Der Neubau in der Walkürenstraße in Karlshorst soll bis 2027 fertiggestellt werden und schafft 234 geförderte Mietwohnungen. Das Projekt, entwickelt von der INTER Stadt AG und übernommen von der STADT UND LAND, richtet sich ausschließlich an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (WBS), insbesondere WBS 220. Es soll den angespannten Wohnungsmarkt im Bezirk Lichtenberg entlasten und bezahlbaren Wohnraum für mittlere Einkommensgruppen bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- Wohnungen: In der Walkürenstraße 17-22 in Karlshorst entstehen exakt 234 geförderte Mietwohnungen.
- Fertigstellung: Die Übergabe der insgesamt zehn Gebäude ist für das Jahr 2027 geplant.
- Zeitplan: Die feierliche Grundsteinlegung für das Projekt fand bereits am 12. Juni 2025 statt.
- Förderung: Alle Wohnungen werden ausschließlich an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet, ein Großteil davon mit WBS 220.
- Anbindung: Der S-Bahnhof Karlshorst ist in etwa 12 Gehminuten erreichbar und bietet eine schnelle Verbindung ins Stadtzentrum.
Wie ist der aktuelle Baufortschritt beim Neubau in der Walkürenstraße?
Wer derzeit an der Baustelle an der Ecke zur Wallensteinstraße vorbeigeht, kann erkennen, dass der Neubau in der Walkürenstraße Karlshorst, der 2027 fertig sein soll, klare Formen annimmt. Der Rohbau scheint an den meisten der zehn geplanten Gebäude bereits vollständig abgeschlossen zu sein. Die Dächer sind gedeckt und die Fenster in den unteren sowie mittleren Etagen sind größtenteils eingebaut.
Die Gebäude sind momentan noch von massiven Gerüsten umgeben, da die Arbeiten an der Dämmung und der Außenverkleidung der Fassaden auf Hochtouren laufen. Die Wege und die künftigen Innenhöfe zwischen den Wohnblöcken sind aktuell noch unbefestigt und dienen als Lagerfläche für Baumaterialien. Der Projektentwickler INTER Stadt AG (in Kooperation mit der GSP eG) liegt mit diesen sichtbaren Fortschritten gut im Zeitplan, um die anvisierte schlüsselfertige Übergabe im Jahr 2027 zu gewährleisten.

Für wen sind die 234 geförderten Wohnungen in Karlshorst gedacht?
Das Besondere am Neubau in der Walkürenstraße ist seine soziale Ausrichtung. Frei finanzierte Luxuswohnungen wird es hier nicht geben. Das gesamte Projekt wird im Rahmen der Wohnraumförderung des Landes Berlin realisiert. Nach der Fertigstellung übernimmt die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND das komplette Ensemble in ihren Bestand.
Alle 234 Einheiten werden ausschließlich an Haushalte vergeben, die einen Wohnberechtigungsschein (WBS) vorlegen können. Ein großer Teil der Wohnungen ist dabei spezifisch für den WBS 220 vorgesehen. Das bedeutet, dass auch Berlinerinnen und Berliner mit einem mittleren Einkommen, die auf dem freien Markt zunehmend verdrängt werden, hier eine Chance auf bezahlbaren Wohnraum erhalten. Wie wichtig solche Projekte sind, zeigt auch ein Blick auf andere Entwicklungen im Bezirk, wie etwa die neuen Wohnungen an der Huronseestraße 28-34, wo ebenfalls massiv nachverdichtet wird.
| Projektdaten | Fakten zum Neubau | Quelle |
|---|---|---|
| Exakte Adresse | Walkürenstraße 17–22 / Wallensteinstraße 51–56 | Bezirksamt |
| Anzahl Wohnungen | 234 Einheiten (verteilt auf 10 Gebäude) | STADT UND LAND |
| Projektentwickler | INTER Stadt AG / GSP eG | Bauschild |
| Künftiger Eigentümer | STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH | STADT UND LAND |
| Fertigstellung | Voraussichtlich 2027 | Projektplanung |
Wie ist die Lage und Anbindung des Neubauprojekts in Karlshorst?
Vom Neubauprojekt in der Walkürenstraße erreichen Sie in rund 20 Minuten den Alexanderplatz oder das Ostkreuz. Für Familien ist zudem die direkte Nähe zum Naherholungsgebiet rund um den Tierpark Berlin ein wesentlicher Pluspunkt.
Allerdings bringt der Zuzug von über 200 neuen Haushalten auch Herausforderungen mit sich. Anwohner in Karlshorst äußern bereits Bedenken, ob die soziale Infrastruktur – vor allem Kita-Plätze und Grundschulen – schnell genug mitwächst. Laut einer Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg zur Grundsteinlegung im Juni 2025 ist auf dem Areal selbst auch der Bau einer neuen Kindertagesstätte geplant, um genau diesen Druck abzufedern.


Häufige Fragen zu Walkürenstraße Karlshorst Neubau 2027
Wann ist der Neubau in der Walkürenstraße in Karlshorst bezugsfertig?
Die Fertigstellung der insgesamt zehn Gebäude ist für das Jahr 2027 geplant. Der aktuelle Baufortschritt im Frühjahr 2026 zeigt, dass die Rohbauarbeiten weitgehend abgeschlossen sind und der Innenausbau in den kommenden Monaten startet.
Wer darf in die neuen Wohnungen in der Walkürenstraße einziehen?
Alle 234 Wohnungen werden ausschließlich an Haushalte mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet. Ein Großteil der Einheiten ist dabei für den WBS 220 vorgesehen, der sich auch an mittlere Einkommensgruppen richtet.
Wo genau befindet sich das Bauprojekt in Karlshorst?
Das Baufeld für den Neubau erstreckt sich über die Adressen Walkürenstraße 17 bis 22 sowie die Wallensteinstraße 51 bis 56 im Berliner Bezirk Lichtenberg (Postleitzahl 10318).
Wer baut die 234 geförderten Wohnungen in Lichtenberg?
Das Projekt wird von der INTER Stadt AG in Zusammenarbeit mit der GSP eG entwickelt und gebaut. Nach der schlüsselfertigen Fertigstellung übernimmt die landeseigene STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH die Vermietung und Verwaltung.
Gibt es bei diesem Neubauprojekt auch Eigentumswohnungen?
Nein, bei diesem Projekt entstehen keine Eigentumswohnungen. Das gesamte Vorhaben wird durch das Land Berlin gefördert, sodass 100 Prozent der Einheiten als preisgebundene Mietwohnungen auf den Markt kommen.
Fazit
Der Neubau in der Walkürenstraße ist ein absolut notwendiges Projekt für den Bezirk Lichtenberg. Dass hier 234 Wohnungen komplett der Spekulation entzogen und zu 100 Prozent mit WBS-Bindung vermietet werden, ist ein starkes Signal für die soziale Durchmischung im Kiez. Besonders die Ausrichtung auf den WBS 220 hilft jenen Familien, die für klassische Sozialwohnungen knapp zu viel verdienen, sich die aktuellen Neubau-Mieten von über 20 Euro pro Quadratmeter aber längst nicht mehr leisten können.
Die Herausforderung für das Bezirksamt Lichtenberg wird nun sein, die Begleitinfrastruktur im gleichen Tempo auszubauen. Die geplante Kita auf dem Gelände ist ein guter Anfang, aber auch die Schulwege und die Taktung der Buslinien in Karlshorst müssen dem Zuzug angepasst werden. Berlin Echo wird den weiteren Baufortschritt bis zur Schlüsselübergabe an die Mieterinnen und Mieter begleiten.




