Marzahn-Hellersdorf 📅 6. Mai 2026 ⏱ 6 Min. 👁 79 Aufrufe

Konnekt Marzahn 2026: 1.600 neue Wohnungen am Georg-Knorr-Park

Konnekt Marzahn – Der Senat beschließt den Bebauungsplan für 1.600 Wohnungen. Was Mieter zum HOWOGE-Großprojekt wissen müssen. → Jetzt lesen

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Kurzantwort

Das Bauvorhaben Konnekt Marzahn umfasst die Errichtung von rund 1.600 neuen Wohnungen auf einem elf Hektar großen Areal am Georg-Knorr-Park. Die landeseigene HOWOGE realisiert das Projekt direkt am S-Bahnhof Marzahn. Die Hälfte der Wohnungen wird mietpreisgebunden sein, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2029 geplant.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist das Projekt Konnekt Marzahn?
  3. Welche Dimensionen hat das neue Stadtquartier am Georg-Knorr-Park?
  4. Wie sieht der Zeitplan für den Bau von Konnekt Marzahn aus?
  5. Wie werden Denkmalschutz und moderne Bauweise kombiniert?
  6. Welche Herausforderungen sind mit dem Großprojekt verbunden?
  7. Häufige Fragen zu Konnekt Marzahn
  8. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Standort: Auf einem elf Hektar großen Areal am Georg-Knorr-Park, direkt am S-Bahnhof Marzahn (12681 Berlin).
  • Wohnraum: Rund 1.600 neue Wohnungen (ca. 107.000 m²), davon 50 Prozent mietpreis- und belegungsgebunden.
  • Gewerbe & Soziales: 24.500 m² Fläche für Gewerbe, Büros, Einzelhandel sowie eine neue Kita und Jugendfreizeitstätten.
  • Architektur: Sechs große Wohnhöfe mit zwei Hochpunkten, die eine maximale Gebäudehöhe von 65 Metern erreichen dürfen.
  • Zeitplan: Die Fertigstellung und der Bezug des ersten Bauabschnitts sind für Ende 2029 vorgesehen.
  • Bauträger: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE entwickelt das Projekt gemeinsam mit Partnern.

Was ist das Projekt Konnekt Marzahn?

Konnekt Marzahn ist ein geplantes Stadtquartier auf dem ehemaligen Industrieareal des Georg-Knorr-Parks in Berlin-Marzahn. Auf einer Fläche von elf Hektar entstehen rund 1.600 Wohnungen sowie Gewerbe- und Sozialflächen, um Wohnen, Arbeiten und Denkmalschutz an einem Verkehrsknotenpunkt zu verbinden.

Das Projekt stellt für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine massive Nachverdichtung dar. Grundlage ist der vom Berliner Senat beschlossene Bebauungsplan XXI-22-2, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bebauung des Geländes schafft. Ziel ist es, aus einem bisher verschlossenen Industrieareal ein offenes und urbanes Gebiet zu entwickeln, das neuen, bezahlbaren Wohnraum für Tausende Menschen bietet.

Welche Dimensionen hat das neue Stadtquartier am Georg-Knorr-Park?

Das Quartier umfasst rund 1.600 Wohnungen und 24.500 Quadratmeter Gewerbefläche. Um den Flächenbedarf zu decken, sieht der Bebauungsplan eine dichte Bebauung in sechs Wohnhöfen vor, die durch zwei Hochpunkte mit bis zu 65 Metern Höhe ergänzt werden.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat das Großprojekt Ende 2024 in ihren Bestand übernommen und entwickelt es nun gemeinsam mit den Partnern Laborgh Investment und Kondor Wessels. Die Planung sieht eine massive städtebauliche Veränderung für den Bezirk vor. Im Gegensatz zum umstrittenen Hochhaus Marzahn Bauantrag an anderer Stelle ist die rechtliche Grundlage für die Hochhäuser bei Konnekt Marzahn durch den Senatsbeschluss gesichert. Von den rund 1.600 Wohneinheiten soll die Hälfte als mietpreis- und belegungsgebundener Wohnraum zur Verfügung stehen.

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Wie sieht der Zeitplan für den Bau von Konnekt Marzahn aus?

Der erste Bauabschnitt des Projekts soll bis Ende 2029 bezugsfertig sein. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits im Oktober 2025, der Baubeginn startete im Dezember 2025. Im März 2026 wurde die Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt erteilt.

Die Umsetzung von Konnekt Marzahn erfolgt in mehreren Etappen. Nach der Grundsteinlegung am 20. Oktober 2025 und dem Baubeginn auf Basis der Planreife im Dezember 2025 wurde mit der Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt im März 2026 ein weiterer Meilenstein erreicht. Nachdem der Senat den Bebauungsplan beschlossen hat, steht als letzter formaler Schritt noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses aus, um den Plan rechtskräftig zu machen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen betrachtet das Areal als ein Schlüsselprojekt für die Wohnraumversorgung im Osten Berlins.

Konnekt Marzahn Berlin News
Foto: Jodokus
Kenngröße Details zum Projekt Quelle / Status
Plangebiet ca. 11 Hektar Georg-Knorr-Park
Wohnungen rund 1.600 Einheiten 50 % gefördert
Gewerbefläche 24.500 m² Büros, Einzelhandel
Infrastruktur Kita, Jugendfreizeitstätte Im Bebauungsplan fixiert
Fertigstellung Ende 2029 1. Bauabschnitt

Wie werden Denkmalschutz und moderne Bauweise kombiniert?

Das Projekt integriert denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Hasse & Wrede in das neue Quartier. Diese historische Bausubstanz wird nicht abgerissen, sondern saniert und für eine gewerbliche Nutzung umfunktioniert, um historische Industriearchitektur mit modernem Wohnungsbau zu verbinden.

Die Planungen des Architekturbüros ioo Architekten sehen einen sensiblen Umgang mit der industriellen Vergangenheit des Geländes vor. Gleichzeitig setzt das Quartier auf zukunftsweisende Energie- und Verkehrskonzepte. Geplant ist ein weitgehend autoarmes Umfeld, das durch eine zentrale Quartiersgarage ermöglicht wird. Dadurch bleiben die begrünten Innenhöfe frei von parkenden Fahrzeugen. Die Energieversorgung soll über großflächige Photovoltaikanlagen und moderne Wärmepumpen sichergestellt werden, um die Anforderungen an klimaschonendes Bauen zu erfüllen.

Welche Herausforderungen sind mit dem Großprojekt verbunden?

Die schiere Dimension des Projekts stellt hohe Anforderungen an die städtische Infrastruktur. Der Zuzug von Tausenden neuen Bewohnern wird die Kapazitäten von Schulen, Arztpraxen und dem öffentlichen Nahverkehr, insbesondere der S-Bahn-Linie S7, stark belasten.

Obwohl eine Kita und Jugendangebote fest im Bebauungsplan verankert sind, bleibt die Frage, ob die bestehende soziale Infrastruktur im Kiez den Zuzug von 1.600 neuen Haushalten bewältigen kann. Das Konzept eines autoarmen Quartiers ist zudem stark von der Leistungsfähigkeit der S-Bahn abhängig, die in den Stoßzeiten zusätzliche Pendler aufnehmen muss. Dass die landeseigene HOWOGE ein Bauvorhaben dieser Größenordnung mit einem Anteil von 50 Prozent mietpreisgebundenen Wohnungen realisiert, verdeutlicht jedoch den politischen Willen, den Mietmarkt im Osten Berlins aktiv zu regulieren. Ob der ehrgeizige Zeitplan bis 2029 angesichts der aktuellen Baukosten und möglicher Materialengpässe eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Häufige Fragen zu Konnekt Marzahn

Wo genau entsteht Konnekt Marzahn?

Das Projekt Konnekt Marzahn wird auf dem elf Hektar großen Georg-Knorr-Park realisiert. Das Areal liegt direkt am S-Bahnhof Marzahn (Postleitzahl 12681) und nutzt die Flächen der ehemaligen Knorr-Bremse-Werke.

Wann können Sie in die neuen Wohnungen einziehen?

Der erste Bauabschnitt von Konnekt Marzahn soll laut aktuellen Planungen der HOWOGE bis Ende 2029 fertiggestellt sein. Die Vergabe der mietpreisgebundenen Wohnungen erfolgt rechtzeitig vor Bezugsfertigkeit über die landeseigene Gesellschaft.

Konnekt Marzahn Berlin News
Foto: Tim Heckmann

Wer baut das Quartier am Georg-Knorr-Park?

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat das Projekt Ende 2024 übernommen. Sie entwickelt Konnekt Marzahn gemeinsam mit den Projektpartnern Laborgh Investment und Kondor Wessels.

Wie hoch werden die Gebäude bei Konnekt Marzahn?

Der vom Senat beschlossene Bebauungsplan erlaubt für Konnekt Marzahn zwei markante Hochpunkte mit einer maximalen Gebäudehöhe von bis zu 65 Metern. Diese Türme werden primär für Wohnraum genutzt.

Welche Infrastruktur ist für das Quartier geplant?

Neben den 1.600 Wohnungen umfasst Konnekt Marzahn rund 24.500 Quadratmeter Gewerbefläche. Zudem sind eine neue Kindertagesstätte, eine Jugendfreizeitstätte sowie begrünte Innenhöfe und eine zentrale Quartiersgarage fest eingeplant.

Fazit

Das Projekt Konnekt Marzahn ist eines der bedeutendsten Wohnungsbauvorhaben für den Berliner Osten und ein wichtiger Schritt zur Linderung der Wohnungsnot in der Hauptstadt. Mit der Schaffung von rund 1.600 Wohnungen, von denen die Hälfte preisgebunden ist, wird dringend benötigter und bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Integration von sozialer sowie gewerblicher Infrastruktur zeigen, wie moderne Stadtentwicklung auf ehemaligen Industriebrachen gelingen kann. Für Wohnungssuchende in Berlin stellt die geplante Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Ende 2029 einen wichtigen Meilenstein dar, dessen Realisierung von der Einhaltung des ambitionierten Zeit- und Kostenplans abhängen wird.

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✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 156 Artikel