Bezirke 📅 2. Juni 2026 ⏱ 6 Min. 👁 62 Aufrufe

BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf: Holzmann geht in Rente

BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf: Geschäftsführer Frank Holzmann geht nach 33 Jahren in Rente. Das Bezirksamt würdigt sein Engagement für Arbeitslose.

Folge BerlinEcho
Erhalte alle Berlin-News dort, wo es dir am besten passt.

Nach 33 Jahren verlässt Frank Holzmann den Verein BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf in Richtung Ruhestand – davon stand er 27 Jahre an der Spitze. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf würdigte den langjährigen Geschäftsführer am 2. Juni 2026 in einer Pressemitteilung. Der 1992 aus einer Initiative von Arbeitslosen gegründete Verein hat seither mehr als 12.000 Menschen bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt begleitet.

Kurz zusammengefasst
Frank Holzmann, langjähriger Geschäftsführer von BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf, geht nach 33 Jahren in den Ruhestand. Das Bezirksamt würdigte ihn am 2. Juni 2026. Der 1992 gegründete Verein zur Betreuung arbeitsloser Menschen hat über 12.000 Personen bei der Arbeitsmarktintegration unterstützt.
📑 Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Frank Holzmann verabschiedet sich nach 33 Jahren bei BALL e.V. in den Ruhestand – 27 Jahre davon als Geschäftsführer.
  • Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf würdigte ihn am 2. Juni 2026 in einer Pressemitteilung.
  • BALL e.V. wurde 1992 aus einer Initiative von Arbeitslosen gegründet (Betreuung arbeitsloser Leute und Lebenshilfe).
  • Der Verein hat seither mehr als 12.000 Menschen in Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration begleitet.
  • Holzmann übernahm die Geschäftsführung am 1. Juli 1999, begonnen hatte er 1993 als Sachbearbeiter.

BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf würdigt Frank Holzmann

BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf – BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf würdigt Frank Holzmann
BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf würdigt Frank Holzmann

Das Bezirksamt würdigt mit BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf einen seiner verlässlichsten sozialen Träger und dessen scheidenden Geschäftsführer Frank Holzmann. Nach 33 Jahren im Verein geht er in den Ruhestand. In einer Pressemitteilung vom 2. Juni 2026 dankte das Bezirksamt ihm für sein Engagement und seine Verlässlichkeit. Geführt wird das Bezirksamt von Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU).

Der Verein versteht sich seit jeher als Anlaufstelle für arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen im Berliner Osten. Sein Name steht für das Programm: «Betreuung arbeitsloser Leute und Lebenshilfe». Über drei Jahrzehnte wurde BALL e.V. so zu einem festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Wie sich der Bezirk insgesamt entwickelt, zeigt unsere Übersicht zu Hellersdorf.

Vom Sachbearbeiter zum Geschäftsführer

Frank Holzmann begann 1993 als Sachbearbeiter in der allgemeinen Verwaltung des Vereins. Am 1. Juli 1999 übernahm er die Geschäftsführung – eine Position, die er 27 Jahre lang innehatte. In dieser Zeit, so das Bezirksamt, habe er zahlreiche Herausforderungen der Arbeitsmarktpolitik gemeistert und tragfähige Konzepte entwickelt.

Holzmann war für viele freie Träger im Bezirk ein wichtiger Ansprechpartner. Auch im Beschäftigungsbündnis, einem Gremium der bezirklichen sozialen Träger und des Bezirksamts, brachte er nach Angaben der Pressestelle seine Erfahrung ein. Wer sich für die soziale Arbeit im Bezirk interessiert, findet weitere Themen in unserer Rubrik Soziales.

Was der Verein im Bezirk leistet

BALL e.V. verbindet nach eigener Darstellung soziale Verantwortung, berufliche Qualifizierung und persönliche Begleitung. Der Verein gilt als verlässlicher Partner für Arbeitssuchende, soziale Träger, Politik und Verwaltung gleichermaßen. Mehr als 12.000 begleitete Menschen seit 1992 sind dabei die zentrale Kennzahl seiner Arbeit.

Solche Träger schließen eine Lücke, die staatliche Stellen allein selten füllen können. Während Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit Leistungen und Vermittlung organisieren, leisten Vereine wie BALL e.V. die alltagsnahe Begleitung – gerade dort, wo Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt ist. Im Bezirksvergleich gehört Marzahn-Hellersdorf mit rund 280.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den Bezirken mit hohem sozialpolitischem Handlungsbedarf. Verwandte Themen sammeln wir in der Rubrik Arbeitsmarkt Berlin und unter Bürgergeld.

Holzmanns Ansatz: nachhaltige Förderung statt Statistik

Holzmann setzte sich nach Darstellung des Bezirksamts vor allem für eine langfristige Förderung von Arbeitssuchenden ein – für nachhaltige Förderketten statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen mit ungewissem Erfolg. Sein Leitgedanke: Langzeitarbeitslosigkeit hat oft strukturelle Ursachen, die sich nicht in wenigen Wochen lösen lassen.

Deshalb sei es ihm wichtig gewesen, Menschen über einen längeren Zeitraum zu begleiten und ihnen sinnstiftende Aufgaben zu ermöglichen, damit sie Kraft, Mut und Selbstbewusstsein zurückgewinnen. Es sei ihm nie um die kurzfristige Bereinigung von Arbeitslosenstatistiken gegangen, sondern um Teilhabe und echte Perspektiven. Mit seinem Abschied, so das Bezirksamt, ende ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Vereins. Weitere Personalien und Bezirksnachrichten findest du in unserer Bezirke-Übersicht.

🗞 BerlinEcho-Einordnung

Gegründet 1992, mehr als 12.000 begleitete Menschen, 27 Jahre unter einem Geschäftsführer: Die Zahlen von BALL e.V. erzählen die Geschichte des Berliner Ostens nach der Wende, als Arbeitslosigkeit ganze Kieze prägte. Dass ein Verein über drei Jahrzehnte Bestand hat, ist in der projektgetriebenen Förderlandschaft die Ausnahme. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet Holzmanns Abschied deshalb mehr als einen Personalwechsel – es ist die Frage, ob Kontinuität auch ohne ihre Gallionsfigur gelingt.

Quellen

Quelle Inhalt
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf Pressemitteilung vom 2. Juni 2026 zur Würdigung von Frank Holzmann
Bundesagentur für Arbeit Kontext zu Arbeitsmarktintegration und Langzeitarbeitslosigkeit

Häufige Fragen zu BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf

Was macht BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf?

BALL e.V. (Betreuung arbeitsloser Leute und Lebenshilfe) begleitet und unterstützt arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Der Verein verbindet soziale Begleitung mit beruflicher Qualifizierung und ist ein fester Träger im Bezirk.

Wer ist Frank Holzmann?

Frank Holzmann war 27 Jahre lang Geschäftsführer von BALL e.V. und insgesamt 33 Jahre für den Verein tätig. Er begann 1993 als Sachbearbeiter und übernahm am 1. Juli 1999 die Geschäftsführung. 2026 geht er in den Ruhestand.

Wann wurde BALL e.V. gegründet?

Der Verein wurde 1992 aus einer Initiative von Arbeitslosen heraus gegründet. Seither hat er nach Angaben des Bezirksamts mehr als 12.000 Menschen in Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration begleitet.

Wie viele Menschen hat der Verein unterstützt?

Nach Angaben des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf hat BALL e.V. seit der Gründung 1992 mehr als 12.000 Menschen in Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration begleitet und unterstützt.

Wer hat Frank Holzmann gewürdigt?

Die Würdigung erfolgte durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in einer Pressemitteilung vom 2. Juni 2026. Das Bezirksamt dankte ihm für seine langjährige Arbeit, seine Verlässlichkeit und sein Engagement.

Unsere Einordnung

Personalien wie diese stehen selten in der Zeitung – und doch erzählen sie viel über einen Bezirk. Wer 27 Jahre einen sozialen Verein führt, hält etwas zusammen, das kurzlebige Förderprogramme nicht leisten. Die eigentliche Aufgabe beginnt jetzt: Den Übergang so zu gestalten, dass die 12.000-Menschen-Bilanz keine Schlusszahl bleibt, sondern weiterwächst.

– Ida Nagel, Gesellschafts- und Wohnungsredakteurin, BerlinEcho

Bleib informiert: Der BerlinEcho-Newsletter liefert dir täglich die wichtigsten Berliner News direkt ins Postfach. Jetzt abonnieren →

ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.

BALL e.V. Marzahn-Hellersdorf: Holzmann geht in Rente - Berlin News Highlights

IN
✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

Sozialpolitik Wohnungsfrage Berlin Bildung Kinder & Familie Integration Gentrifizierung Bezirksleben
📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 255 Artikel