Lichtenberg hat die Unternehmen des Jahres 2026 ausgezeichnet. In der Kategorie Innovationskraft und wirtschaftlicher Erfolg gewann das Cine-Motion Hohenschönhausen, für ökologische und soziale Verantwortung die blu:boks Kinder- und Jugendbildung gGmbH. Den Sonderpreis der Jury erhielt das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge.

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Das Wichtigste in Kürze
- Wann: Freitag, 28. August 2026, beim Lichtenberger Unternehmerabend.
- Wo: in der Hafenküche an der Rummelsburger Bucht.
- Innovationskraft und wirtschaftlicher Erfolg: Cine-Motion Hohenschönhausen.
- Ökologische und soziale Verantwortung: blu:boks Kinder- und Jugendbildung gGmbH.
- Sonderpreis der Jury: Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge.
- Wer verlieh: Bezirksbürgermeister Martin Schaefer mit dem Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg und der Bezirksverordnetenversammlung.
- Stand der Angaben: 31. August 2026.
Die drei Preisträger
| Kategorie | Ausgezeichnet |
|---|---|
| Innovationskraft und wirtschaftlicher Erfolg | Cine-Motion Hohenschönhausen |
| Ökologische und soziale Verantwortung, Arbeitnehmerfreundlichkeit | blu:boks Kinder- und Jugendbildung gGmbH |
| Sonderpreis der Jury | Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge |
Das Kino wurde für ein zeitgemäßes Angebot ausgezeichnet – und dafür, dass es sich als Freizeit- und Kulturstandort am Markt behauptet. Das ist in einer Branche, die seit Jahren unter sinkenden Besucherzahlen leidet, keine Selbstverständlichkeit. Genannt werden außerdem das Senioren-Kino, die Filmreihe „Irrsinnig menschlich“ und Schulveranstaltungen.
Die blu:boks gGmbH arbeitet mit Kindern und Jugendlichen und erreicht nach Angaben des Bezirks mehrere Hundert junge Menschen und deren Familien. Ausgezeichnet wurde sie für Bildungs- und Unterstützungsangebote, die auf Teilhabe und Chancengerechtigkeit zielen.
Das Krankenhaus erhielt den Sonderpreis für seine Bedeutung als Gesundheitsstandort und Arbeitgeber im Bezirk. Der Preis würdigt damit weniger ein einzelnes Projekt als eine langjährige Verankerung.
Der Unternehmerabend
Verliehen wurden die Preise beim jährlichen Unternehmerabend der bezirklichen Wirtschaftsförderung, unterstützt von Berlin Partner und in Kooperation mit dem Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg. Gastgeber war die Hafenküche an der Rummelsburger Bucht.
Überreicht wurden die Auszeichnungen von Bezirksbürgermeister Martin Schaefer gemeinsam mit Karsten Dietrich vom Wirtschaftskreis, Jutta Feige von der Bezirksverordnetenversammlung und der bezirklichen Wirtschaftsförderung. Das Preisgeld für die beiden Hauptkategorien stiftete der Wirtschaftskreis – der Bezirk vergibt also eine Auszeichnung, die von der Wirtschaft selbst finanziert wird.
Der Abend bringt jährlich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden zusammen. Für viele kleinere Betriebe ist er einer der wenigen Anlässe, bei denen sie mit der Bezirksspitze ins Gespräch kommen.
Was der Preis über den Bezirk sagt
Auffällig ist die Zusammensetzung: ein Kino, ein Bildungsträger und ein Krankenhaus. Kein Industriebetrieb, kein Technologieunternehmen, kein Handel. Bezirksbürgermeister Schaefer beschreibt das als Vielfalt von Kultur und Freizeit über Kinder- und Jugendbildung bis zur Gesundheitsversorgung.
Man kann es auch anders lesen: Zwei der drei Ausgezeichneten arbeiten im Kern nicht gewinnorientiert. Eine gemeinnützige GmbH und ein konfessionelles Krankenhaus als Unternehmen des Jahres – das sagt etwas darüber, welche Art von Wirtschaft in Lichtenberg prägend ist. Der Bezirk ist Standort großer sozialer und medizinischer Einrichtungen, und die Beschäftigtenzahlen dort übertreffen die vieler klassischer Betriebe.
Das hat praktische Folgen. Wo viele Arbeitsplätze in Bildung, Pflege und Medizin liegen, hängt die wirtschaftliche Lage stärker an öffentlichen Haushalten und an der Finanzierung durch die Kassen als an Auftragsbüchern. Konjunkturschwankungen treffen einen solchen Standort später, Sparrunden dafür unmittelbar.
Für Lichtenberg ist das kein Nachteil, sondern eine Beschreibung der Lage. Wer den Bezirk kennenlernen will, findet Orientierung in unseren Beiträgen zu den Schulen in Lichtenberg und zum Verlauf der Möllendorffstraße, an der auch das Bezirksamt sitzt. Wie Berlin insgesamt Unternehmen fördert, steht im Text zur Unternehmensförderung, die Rolle der landeseigenen Gesellschaft erklärt der Beitrag zu Berlin Partner.
Quellen im Überblick
| Angabe | Quelle |
|---|---|
| Preisträger, Kategorien, Zitate, Ablauf des Abends | Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg vom 29. August 2026 |
| Rolle der Wirtschaftsförderung im Land | Berlin Partner |
Häufige Fragen zur Auszeichnung
Wer sind die Unternehmen des Jahres 2026 in Lichtenberg?
Das Cine-Motion Hohenschönhausen in der Kategorie Innovationskraft und wirtschaftlicher Erfolg, die blu:boks Kinder- und Jugendbildung gGmbH für ökologische und soziale Verantwortung sowie das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge mit dem Sonderpreis der Jury.
Wann und wo wurde ausgezeichnet?
Am Freitag, 28. August 2026, beim Lichtenberger Unternehmerabend in der Hafenküche an der Rummelsburger Bucht.
Wer vergibt den Preis?
Das Bezirksamt Lichtenberg über seine Wirtschaftsförderung, unterstützt von Berlin Partner und in Kooperation mit dem Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg. Das Preisgeld für die beiden Hauptkategorien stiftete der Wirtschaftskreis.
Welche Kategorien gibt es?
Zwei Hauptkategorien – Innovationskraft und wirtschaftlicher Erfolg sowie ökologische und soziale Verantwortung einschließlich Arbeitnehmerfreundlichkeit – und einen Sonderpreis der Jury.
Was ist der Lichtenberger Unternehmerabend?
Eine jährliche Veranstaltung der bezirklichen Wirtschaftsförderung, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden zusammenkommen. Die Ehrung der Unternehmen des Jahres ist ihr bekanntester Programmpunkt.
Fazit: Ein Preis, der den Bezirk beschreibt
Ein Kino, ein Bildungsträger, ein Krankenhaus – die drei Ausgezeichneten haben wirtschaftlich wenig gemeinsam und passen trotzdem zusammen. Sie stehen für eine Wirtschaftsstruktur, in der soziale und medizinische Einrichtungen eine größere Rolle spielen als anderswo. Wer wissen will, wovon Lichtenberg lebt, findet in der Preisliste eine ehrlichere Antwort als in mancher Standortbroschüre.
🗞 Über den Autor: Hannes Nagel – Redaktion Wirtschaft
Bei Preisverleihungen interessiert mich weniger die Feier als die Auswahl: Wen ein Bezirk auszeichnet, sagt oft mehr über ihn aus als jede Wirtschaftsstatistik.
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