Kreuzberg 📅 23. April 2026 ⏱ 8 Min. 👁 89 Aufrufe

Reinhardswald Grundschule Neubau 2028: Senat bestätigt Abriss

Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 – Der Berliner Senat bestätigt den Asbest-Abriss in Kreuzberg. Alle Fakten zu Plänen, Howoge und Ausweichquartier. →

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Kurzantwort

Der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 ist vom Berliner Senat final bestätigt. Das asbestbelastete Bestandsgebäude in Kreuzberg wird bis spätestens Januar 2028 abgerissen und durch einen kleineren Neubau der Howoge für 430 Kinder ersetzt. Die Entscheidung beendet eine jahrelange Unsicherheit für Familien im Kiez und schafft eine verlässliche Perspektive für den Schulstandort.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Warum muss die Reinhardswald-Grundschule abgerissen werden?
  3. Was ist über den Neubau der Reinhardswald-Grundschule bekannt?
  4. Wie viele Schulplätze wird der Neubau bieten?
  5. Wohin ziehen die Schülerinnen und Schüler während der Bauphase?
  6. Welche Kritik gibt es am Vorgehen des Senats?
  7. Häufige Fragen zu Reinhardswald Grundschule Neubau 2028
  8. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Standort: Gneisenaustraße, 10961 Berlin-Kreuzberg.
  • Abrissgrund: Massive, flächendeckende Asbestbelastung und gravierende Brandschutzmängel.
  • Frist: Das alte Gebäude muss bis spätestens zum 31. Januar 2028 vollständig geräumt sein.
  • Bauträger: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge übernimmt die Umsetzung des Neubaus.
  • Kapazität: Der Neubau wird dreizügig für 430 Kinder konzipiert (bisher 630 Plätze).
  • Ausweichquartier: Das Gebäude der Aziz-Nesin-Grundschule in der Urbanstraße dient als temporärer Standort.

Warum muss die Reinhardswald-Grundschule abgerissen werden?

Der Abriss ist aufgrund der desolaten Bausubstanz unumgänglich. Das Gebäude in der Gneisenaustraße ist flächendeckend mit Asbest belastet und weist eklatante Brandschutzmängel auf. Eine Sanierung wurde als wirtschaftlich unsinnig verworfen, da die Kosten einen Neubau übersteigen würden.

Die Zustände im Schulgebäude an der Kreuzberger Gneisenaustraße sind seit Jahren ein Politikum. Die Entscheidung für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 basiert auf zwei gravierenden Mängeln, die einen Weiterbetrieb unmöglich machen: eine massive Asbestbelastung und erhebliche Defizite beim Brandschutz.

Um die Gesundheit der rund 600 Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals im laufenden Betrieb zu schützen, betreibt der Bezirk einen enormen Aufwand. Laut Angaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie werden aktuell sämtliche waagerechten Oberflächen in einem Rhythmus von sieben bis vierzehn Tagen nass gereinigt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich potenziell krebserregende Asbestfasern in der Raumluft anreichern. Zusätzlich werden gemäß der Asbestrichtlinie regelmäßige Luftmessungen durchgeführt.

Trotz dieser Schutzmaßnahmen ist die Betriebserlaubnis für das Gebäude befristet: Spätestens zum 31. Januar 2028 muss es geräumt sein. Ein Weiterbetrieb ist danach rechtlich ausgeschlossen. Die lange diskutierte Option einer Kernsanierung des Stahlbetonbaus wurde endgültig verworfen.

Was ist über den Neubau der Reinhardswald-Grundschule bekannt?

Der Berliner Senat hat den Neubau offiziell bestätigt, der von der landeseigenen Howoge im Rahmen der Schulbauoffensive umgesetzt wird. Das Projekt sichert den Erhalt des Grundschulstandortes, nachdem zwischenzeitlich auch der Bau einer Oberschule geprüft wurde.

Die endgültige Klarheit brachte eine Schriftliche Anfrage der Grünen-Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz an den Berliner Senat. In der Antwort, aus der der Tagesspiegel (April 2026) zitiert, heißt es: „Der Senat erkennt den Erhalt des Standortes grundsätzlich an.“

Nach detaillierten Prüfungen wurde eine Sanierung des asbestverseuchten Komplexes als wirtschaftlich unrentabel eingestuft. Die Kosten für eine fachgerechte Entkernung und die brandschutztechnische Ertüchtigung würden die eines Neubaus übersteigen. Die Umsetzung des Neubauprojekts übernimmt die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge, die bereits zahlreiche Schulbauprojekte in der Hauptstadt verantwortet.

Für die Schulgemeinschaft ist diese Bestätigung ein wichtiger Erfolg. Zwischenzeitlich hatte die Senatsverwaltung Pläne geprüft, an der Gneisenaustraße stattdessen eine Oberschule zu errichten, da der Bedarf an Grundschulplätzen im Bezirk demografisch bedingt sinkt. Diese Pläne wurden nun zugunsten des Grundschulstandortes modifiziert.

Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 Berlin News
Foto: Z D

Wie viele Schulplätze wird der Neubau bieten?

Der Neubau wird deutlich kleiner als der Altbau und nur noch 430 Plätze bieten. Die Schule wird dreizügig konzipiert. Die Reduzierung von bisher 630 Plätzen begründet der Senat mit sinkenden Einschulungszahlen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Die konkreten Zahlen für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 zeigen eine deutliche Verkleinerung im Vergleich zum Bestandsbau. Während das aktuelle Gebäude für rund 630 Schülerinnen und Schüler ausgelegt ist, soll der Neubau dreizügig für 430 Kinder errichtet werden.

Reinhardswald Grundschule Neubau 2028: Senat bestätigt Abriss - Berlin News Highlights

Diese Reduzierung um 200 Plätze begründet die Senatsverwaltung mit aktuellen Bevölkerungsprognosen für den Bezirk. Dennoch wird geprüft, ob auf dem Areal zusätzlich zur Grundschule noch Kapazitäten für eine Oberschule geschaffen werden können. Eine finale Entscheidung hierzu steht noch aus.

Merkmal Altbau (bis Januar 2028) Geplanter Neubau
Kapazität 630 Plätze 430 Plätze (reduziert)
Zügigkeit Mehrzügig Dreizügig
Bauträger Bezirk Howoge (Land Berlin)
Gebäudezustand Asbestbelastet, Brandschutzmängel Moderner Standard nach Schulbauoffensive

Quelle: Tagesspiegel / Senatsverwaltung (April 2026)

Wohin ziehen die Schülerinnen und Schüler während der Bauphase?

Für die Bauzeit ist ein Umzug in das Gebäude der Aziz-Nesin-Grundschule in der Urbanstraße geplant. Dieses Ausweichquartier wird frei, sobald die Aziz-Nesin-Grundschule in ihren eigenen Ersatzneubau gezogen ist. Der Umzug muss bis Januar 2028 erfolgen.

Der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 erfordert eine komplexe logistische Planung, da ein Abriss im laufenden Betrieb nicht möglich ist. Bis zur Räumungsfrist am 31. Januar 2028 muss ein Ausweichquartier für die gesamte Schulgemeinschaft zur Verfügung stehen.

Der Plan des Bezirksamts sieht einen Ringtausch vor: Die Aziz-Nesin-Grundschule, die sich derzeit in der Urbanstraße befindet, soll bis 2028 in einen eigenen Ersatzneubau umziehen. Sobald dieses Gebäude frei wird, kann die Reinhardswald-Grundschule dorthin ausweichen, während ihr Standort in der Gneisenaustraße neu gebaut wird. Dieses Vorgehen birgt das Risiko, dass Verzögerungen bei einem Projekt auf das nächste durchschlagen.

⚠️ Hinweis: Ein verbindlicher, datumsgenauer Bauzeitenplan für den Abriss und Neubau liegt laut Senatsverwaltung (Stand: April 2026) noch nicht vor. Die Behörde plant, das Projekt „schnellstmöglich“ umzusetzen.

Welche Kritik gibt es am Vorgehen des Senats?

Kritisiert wird vor allem die jahrelange Hängepartie und die späte Entscheidung des Senats. Politiker und Elterninitiativen bemängeln, dass die Unsicherheit für Kinder, Eltern und das Schulkollegium eine enorme Belastung darstellte und fordern nun einen verlässlichen Zeitplan.

Die späte Festlegung des Senats sorgt in der Kreuzberger Lokalpolitik für gemischte Reaktionen. Zwar herrscht Erleichterung über das Bekenntnis zum Grundschulstandort, doch die Dauer des Entscheidungsprozesses wird scharf kritisiert.

Die Grünen-Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz, die die Bestätigung des Senats durch ihre Anfrage erwirkte, äußerte sich gegenüber dem Tagesspiegel: „Es ist unverständlich, dass der Senat alle Beteiligten so lange in Unsicherheit gelassen hat.“ Sie betonte weiter: „Kinder, Eltern, das Schulkollegium und der Bezirk brauchen endlich Planungssicherheit und eine verlässliche Perspektive.“

Für die Elterninitiative, die wiederholt auf die Zustände in der Schule aufmerksam gemacht hatte, beginnt nun die Phase der genauen Beobachtung des Zeitplans. Das Datum 31. Januar 2028 gilt als harte Frist. Sollte das Ausweichquartier bis dahin nicht bezugsfertig sein, droht ein schulisches Notstandsszenario in Kreuzberg.

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Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 Berlin News
Foto: Jimmy Liao

Häufige Fragen zu Reinhardswald Grundschule Neubau 2028

Wann beginnt der Reinhardswald Grundschule Neubau 2028?

Ein exaktes Startdatum für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 gibt es aktuell noch nicht. Fest steht die behördliche Frist: Spätestens am 31. Januar 2028 muss das alte Gebäude in der Gneisenaustraße geräumt sein, damit der Abriss erfolgen kann. Die Senatsverwaltung plant den Neubau „schnellstmöglich“.

Warum wird die Reinhardswald-Grundschule abgerissen?

Das bestehende Schulgebäude ist massiv mit Asbest belastet und weist gravierende Mängel beim Brandschutz auf. Eine Kernsanierung wurde vom Senat geprüft, aber als wirtschaftlich unrentabel eingestuft. Daher ist der Abriss mit anschließendem Neubau die einzig tragfähige Lösung für den Standort.

Wer baut die neue Schule in Kreuzberg?

Die Umsetzung des Bauprojekts wird von der Howoge übernommen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ist im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive zentral für die Errichtung zahlreicher neuer Schulgebäude in der Hauptstadt verantwortlich und wird auch dieses Projekt in Kreuzberg steuern.

Wie viele Plätze bietet der Neubau künftig?

Der Neubau wird kleiner ausfallen als das bisherige Gebäude. Statt der bisherigen 630 Plätze wird die neue Grundschule dreizügig konzipiert und Platz für 430 Kinder bieten. Grund dafür sind die sinkenden Einschulungsprognosen für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Wohin ziehen die Kinder während der Bauphase?

Als Ausweichquartier ist das Gebäude der Aziz-Nesin-Grundschule an der Urbanstraße vorgesehen. Diese soll bis 2028 in einen eigenen Ersatzneubau ziehen. Sobald das Gebäude an der Urbanstraße frei wird, kann die Schulgemeinschaft der Reinhardswald-Grundschule dorthin wechseln.

Fazit

Die Bestätigung für den Reinhardswald Grundschule Neubau 2028 beendet eine lange Phase der Unsicherheit für hunderte Familien in Kreuzberg. Dass der Senat den Grundschulstandort in der Gneisenaustraße erhält, ist ein wichtiger bildungspolitischer Erfolg für den Bezirk. Mit der Reduzierung auf 430 Plätze passt die Stadt die Kapazitäten den demografischen Prognosen an.

Die größte Herausforderung bleibt nun die Logistik. Der enge Zeitplan bis zur Schließung am 31. Januar 2028 erfordert eine reibungslose Umsetzung des Ringtauschs mit der Aziz-Nesin-Grundschule. Der Bezirk und die Howoge müssen nun zügig einen verbindlichen Bauzeitenplan vorlegen, damit Eltern und Lehrkräfte die versprochene Planungssicherheit erhalten.

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✍ Über den Autor
Redakteurin Kultur & Meinung

Ich bin Ariane, und ich schreibe das, was andere vielleicht nicht schreiben wollen: klare Meinungen. Bei BerlinEcho verantworte ich Kultur und Meinung – und ja, das passt gut zusammen, denn Kultur ohne Haltung ist Dekoration. Berlin ist kulturell einzigartig – das Theaterleben, die Literaturszene, die Kunsträume in Hinterhöfen. Ich besuche Premieren und Ausstellungseröffnungen, schreibe Kritiken, die tatsächlich etwas sagen, und zeige auch, wenn etwas nicht funktioniert. In meiner Kolumne geht es um Dinge, die mir auffallen – gesellschaftliche Widersprüche, Berliner Eigenheiten, manchmal auch einfach Dinge, die mich beschäftigen. Ob das beim Lesen Zustimmung oder Widerspruch auslöst: beides ist mir recht, solange es eine echte Reaktion ist. Für Pressematerialien, Einladungen und Diskussionen bin ich über Twitter oder Instagram erreichbar.

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