Beim geplanten Hochhaus Marzahn Bauantrag und Baugenehmigung zu suchen, gleicht aktuell einer Luftnummer – denn offiziell liegt den Berliner Behörden im April 2026 noch gar nichts vor. An der Kreuzung Lea-Grundig-Straße und Jan-Petersen-Straße in Berlin-Marzahn (12679) soll ein 19-stöckiger Riese der Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor entstehen, der die umliegende Nachbarschaft deutlich überragen wird. Wenn ich mir den dortigen Parkplatz ansehe, frage ich mich, wie ein solches Großprojekt ohne klaren Bebauungsplan und ohne feste Sozialbau-Quote den Kiez langfristig bereichern soll.
Was ist Hochhaus Marzahn Bauantrag?
Der Hochhaus Marzahn Bauantrag ist das formell fehlende Dokument für einen umstrittenen 19-stöckigen Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor an der Lea-Grundig-Straße. Laut Senatsantwort vom April 2026 liegt der Verwaltung bisher kein Antrag vor, obwohl das Projekt mit 96 Wohnungen bereits intensiv im Bezirk diskutiert wird. Für die Anwohner in Marzahn-Hellersdorf bedeutet dies eine anhaltende Hängepartie bei der Nachverdichtung ihres Kiezes.
- Ein 19-stöckiger Neubau ist an der Lea-Grundig-Straße / Jan-Petersen-Straße in Marzahn geplant.
- Laut Senatsantwort vom April 2026 liegt den Behörden bislang kein Bauantrag vor.
- Ein positiver Vorbescheid für die Errichtung von 96 Wohneinheiten wurde bereits erteilt.
- Das Erdgeschoss soll 460 Quadratmeter Gewerbefläche (inklusive Arzt- und Physiotherapiepraxis) umfassen.
- Die Genehmigung erfolgt nach § 34 BauGB, da für das Grundstück kein festgesetzter Bebauungsplan existiert.
🏗️ Diskussionen um den Hochhaus Marzahn Bauantrag
Die Pläne klingen gewaltig: Ein Turm mit 19 Geschossen soll auf einem bisherigen Parkplatzgelände in die Höhe wachsen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor möchte hier neuen Wohnraum schaffen. Doch dass für das Hochhaus Marzahn Bauantrag und offizielle Zeitpläne fehlen, sorgt in der Bezirkspolitik für Irritationen. Der Linken-Abgeordnete Kristian Ronneburg hakte beim Berliner Senat nach und wollte in einer Schriftlichen Anfrage wissen, wie der aktuelle Verfahrensstand aussieht.
Die Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Anfang April 2026 fiel erstaunlich kurz aus. Wie das Lokalportal Marzahn-Hellersdorf LIVE berichtet, wurde bislang keine Baugenehmigung erteilt, schlichtweg weil der Bauherr noch keinen entsprechenden Antrag eingereicht hat. Dies ist ein bemerkenswerter Umstand für ein Projekt, das in der Nachbarschaft bereits seit Monaten als beschlossene Sache diskutiert wird. Wann die Bagger tatsächlich anrollen und wann die Fertigstellung erfolgen soll, kann das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.
⚖️ Baurecht nach § 34 BauGB: Passt das ins Bild?
Eine der zentralen Fragen im Kiez lautet: Wie passt ein 19-stöckiges Gebäude in eine Umgebung, in der die angrenzenden Plattenbauten maximal elf Stockwerke aufweisen? Trotz fehlendem Hochhaus Marzahn Bauantrag verteidigt der Bezirk das Vorhaben städtebaulich. Da für das betreffende Grundstück kein festgesetzter Bebauungsplan (B-Plan) existiert, muss das Vorhaben nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches (BauGB) beurteilt werden. Dieser besagt vereinfacht, dass sich ein Neubau in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen muss.
Der Bezirk argumentiert hierbei mit dem historischen städtebaulichen Konzept der Großsiedlung Marzahn. Dieses Konzept aus DDR-Zeiten sah bereits vor, dass punktuell platzierte Wohnhochhäuser mit bis zu 21 Stockwerken als markante Akzente im Stadtbild fungieren sollen – insbesondere rund um den Bürgerpark. Das geplante Hochhaus an der Lea-Grundig-Straße solle genau dieses Ensemble östlich des Bürgerparks logisch ergänzen. Kritiker bemängeln jedoch, dass diese Lesart des Paragraphen 34 sehr weit gefasst ist, um maximale Nachverdichtung zu legitimieren.

🏢 Gewerbe ja, Sozialwohnungen ungewiss
Ein Blick auf den künftigen Hochhaus Marzahn Bauantrag zeigt, dass immerhin ein positiver Vorbescheid existiert. Dieser Vorbescheid skizziert die Dimensionen: 96 Wohneinheiten sollen entstehen. Doch eine entscheidende Komponente bleibt im Dunkeln. Auf die Frage nach dem Anteil sozial geförderter Wohnungen machten weder der Bezirk noch der Senat konkrete Angaben. Es lägen hierzu keine weiteren Informationen vor. Für einen Bezirk, in dem bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird, ist diese Leerstelle ein politischer Zündstoff.
Deutlich konkreter sind die Pläne für das Erdgeschoss. Hier sind 460 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen. Das Konzept beinhaltet einen Veranstaltungsraum, zwei kleinere Gewerbeeinheiten sowie eine Physiotherapiepraxis und eine Arztpraxis. Diese Mischnutzung soll die lokale Infrastruktur stärken und verhindern, dass der Turm zu einer reinen Schlafburg wird.
| Merkmal | Geplante Eckdaten | Quelle / Status |
|---|---|---|
| Standort | Lea-Grundig-Str. / Jan-Petersen-Str. (12679 Berlin) | Vorbescheid erteilt |
| Gebäudehöhe | 19 Stockwerke | Städtebauliches Konzept Marzahn |
| Wohnungen | 96 Wohneinheiten | Vorbescheid erteilt |
| Sozialwohnungen | Bislang keine Angaben | Senatsantwort (April 2026) |
| Gewerbefläche | 460 m² (Praxen, Veranstaltungsraum) | Vorbescheid erteilt |
📈 Marzahn baut in die Höhe: Ein bezirksweiter Trend
Während beim ersten Hochhaus Marzahn Bauantrag und Fristen in den Sternen stehen, ist ein anderes Großprojekt im Bezirk bereits einen Schritt weiter. An der Märkischen Allee 160a plant ein Investor ebenfalls ein Hochhaus. Wie das Portal Entwicklungsstadt berichtet, soll dort ein 16-stöckiges Gebäude mit 574 Studentenwohnungen entstehen. Der Bauantrag für dieses Projekt ging bereits im Dezember 2025 ein.

Mit einer maximalen Höhe von 53,6 Metern (inklusive technischer Aufbauten sogar 55,8 Meter) fällt das Gebäude an der Märkischen Allee formal unter die Hochhausrichtlinie der Berliner Bauordnung. Auch hier sind neben dem Wohnraum soziale und gewerbliche Angebote sowie Gesundheitsdienstleistungen geplant. Um die Infrastruktur zu entlasten, sieht das Konzept 613 Fahrradstellplätze vor. Diese parallelen Entwicklungen zeigen deutlich: Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf setzt angesichts des knappen Baulands massiv auf vertikale Verdichtung. Wer sich für weitere wirtschaftliche Entwicklungen im Bezirk interessiert, blickt oft auf die Baustellen im Marzahner Gewerbegebiet, wo ebenfalls kräftig investiert wird.
❓ Häufige Fragen zu Hochhaus Marzahn Bauantrag
Warum gibt es für das Hochhaus Marzahn Bauantrag und Genehmigung noch nicht?
Die Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor hat für das geplante 19-stöckige Gebäude schlichtweg noch keinen formellen Bauantrag beim Bezirksamt eingereicht. Ohne diesen Hochhaus Marzahn Bauantrag kann die Verwaltung auch keine Baugenehmigung erteilen, was den aktuellen Stillstand bei den Zeitplänen erklärt.
Wo genau in Marzahn soll der 19-Geschosser gebaut werden?
Der Neubau ist auf einem bisherigen Parkplatzgelände an der Kreuzung Lea-Grundig-Straße und Jan-Petersen-Straße (12679 Berlin) geplant. Das Grundstück liegt östlich des Bürgerparks Marzahn und ist umgeben von klassischen 11-geschossigen Plattenbauten.
Wie viele Wohnungen entstehen im neuen Hochhaus?
Laut einem bereits erteilten positiven Vorbescheid sind in dem 19-stöckigen Turm insgesamt 96 Wohneinheiten vorgesehen. Wenn der Hochhaus Marzahn Bauantrag eingereicht wird, müssen diese Zahlen im finalen Genehmigungsverfahren noch verbindlich bestätigt werden.
Wird es in dem Neubau geförderte Sozialwohnungen geben?
Dazu gibt es bislang keine offiziellen Informationen. Der Berliner Senat teilte auf eine parlamentarische Anfrage im April 2026 mit, dass keine Angaben zum Anteil sozial geförderter Wohnungen vorliegen. Dies ist einer der Hauptkritikpunkte der Bezirkspolitik an dem Projekt.
Wie rechtfertigt der Bezirk die Höhe von 19 Stockwerken?
Das Bezirksamt verweist auf das ursprüngliche städtebauliche Konzept der Großsiedlung Marzahn. Dieses sieht punktuelle Wohnhochhäuser mit bis zu 21 Stockwerken als markante Akzente vor. Auf dieser Basis soll sich der Neubau nach § 34 BauGB in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen.

🏁 Fazit: Verdichtung braucht Transparenz
Der Wirbel um den fehlenden Hochhaus Marzahn Bauantrag beweist, wie sensibel das Thema Nachverdichtung in den Berliner Außenbezirken ist. Ein 19-stöckiger Turm greift massiv in die bestehende Nachbarschaftsstruktur an der Lea-Grundig-Straße ein. Dass ein solches Projekt auf Basis eines alten städtebaulichen Konzepts nach § 34 BauGB durchgewunken werden könnte, ohne dass verbindliche Quoten für Sozialwohnungen auf dem Tisch liegen, sorgt zu Recht für politische Nachfragen.
Wenn die Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor die Akzeptanz im Kiez erhalten will, muss der formelle Antrag bald folgen – inklusive klarer Aussagen zur Bezahlbarkeit der 96 Wohnungen. Bis dahin bleibt das Projekt ein mahnendes Beispiel dafür, dass große Bauvorhaben in Berlin oft von Ankündigungen leben, während die behördliche Realität hinterherhinkt.
🏠 Über die Autorin: Ida Nagel – Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Ich laufe oft durch die Großsiedlungen rund um den Bürgerpark Marzahn. Wenn das Bezirksamt von ‚markanten Akzenten‘ spricht, frage ich mich als Mieterin vor allem: Wer soll sich die 96 neuen Wohnungen im 19-Geschosser eigentlich leisten können, wenn es keine klaren Sozialquoten gibt.
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