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Marienburger Straße

Wohnstraße im Winsviertel mit PLZ 10405: benannt 1884 nach Marienburg (Malbork), mit dem Abspannwerk von Hans Heinrich Müller und dem Stadtplatz Marie.

Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Wo verläuft die Marienburger Straße?
  2. Woher hat die Marienburger Straße ihren Namen?
  3. Was ist das Abspannwerk Marienburg?
  4. Was ist der Stadtplatz Marie?
  5. Zu welchem Kiez gehört die Marienburger Straße?
  6. Wie ist die Marienburger Straße an Bus und Bahn angebunden?
  7. Häufige Fragen zur Marienburger Straße
  8. Quellen

Die Marienburger Straße verbindet in Prenzlauer Berg die Prenzlauer Allee mit der Greifswalder Straße und hat die Postleitzahl 10405. Den Namen trägt sie seit dem 25. September 1884, benannt nach Marienburg in Westpreußen, dem heutigen Malbork in Polen. Unter Denkmalschutz steht das Abspannwerk Marienburg aus den Jahren 1927 und 1928.

Die Marienburger Straße ist eine ruhige Wohnstraße im Winsviertel, dem Kiez zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße im Bezirk Pankow. Laut dem Straßenverzeichnis von Kauperts reichen die Hausnummern von 1 bis 49, alle mit der Postleitzahl 10405. Die Straße ist hufeisenförmig nummeriert: Auf der einen Seite laufen die Nummern 1 bis 26A bis zur Greifswalder Straße, auf der anderen Seite geht es mit 26B bis 49 zurück. Zwei Orte machen die Straße über den Kiez hinaus bekannt. Das eine ist das denkmalgeschützte Abspannwerk Marienburg, ein Klinkerbau der Berliner Elektrizitätswerke. Das andere ist der Stadtplatz Marie, ein 9.000 Quadratmeter großer Spielplatz und Treffpunkt, den Anwohner Ende der 1990er Jahre mitgeplant haben.

  • Verlauf: Prenzlauer Allee/Wörther Straße bis Greifswalder Straße/Hufelandstraße
  • Postleitzahl 10405, Hausnummern 1 bis 49, Ortsteil Prenzlauer Berg, Bezirk Pankow
  • Name seit 25. September 1884, vorher Taraschwitzweg
  • Baudenkmal: Abspannwerk Marienburg, Nr. 16/16A, 1927–1928
  • Tram: M2 an der Prenzlauer Allee, M4 an der Greifswalder Straße

Wo verläuft die Marienburger Straße?

Die Marienburger Straße beginnt an der Kreuzung von Prenzlauer Allee und Wörther Straße und endet an der Greifswalder Straße, wo gegenüber die Hufelandstraße ins Bötzowviertel abgeht. Unterwegs quert sie die Winsstraße, die nach Kauperts von der Heinrich-Roller-Straße bis zur Danziger Straße reicht und dem Viertel seinen Namen gibt.

Wörther Straße im Westen, Hufelandstraße im Osten: Wer der Linie folgt, läuft vom Kollwitzkiez quer durch das Winsviertel bis ins Bötzowviertel. Die Marienburger Straße liegt im nördlichen Teil des Winsviertels, also oberhalb der Heinrich-Roller-Straße. Diesen Teil beschreibt das Hauptstadtportal berlin.de als Gründerzeitquartier, dessen alte Bausubstanz weitgehend erhalten ist. Kriegslücken sind dort längst geschlossen, Neubauten entstehen nur noch selten.

Woher hat die Marienburger Straße ihren Namen?

Die Marienburger Straße ist nach Marienburg benannt, einer Kreisstadt der früheren Provinz Westpreußen im Regierungsbezirk Danzig. Heute heißt die Stadt Malbork und liegt in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Kauperts nennt als Datum der Benennung den 25. September 1884. Davor hieß der Weg ab etwa 1875 Taraschwitzweg, im Bebauungsplan stand er als Straße Nr. 26 der Abteilung XII. Dieser Bebauungsplan von 1862, heute meist Hobrecht-Plan genannt, legte das Straßenraster der Berliner Stadterweiterung fest.

Marienburg verdankt seine Bekanntheit der Burg an der Nogat. Nach Kauperts begann der Deutsche Orden um 1274 mit dem Bau, 1276 erhielt die Siedlung im Schutz der Burg das Kulmer Stadtrecht. Bis 1457 war Marienburg Sitz des Ordens, ab 1772 gehörte die Stadt zu Preußen, nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie zu Polen. Die UNESCO führt die Burg des Deutschen Ordens in Malbork seit 1997 als Welterbe. Viele Straßen im Norden und Osten des alten Berlin tragen Namen von Orten aus den früheren Ostprovinzen; einen Überblick über solche Benennungen findest du in unserem Beitrag zu Berliner Straßennamen und ihrer Herkunft.

Was ist das Abspannwerk Marienburg?

Das Abspannwerk Marienburg ist ein Umspannwerk der früheren Berliner Elektrizitätswerke AG (Bewag) an der Marienburger Straße 16 und 16A. Die Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts führt es als Gesamtanlage mit der Datierung 1927 bis 1928, Entwurf Hans Heinrich Müller. Zusammen mit den Häusern Greifswalder Straße 207 bis 208B bildet es ein Ensemble aus Abspannwerk, Mietshaus und Fabrik.

Hans Heinrich Müller (1879–1951) war nach Angaben des Vereins für die Geschichte Berlins ab Mitte der 1920er Jahre leitender Architekt der Bewag und maßgeblich am Bauprogramm zur Stromverteilung in Berlin beteiligt. Das Werk an der Marienburger Straße wird nicht mehr für die Stromversorgung genutzt: Nach eigenen Angaben betreibt der Künstlerbedarfshändler Boesner im ehemaligen Umspannwerk Marienburg seine Filiale Prenzlauer Berg mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Marienburger Straße: Eckdaten und Zuständigkeiten (Stand: 29. September 2026, Quelle: Kauperts)
Merkmal Angabe
Postleitzahl 10405
Hausnummern 1–26A hin, 26B–49 zurück
Name seit 25. September 1884
Früherer Name Taraschwitzweg (vor 1875 bis 1884)
Finanzamt Prenzlauer Berg
Amtsgericht und Grundbuchamt Mitte
Familiengericht Pankow
Jobcenter und Arbeitsagentur Pankow
Polizeiabschnitt A 16

Was ist der Stadtplatz Marie?

Der Stadtplatz Marie ist eine rund 9.000 Quadratmeter große Grün- und Spielfläche an der Marienburger Straße. Nach Angaben des Büros Singer Landschaftsarchitektur, das die spätere Umgestaltung plante, entstand der Platz Ende der 1990er Jahre mit großer Beteiligung der Anwohner. Weil er stark genutzt und in Teilen übernutzt war, wurde er 2006 und 2007 für rund 155.000 Euro netto umgebaut. Auftraggeber war die S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung, bezahlt wurde aus zweckgebundenen Einnahmen der Stadterneuerung.

Anwohner und Schüler haben bei dieser Umgestaltung mitgeplant. Das defekte Wasserspiel in der Mitte wurde komplett erneuert, der Sandbereich für Kleinkinder vergrößert, für ältere Kinder kamen eine Kletteranlage und Riesenschaukeln dazu. Das Kiezporträt auf berlin.de beschreibt die Fläche mit Abenteuerspielplatz, Wasserspiel und Liegewiese als beliebten Treffpunkt, vor allem für Familien.

Zu welchem Kiez gehört die Marienburger Straße?

Die Marienburger Straße gehört zum Winsviertel, nicht zum Kollwitzkiez. Das Hauptstadtportal berlin.de grenzt das Winsviertel durch Prenzlauer Allee, Danziger Straße, Greifswalder Straße und Mollstraße ab. Westlich der Prenzlauer Allee schließt der Kollwitzkiez rund um die Kollwitzstraße an, östlich der Greifswalder Straße das Bötzowviertel. Namensgeber des Viertels ist Thomas Wins, der im 15. Jahrhundert mehrfach Bürgermeister von Berlin war.

Der nördliche Teil des Winsviertels ist ein Gründerzeitquartier mit weitgehend erhaltener Altbausubstanz, der Süden ist mit Plattenbauten bebaut. Anfang der 1990er Jahre prägten nach Darstellung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung marode Häuser mit Kohleöfen und einfacher Sanitärausstattung den ganzen Ortsteil. Das Gebiet um die Winsstraße war eines der Sanierungsgebiete und gehört heute zum Fördergebiet Prenzlauer Berg. Dass Prenzlauer Berg inzwischen gerade bei Familien zu den beliebtesten innerstädtischen Wohngegenden zählt, führt der Senat auf diese jahrelange Sanierung mit privaten und öffentlichen Mitteln zurück.

Wie ist die Marienburger Straße an Bus und Bahn angebunden?

Die Marienburger Straße ist über zwei Metrotram-Linien an ihren Enden erreichbar. An der Prenzlauer Allee hält die M2 an der gleichnamigen Haltestelle Marienburger Straße. Auf der Greifswalder Straße fährt die M4, die nächste Haltestelle heißt Hufelandstraße. Beide Linien fahren Richtung Süden zum Alexanderplatz. Eine eigene Bus-, U- oder S-Bahn-Linie gibt es in der Straße selbst nicht, Kauperts ordnet die Straße dem Tarifbereich A zu.

Häufige Fragen zur Marienburger Straße

Welche Postleitzahl hat die Marienburger Straße?

Die Marienburger Straße hat durchgehend die Postleitzahl 10405, und zwar für alle Hausnummern von 1 bis 49. Sie liegt im Ortsteil Prenzlauer Berg und gehört zum Bezirk Pankow. Für Behördengänge zuständig sind unter anderem das Finanzamt Prenzlauer Berg, das Amtsgericht Mitte als Grundbuchamt und der Polizeiabschnitt A 16.

Wie kommst du mit der Tram zur Marienburger Straße?

Am westlichen Ende an der Prenzlauer Allee hält die Metrotram M2 an der Haltestelle Marienburger Straße. Am östlichen Ende fährt auf der Greifswalder Straße die M4, die nächste Haltestelle heißt Hufelandstraße. Eine U-Bahn- oder S-Bahn-Station liegt nicht direkt an der Straße. Beide Tramlinien führen in wenigen Stationen zum Alexanderplatz.

Was ist im alten Umspannwerk an der Marienburger Straße?

Im früheren Umspannwerk Marienburg an der Marienburger Straße 16 betreibt der Künstlerbedarfshändler Boesner seine Filiale für Prenzlauer Berg. Das Gebäude hat Hans Heinrich Müller in den Jahren 1927 und 1928 für die Berliner Elektrizitätswerke entworfen. Es steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz und gehört zu einem Ensemble mit Häusern an der Greifswalder Straße.

Warum heißt die Straße nach Marienburg?

Die Straße ist nach Marienburg benannt, einer Kreisstadt der früheren Provinz Westpreußen, die seit 1945 als Malbork zu Polen gehört. Die dortige Burg war bis 1457 Sitz des Deutschen Ordens und steht seit 1997 auf der Welterbeliste der UNESCO. Den Namen trägt die Berliner Straße seit dem 25. September 1884, vorher hieß sie Taraschwitzweg.

Quellen

Namensgebung

Namensgeber
Stadt Marienburg (Westpreußen), heute Malbork (Polen)
Ort / Geografie
Benennung
1884-09-25
Hintergrund
Marienburg, Kreisstadt der früheren Provinz Westpreußen, heißt seit 1945 Malbork und liegt in Polen. Die Burg an der Nogat war bis 1457 Sitz des Deutschen Ordens und ist seit 1997 UNESCO-Welterbe.

Quellen

  1. kauperts.de · Web
  2. wikipedia.org · Web
  3. Marienburger Straße im Berliner Straßenlexikon des Kaupert · Web
  4. Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Prenzlauer Berg · Web
  5. Denkmaldatenbank Berlin · Web
  6. FIS-Broker: Sachdaten der Denkmaldatenbank · Web