Das Bek 2030 Berlin ist das zentrale Klimaschutzprogramm des Senats, um die CO2-Emissionen der Stadt bis 2045 auf null zu senken. Laut aktuellem Bericht vom April 2026 wurden 11,4 Millionen Euro für 193 Projekte gebunden. Das Programm finanziert Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden, im Verkehr und bei der Klimaanpassung und bietet auch direkte Förderungen für private Hausbesitzer.
Das Wichtigste in Kürze
- Budget 2025: Bis zum 31. Oktober 2025 stellte der Senat rund 11,4 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte bereit.
- Projektbilanz: Seit 2018 wurden 193 Projekte bewilligt, von denen bereits 143 abgeschlossen sind.
- Klimaziele: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 70 % (ggü. 1990) sinken; bis 2045 soll Berlin klimaneutral sein.
- Maßnahmenpaket: Das Programm umfasst aktuell 71 Maßnahmen zum Klimaschutz und 53 zur Klimaanpassung.
- Förderung für Private: Berliner Hausbesitzer können bis zu 10.000 Euro zusätzliche Landesförderung für den Einbau von Wärmepumpen erhalten.
Was ist das Bek 2030 Berlin und welche Ziele verfolgt es?
Mit dem Bek 2030 Berlin legt der Senat die strategische Grundlage für den Klimaschutz in der Hauptstadt. Das Programm dient als zentrales Instrument, um die verbindlichen Ziele des Berliner Klimaschutzgesetzes zu erreichen. Dazu gehört das Etappenziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 70 Prozent im Vergleich zum Referenzjahr 1990 zu senken. Langfristig strebt Berlin an, bis spätestens 2045 vollständig klimaneutral zu wirtschaften und zu leben.
Um diese ambitionierten Vorgaben zu erfüllen, bündelt das Programm derzeit 71 konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz und 53 Maßnahmen zur Anpassung an die bereits unvermeidbaren Folgen des Klimawandels. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Berlin bietet es zudem direkte finanzielle Anreize, beispielsweise durch Zuschüsse beim Heizungstausch oder bei der energetischen Sanierung von Gebäuden.
Wofür werden die Millionen aus dem Klimaschutzprogramm verwendet?
Der am 21. April 2026 von Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) vorgestellte Monitoringbericht gibt Aufschluss über die konkrete Mittelverwendung. Ein signifikanter Teil des Budgets wurde für die Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden eingesetzt. So finanzierte die Senatsverwaltung beispielsweise die Installation intelligenter Heizkreisregelungen in mehreren bezirklichen Schulgebäuden. Solche Maßnahmen an bestehenden Systemen ermöglichen kurzfristige und messbare Einsparungen beim Energieverbrauch und den damit verbundenen CO2-Emissionen.
Bei der Vorstellung der Zahlen im Roten Rathaus (10178 Berlin-Mitte) betonte Senatorin Bonde die Verknüpfung von Klimaschutz und Klimaanpassung. Laut der offiziellen Pressemitteilung des Berliner Senats sagte sie: „Mit dem Bek 2030 Berlin setzen wir gezielt dort an, wo Fortschritte schnell spürbar werden – in Gebäuden, Stadtgrün, Verkehr und Bildung.“
Nicht nur die öffentliche Hand, auch zivilgesellschaftliche Akteure profitieren von den Geldern. Ein Beispiel ist das Projekt „Berlin is(s)t klimafreundlich“. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin wird es mit Mitteln aus dem Programm gefördert und leistet an Lebensmittel-Verteilstationen wichtige Aufklärungsarbeit gegen Verschwendung.

Wie fördert das Programm die Klimaanpassung in den Bezirken?

In der aktuellen Umsetzungsphase von 2022 bis 2026 wurde der Bereich der Klimaanpassung signifikant gestärkt. Ein herausragendes investives Vorhaben ist die Machbarkeitsstudie zur Schaffung von Flachwasserzonen im Spandauer Maselakekanal. Hierbei kommen modulare Holzpflanzsysteme, sogenannte „wetland structures“, zum Einsatz. Dieses innovative Konzept soll zukünftig vor allem an engen Gewässerabschnitten neue ökologische Impulse setzen und die Wasserqualität, insbesondere in den heißen Sommermonaten, stabilisieren.
Weitere geförderte Maßnahmen sind die Entsiegelung von Schulhöfen sowie Projekte zur Regenwasserabkopplung auf einem Friedhof in Friedrichsfelde. Solche strukturellen Eingriffe sind oft mit hohen Kosten verbunden, was die Relevanz des Programms unterstreicht und die parallel geführten Debatten über die Umweltschutzgebühren Berlin 2026 und deren Zweckbindung erklärt.
| Bereich | Kennzahl / Budget | Status / Quelle |
|---|---|---|
| Gesamtbudget 2025 | 11,4 Millionen Euro | gebunden bis Okt. 2025 (Senat) |
| Bewilligte Projekte | 193 Vorhaben | 143 bereits abgeschlossen |
| Klimaschutz-Maßnahmen | 71 Maßnahmen | in Umsetzung (BEK-Bericht) |
| Klimaanpassung | 53 Maßnahmen | in Umsetzung (BEK-Bericht) |
| Zusatzförderung Wärmepumpe | bis zu 10.000 Euro | für private Hausbesitzer |
Können Privatpersonen Förderungen aus dem Bek 2030 erhalten?
Das Bek 2030 Berlin richtet sich nicht ausschließlich an Bezirksämter oder landeseigene Betriebe. Ein zentrales Anliegen ist die Beschleunigung der Wärmewende im privaten Sektor. Mit dem neuen Angebot „Eignungs-Check für Wärmepumpen“ werden Eigentümer bei der Entscheidung unterstützt. Besonders attraktiv ist die finanzielle Förderung: Laut dem Fachportal Baurendax können Hausbesitzer in Berlin über das Programm bis zu 10.000 Euro als zusätzliche Landesförderung erhalten. Dieser Betrag wird zusätzlich zum regulären KfW-Zuschuss des Bundes gezahlt und erhöht den Anreiz für den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme erheblich.
Parallel dazu wird aus den Mitteln des Programms der Masterplan Solarcity kofinanziert, der von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vorangetrieben wird. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Berliner Dächern konnte im Jahr 2025 erneut gesteigert werden, was die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern im Stadtgebiet schrittweise verringert.
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Häufige Fragen zu Bek 2030 Berlin
Welche konkreten Projekte fördert das Bek 2030 Berlin aktuell?
Das Bek 2030 Berlin fördert 193 Vorhaben, darunter die Installation intelligenter Heizkreisregelungen in Schulen, Hitzeschutzmaßnahmen in sozialen Einrichtungen, die Entsiegelung von Flächen in Friedrichsfelde und den Ausbau der landeseigenen E-Fahrzeugflotte.
Wie viel Geld stellt der Senat für das Programm bereit?
Im Berichtsjahr 2025 (Stichtag 31. Oktober) hat die Berliner Senatsverwaltung rund 11,4 Millionen Euro für die bewilligten Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt und gebunden.
Können Privatpersonen vom Bek 2030 Berlin profitieren?
Ja, private Hausbesitzer in der Hauptstadt können über das Programm zusätzliche Landesförderungen beantragen. Für die Installation einer Wärmepumpe gibt es beispielsweise bis zu 10.000 Euro extra zum bundesweiten KfW-Zuschuss.
Was ist das übergeordnete Ziel der Maßnahmen?
Das zentrale Ziel ist es, die CO2-Emissionen der Stadt bis 2030 um 70 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken. Bis spätestens 2045 soll Berlin dann die vollständige Klimaneutralität erreichen.
Wer ist politisch für die Umsetzung verantwortlich?
Die politische Verantwortung für die Umsetzung des Programms liegt bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Senatorin Ute Bonde (CDU) legte den aktuellen Monitoringbericht dem Senat vor.
Fazit
Die Bilanz zum Bek 2030 Berlin für das Jahr 2025 zeigt eine kontinuierliche Umsetzung der Klimaschutzstrategie des Senats. Die bereitgestellten 11,4 Millionen Euro fließen in ein breites Spektrum von Projekten, was die 143 bereits abgeschlossenen Vorhaben belegen. Von technischen Optimierungen in Schulen bis hin zu ökologischen Maßnahmen wie der Entsiegelung von Friedhöfen werden punktuelle, aber wichtige Impulse gesetzt. Um das ambitionierte Gesamtziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, wird jedoch in den kommenden Jahren eine massive Skalierung dieser Einzelmaßnahmen auf die gesamte städtische Infrastruktur notwendig sein. Die Einbindung privater Haushalte durch attraktive Förderungen ist dabei ein entscheidender Hebel.




