Die neue Parkzone Mehringplatz (Zone 69) wird ab dem 1. August 2026 im südlichen Kreuzberg eingeführt. Sie regelt das Parken durch eine Gebührenpflicht von 4,00 € pro Stunde für Besucher. Anwohner benötigen einen Bewohnerparkausweis für 20,40 €, der für zwei Jahre gültig ist, um weiterhin in ihrem Kiez parken zu dürfen. Ziel der Maßnahme ist die Reduzierung des Parkdrucks.
Das Wichtigste in Kürze
- Start der Zone 69 (Mehringplatz): 1. August 2026
- Start der Zone 58 (Askanischer Platz): 1. Oktober 2026
- Bewirtschaftungszeit: Montag bis Samstag, 9:00 bis 22:00 Uhr
- Parkgebühr für Besucher: 4,00 € pro Stunde
- Kosten für Anwohnerausweis: 20,40 € für eine Gültigkeit von zwei Jahren
- Digitale Infoveranstaltung: 6. Mai 2026 um 17:00 Uhr
Was ändert sich durch die neue Parkzone am Mehringplatz?
Ab Sommer 2026 wird sich der Alltag für tausende Anwohner und Gewerbetreibende rund um das Hallesche Tor (10969 Berlin) verändern. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg weitet die Parkraumbewirtschaftung aus und führt neben der Zone 69 am Mehringplatz zum 1. Oktober 2026 auch die benachbarte Parkzone Askanischer Platz (Zone 58) ein. Laut Bezirksamt ist der Parkraum im Innenstadtbezirk knapp, weshalb die Bewirtschaftung die Effizienz bei der Nutzung von Stellplätzen erhöhen soll. Die Grünen-Fraktion im Bezirk argumentiert, dass die Maßnahme mehr Platz für Rad- und Fußverkehr schaffe und zur Verbesserung der Luftqualität beitrage.

Was kostet das Parken in der Parkzone Mehringplatz ab 2026?
Sobald die Parkscheinautomaten in Betrieb genommen werden, überwacht das Ordnungsamt die Einhaltung der neuen Regeln durch regelmäßige Kontrollen. Wer ohne gültigen Parkschein oder Bewohnerparkausweis parkt, riskiert ein Bußgeld. Die Bezahlung der Parkgebühren ist klassisch mit Bargeld am Automaten oder digital über Smartphone-Apps wie smartparking.de möglich. Für Berufspendler, die täglich auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, können so Mehrkosten von bis zu 40 Euro pro Arbeitstag entstehen.
| Nutzergruppe | Kosten | Gültigkeit & Details |
|---|---|---|
| Besucher & Pendler | 4,00 € pro Stunde | Mo–Sa, 9:00 bis 22:00 Uhr. Zahlbar am Automaten oder per App. |
| Anwohner | 20,40 € | Gültig für 2 Jahre. Befreit von der stündlichen Gebühr. |
| Schwerbehinderte | Kostenlos | Nur mit blauem oder orangefarbenem Sonder-Parkausweis. |
Wie beantragen Anwohner den erforderlichen Parkausweis?
Anspruchsberechtigt sind alle Personen, die amtlich in der Parkzone gemeldet sind. Der Parkausweis befreit von der Parkscheinpflicht, garantiert jedoch keinen festen Parkplatz. Der Antragsprozess ist primär digitalisiert und kann in wenigen Schritten abgeschlossen werden.
Unterlagen vorbereiten
Sie benötigen eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Ihren Personalausweis. Falls das Fahrzeug nicht auf Sie zugelassen ist, ist eine schriftliche Nutzungsüberlassungserklärung des Halters erforderlich.

Online-Antrag stellen
Rufen Sie das Service-Portal des Landes Berlin auf (service.berlin.de) und starten Sie den digitalen Prozess. Sie können die Gebühr von 20,40 Euro direkt im Anschluss per Giropay, Kreditkarte oder PayPal bezahlen.
Ausweis ausdrucken
Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie das Dokument als PDF. Drucken Sie es aus und legen Sie es gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs.
Welche Ausnahmen gelten für Gewerbe, Handwerker und Pendler?
Die lokale Wirtschaft blickt mit gemischten Gefühlen auf die Neuregelung. Um die Belastung für ortsansässige Unternehmen zu mindern, sieht das Bezirksamt verschiedene Ausnahmeregelungen vor. Jeder Betrieb mit offiziellem Sitz innerhalb der Zone kann auf Antrag eine Betriebsvignette für ein betrieblich genutztes Fahrzeug erhalten. Spezielle Handwerkerparkausweise erleichtern zudem das Arbeiten bei Kunden im gesamten Stadtgebiet.
Für Berufspendler, die in der Parkzone Mehringplatz oder Askanischer Platz arbeiten und aufgrund einer Mobilitätseinschränkung den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen können, sind ebenfalls Ausnahmegenehmigungen vorgesehen. Die entsprechenden Formulare werden vom Straßen- und Grünflächenamt online zur Verfügung gestellt.
Welche sozialen Folgen hat die Parkraumbewirtschaftung für den Kiez?
Während verkehrspolitische Ziele wie die Reduzierung des Parkdrucks im Vordergrund stehen, gibt es Bedenken hinsichtlich der sozialen Verträglichkeit. Erfahrungen aus der Parkzone 65 im Wrangelkiez zeigen zwar, dass die Auslastung der Parkstände von rund 90 Prozent auf unter 80 Prozent gesunken ist. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die demografische Situation am Mehringplatz eine andere ist. Die neue Gebührenpflicht könnte für Menschen mit geringem Einkommen und lokale Händler finanzielle und bürokratische Hürden schaffen, die in der politischen Debatte oft zu kurz kommen.

Häufige Fragen zu Parkzone Mehringplatz
Wann beginnt die Parkzone Mehringplatz offiziell?
Die Parkzone Mehringplatz (Zone 69) tritt am 1. August 2026 in Kraft. Ab diesem Datum kontrolliert das Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg die Einhaltung der neuen Vignetten- und Parkscheinpflicht.
Was kostet das Parken in der Parkzone Mehringplatz für Besucher?
Besucher und Pendler zahlen in der Parkzone Mehringplatz eine Gebühr von 4,00 Euro pro Stunde. Die Bewirtschaftungszeit erstreckt sich von Montag bis Samstag jeweils zwischen 9:00 und 22:00 Uhr.
Gilt der Bewohnerparkausweis auch für die Parkzone Askanischer Platz?
Nein, ein Bewohnerparkausweis ist immer nur für die spezifische Zone gültig, in der Sie gemeldet sind. Wohnen Sie in der Zone 69, dürfen Sie mit Ihrem Ausweis nicht gebührenfrei in der benachbarten Parkzone Askanischer Platz (Zone 58) parken.
Wo kann ich den Parkausweis für den Mehringplatz beantragen?
Sie können den Antrag für die Parkzone Mehringplatz direkt online über das Service-Portal des Landes Berlin (service.berlin.de) stellen. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 20,40 Euro für eine Gültigkeit von zwei Jahren.
Sind Schwerbehinderte in der Parkzone Mehringplatz von den Gebühren befreit?
Ja, schwerbehinderte Personen, die über einen blauen oder orangefarbenen Sonder-Parkausweis verfügen, dürfen innerhalb der Parkzone Mehringplatz gebührenfrei parken und müssen keinen zusätzlichen Parkschein am Automaten lösen.
Fazit
Die Einführung der Parkzone Mehringplatz ist ein konsequenter Schritt des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, um den Parksuchverkehr zu reduzieren und den öffentlichen Raum neu zu gestalten. Die Maßnahme wird voraussichtlich zu einer spürbaren Entlastung führen. Gleichzeitig bringt sie für Anwohner und lokale Gewerbetreibende in einem sozial sensiblen Quartier neue finanzielle und bürokratische Pflichten mit sich. Betroffene sollten die gesetzten Fristen beachten und den Bewohnerparkausweis oder entsprechende Ausnahmegenehmigungen frühzeitig beantragen, um ab August 2026 hohe Bußgelder zu vermeiden und die eigene Mobilität im Kiez zu sichern.




