Der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 ist vom Berliner Senat final bestätigt. Das asbestbelastete Bestandsgebäude in Kreuzberg wird bis spätestens Januar 2028 abgerissen und durch einen kleineren Neubau der Howoge für 430 Kinder ersetzt. Die Entscheidung beendet eine jahrelange Unsicherheit für Familien im Kiez und schafft eine verlässliche Perspektive für den Schulstandort.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort: Gneisenaustraße, 10961 Berlin-Kreuzberg.
- Abrissgrund: Massive, flächendeckende Asbestbelastung und gravierende Brandschutzmängel.
- Frist: Das alte Gebäude muss bis spätestens zum 31. Januar 2028 vollständig geräumt sein.
- Bauträger: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge übernimmt die Umsetzung des Neubaus.
- Kapazität: Der Neubau wird dreizügig für 430 Kinder konzipiert (bisher 630 Plätze).
- Ausweichquartier: Das Gebäude der Aziz-Nesin-Grundschule in der Urbanstraße dient als temporärer Standort.
Warum muss die Reinhardswald-Grundschule abgerissen werden?
Die Zustände im Schulgebäude an der Kreuzberger Gneisenaustraße sind seit Jahren ein Politikum. Die Entscheidung für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 basiert auf zwei gravierenden Mängeln, die einen Weiterbetrieb unmöglich machen: eine massive Asbestbelastung und erhebliche Defizite beim Brandschutz.
Um die Gesundheit der rund 600 Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals im laufenden Betrieb zu schützen, betreibt der Bezirk einen enormen Aufwand. Laut Angaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie werden aktuell sämtliche waagerechten Oberflächen in einem Rhythmus von sieben bis vierzehn Tagen nass gereinigt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich potenziell krebserregende Asbestfasern in der Raumluft anreichern. Zusätzlich werden gemäß der Asbestrichtlinie regelmäßige Luftmessungen durchgeführt.
Trotz dieser Schutzmaßnahmen ist die Betriebserlaubnis für das Gebäude befristet: Spätestens zum 31. Januar 2028 muss es geräumt sein. Ein Weiterbetrieb ist danach rechtlich ausgeschlossen. Die lange diskutierte Option einer Kernsanierung des Stahlbetonbaus wurde endgültig verworfen.
Was ist über den Neubau der Reinhardswald-Grundschule bekannt?
Die endgültige Klarheit brachte eine Schriftliche Anfrage der Grünen-Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz an den Berliner Senat. In der Antwort, aus der der Tagesspiegel (April 2026) zitiert, heißt es: „Der Senat erkennt den Erhalt des Standortes grundsätzlich an.“
Nach detaillierten Prüfungen wurde eine Sanierung des asbestverseuchten Komplexes als wirtschaftlich unrentabel eingestuft. Die Kosten für eine fachgerechte Entkernung und die brandschutztechnische Ertüchtigung würden die eines Neubaus übersteigen. Die Umsetzung des Neubauprojekts übernimmt die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge, die bereits zahlreiche Schulbauprojekte in der Hauptstadt verantwortet.
Für die Schulgemeinschaft ist diese Bestätigung ein wichtiger Erfolg. Zwischenzeitlich hatte die Senatsverwaltung Pläne geprüft, an der Gneisenaustraße stattdessen eine Oberschule zu errichten, da der Bedarf an Grundschulplätzen im Bezirk demografisch bedingt sinkt. Diese Pläne wurden nun zugunsten des Grundschulstandortes modifiziert.

Wie viele Schulplätze wird der Neubau bieten?
Die konkreten Zahlen für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 zeigen eine deutliche Verkleinerung im Vergleich zum Bestandsbau. Während das aktuelle Gebäude für rund 630 Schülerinnen und Schüler ausgelegt ist, soll der Neubau dreizügig für 430 Kinder errichtet werden.

Diese Reduzierung um 200 Plätze begründet die Senatsverwaltung mit aktuellen Bevölkerungsprognosen für den Bezirk. Dennoch wird geprüft, ob auf dem Areal zusätzlich zur Grundschule noch Kapazitäten für eine Oberschule geschaffen werden können. Eine finale Entscheidung hierzu steht noch aus.
| Merkmal | Altbau (bis Januar 2028) | Geplanter Neubau |
|---|---|---|
| Kapazität | 630 Plätze | 430 Plätze (reduziert) |
| Zügigkeit | Mehrzügig | Dreizügig |
| Bauträger | Bezirk | Howoge (Land Berlin) |
| Gebäudezustand | Asbestbelastet, Brandschutzmängel | Moderner Standard nach Schulbauoffensive |
Quelle: Tagesspiegel / Senatsverwaltung (April 2026)
Wohin ziehen die Schülerinnen und Schüler während der Bauphase?
Der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 erfordert eine komplexe logistische Planung, da ein Abriss im laufenden Betrieb nicht möglich ist. Bis zur Räumungsfrist am 31. Januar 2028 muss ein Ausweichquartier für die gesamte Schulgemeinschaft zur Verfügung stehen.
Der Plan des Bezirksamts sieht einen Ringtausch vor: Die Aziz-Nesin-Grundschule, die sich derzeit in der Urbanstraße befindet, soll bis 2028 in einen eigenen Ersatzneubau umziehen. Sobald dieses Gebäude frei wird, kann die Reinhardswald-Grundschule dorthin ausweichen, während ihr Standort in der Gneisenaustraße neu gebaut wird. Dieses Vorgehen birgt das Risiko, dass Verzögerungen bei einem Projekt auf das nächste durchschlagen.
Welche Kritik gibt es am Vorgehen des Senats?
Die späte Festlegung des Senats sorgt in der Kreuzberger Lokalpolitik für gemischte Reaktionen. Zwar herrscht Erleichterung über das Bekenntnis zum Grundschulstandort, doch die Dauer des Entscheidungsprozesses wird scharf kritisiert.
Die Grünen-Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz, die die Bestätigung des Senats durch ihre Anfrage erwirkte, äußerte sich gegenüber dem Tagesspiegel: „Es ist unverständlich, dass der Senat alle Beteiligten so lange in Unsicherheit gelassen hat.“ Sie betonte weiter: „Kinder, Eltern, das Schulkollegium und der Bezirk brauchen endlich Planungssicherheit und eine verlässliche Perspektive.“
Für die Elterninitiative, die wiederholt auf die Zustände in der Schule aufmerksam gemacht hatte, beginnt nun die Phase der genauen Beobachtung des Zeitplans. Das Datum 31. Januar 2028 gilt als harte Frist. Sollte das Ausweichquartier bis dahin nicht bezugsfertig sein, droht ein schulisches Notstandsszenario in Kreuzberg.
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Häufige Fragen zu Reinhardswald Grundschule Neubau 2028
Wann beginnt der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028?
Ein exaktes Startdatum für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 gibt es aktuell noch nicht. Fest steht die behördliche Frist: Spätestens am 31. Januar 2028 muss das alte Gebäude in der Gneisenaustraße geräumt sein, damit der Abriss erfolgen kann. Die Senatsverwaltung plant den Neubau „schnellstmöglich“.
Warum wird die Reinhardswald-Grundschule abgerissen?
Das bestehende Schulgebäude ist massiv mit Asbest belastet und weist gravierende Mängel beim Brandschutz auf. Eine Kernsanierung wurde vom Senat geprüft, aber als wirtschaftlich unrentabel eingestuft. Daher ist der Abriss mit anschließendem Neubau die einzig tragfähige Lösung für den Standort.
Wer baut die neue Schule in Kreuzberg?
Die Umsetzung des Bauprojekts wird von der Howoge übernommen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ist im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive zentral für die Errichtung zahlreicher neuer Schulgebäude in der Hauptstadt verantwortlich und wird auch dieses Projekt in Kreuzberg steuern.
Wie viele Plätze bietet der Neubau künftig?
Der Neubau wird kleiner ausfallen als das bisherige Gebäude. Statt der bisherigen 630 Plätze wird die neue Grundschule dreizügig konzipiert und Platz für 430 Kinder bieten. Grund dafür sind die sinkenden Einschulungsprognosen für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.
Wohin ziehen die Kinder während der Bauphase?
Als Ausweichquartier ist das Gebäude der Aziz-Nesin-Grundschule an der Urbanstraße vorgesehen. Diese soll bis 2028 in einen eigenen Ersatzneubau ziehen. Sobald das Gebäude an der Urbanstraße frei wird, kann die Schulgemeinschaft der Reinhardswald-Grundschule dorthin wechseln.
Fazit
Die Bestätigung für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 beendet eine lange Phase der Unsicherheit für hunderte Familien in Kreuzberg. Dass der Senat den Grundschulstandort in der Gneisenaustraße erhält, ist ein wichtiger bildungspolitischer Erfolg für den Bezirk. Mit der Reduzierung auf 430 Plätze passt die Stadt die Kapazitäten den demografischen Prognosen an.
Die größte Herausforderung bleibt nun die Logistik. Der enge Zeitplan bis zur Schließung am 31. Januar 2028 erfordert eine reibungslose Umsetzung des Ringtauschs mit der Aziz-Nesin-Grundschule. Der Bezirk und die Howoge müssen nun zügig einen verbindlichen Bauzeitenplan vorlegen, damit Eltern und Lehrkräfte die versprochene Planungssicherheit erhalten.




