Marzahn-Hellersdorf 📅 22. April 2026 ⏱ 7 Min. 👁 113 Aufrufe

Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn: 5 Mio. Euro für Neubau

Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn – Grundsteinlegung für 5 Millionen Euro. Warum der Umbau bis 2027 für Jugendliche im Kiez so wichtig ist. → Jetzt lesen

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Kurzantwort

Die Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn ist ein Fünf-Millionen-Euro-Projekt zur Modernisierung des Standorts in der Bruno-Baum-Straße 56. Bis 2027 entsteht ein barrierefreies Kulturzentrum mit Tonstudio und Veranstaltungssaal für bis zu 199 Personen. Finanziert wird der Neubau aus Mitteln des Landesprogramms „Nachhaltige Erneuerung“, um die Jugendarbeit im Bezirk langfristig zu sichern.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was genau umfasst die Sanierung des Jugendclubs „Die Klinke“ in Marzahn?
  3. Welche Bedeutung hat die Grundsteinlegung für das Projekt?
  4. Welche baulichen Veränderungen sind für das Gebäude geplant?
  5. Wo finden die Angebote des Jugendclubs während der Bauzeit statt?
  6. Warum ist das Bauprojekt für die Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf wichtig?
  7. Häufige Fragen zu Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn
  8. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 21. April 2026 fand die offizielle Grundsteinlegung in der Bruno-Baum-Straße 56 statt.
  • Fünf Millionen Euro aus dem Programm „Nachhaltige Erneuerung“ fließen in das Bauvorhaben.
  • Bis zum Jahr 2027 wird die Kapazität des Standorts auf insgesamt 199 Plätze erweitert.
  • Der Altbau aus den 1980er-Jahren wird technisch und energetisch komplett modernisiert.
  • Während der zweijährigen Bauzeit dient die Heidenauer Straße 10 als Interimslösung.

Was genau umfasst die Sanierung des Jugendclubs „Die Klinke“ in Marzahn?

Die Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn ist ein umfassendes Bauprojekt des Landes Berlin, bei dem der traditionsreiche Jugendstandort für fünf Millionen Euro modernisiert wird. Bis 2027 entsteht ein barrierefreies Kulturzentrum mit Tonstudio, Proberäumen und einem großen Veranstaltungssaal.

Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für die lokale Kulturszene im Berliner Osten. Mit einem Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ wird die Einrichtung in der Bruno-Baum-Straße 56 in 12685 Berlin-Marzahn grundlegend erneuert und erweitert. Das Ziel ist es, für Jugendliche in Marzahn-Hellersdorf einen modernen und zukunftsfähigen Raum zu schaffen, der echte Perspektiven im Kiez bietet und die kreative Entwicklung junger Menschen langfristig fördert.

Welche Bedeutung hat die Grundsteinlegung für das Projekt?

Die offizielle Grundsteinlegung am 21. April 2026 markiert den Start der Bauarbeiten nach jahrelanger Planung. Sie gilt als politisches Bekenntnis von Senat und Bezirk, die Jugendkultur in Marzahn-Hellersdorf durch diese gezielte Investition nachhaltig zu stärken und zu sichern.

An diesem Dienstag versammelten sich Vertreter der Politik und des Trägers Kinderring e.V. auf der Baustelle. Anwesend waren unter anderem Stephan Machulik, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, sowie die zuständigen Vertreter des Bezirksamtes. Bezirksstadtrat Gordon Lemm hob die persönliche und historische Bedeutung der Einrichtung hervor: „Ich kenne ‚Die Klinke‘ noch als Jugendlicher. Sie war immer ein besonderer Ort für musikinteressierte Kids und wird es nun auch zukünftig sein können“, erklärte er laut einer Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf.

Auch Heike Wessoly, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, unterstrich den stadtpolitischen Wert der Investition. Der Umbau mache einen wichtigen Fixpunkt der Jugendkultur im Bezirk zukunftsfest. Insbesondere in Marzahn sind Orte, an denen junge Menschen ohne Konsumzwang kreativ sein können, von großer Bedeutung. Das Zentrum füllt diese Lücke seit Jahrzehnten.

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Foto: Eugene Laszczewski

Welche baulichen Veränderungen sind für das Gebäude geplant?

Der Altbau aus den 1980er-Jahren wird technisch und energetisch saniert. Ein Neubau ersetzt alte Anbauten und schafft Platz für einen Veranstaltungssaal, ein Tonstudio, Proberäume und ein Atelier. Ein Aufzug und ein Gründach modernisieren das Gebäude nachhaltig und barrierefrei.

Die Geschichte des Gebäudes ist typisch für den Berliner Osten. In den 1980er-Jahren als DDR-Wertstoffannahmestelle errichtet, zog 1996 die Jugendkultur ein und machte das Haus zu einem unverzichtbaren Treffpunkt. Die veraltete Bausubstanz machte die umfassende Sanierung jedoch unausweichlich. Die Pläne für die knapp zweijährige Bauzeit sehen eine grundlegende Erneuerung des Bestandsgebäudes vor, inklusive Elektrik, Heizungsanlage sowie moderner Brandschutz- und Akustikmaßnahmen. Provisorische Anbauten werden abgerissen.

An ihrer Stelle entsteht ein funktionaler Neubau. Das neue Erdgeschoss wird das kreative Herzstück mit einem großen Veranstaltungssaal, Bühne, Backstagebereich, einem professionellen Tonstudio und schallisolierten Probenräumen. Eine flexible Bar und eine Küche ergänzen das Angebot. Im neu geschaffenen Obergeschoss werden Seminarräume, ein Atelier und moderne Sanitäranlagen untergebracht. Durch Holzverkleidungen, ein Gründach und einen neuen Aufzug wird das Haus nicht nur nachhaltiger, sondern auch vollständig barrierefrei.

Merkmal Bisheriger Zustand (bis 2025) Nach der Sanierung (2027)
Kapazität Stark begrenzt durch alte Raumaufteilung Bis zu 199 Plätze (erweitert)
Barrierefreiheit Nur im Erdgeschoss gegeben Vollständig (inklusive neuem Aufzug)
Musik & Kultur Einfache Probenräume Neues Tonstudio, Saal mit Bühne & Backstage
Nachhaltigkeit Veraltete Heizung und Elektrik aus den 80ern Gründach, moderne Dämmung, Holzverkleidung

Quelle: Programm Nachhaltige Erneuerung Berlin

Wo finden die Angebote des Jugendclubs während der Bauzeit statt?

Während der Sanierung ist der Jugendclub „Die Klinke“ seit dem 1. Januar 2026 in der Heidenauer Straße 10 (bekannt als „Kiste“) untergebracht. Diese Interimslösung sichert die Fortführung der Jugendarbeit, nachdem der alte Standort am 1. August 2025 schließen musste.

Ein Umbau dieser Größenordnung erfordert eine vollständige Schließung des Standorts. Bereits am 1. August 2025 musste das Jugendkulturzentrum seine Türen an der Bruno-Baum-Straße schließen. Um einen kompletten Ausfall der Angebote für zwei Jahre zu vermeiden, wurden Ausweichquartiere organisiert. Zunächst fand das Team eine Übergangslösung im ORWO-Haus an der Frank-Zappa-Straße 19, wo ab August 2025 die wichtigsten musikalischen Projekte weitergeführt werden konnten.

Seit dem 1. Januar 2026 steht eine festere Interimslösung zur Verfügung: Das Zentrum ist in das Gebäude an der Heidenauer Straße 10 umgezogen. Die Kulturarbeit wird dort nahtlos fortgesetzt. Aktuelle Konzerttermine und Workshops finden Sie auf der offiziellen Website des Klubs.

Warum ist das Bauprojekt für die Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf wichtig?

Das Projekt sichert einen wichtigen sozialen und kulturellen Ankerpunkt für Jugendliche im Bezirk. Die Fünf-Millionen-Euro-Investition aus dem Programm „Nachhaltige Erneuerung“ zeigt, dass Außenbezirke als vollwertige Lebensräume mit professioneller Infrastruktur für junge Menschen entwickelt werden.

Die städtebauliche Entwicklung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf umfasst derzeit viele Großprojekte. Während gewerbliche Vorhaben wie die Baustellen im Marzahner Gewerbegebiet wirtschaftliche Impulse setzen, stellt die Modernisierung der Klinke das soziale Gleichgewicht sicher. Die Investition ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Außenbezirke nicht nur als Wohnquartiere, sondern als eigenständige Lebensräume mit hoher Aufenthaltsqualität betrachtet werden.

Insbesondere die Verknüpfung von Jugendarbeit und professioneller Infrastruktur, wie dem neuen Tonstudio, gibt jungen Menschen aus dem Bezirk Werkzeuge an die Hand, die ihnen sonst oft verwehrt bleiben. Das Projekt beweist zudem, dass es sich lohnt, alte DDR-Bausubstanz nicht einfach abzureißen, sondern intelligent in die Zukunft zu überführen und für die Gemeinschaft nutzbar zu machen.

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Foto: Jimmy Liao

Häufige Fragen zu Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn

Wann ist die Sanierung des Jugendclubs „Die Klinke“ in Marzahn abgeschlossen?

Die Bauarbeiten sollen nach einer geplanten Dauer von rund zwei Jahren im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Erst dann wird das Jugendkulturzentrum an seinen ursprünglichen Standort in der Bruno-Baum-Straße 56 zurückkehren.

Was kostet der Umbau des Jugendkulturzentrums?

Das Land Berlin investiert insgesamt fünf Millionen Euro in die Sanierung des Jugendclubs. Die finanziellen Mittel für das Projekt stammen aus dem Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“.

Wo befindet sich „Die Klinke“ während der Bauzeit?

Seit dem 1. Januar 2026 ist die Einrichtung interimsmäßig in der Heidenauer Straße 10 (bekannt als „Kiste“) untergebracht. Zuvor wurden ab August 2025 vorübergehend Räume im ORWO-Haus genutzt.

Wer finanziert das Bauprojekt in der Bruno-Baum-Straße?

Die Finanzierung der Sanierung wird vollständig vom Land Berlin getragen. Das zuständige Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf begleitet die Umsetzung des Bauvorhabens vor Ort.

Welche neuen Räume entstehen für die Jugendlichen?

Durch den Neubau und die Aufstockung erhält das Zentrum ein professionelles Tonstudio, schallisolierte Probenräume, ein Atelier, Seminarräume sowie einen großen Veranstaltungssaal mit Bühne und Backstagebereich.

Fazit

Die Jugendclub die Klinke Sanierung Marzahn ist mehr als nur ein Bauprojekt; sie ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft der Jugendkultur im Berliner Osten. Mit einem Budget von fünf Millionen Euro wird aus einem ehemaligen DDR-Wertstoffhof ein hochmodernes, barrierefreies Kulturzentrum geschaffen. Die neuen Räumlichkeiten, darunter ein professionelles Tonstudio und ein großer Veranstaltungssaal, bieten bis zu 200 Jugendlichen professionelle Bedingungen für Musik und Kunst. Wenn die Türen im Jahr 2027 wieder öffnen, erhält Marzahn-Hellersdorf einen kreativen Leuchtturm zurück, der weit über die Bezirksgrenzen hinaus positive Impulse setzen wird und einen unverzichtbaren Freiraum für kommende Generationen sichert.

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✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 187 Artikel