Karl-Marx-Allee
Von der Stalinallee zur Karl-Marx-Allee: Verlauf, Architekten der Arbeiterpaläste, der Bauarbeiterstreik vom Juni 1953, der zweite Bauabschnitt und wem die Wohnungen heute gehören.
Inhalt (9 Abschnitte)
- Wo verläuft die Karl-Marx-Allee?
- Warum hieß die Karl-Marx-Allee früher Stalinallee?
- Wer hat die Arbeiterpaläste der Stalinallee gebaut?
- Was geschah am 17. Juni 1953 auf der Stalinallee?
- Was unterscheidet den zweiten Bauabschnitt vom ersten?
- Wem gehören die Wohnungen an der Karl-Marx-Allee heute?
- Was hat sich an der Allee zuletzt verändert?
- Häufige Fragen zur Karl-Marx-Allee
- Quellen
Die Karl-Marx-Allee führt vom Alexanderplatz über den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor und verbindet die Ortsteile Mitte und Friedrichshain. Von 1950 bis 1961 hieß sie Stalinallee. Ab 1952 entstanden hier die Arbeiterpaläste der DDR, von 1959 bis 1965 folgte ein zweiter Bauabschnitt mit Kino International und Café Moskau.
Die Karl-Marx-Allee ist die Straße, an der die DDR ihren Anspruch auf eine neue Gesellschaft in Stein gebaut hat – zweimal, in zwei völlig verschiedenen Architektursprachen. Den Namen trägt sie seit dem 13. November 1961, wie Kauperts Straßenführer festhält. Zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor reihen sich auf fast zwei Kilometern die Wohnpaläste der frühen 1950er-Jahre; laut berlin.de ist die Straße dort 90 Meter breit. Westlich davon, bis zum Alexanderplatz, steht die Ostmoderne der 1960er-Jahre. Beide Teile sind heute Baudenkmale. Auf dieser Seite erfährst du, wie die Allee entstand, was am 17. Juni 1953 hier begann und wem die Wohnungen heute gehören.
Wo verläuft die Karl-Marx-Allee?
Die Karl-Marx-Allee beginnt am Alexanderplatz an der Kreuzung mit Alexanderstraße, Grunerstraße und Otto-Braun-Straße und endet am Frankfurter Tor, wo Petersburger Straße und Warschauer Straße kreuzen. Nach Osten setzt sie sich als Frankfurter Allee fort. Die Hausnummern reichen laut Kauperts von 1 bis 143, die Postleitzahlen sind 10178 im Abschnitt in Mitte und 10243 in Friedrichshain.
Die Straße teilt sich auf zwei Bezirke auf. Der westliche Abschnitt mit den Bauten der 1960er-Jahre gehört zum Bezirk Mitte. Der Strausberger Platz und die Arbeiterpaläste östlich davon liegen in Friedrichshain-Kreuzberg. Wer vom Alexanderplatz stadtauswärts läuft, geht die Baugeschichte also rückwärts: erst Ostmoderne, dann Zuckerbäckerstil.
Unter der Allee fährt die U5. Die Strecke vom Alexanderplatz nach Friedrichsfelde, damals Linie E, ging am in Betrieb – rund zwei Jahrzehnte vor den Wohnpalästen darüber. An der Allee liegen die Bahnhöfe Schillingstraße, Strausberger Platz, Weberwiese und Frankfurter Tor. Weberwiese hieß ursprünglich Memeler Straße, ab 1950 Marchlewskistraße und seit 1991 Weberwiese; Frankfurter Tor wurde 1930 als Petersburger Straße eröffnet und hieß danach unter anderem Bersarinstraße und Rathaus Friedrichshain, bevor der Bahnhof 1998 endgültig seinen heutigen Namen bekam.
Warum hieß die Karl-Marx-Allee früher Stalinallee?
Die Stalinallee war ein politisches Geschenk: Zu Josef Stalins 70. Geburtstag im Dezember 1949 sollte die große Ausfallstraße nach Osten seinen Namen tragen. Kauperts datiert die amtliche Umbenennung auf den . Damals gingen gleich drei Straßen im neuen Namen auf: die Große Frankfurter Straße, die Frankfurter Straße in Mitte und die Frankfurter Allee bis nach Lichtenberg.
Die Vorgeschichte reicht weit zurück. Um 1701 hieß der Weg Frankfurter Straße, spätestens ab 1786 Große Frankfurter Straße, benannt nach der Richtung Frankfurt (Oder). Der Abschnitt ab Weberwiese Richtung Osten war seit dem 20. September 1872 Teil der Frankfurter Allee.
Nach Stalins Tod 1953 und der Abkehr vom Personenkult kam 1961 die zweite Umbenennung. Seit dem 13. November 1961 heißt der Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Frankfurter Tor Karl-Marx-Allee, benannt nach dem Philosophen und Ökonomen Karl Marx (1818–1883). Östlich des Frankfurter Tors gilt seitdem wieder der alte Name Frankfurter Allee. Wer heute an der Petersburger Straße steht, steht also genau an der Namensgrenze.
Wer hat die Arbeiterpaläste der Stalinallee gebaut?
Die Arbeiterpaläste der Stalinallee entwarfen sechs Berliner Architektenkollektive unter Hermann Henselmann, Egon Hartmann, Richard Paulick, Kurt Leucht, Hanns Hopp und Karl Souradny. Die meisten Entwürfe stammen von 1951, gebaut wurde ab 1952. Das Landesdenkmalamt nennt die Bauten der Stalinallee das bedeutendste deutsche Beispiel für den sozialistischen Städtebau nach sowjetischem Vorbild.
Vorbild für alles Weitere war das Hochhaus an der Weberwiese, entworfen 1950 und gebaut 1951 bis 1952 vom Kollektiv Henselmann. Laut Denkmaldatenbank war es der erste realisierte Bau, der zum Maßstab für die Gestaltung der Stalinallee wurde – nachdem erste moderne Entwürfe Mitte 1951 politisch abgelehnt worden waren. Berlin.de hebt hervor, was die Wohnungen damals besonders machte: Zentralheizung, Warmwasser, Stuckdecken und Aufzüge.
Egon Hartmann hatte mit seinem Kollektiv den Wettbewerb 1951 für die städtebauliche Gesamtlösung gewonnen, Richard Paulick koordinierte die Arbeiten an der gesamten Stalinallee. Die Abschnitte teilten sich die Kollektive wie folgt auf:
| Abschnitt | Lage | Entwurf | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| A | Strausberger Platz 1–19 | Kollektiv Hermann Henselmann | 1952–1953 |
| B | Karl-Marx-Allee 53–68 | Kollektiv Egon Hartmann | 1952 |
| C | Karl-Marx-Allee 71–91B und 72–90 | Kollektiv Richard Paulick | 1952 |
| D | Karl-Marx-Allee 92–103B | Kollektiv Kurt Leucht | 1952 |
| E | Karl-Marx-Allee 105–131 und 106–124 | Kollektiv Hanns Hopp | ab 1952 |
| F | Karl-Marx-Allee 132–139 | Kollektiv Karl Souradny | 1952–1954 |
| Frankfurter Tor | Platz mit zwei Turmhäusern | Kollektiv Hermann Henselmann | 1955–1960 |
Am Strausberger Platz bilden die Turmhäuser «Haus des Kindes» und «Haus Berlin» den Auftakt. Im Haus des Kindes gab es eine Kita, ein Kinderkaufhaus, ein Café und ein Puppentheater. Am östlichen Ende setzt das Frankfurter Tor den Schlusspunkt: Die Kuppeln der beiden Türme zitieren die Gontard-Türme am Gendarmenmarkt.
Die Architektursprache heißt offiziell «nationale Tradition», im Berliner Volksmund Zuckerbäckerstil. Die Denkmaldatenbank beschreibt beim Paulick-Abschnitt bis zu neun Geschosse in der Mitte, reichen Ornamentschmuck an den Fassaden und Wohnterrassen über den Läden im Erdgeschoss. Der Leucht-Abschnitt D ist der kürzeste und am sparsamsten gestaltete, der Hopp-Abschnitt E mit rund 300 Metern Länge des Nordblocks einer der monumentalsten.
Was geschah am 17. Juni 1953 auf der Stalinallee?
Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 begann mit einem Streik der Bauarbeiter der Stalinallee. Auslöser war eine Erhöhung der Arbeitsnormen, die für die Arbeiter laut Bundeszentrale für politische Bildung einer Lohnsenkung von zehn Prozent gleichkam.
Schon am Morgen des 15. Juni blieben die Arbeiter auf der Baustelle des Krankenhauses Friedrichshain in ihren Baubuden. Am 16. Juni formierte sich in der Stalinallee um 10.25 Uhr ein Demonstrationszug von etwa 700 Bauarbeitern. Auf ihrem Transparent stand:
«Wir Bauarbeiter fordern die Senkung der Normen»
Transparent der Bauarbeiter vom 16. Juni 1953, zitiert nach bpb.de
Vor dem Haus der Ministerien war der Zug auf mehrere tausend Menschen angewachsen. Die Forderungen wurden politisch, Rufe nach freien Wahlen und einem Generalstreik für den nächsten Tag wurden laut. Am 17. Juni rollten gegen 11.30 Uhr sowjetische Panzer in die Ost-Berliner Innenstadt, um 13 Uhr galt im sowjetischen Sektor der Ausnahmezustand. Nach Angaben der West-Berliner Polizei, die die bpb zitiert, starben in Berlin sieben Menschen, 66 wurden schwer verletzt. Wie Berlin heute an den Aufstand erinnert, liest du in unserem Beitrag zum Gedenken an den 17. Juni 1953.
Was unterscheidet den zweiten Bauabschnitt vom ersten?
Der zweite Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz entstand von 1959 bis 1965 in industrieller Großplattenbauweise statt in Ziegel und Ornament. Grundsteinlegung war am . Die Planung lag bei Werner Dutschke und Edmund Collein, die Hochbauten entwarf Josef Kaiser.
Die Denkmaldatenbank nennt für diesen Abschnitt 4.674 Wohnungen für 14.500 Menschen, eine Länge von 700 Metern und eine Breite von 125 Metern. Die Wohnzeilen sind zehn-, acht- oder fünfgeschossig. Das Landesdenkmalamt spricht von der «Entstalinisierung der Architektur».
Das Zentrum bildet das Ensemble an der Schillingstraße. Das Kino International (Karl-Marx-Allee 33, Bauzeit 1961–1963) hat einen Kinosaal, der neun Meter frei über das Erdgeschoss auskragt; an drei fensterlosen Wänden hängt das Relief «Aus dem Leben heutiger Menschen» aus 14 Betonplatten. Gegenüber liegt das Café Moskau (Nummer 34, 1961–1964) mit dem Mosaik «Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion» im Vorhof, neun mal 15 Meter groß. Dazu kommen die Mokka-Milch-Eisbar (Nummer 35) und die Pavillons von Babette, Kunst im Heim, Interflor und Zentrum. Das Hotel Berolina wurde 1996 abgerissen; an seiner Stelle steht seit 1998 das Rathaus Mitte.
Wem gehören die Wohnungen an der Karl-Marx-Allee heute?
Die Wohnungen an der Karl-Marx-Allee sind überwiegend privatisiert, ein Teil gehört seit 2019 und 2020 wieder der landeseigenen Gewobag. Die Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain verkaufte 1993 rund 2.700 Wohnungen an der Allee an die DePfa-Bank, um Altschulden nach dem Altschuldenhilfegesetz abzutragen, berichtete der Tagesspiegel. Einzelne Blöcke wurden danach weiterverkauft, die Mietverträge enthielten aber Schutzklauseln – darunter ein Vorkaufsrecht der Mieter.
Genau dieses Vorkaufsrecht wurde 2018 wichtig. Im November 2018 wurde bekannt, dass die Deutsche Wohnen rund 700 Wohnungen in vier Blöcken östlich des Strausberger Platzes kaufen wollte. Senat und Bezirk entwickelten daraufhin den sogenannten gestreckten Erwerb: Mieter übten ihr Vorkaufsrecht aus und reichten die Wohnungen direkt an die Gewobag weiter. Laut taz verlor der Kauf für die Deutsche Wohnen damit im Juli 2019 seinen Reiz.
Die Senatsverwaltung für Finanzen meldete am , dass die Gewobag nach den Blöcken C-Süd, C-Nord und D-Nord auch Block F-Nord mit 151 Wohnungen übernimmt. Verwaltet werden diese Wohnungen seit dem 1. April 2020 von der Gewobag. Wenn du selbst eine landeseigene Wohnung suchst, findest du den Weg dorthin in unserem Ratgeber Wohnung mit WBS finden.
Was hat sich an der Allee zuletzt verändert?
Der Abschnitt zwischen Otto-Braun-Straße und Strausberger Platz wurde bis Oktober 2020 umgebaut. Laut Berliner Zeitung bekam der Abschnitt bis zu vier Meter breite, geschützte Radwege auf beiden Seiten, 29 neue Bäume, Hecken, Beete und 35 Bänke; Parkplätze wichen Grünflächen. Die Senatsverkehrsverwaltung investierte 13 Millionen Euro.
Das Kino International war von April 2024 an rund 18 Monate geschlossen und öffnete nach der Sanierung am offiziell wieder, wie das Landesdenkmalamt Berlin mitteilte. Der Saal hat jetzt 506 Plätze mit mehr Beinfreiheit, einen Aufzug und barrierefreie Toiletten. Restauriert wurden rund sieben Kilometer Wandverkleidung aus Kirsch-, Ulmen- und Eschenholz.
Keinen Erfolg hatte dagegen die Welterbe-Bewerbung. Berlin hatte die Karl-Marx-Allee gemeinsam mit dem Hansaviertel als Ost-West-Paar der Nachkriegsmoderne vorgeschlagen. Im Dezember 2023 entschied die Kultusministerkonferenz auf Empfehlung ihres Fachbeirats gegen die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste, berichtete die Berliner Zeitung. Für den zweiten Bauabschnitt läuft seit 2016 ein Förderprogramm des städtebaulichen Denkmalschutzes; geplant sind unter anderem sechs neue Pavillons zwischen Schillingstraße und Alexanderplatz.
Häufige Fragen zur Karl-Marx-Allee
Seit wann heißt die Stalinallee Karl-Marx-Allee?
Die Stalinallee heißt seit dem 13. November 1961 Karl-Marx-Allee. Die Umbenennung folgte der Abkehr vom Stalin-Kult in der Sowjetunion und der DDR. Den neuen Namen erhielt nur der Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Frankfurter Tor. Der östliche Teil der früheren Stalinallee bekam seinen alten Namen Frankfurter Allee zurück. Den Namen Stalinallee trug die Straße amtlich ab dem 3. Januar 1950, beschlossen wurde er zu Stalins 70. Geburtstag im Dezember 1949.
Welche U-Bahn fährt unter der Karl-Marx-Allee?
Unter der Karl-Marx-Allee fährt die U5 vom Alexanderplatz Richtung Friedrichsfelde und Hönow. Die Bahnhöfe an der Allee heißen Schillingstraße, Strausberger Platz, Weberwiese und Frankfurter Tor. Die Strecke ist älter als die heutige Bebauung und ging am 21. Dezember 1930 als Linie E in Betrieb. Die Bahnhöfe entwarf Alfred Grenander, die Wandfliesen wechseln von Station zu Station die Farbe.
Welche Architekten haben die Karl-Marx-Allee gebaut?
Den ersten Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee entwarfen ab 1951 die Kollektive von Hermann Henselmann, Egon Hartmann, Richard Paulick, Kurt Leucht, Hanns Hopp und Karl Souradny. Henselmann schuf das Hochhaus an der Weberwiese, den Strausberger Platz und das Frankfurter Tor. Den zweiten Bauabschnitt planten ab 1959 Werner Dutschke und Edmund Collein, Josef Kaiser entwarf dort das Kino International und das Café Moskau.
Ist die Karl-Marx-Allee Weltkulturerbe?
Die Karl-Marx-Allee ist kein Weltkulturerbe. Berlin wollte die Allee gemeinsam mit dem Hansaviertel auf die UNESCO-Liste bringen, doch die Kultusministerkonferenz entschied im Dezember 2023 gegen die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste. Der Fachbeirat sah keinen ausreichend belegten weltweiten Einfluss auf den Städtebau. Die Bauten beider Abschnitte stehen aber unter Berliner Denkmalschutz und sind in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts verzeichnet.
Quellen
- Kauperts Straßenführer: Karl-Marx-Allee (abgerufen am 29.09.2026)
- berlin.de: Karl-Marx-Allee (abgerufen am 29.09.2026)
- Denkmaldatenbank Berlin: I. Bauabschnitt Karl-Marx-Allee und Einzeleinträge der Abschnitte A, B, C, D, E, F und Platz Frankfurter Tor (abgerufen am 29.09.2026)
- Denkmaldatenbank Berlin: Wohnbauten an der Weberwiese (abgerufen am 29.09.2026)
- Denkmaldatenbank Berlin: II. Bauabschnitt Karl-Marx-Allee und Kino International, Restaurant Moskau, Pavillons (abgerufen am 29.09.2026)
- Bundeszentrale für politische Bildung: Der 17. Juni in Berlin (abgerufen am 29.09.2026)
- Bezirksamt Mitte, Gedenktafel-Datenbank: U-Bahnhof Schillingstraße und Berliner Untergrundbahn: Die Friedrichsfelder U-Bahn, Berliner Untergrundbahn: Namen des Bahnhofs Frankfurter Tor (abgerufen am 29.09.2026)
- Senatsverwaltung für Finanzen: Gewobag übernimmt auch Block F-Nord an der Karl-Marx-Allee, 31.01.2020 (abgerufen am 29.09.2026)
- Tagesspiegel: Deutsche Wohnen kauft 700 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee, 06.11.2018 (abgerufen am 29.09.2026)
- taz: Gewobag übernimmt drei Wohnblöcke, 20.07.2019 (abgerufen am 29.09.2026)
- Berliner Zeitung: Neugestaltete Karl-Marx-Allee in Mitte fertig, 26.10.2020 (abgerufen am 29.09.2026)
- Landesdenkmalamt Berlin: Das Kino International öffnet nach erfolgreicher Sanierung wieder, 12.02.2026 (abgerufen am 29.09.2026)
- Berliner Zeitung: Weder Karl-Marx-Allee noch Hansaviertel werden Welterbe, 05.12.2023 (abgerufen am 29.09.2026)
- Städtebauförderung des Bundes: Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt (abgerufen am 29.09.2026)
Namensgebung
- Namensgeber
-
Karl Marx
(1818–1883)
Person - Benennung
- 1961
- Hintergrund
- Deutscher Philosoph, Ökonom und Sozialtheoretiker, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus.
Frühere Namen
| Alter Name | Zeitraum | Grund |
|---|---|---|
| Grosse Frankfurter Strasse | 1949 | Historischer Strassenname. |
| Stalinallee | 1949–1961 | Umbenennung zu Stalins 70. Geburtstag; Rückbenennung im Zuge der Entstalinisierung. |
Zeitleiste
-
1949
Umbenennung Grosse Frankfurter Strasse → Stalinallee.
-
1952
Baubeginn der monumentalen Wohnzeile (Block C–G).
-
1953
Volksaufstand 17. Juni — Beginn auf Baustelle Stalinallee.
-
1961
Umbenennung in Karl-Marx-Allee im Zuge der Entstalinisierung.