Das Apfelfest im Tierpark Friedrichsfelde fand am 11. September 2026 zum 14. Mal statt und richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche mit Handicap. Rund 780 Schülerinnen und Schüler aus Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und erstmals auch Treptow-Köpenick feierten auf der Freilichtbühne des Tierparks mit Zirkusshow und Mitmachständen.
780 Kinder, eine Piratenshow und jede Menge Äpfel: Am Freitag verwandelte sich die Freilichtbühne des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde zum 14. Mal in eine Festwiese für das inklusive Apfelfest. Seit dem Jahr 2000 organisieren Berliner Kleingärtnerinnen und Kleingärtner die Veranstaltung im Zwei-Jahres-Rhythmus für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung – 2026 erstmals mit Beteiligung eines dritten Bezirksverbands. Schirmherrschaft übernahmen Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) und Marzahn-Hellersdorfs Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU).

Anzeige: Nachmittage auf der Festwiese im Tierpark werden schnell warm – ein Fächer passt in jede Tasche. Hier ansehen →
Kurz zusammengefasst: Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und erstmals Treptow-Köpenick haben am 11. September 2026 rund 780 Kinder und Jugendliche mit Handicap zum 14. Apfelfest in den Tierpark Friedrichsfelde eingeladen. Auf dem Programm standen eine Prämierung von Schüler-Kunstwerken, eine Piratenshow der Zirkusfamilie Samel und zahlreiche Mitmachstände rund um Apfel und Kleingärtnerei. Das Fest gibt es seit dem Jahr 2000, es findet alle zwei Jahre statt.
📋 Das Wichtigste in Kürze
- 14. Apfelfest im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, Termin: 11. September 2026
- Rund 780 teilnehmende Kinder und Jugendliche mit Handicap
- Ausrichter: Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, 2026 erstmals mit dem Bezirksverband Treptow
- Fest besteht seit dem Jahr 2000, Turnus alle zwei Jahre
- Programm: Prämierung von Schülerarbeiten, Piratenshow der Zirkusfamilie Samel, Markt- und Mitmachstände
- Unterstützer: unter anderem SELGROS, Vietnamesische Community Berlin, Schnippel Girls, Landesfrauengruppe
- Schirmherrschaft: Senatorin Katharina Günther-Wünsch, Bezirksbürgermeister Martin Schaefer, Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic
📖 Inhaltsverzeichnis
🍎 Was ist beim Apfelfest im Tierpark Friedrichsfelde passiert?
Rund 780 Kinder und Jugendliche mit Handicap aus Förderschulen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf kamen am Freitag auf die Freilichtbühne des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde. Zur Eröffnung wurden zunächst die besten Bilder und Skulpturen prämiert, die die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld angefertigt hatten. Danach zeigte die Zirkusfamilie Samel eine Piratenshow, bevor sich die Kinder auf der Festwiese an Markt- und Mitmachständen rund um das Thema Apfel und Kleingärtnerei austoben konnten.
Unterstützt wurde das Fest von einer breiten Riege ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Nach Angaben des Bezirksamts Lichtenberg engagierten sich neben den Kleingärtnervereinen auch die Großhandelskette SELGROS, die Vietnamesische Community Berlin, die Initiative Schnippel Girls und eine Landesfrauengruppe beim inklusiven Fest.
🌳 Wer steht hinter der Veranstaltung?
Organisiert wird das Apfelfest seit dem Jahr 2000 von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern aus Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf – 2026 kam erstmals der Bezirksverband Treptow als dritter Mitveranstalter hinzu. Berlin zählt nach Angaben des Landesverbands Berlin der Gartenfreunde rund 712 Kleingartenanlagen mit knapp 66.000 Parzellen auf etwa 2.900 Hektar Fläche – gut 3 Prozent der Stadtfläche. Der Verband wirbt damit, dass keine vergleichbare Metropole eine so hohe Zahl nutzbarer Gärten in unmittelbarer Innenstadtnähe habe. Der Zwei-Jahres-Rhythmus des Apfelfests erklärt sich aus dem ehrenamtlichen Aufwand: Die Organisation liegt komplett bei den Vereinen, nicht bei einer bezahlten Agentur.
Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) dankte den Kleingärtnervereinen ausdrücklich für ihr Engagement, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern „einen unvergesslichen Tag“ zu bereiten. Rund 70 Prozent der Berliner Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung inzwischen den inklusiven Regelunterricht, 21 Schulen sind als inklusive Schwerpunktschulen ausgewiesen. Für die übrigen Kinder an Förderzentren wie in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf bleiben Angebote wie das inklusive Sportangebote oder eben das Apfelfest eine der wenigen Gelegenheiten für ein gemeinsames Fest über Schulgrenzen hinweg.
| Aspekt | Details | Quelle |
|---|---|---|
| Wann | Freitag, 11. September 2026 | Bezirksamt Lichtenberg |
| Wo | Freilichtbühne, Tierpark Berlin-Friedrichsfelde | Bezirksamt Lichtenberg |
| Teilnehmende | rund 780 Kinder und Jugendliche mit Handicap | Bezirksamt Lichtenberg |
| Kleingärten Berlin | 712 Anlagen, rund 66.000 Parzellen, 2.900 Hektar | Landesverband Berlin der Gartenfreunde |
🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG
Was die Pressemitteilung nicht erzählt
Hinter dem fröhlichen Fototermin steckt eine Struktur, die komplett auf Ehrenamt aufbaut – und das hat Folgen für die Größe der Veranstaltung.
1. Ein Fest, das nur alle zwei Jahre stattfinden kann
Anders als städtische Kinderfeste mit fester Verwaltungsförderung lebt das Apfelfest ausschließlich vom Engagement der Kleingärtnervereine. Der Zwei-Jahres-Turnus ist deshalb keine bewusste Verknappung, sondern eine Kapazitätsgrenze des Ehrenamts.
2. Die dritte Bezirksbeteiligung ist ein kleines Politikum
Dass 2026 erstmals der Bezirksverband Treptow mitmacht, deutet auf eine Ausweitung des Netzwerks hin – für die teilnehmenden Förderschulen in Treptow-Köpenick bedeutet das einen neuen Zugang zu einem etablierten Format, das es dort bislang nicht gab.
3. Drei CDU-Schirmherren, eine parteiübergreifende Zielgruppe
Dass Senatorin, Bezirksbürgermeister und Bezirksbürgermeisterin derselben Partei angehören, ist dem aktuellen Kräfteverhältnis in den beteiligten Bezirksämtern geschuldet und sagt nichts über die politische Neutralität des Formats selbst – Kleingärtnervereine sind traditionell überparteilich organisiert.
4. Inklusion bleibt eine Momentaufnahme im Kalender
Rund 70 Prozent der Berliner Kinder mit Förderbedarf lernen inzwischen inklusiv im Regelunterricht – für die verbleibenden Schülerinnen und Schüler an Förderzentren sind Veranstaltungen wie das Apfelfest eine der seltenen Gelegenheiten für ein gemeinsames Erlebnis mit vielen Mitschülern aus anderen Einrichtungen.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Die Pressemitteilung nennt keine Kosten und keine Zahl der beteiligten Vereine oder Helferinnen und Helfer. Wie tragfähig das Ehrenamts-Modell langfristig ist, wenn sich die Trägerschaft weiter auf mehr Bezirke ausweitet, bleibt offen.
Michelle Möhring · Redakteurin Familie & Bezirke
Ich habe für BerlinEcho schon mehrere Bezirksfeste begleitet – bei kaum einem steckt so viel unbezahlte Organisationsarbeit dahinter wie beim Apfelfest.
❓ Häufige Fragen zum Apfelfest im Tierpark
Was ist das Apfelfest im Tierpark Friedrichsfelde?
Das Apfelfest ist eine inklusive Veranstaltung für Kinder und Jugendliche mit Handicap, die seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre auf der Freilichtbühne des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde stattfindet. Organisiert wird es von Kleingärtnervereinen aus Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, 2026 erstmals gemeinsam mit dem Bezirksverband Treptow. Im Mittelpunkt stehen der Apfel als Erntesymbol und die Arbeit der Kleingärtnerei.
Wie viele Kinder haben 2026 teilgenommen?
Nach Angaben des Bezirksamts Lichtenberg nahmen rund 780 Kinder und Jugendliche mit Handicap am 14. Apfelfest teil. Sie kamen aus Förderschulen und -einrichtungen in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und erstmals auch Treptow-Köpenick. Die genaue Zahl der beteiligten Schulen oder Einrichtungen nennt die Pressemitteilung nicht.
Wer finanziert und organisiert das Fest?
Träger sind die Kleingärtnervereine der beteiligten Bezirke, unterstützt von Sponsoren und Ehrenamtlichen. Genannt werden unter anderem die Großhandelskette SELGROS, die Vietnamesische Community Berlin, die Initiative Schnippel Girls und eine Landesfrauengruppe. Eine öffentliche Förderung oder ein Gesamtbudget wird in der Pressemitteilung des Bezirksamts nicht ausgewiesen.
Findet das Apfelfest jedes Jahr statt?
Nein, das Fest findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt, seit der ersten Ausgabe im Jahr 2000. Die 14. Auflage 2026 ist damit die jüngste in einer 26-jährigen Reihe. Der lange Abstand zwischen den Terminen ergibt sich aus dem hohen ehrenamtlichen Organisationsaufwand der beteiligten Kleingärtnervereine.
🏁 Fazit: Ein Ehrenamts-Fest wächst über Bezirksgrenzen
780 Kinder, drei beteiligte Bezirke und 26 Jahre Tradition: Das inklusive Fest im Tierpark zeigt, was Berliner Kleingärtnervereine ohne große Verwaltungsförderung stemmen können. Mit dem erstmaligen Beitritt des Bezirksverbands Treptow wächst das Format 2026 über seine bisherige Reichweite hinaus – ob sich der Zwei-Jahres-Turnus dabei halten lässt, hängt weiter vom Ehrenamt ab.
🗞 Über die Autorin: Michelle Möhring – Redakteurin Familie & Bezirke
Ich schreibe bei BerlinEcho über Familienthemen, Bezirksfeste und das, was Berlins Nachbarschaften zusammenhält.
→ Alle Autoren des BerlinEcho-Redaktionsteams → · Mehr aus dem Bezirk: Lichtenberg, Tierpark Berlin und weitere Lichtenberg-News.
🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →




