Marzahn-Hellersdorf 📅 6. Mai 2026 ⏱ 7 Min. 👁 45 Aufrufe

Konnekt Marzahn 2026: 1.600 neue Wohnungen am Georg-Knorr-Park

Konnekt Marzahn – Der Senat beschließt den Bebauungsplan für 1.600 Wohnungen. Was Mieter zum HOWOGE-Großprojekt wissen müssen. → Jetzt lesen

Wer das Projekt Konnekt Marzahn verfolgt, sieht im Frühling 2026 einen entscheidenden Schritt: Der Berliner Senat hat den Bebauungsplan XXI-22-2 für das elf Hektar große Areal am Georg-Knorr-Park beschlossen. Direkt am S-Bahnhof Marzahn (12681 Berlin) entstehen rund 1.600 neue Wohnungen, von denen die Hälfte bezahlbar bleiben soll. Ich beobachte die Entwicklungen im Ostteil der Stadt genau und weiß: Ein Plan auf dem Papier ist das eine, die tatsächliche Infrastruktur für Tausende neue Nachbarn das andere.

Kurz zusammengefasst: Das Projekt Konnekt Marzahn umfasst 1.600 Wohnungen und 24.500 Quadratmeter Gewerbefläche auf dem ehemaligen Industrieareal. Die landeseigene HOWOGE realisiert hier bis Ende 2029 den ersten Bauabschnitt mit 50 Prozent mietpreisgebundenen Einheiten, einer neuen Kita und Jugendfreizeitstätten.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • 1.600 Wohnungen (ca. 107.000 m²) entstehen direkt am S-Bahnhof Marzahn.
  • 50 Prozent der Einheiten werden mietpreis- und belegungsgebunden vermietet.
  • 24.500 Quadratmeter sind für Gewerbe, eine Kita und soziale Infrastruktur reserviert.
  • 65 Meter maximale Gebäudehöhe ist für zwei markante Hochpunkte im Quartier genehmigt.
  • Ende 2029 soll der erste Bauabschnitt für die ersten Mieter bezugsfertig sein.

Was ist Konnekt Marzahn?

Konnekt Marzahn ist ein geplantes Stadtquartier auf dem elf Hektar großen Georg-Knorr-Park in Berlin-Marzahn. Der erste Bauabschnitt soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden. Für den Bezirk bedeutet das Projekt eine massive Nachverdichtung, die Wohnen, Arbeiten und Denkmalschutz an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt bündelt.

🏗️ Neubau Marzahn Hellersdorf: Ein Stadtquartier der Superlative

Mit dem Neubau Marzahn Hellersdorf am Georg-Knorr-Park verändert sich das städtebauliche Gesicht des Bezirks massiv. Die landeseigene HOWOGE hat das Großprojekt Ende 2024 in ihren Bestand übernommen und entwickelt es nun gemeinsam mit den Partnern Laborgh Investment und Kondor Wessels weiter. Der Ansatz ist ehrgeizig: Aus einem verschlossenen Industrieareal wird ein offenes, urbanes Gebiet.

Der Bebauungsplan sieht eine dichte Bebauung mit sechs großen Wohnhöfen vor. Um den massiven Flächenbedarf zu decken, wächst das Quartier in die Höhe. Zwei Hochpunkte mit bis zu 65 Metern Höhe werden die Skyline am S-Bahnhof prägen. Im Gegensatz zum umstrittenen Hochhaus Marzahn Bauantrag an anderer Stelle im Bezirk, ist die rechtliche Grundlage für diese Türme durch den Senatsbeschluss nun gesichert.

🏛️ BerlinEcho-Einordnung

BERLINECHO-EINORDNUNG Was die Pressemitteilungen nicht erzählen

Der Senatsbeschluss klingt nach einem schnellen Erfolg für den Berliner Wohnungsbau, doch die schiere Dimension des Projekts bringt stadtpolitische Herausforderungen mit sich, die weit über den Hochbau hinausgehen.

1
Soziale Infrastruktur unter Druck: Zwar sind eine Kita und Jugendangebote fest eingeplant, doch 1.600 neue Haushalte belasten unweigerlich auch die bereits stark frequentierten Schulen und Arztpraxen im angrenzenden Kiez.
2
Verkehrsanbindung als Nadelöhr: Das Konzept eines autoarmen Quartiers funktioniert nur, wenn die S-Bahn-Linie S7 die tausenden zusätzlichen Pendler in den Stoßzeiten zuverlässig aufnehmen kann.
3
Rolle der Landeseigenen: Dass die HOWOGE ein Bauvolumen dieser Größenordnung mit 50 Prozent mietpreisgebundenen Wohnungen stemmt, zeigt den massiven politischen Willen, den Mietmarkt im Osten Berlins aktiv zu regulieren.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG

Ob der ehrgeizige Zeitplan bis Ende 2029 angesichts der aktuellen Baukostenkrise und möglicher Materialengpässe exakt gehalten werden kann, lässt sich heute noch nicht seriös prognostizieren. Verbindliche Mietpreise für die freifinanzierten Wohnungen liegen ebenfalls noch nicht vor.

IN
Ida Nagel · Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Ich begleite viele Bauprojekte in den Außenbezirken und sehe oft, dass die dringend nötigen Kitas und Jugendclubs erst Jahre nach dem Einzug der ersten Mieter öffnen – hier wird der Senat genau hinschauen müssen.

⏱️ Bauzeitplan und Meilensteine für Konnekt Marzahn

Konnekt Marzahn 2026: 1.600 neue Wohnungen am Georg-Knorr-Park - Berlin News Highlights

Die Umsetzung von Konnekt Marzahn erfolgt in mehreren Etappen. Bereits am 20. Oktober 2025 feierten die Projektbeteiligten die Grundsteinlegung. Der eigentliche Baubeginn startete im Dezember 2025 auf Basis der sogenannten Planreife. Im März 2026 folgte dann die Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt, was einen Großteil des Vorhabens rechtlich absichert.

Nachdem der Senat den Bebauungsplan nun beschlossen hat, steht als letzter formaler Schritt noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses aus, um den Plan rechtskräftig zu machen. Dieser Neubau Marzahn Hellersdorf ist so getaktet, dass die ersten Mieter Ende 2029 ihre Kisten packen können. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sieht in dem Areal ein Schlüsselprojekt für die Wohnraumversorgung im Ostteil der Stadt.

Konnekt Marzahn Berlin News
Foto: Jodokus
Kenngröße Details zum Projekt Quelle / Status
Plangebiet ca. 11 Hektar Georg-Knorr-Park
Wohnungen rund 1.600 Einheiten 50 % gefördert
Gewerbefläche 24.500 m² Büros, Einzelhandel
Infrastruktur Kita, Jugendfreizeitstätte Im Bebauungsplan fixiert
Fertigstellung Ende 2029 1. Bauabschnitt

🏭 Denkmalschutz trifft Moderne am Georg-Knorr-Park

Ein besonderes Merkmal bei Konnekt Marzahn ist der Umgang mit der industriellen Vergangenheit des Geländes. Mehrere Gebäude der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Hasse & Wrede stehen unter Denkmalschutz. Die Planungen von ioo Architekten sehen vor, diese historische Substanz nicht abzureißen, sondern in das neue Quartier zu integrieren und gewerblich neu zu nutzen.

Gleichzeitig setzt das Quartier auf moderne Energie- und Verkehrskonzepte. Geplant ist ein weitgehend autoarmes Umfeld mit einer zentralen Quartiersgarage, um die begrünten Innenhöfe von parkenden Fahrzeugen freizuhalten. Die Energieversorgung wird über großflächige Photovoltaikanlagen und moderne Wärmepumpen sichergestellt. Beim Neubau Marzahn Hellersdorf wird somit versucht, historische Industriearchitektur mit den Anforderungen an klimaschonenden Wohnungsbau zu verbinden.

❓ Häufige Fragen zu Konnekt Marzahn

Wo genau entsteht Konnekt Marzahn?

Das Projekt Konnekt Marzahn wird auf dem elf Hektar großen Georg-Knorr-Park realisiert. Das Areal liegt direkt am S-Bahnhof Marzahn (Postleitzahl 12681) und nutzt die Flächen der ehemaligen Knorr-Bremse-Werke.

Wann kannst du in die neuen Wohnungen einziehen?

Der erste Bauabschnitt von Konnekt Marzahn soll laut aktuellen Planungen der HOWOGE bis Ende 2029 fertiggestellt sein. Die Vergabe der mietpreisgebundenen Wohnungen erfolgt rechtzeitig vor Bezugsfertigkeit über die landeseigene Gesellschaft.

Wer baut das Quartier am Georg-Knorr-Park?

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat das Projekt Ende 2024 übernommen. Sie entwickelt Konnekt Marzahn gemeinsam mit den Projektpartnern Laborgh Investment und Kondor Wessels.

Wie hoch werden die Gebäude bei Konnekt Marzahn?

Der vom Senat beschlossene Bebauungsplan erlaubt für Konnekt Marzahn zwei markante Hochpunkte mit einer maximalen Gebäudehöhe von bis zu 65 Metern. Diese Türme werden primär für Wohnraum genutzt.

Welche Infrastruktur ist für das Quartier geplant?

Neben den 1.600 Wohnungen umfasst Konnekt Marzahn rund 24.500 Quadratmeter Gewerbefläche. Zudem sind eine neue Kindertagesstätte, eine Jugendfreizeitstätte sowie begrünte Innenhöfe und eine zentrale Quartiersgarage fest eingeplant.

Konnekt Marzahn Berlin News
Foto: Tim Heckmann

🏁 Fazit: Ein Meilenstein für den Wohnungsbau im Osten

Mit dem Projekt Konnekt Marzahn erhält der Bezirk eines der größten und wichtigsten Wohnungsbauvorhaben der Hauptstadt. Die Kombination aus 1.600 neuen Wohnungen, von denen 50 Prozent preisgebunden sind, und der direkten Anbindung an den S-Bahnhof zeigt, wie urbane Nachverdichtung funktionieren kann. Für Wohnungssuchende in Berlin ist die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Ende 2029 ein wichtiges Datum.

🏠 Über den Autor: Ida Nagel – Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Ich fahre regelmäßig mit der S7 durch Marzahn und sehe die Baugruben am Georg-Knorr-Park wachsen. Dass aus dem alten Industrieareal am Bahnhof nun echter Wohnraum wird, ist dringend nötig – solange die versprochenen Kitas nicht wieder dem Rotstift zum Opfer fallen.
Alle Autoren des BerlinEcho-Redaktionsteams →

🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

IN
✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

Sozialpolitik Wohnungsfrage Berlin Bildung Kinder & Familie Integration Gentrifizierung Bezirksleben
📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 128 Artikel