Wirtschaft 📅 10. Juni 2026 ⏱ 7 Min. 👁 110 Aufrufe

Kaufland zieht ins Schloss-Straßen-Center in Steglitz

Kaufland wird Ankermieter im Schloss-Straßen-Center: 2027 soll die Filiale auf der Ex-Primark-Fläche eröffnen. Was das für die Steglitzer Mall bedeutet.

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Neuer Anlauf für das kleinste Einkaufszentrum der Schloßstraße: Der Supermarkt-Konzern Kaufland zieht ins Schloss-Straßen-Center in Steglitz ein. Wie der Tagesspiegel berichtet, hat das Unternehmen einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen; die Eröffnung ist für 2027 geplant. Damit bekäme die seit 2023 weitgehend leerstehende frühere Primark-Fläche endlich wieder einen Ankermieter – und das Center eine zweite Chance, die an seine eigene Geschichte erinnert.

Kurz zusammengefasst
Kaufland wird neuer Ankermieter im Schloss-Straßen-Center (SSC) an der Steglitzer Schloßstraße; die Eröffnung der Großfiliale ist für 2027 vorgesehen. Einziehen soll der Supermarkt auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der bis März 2023 Primark verkaufte und die seither weitgehend leer steht. Für das kleinste der vier Schloßstraßen-Center ist es die zweite Rettung durch einen Ankermieter – schon kurz nach der Eröffnung hatte das Haus mit hohem Leerstand gekämpft.
📑 Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: Kaufland zieht als neuer Ankermieter ins Schloss-Straßen-Center.
  • Wann: Eröffnung laut Unternehmen 2027; der Vertrag ist langfristig.
  • Wo: auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Ex-Primark-Fläche.
  • Hintergrund: Die Fläche steht seit dem Primark-Auszug im März 2023 weitgehend leer.
  • Kontext: Alle vier Schloßstraßen-Center kämpfen mit Leerstand.

Was ist geplant?

Schloss-Straßen-Center – Was ist geplant?
Was ist geplant?

Kaufland und der Betreiber des Schloss-Straßen-Center haben sich auf einen langfristigen Mietvertrag verständigt; das bestätigte ein Unternehmenssprecher dem Tagesspiegel. Die Eröffnung der Filiale ist für 2027 vorgesehen. Nach Unternehmensangaben will Kaufland wesentlich zur Revitalisierung des Centers beitragen – geplant ist eine große Filiale mit modernem Ladenkonzept auf der Fläche, die sich über mehrere Ebenen erstreckt.

Für das SSC ist das die wichtigste Nachricht seit Jahren: Mit rund 30 Fachgeschäften auf drei Ebenen ist es das kleinste der vier Einkaufszentren an der Schloßstraße, direkt am U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz gelegen – eine Lage, die vom dichten Berliner Nahverkehr lebt. Seit dem Auszug des bisherigen Ankermieters Primark im März 2023 klaffte im Herzen des Hauses eine Lücke, die zwischenzeitlich nur Kunstinstallationen und kleinere Projekte füllten. Mehr aus der Berliner Wirtschaft findest du laufend bei uns.

Kaufland im SSC Angabe
Standort Schloss-Straßen-Center, Steglitzer Schloßstraße
Fläche rund 6.000 m² (frühere Primark-Fläche)
Eröffnung 2027 (geplant)
Vertrag langfristig (laut Unternehmenssprecher)
Center ~30 Geschäfte, 3 Ebenen, am U-Bhf Walther-Schreiber-Platz

Ein Center mit Déjà-vu

Wer die Geschichte des Hauses kennt, erlebt gerade ein Déjà-vu: Schon kurz nach der Eröffnung kämpfte das Schloss-Straßen-Center mit rund 30 Prozent Leerstand – Tendenz damals steigend. Gerettet wurde es seinerzeit durch die Ansiedlung von Primark als zugkräftigem Ankermieter, flankiert von einem ausgebauten Gastronomieangebot mit Foodcourt im Untergeschoss.

Als der Textildiscounter im Frühjahr 2023 auszog, begann das Muster von vorn: große Fläche, wenig Frequenz, offene Zukunft. Dass nun erneut ein einzelner Großmieter die Wende bringen soll, zeigt, wie sehr klassische Shopping-Center von ihren Ankern abhängen – und wie schnell deren Auszug ein ganzes Haus ins Wanken bringen kann. Ähnliche Strukturfragen beschäftigen die Handelsimmobilien-Branche derzeit überall, wie auch unser Blick auf die Bau- und Immobilienwirtschaft zeigt.

Viel Konkurrenz an der Schloßstraße

Spannend wird der Einzug auch aus Wettbewerbssicht: Im SSC selbst gibt es bereits einen Rewe-Markt, im benachbarten Forum Steglitz verkaufen ein Edeka-Center und eine Lidl-Filiale, ein Aldi liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Mit Kaufland kommt nun ein weiterer Vollsortimenter in eine ohnehin dichte Nahversorgungslage – für die Kundschaft in den umliegenden Kiezen und fürs Einkaufen im Alltag bedeutet das mehr Auswahl, für die bestehenden Märkte härteren Wettbewerb.

Die Schloßstraße gilt als zweitgrößte Einkaufsstraße Berlins und beherbergt gleich vier Center: neben dem SSC das Forum Steglitz, den Boulevard Berlin und Das Schloss. Alle vier kämpfen seit Jahren mit Leerstand und setzen auf unterschiedliche Strategien – vom Umbau zu Mischobjekten mit Büros bis zu neuen Handelskonzepten. Der Kaufland-Deal fügt sich in diesen Umbruch ein: Lebensmittel gelten als frequenzstärkster Anker, den der stationäre Handel noch hat.

Was der Deal für die Einkaufsmeile bedeutet

Ob der neue Mieter die erhoffte Rettung bringt, ist offen – sicher ist: Ein Lebensmittel-Vollsortimenter zieht verlässlich Laufkundschaft, und davon profitieren erfahrungsgemäß auch die übrigen Geschäfte eines Centers. Genau diese Frequenz fehlte dem SSC seit drei Jahren. Zugleich bleibt bis zur Eröffnung 2027 eine Durststrecke, und der Erfolg hängt davon ab, ob das übrige Haus die gewonnene Frequenz in Vermietung ummünzen kann.

Für Steglitz wäre ein stabilisiertes SSC jedenfalls ein Gewinn: Belebte Erdgeschosse und gefüllte Center halten eine Einkaufsstraße attraktiv – ein Thema, das längst auch die Stadtpolitik beschäftigt, wenn es um lebendige öffentliche Räume geht. Wie sich Berlins Handelslagen entwickeln, verfolgen wir weiter – von den großen Malls bis zu den kleinen Läden in den Kiezen.

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Dass ausgerechnet ein Supermarkt die Mall retten soll, ist kein Zufall, sondern Branchenlogik: Mode wandert ins Netz, Lebensmittel nicht. Das SSC wiederholt damit sein eigenes Erfolgsrezept von einst – nur dass der Anker diesmal Frische statt Fast Fashion heißt. Die offene Frage lautet, ob ein einzelner Großmieter reicht, um ein ganzes Haus dauerhaft zu tragen. Bis 2027 bleibt Zeit, die übrigen Flächen zu füllen. Daran wird sich entscheiden, ob aus der zweiten Chance eine echte Wende wird.

– Hannes Nagel, Redaktion Wirtschaft, BerlinEcho

Quellen

Quelle Inhalt
Der Tagesspiegel Bericht zum Kaufland-Einzug und zum Leerstand an der Schloßstraße
berlin.de Porträt des Schloss-Straßen-Centers
Schloss-Straßen-Center Offizielle Website des Einkaufszentrums

Häufige Fragen zum Schloss-Straßen-Center

Wann eröffnet Kaufland im Schloss-Straßen-Center?

Nach Unternehmensangaben ist die Eröffnung für 2027 geplant. Der Mietvertrag ist langfristig abgeschlossen.

Wo genau entsteht die Filiale?

Auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der bis März 2023 Primark verkaufte. Das Center liegt direkt am U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz an der Steglitzer Schloßstraße.

Warum stand die Fläche leer?

Der bisherige Ankermieter Primark zog im März 2023 aus. Seither wurde die Fläche nur zeitweise für Kunstinstallationen und kleinere Projekte genutzt.

Gibt es dort nicht schon genug Supermärkte?

Die Dichte ist hoch: Im SSC gibt es einen Rewe, nebenan im Forum Steglitz ein Edeka-Center und eine Lidl-Filiale, zudem einen Aldi in der Nähe. Kaufland erhöht Auswahl und Wettbewerb.

Was bedeutet das für das Center?

Ein Lebensmittel-Ankermieter bringt verlässlich Laufkundschaft. Ob das SSC davon dauerhaft profitiert, hängt davon ab, ob auch die übrigen Flächen wieder vermietet werden.

Unsere Einordnung

Die Schloßstraße erzählt im Kleinen, was den Einzelhandel überall umtreibt: Vier Center, vier Strategien gegen die Leere. Dass das kleinste Haus nun auf Lebensmittel setzt, ist der pragmatischste Weg – und vermutlich der erfolgversprechendste. Wir bleiben nüchtern: Ein Vertrag ist noch keine Eröffnung, und 2027 ist weit. Aber für eine Einkaufsmeile, die zuletzt vor allem Schlagzeilen über Leerstand machte, ist diese Nachricht ein echter Lichtblick.

– Hannes Nagel, Redaktion Wirtschaft, BerlinEcho

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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Grundlage sind die Berichterstattung des Tagesspiegels sowie öffentlich zugängliche Angaben zum Einkaufszentrum; Termine können sich ändern.

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HN
✍ Über den Autor
Redakteur Wirtschaft & Verkehr

Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste Pflaster für Büroflächen in Deutschland vermietet wird, merkt das. Beim Wirtschaftsthema interessieren mich weniger die Quartalszahlen grosser Konzerne als die Frage: Wer profitiert eigentlich von Berlins Wachstum, und wer nicht? Die Startup-Förderung, der Immobilienmarkt, die Haushaltspolitik des Senats – das sind Themen, die das Leben von echten Menschen verändern. Beim Verkehr ist mein Ansatz ähnlich: nicht die Pressemitteilung der BVG, sondern der Alltag der Fahrgäste. Ich fahre selbst täglich mit dem ÖPNV und weiss, was gemeint ist, wenn wieder mal "erhebliche Verspätungen" gemeldet werden. Für Hinweise und Recherche-Tips bin ich über Twitter und LinkedIn erreichbar.

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📍 Berlin ⭐ Redakteur BerlinEcho · Wirtschaftsredaktion · Experte Berliner Immobilien- und Verkehrspolitik · Recherche-Hintergrund ✍ 325 Artikel