen. Die Straße verbindet zwei Bezirke: Nach dem Straßenverzeichnis von Kauperts liegen die Hausnummern 2 bis 173 im Bezirk Pankow, 174 bis 225 im Bezirk Lichtenberg. Dazwischen liegen drei Ortsteile, vier Postleitzahlen und zwei S-Bahnhöfe der Ringbahn. Die Straße ist in drei Etappen gewachsen, zuletzt 1975, als der Abschnitt über die Kleingärten bis zur Möllendorffstraße dazukam. Am nordwestlichen Ende steht ein Baudenkmal aus der Weimarer Zeit, in der Mitte sitzen Jobcenter und Arbeitsagentur Pankow, am S-Bahnhof erinnert eine denkmalgeschützte Fußgängerbrücke an den Zentralviehhof.

  • Verlauf: Grellstraße/Greifswalder Straße bis Möllendorffstraße/Josef-Orlopp-Straße
  • Ortsteile: Prenzlauer Berg, Fennpfuhl, Lichtenberg; Bezirke Pankow und Lichtenberg
  • Name seit 12. Mai 1910, zuvor Straße Nr. 12 des Bebauungsplans
  • S-Bahnhof an der Ringbahn seit 4. Mai 1881, bis 15. Oktober 1977 Zentralviehhof
  • Radfahrstreifen Greifswalder bis Kniprodestraße 2025 ausgebaut, nächster Abschnitt geplant 2027/2028

Wo beginnt und wo endet die Storkower Straße?

Die Storkower Straße beginnt an der Kreuzung von Grellstraße und Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg und endet an der Möllendorffstraße, wo die Josef-Orlopp-Straße sie nach Osten fortsetzt. Unterwegs kreuzt sie die Kniprodestraße und die Landsberger Allee. Die geraden Hausnummern liegen rechts, die ungeraden links.

Die Grenze zwischen Pankow und Lichtenberg verläuft mitten durch den Straßenzug. Das hat praktische Folgen: Die Hausnummer 150 gehört zu Pankow, die Nummer 180 schon zu Lichtenberg. Kauperts ordnet entsprechend auch Finanzamt, Amtsgericht und Polizeiabschnitt nach Hausnummern zu: Für die Nummern 2 bis 173 sind das Finanzamt Prenzlauer Berg und der Polizeiabschnitt 16 zuständig, für 174 bis 225 das Finanzamt Lichtenberg und der Abschnitt 34.

Postleitzahlen der Storkower Straße nach Hausnummern (Quelle: Kauperts, Stand: 29. September 2026)
Hausnummern PLZ Ortsteil Bezirk
2–95 10409 Prenzlauer Berg Pankow
97–173 und 172 10407 Prenzlauer Berg Pankow
170 und 174–210 10369 Fennpfuhl Lichtenberg
211–225 (ungerade) 10367 Fennpfuhl Lichtenberg
220 10367 Lichtenberg Lichtenberg

Woher hat die Storkower Straße ihren Namen?

Die Storkower Straße ist nach Storkow benannt, einer Stadt im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree südöstlich von Berlin. Kauperts datiert den Namen auf den 12. Mai 1910; vorher war der Weg nur als Straße Nr. 12, Abteilung XII/1 des Bebauungsplans verzeichnet. Storkow liegt am Dolgensee, Burg und Ort werden laut Kauperts 1209 als Sturkuowe erstmals erwähnt.

Ein alter Handelsweg nach Storkow, wie ihn frühere Fassungen dieser Seite beschrieben, lässt sich dagegen nicht belegen. Die Straße war ein Planungsname der wachsenden Stadt, kein historischer Landweg.

Wie ist die Storkower Straße gewachsen?

Die Storkower Straße hat ihre heutige Länge in drei Schritten erreicht. Ursprünglich endete sie an der Kniprodestraße. Am 9. August 1929 wurde sie bis zur Landsberger Allee weitergeführt. Am 2. April 1975 erhielt schließlich auch der neu entstandene Abschnitt zwischen der damaligen Leninallee, der heutigen Landsberger Allee, und der Möllendorffstraße den Namen Storkower Straße. Dieser jüngste Teil läuft direkt an der S-Bahn entlang und erschloss das Neubaugebiet, das heute zum Ortsteil Fennpfuhl gehört.

Vor dem Neubaugebiet lagen dort Kleingärten. Die Chronik von Stadtschnellbahn Berlin beschreibt das Gebiet nördlich des Bahnhofs als Kleingartenland, auf dem erst in den 1970er Jahren Wohnblöcke entstanden.

Was hat der S-Bahnhof Storkower Straße mit dem Zentralviehhof zu tun?

Der S-Bahnhof Storkower Straße wurde am 4. Mai 1881 als Bahnhof Central-Viehhof in die Ringbahn eingefügt. Grund war der städtische Vieh- und Schlachthof, der nach Angaben von Stadtschnellbahn Berlin von 1878 bis 1881 zwischen Eldenaer Straße, Thaerstraße und Ringbahn gebaut wurde und 38,6 Hektar umfasste. Der Schlachthof lag also auf der anderen Seite der Gleise, nicht an der Storkower Straße selbst. Seit dem 1. Februar 1929 halten hier elektrische S-Bahn-Züge.

Von 1937 bis 1939 entstand eine 420 Meter lange Fußgängerbrücke, damals die längste Berlins, die den Bahnsteig mit der Eldenaer Straße verband. Am 4. Oktober 1977 wurde sie nach Norden zum Neubaugebiet verlängert und maß danach mehr als 500 Meter. Am 15. Oktober 1977 bekam die Station ihren heutigen Namen. Der Schlachthof arbeitete da schon nicht mehr: Das Fleischkombinat hatte die Anlagen laut Chronik ein Jahr zuvor aufgegeben. Der ältere, längere Teil der Brücke stand noch bis Juni 2002. Der erhaltene Rest steht als Baudenkmal in der Denkmaldatenbank, datiert auf 1937 bis 1940.

Ein Dach hat der Bahnsteig bis heute nicht. In der Antwort auf eine Schriftliche Anfrage vom 28. Januar 2026 führt der Senat den Neubau des Bahnsteigdachs im Bahnhofsmodernisierungsprogramm, voraussichtlicher Realisierungszeitraum 2029/2030. Neben S41 und S42 halten hier S8 und S85.

Welches Baudenkmal steht an der Storkower Straße?

Am nordwestlichen Ende steht das Ensemble Storkower Straße mit Wohnanlage und Geschäftshaus der Rudolph Karstadt AG. Die Denkmaldatenbank datiert es auf 1928 bis 1930; es umfasst die Storkower Straße 2 bis 24, den Pieskower Weg und die Greifswalder Straße 81 bis 84.

Im früheren Kaufhaus an der Greifswalder Straße spielt heute die Schaubude Berlin, ein Haus für Puppen- und Objekttheater. Nach eigener Chronik zog 1949 die Filmbühne Atlas ein, 1972 das staatliche Puppentheater Berlin, 1993 die neu gegründete Schaubude.

Welche Ämter findest du an der Storkower Straße?

An der Storkower Straße sitzen zwei Anlaufstellen für den Bezirk Pankow. Das Jobcenter Berlin Pankow hat seine Adresse in der Storkower Straße 133, 10407 Berlin. Die Agentur für Arbeit Pankow empfängt Besucher in der Storkower Straße 120. Ohne Termin geht es dort nur für Arbeitslosmeldungen, Widersprüche und finanzielle Notlagen, werktags von 8 bis 10 Uhr (Stand: 29. September 2026). Welches Jobcenter für deine Adresse zuständig ist, erklärt unsere Übersicht zu den Berliner Jobcentern.

Mit Bus und Bahn erreichst du beide Häuser über den S-Bahnhof Landsberger Allee oder mit dem Bus 156 bis zur Haltestelle Storkower Str./Gewerbegebiet, die das Jobcenter als nächste Haltestelle angibt. Im Umfeld nennt Kauperts außerdem die Buslinien 200 und 240 sowie die Straßenbahnen M4, M5, M6, M8, M13, 16 und 21.

Was ändert sich für Radfahrer auf der Storkower Straße?

Zwischen Greifswalder Straße und Kniprodestraße fährst du seit 2025 auf breiteren Radfahrstreifen. Laut Senatsverkehrsverwaltung begannen die Arbeiten Ende August 2025; die neuen Streifen auf Grell- und Storkower Straße sind auf insgesamt 1,6 Kilometern 2,50 Meter breit und durch einen 0,75 Meter breiten Sicherheitstrennstreifen von parkenden Autos getrennt. Auf der Storkower Straße betraf das je rund 800 Meter pro Fahrtrichtung. infraVelo meldet den Abschnitt als abgeschlossen.

Der nächste Abschnitt folgt später. Zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße plant das Bezirksamt Pankow nach Angaben von infraVelo auf der nordöstlichen Seite einen geschützten Radfahrstreifen, auf der Südwestseite einen verbreiterten Hochbordradweg von mehr als 2,20 Metern. Die Strecke ist 1.057 Meter lang, gebaut werden soll vom vierten Quartal 2027 bis zum vierten Quartal 2028. Mehr aus den beiden Bezirken findest du unter Pankow und Lichtenberg.

Häufige Fragen zur Storkower Straße

In welchem Bezirk liegt die Storkower Straße?

Die Storkower Straße liegt in zwei Bezirken. Die Hausnummern 2 bis 173 gehören laut Kauperts zum Bezirk Pankow (Ortsteil Prenzlauer Berg), die Nummern 174 bis 225 zum Bezirk Lichtenberg mit den Ortsteilen Fennpfuhl und Lichtenberg. Für Bürgeramt, Parkausweis oder Straßenreinigung zählt deshalb deine Hausnummer, nicht der Straßenname.

Welche Postleitzahlen hat die Storkower Straße?

Die Storkower Straße hat vier Postleitzahlen: 10409 für die Nummern 2 bis 95, 10407 für den folgenden Abschnitt in Prenzlauer Berg, 10369 für den Fennpfuhler Abschnitt ab Nummer 174 und 10367 für die ungeraden Nummern 211 bis 225 sowie Nummer 220. Die genaue Zuordnung nach Hausnummern steht in der Tabelle oben im Artikel.

Wann hieß der S-Bahnhof Storkower Straße noch Zentralviehhof?

Der Ringbahnhof wurde am 4. Mai 1881 als Central-Viehhof eröffnet, weil daneben der städtische Vieh- und Schlachthof in Betrieb ging. Den Namen Storkower Straße trägt die Station seit dem 15. Oktober 1977, anderthalb Wochen nachdem die Fußgängerbrücke nach Norden zum neuen Wohngebiet verlängert worden war. Heute halten hier S41, S42, S8 und S85.

Wann bekommt der S-Bahnhof Storkower Straße ein Dach?

Ein neues Bahnsteigdach für den S-Bahnhof Storkower Straße steht im Bahnhofsmodernisierungsprogramm von Land Berlin und Deutscher Bahn. In seiner Antwort vom 28. Januar 2026 auf eine Schriftliche Anfrage nannte der Senat als voraussichtlichen Realisierungszeitraum 2029/2030. Belastbare Inbetriebnahmetermine könne man nach Angaben des Senats für einzelne Maßnahmen noch nicht nennen.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Storkow (Mark)
Ort / Geografie
Benennung
1910-05-12
Hintergrund
Vor der Benennung am 12. Mai 1910 hieß der Weg im Bebauungsplan Straße Nr. 12.

Quellen

  1. kauperts.de · Web
  2. wikipedia.org · Web
  3. Storkower Straße im Berliner Strassennamenlexikon · Web
  4. Ortsteil Fennpfuhl · Web
  5. S-Bahnhof Storkower Straße · Web
  6. Geoportal Berlin / FIS-Broker · Web
  7. Storkower Straße in der deutschen Wikipedia · Web
  8. Städtebauliches Projekt Alter Schlachthof · Web