Das Bauvorhaben Konnekt Marzahn umfasst die Errichtung von rund 1.600 neuen Wohnungen auf einem elf Hektar großen Areal am Georg-Knorr-Park. Die landeseigene HOWOGE realisiert das Projekt direkt am S-Bahnhof Marzahn. Die Hälfte der Wohnungen wird mietpreisgebunden sein, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2029 geplant.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort: Auf einem elf Hektar großen Areal am Georg-Knorr-Park, direkt am S-Bahnhof Marzahn (12681 Berlin).
- Wohnraum: Rund 1.600 neue Wohnungen (ca. 107.000 m²), davon 50 Prozent mietpreis- und belegungsgebunden.
- Gewerbe & Soziales: 24.500 m² Fläche für Gewerbe, Büros, Einzelhandel sowie eine neue Kita und Jugendfreizeitstätten.
- Architektur: Sechs große Wohnhöfe mit zwei Hochpunkten, die eine maximale Gebäudehöhe von 65 Metern erreichen dürfen.
- Zeitplan: Die Fertigstellung und der Bezug des ersten Bauabschnitts sind für Ende 2029 vorgesehen.
- Bauträger: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE entwickelt das Projekt gemeinsam mit Partnern.
Was ist das Projekt Konnekt Marzahn?
Das Projekt stellt für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine massive Nachverdichtung dar. Grundlage ist der vom Berliner Senat beschlossene Bebauungsplan XXI-22-2, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bebauung des Geländes schafft. Ziel ist es, aus einem bisher verschlossenen Industrieareal ein offenes und urbanes Gebiet zu entwickeln, das neuen, bezahlbaren Wohnraum für Tausende Menschen bietet.
Welche Dimensionen hat das neue Stadtquartier am Georg-Knorr-Park?
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat das Großprojekt Ende 2024 in ihren Bestand übernommen und entwickelt es nun gemeinsam mit den Partnern Laborgh Investment und Kondor Wessels. Die Planung sieht eine massive städtebauliche Veränderung für den Bezirk vor. Im Gegensatz zum umstrittenen Hochhaus Marzahn Bauantrag an anderer Stelle ist die rechtliche Grundlage für die Hochhäuser bei Konnekt Marzahn durch den Senatsbeschluss gesichert. Von den rund 1.600 Wohneinheiten soll die Hälfte als mietpreis- und belegungsgebundener Wohnraum zur Verfügung stehen.

Wie sieht der Zeitplan für den Bau von Konnekt Marzahn aus?
Die Umsetzung von Konnekt Marzahn erfolgt in mehreren Etappen. Nach der Grundsteinlegung am 20. Oktober 2025 und dem Baubeginn auf Basis der Planreife im Dezember 2025 wurde mit der Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt im März 2026 ein weiterer Meilenstein erreicht. Nachdem der Senat den Bebauungsplan beschlossen hat, steht als letzter formaler Schritt noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses aus, um den Plan rechtskräftig zu machen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen betrachtet das Areal als ein Schlüsselprojekt für die Wohnraumversorgung im Osten Berlins.

| Kenngröße | Details zum Projekt | Quelle / Status |
|---|---|---|
| Plangebiet | ca. 11 Hektar | Georg-Knorr-Park |
| Wohnungen | rund 1.600 Einheiten | 50 % gefördert |
| Gewerbefläche | 24.500 m² | Büros, Einzelhandel |
| Infrastruktur | Kita, Jugendfreizeitstätte | Im Bebauungsplan fixiert |
| Fertigstellung | Ende 2029 | 1. Bauabschnitt |
Wie werden Denkmalschutz und moderne Bauweise kombiniert?
Die Planungen des Architekturbüros ioo Architekten sehen einen sensiblen Umgang mit der industriellen Vergangenheit des Geländes vor. Gleichzeitig setzt das Quartier auf zukunftsweisende Energie- und Verkehrskonzepte. Geplant ist ein weitgehend autoarmes Umfeld, das durch eine zentrale Quartiersgarage ermöglicht wird. Dadurch bleiben die begrünten Innenhöfe frei von parkenden Fahrzeugen. Die Energieversorgung soll über großflächige Photovoltaikanlagen und moderne Wärmepumpen sichergestellt werden, um die Anforderungen an klimaschonendes Bauen zu erfüllen.
Welche Herausforderungen sind mit dem Großprojekt verbunden?
Obwohl eine Kita und Jugendangebote fest im Bebauungsplan verankert sind, bleibt die Frage, ob die bestehende soziale Infrastruktur im Kiez den Zuzug von 1.600 neuen Haushalten bewältigen kann. Das Konzept eines autoarmen Quartiers ist zudem stark von der Leistungsfähigkeit der S-Bahn abhängig, die in den Stoßzeiten zusätzliche Pendler aufnehmen muss. Dass die landeseigene HOWOGE ein Bauvorhaben dieser Größenordnung mit einem Anteil von 50 Prozent mietpreisgebundenen Wohnungen realisiert, verdeutlicht jedoch den politischen Willen, den Mietmarkt im Osten Berlins aktiv zu regulieren. Ob der ehrgeizige Zeitplan bis 2029 angesichts der aktuellen Baukosten und möglicher Materialengpässe eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten.
Häufige Fragen zu Konnekt Marzahn
Wo genau entsteht Konnekt Marzahn?
Das Projekt Konnekt Marzahn wird auf dem elf Hektar großen Georg-Knorr-Park realisiert. Das Areal liegt direkt am S-Bahnhof Marzahn (Postleitzahl 12681) und nutzt die Flächen der ehemaligen Knorr-Bremse-Werke.
Wann können Sie in die neuen Wohnungen einziehen?
Der erste Bauabschnitt von Konnekt Marzahn soll laut aktuellen Planungen der HOWOGE bis Ende 2029 fertiggestellt sein. Die Vergabe der mietpreisgebundenen Wohnungen erfolgt rechtzeitig vor Bezugsfertigkeit über die landeseigene Gesellschaft.

Wer baut das Quartier am Georg-Knorr-Park?
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat das Projekt Ende 2024 übernommen. Sie entwickelt Konnekt Marzahn gemeinsam mit den Projektpartnern Laborgh Investment und Kondor Wessels.
Wie hoch werden die Gebäude bei Konnekt Marzahn?
Der vom Senat beschlossene Bebauungsplan erlaubt für Konnekt Marzahn zwei markante Hochpunkte mit einer maximalen Gebäudehöhe von bis zu 65 Metern. Diese Türme werden primär für Wohnraum genutzt.
Welche Infrastruktur ist für das Quartier geplant?
Neben den 1.600 Wohnungen umfasst Konnekt Marzahn rund 24.500 Quadratmeter Gewerbefläche. Zudem sind eine neue Kindertagesstätte, eine Jugendfreizeitstätte sowie begrünte Innenhöfe und eine zentrale Quartiersgarage fest eingeplant.
Fazit
Das Projekt Konnekt Marzahn ist eines der bedeutendsten Wohnungsbauvorhaben für den Berliner Osten und ein wichtiger Schritt zur Linderung der Wohnungsnot in der Hauptstadt. Mit der Schaffung von rund 1.600 Wohnungen, von denen die Hälfte preisgebunden ist, wird dringend benötigter und bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Integration von sozialer sowie gewerblicher Infrastruktur zeigen, wie moderne Stadtentwicklung auf ehemaligen Industriebrachen gelingen kann. Für Wohnungssuchende in Berlin stellt die geplante Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Ende 2029 einen wichtigen Meilenstein dar, dessen Realisierung von der Einhaltung des ambitionierten Zeit- und Kostenplans abhängen wird.




