Reinickendorf 📅 4. April 2026 ⏱ 5 Min. 👁 38 Aufrufe

TXL Gelände Entwicklung: Baustart 2026 & Pläne im Check

Die TXL Gelände Entwicklung startet im August 2026 mit dem Bau von 5.000 Wohnungen. Was das Megaprojekt für Berlin-Reinickendorf bedeutet. → Jetzt lesen

Besonders relevant für den angespannten Berliner Wohnungsmarkt: Rund die Hälfte der 5.000 geplanten Wohnungen wird öffentlich gefördert. Laut der landeseigenen Tegel Projekt GmbH ist eine Nettokaltmiete von voraussichtlich sieben Euro pro Quadratmeter für diese Einheiten vorgesehen. Um das Quartier nachhaltig zu gestalten, wurde zudem ein Rahmenvertrag mit dem Berliner Unternehmen Concular geschlossen, der zirkuläres Bauen und Materialkreisläufe im Großmaßstab sicherstellen soll.

🔬 Urban Tech Republic: Forschung statt Fluglärm

Ein weiterer Pfeiler der TXL Gelände Entwicklung ist die Wirtschaft. Rund um die markanten, denkmalgeschützten Terminals des ehemaligen Flughafens entsteht die Urban Tech Republic. Hier sollen Startups, Hochschulen und Industrieunternehmen an den Städten der Zukunft forschen.

Erste Ergebnisse sind bereits sichtbar: Seit dem 9. Juli 2025 arbeitet auf dem Gelände eine neue Versuchsanlage mit Verdunstungsbeeten. Diese werden mit Regenwasser gespeist und dienen als Modellprojekt für klimaresiliente Stadtentwicklung. Wer sich vor Ort ein Bild machen möchte: Die Modellfläche TXL im Kulturbereich ist für den genehmigten Außenbereich bis 23 Uhr geöffnet, das Programm läuft in der Regel bis 22 Uhr.

TXL Gelände Entwicklung: Baustart 2026 & Pläne im Check
Foto: Jimmy Liao

🚇 Infrastruktur und Herausforderungen im Kiez

Ein Projekt dieser Größenordnung verändert das gesamte Umfeld. Weil tausende neue Anwohner auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sein werden, wird die Anbindung an das bestehende Netz zur Priorität. Die aktuellen Verzögerungen bei den U6-Bauarbeiten zeigen jedoch, wie fragil Berlins Infrastrukturplanung oft ist.

Um die Verkehrsströme zu lenken, wird auch das Straßennetz angepasst. Da parallel der Umbau der Ollenhauerstraße läuft, muss das Bezirksamt Reinickendorf die Verkehrsströme im Norden Berlins komplett neu ordnen.

Teilprojekt Fokus & Nutzung Zeitplan & Status
Schumacher Quartier 5.000 Wohnungen, 50 % gefördert (ca. 7 €/m²) Baustart August 2026, erste Einzüge Ende 2028
Urban Tech Republic Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien Versuchsanlagen seit Juli 2025 aktiv
Landschaftsraum Natur und Naherholung durch Grün Berlin Schrittweise Öffnung je nach Bauabschnitt

🗣 Bürgerbeteiligung und nächste Schritte

Um die TXL Gelände Entwicklung transparent zu gestalten, schreibt das Bezirksamt Reinickendorf derzeit das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) fort. Bereits am 26. Mai 2025 startete hierzu eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Korinna Stephan, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, betonte dazu: „Die zukünftige Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes wird das direkte Umfeld erheblich verändern. Es ist uns deshalb besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess einzubeziehen.“

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❓ Häufige Fragen zu Berlin TXL

Warum wurde TXL geschlossen?

Der Flughafen Tegel lag mitten im dicht besiedelten Berliner Stadtgebiet und war für die wachsenden Passagierzahlen zu klein geworden. Mit der Eröffnung des BER im November 2020 wurde der Flugbetrieb in Tegel endgültig eingestellt, um die Anwohner vom Fluglärm zu entlasten.

Was wird aus TXL?

Die TXL Gelände Entwicklung verwandelt das 500 Hektar große Areal in einen völlig neuen Stadtteil. Es entstehen das Schumacher Quartier mit 5.000 Wohnungen, die Urban Tech Republic für Forschung und Industrie sowie ein weitläufiger Landschaftsraum.

Was bedeutet Urban Tech Republic?

Das ist der neue Forschungs- und Industriepark auf dem ehemaligen Flughafengelände. Hier arbeiten künftig Hochschulen, Startups und Unternehmen an nachhaltigen Lösungen für die Städte der Zukunft, wie etwa klimaresilienter Stadtentwicklung und zirkulärem Bauen.

Wann ziehen die ersten Mieter im Schumacher Quartier ein?

Der Baustart für das Schumacher Quartier ist offiziell für August 2026 angesetzt. Wenn du eine Wohnung in diesem neuen Viertel suchst, musst du dich noch etwas gedulden: Die ersten Einzüge sind für Ende 2028 geplant.

Wie teuer werden die Wohnungen auf dem Tegel-Gelände?

Rund die Hälfte der 5.000 Wohnungen im Zuge der TXL Gelände Entwicklung wird öffentlich gefördert. Für diese Einheiten kannst du laut aktuellen Planungen mit einer Nettokaltmiete von etwa 7 Euro pro Quadratmeter rechnen.

TXL Gelände Entwicklung: Baustart 2026 & Pläne im Check
Foto: Jan van der Wolf

🏁 Fazit: Ein Stadtteil mit Strahlkraft

Die TXL Gelände Entwicklung ist Berlins wichtigstes Stadtentwicklungsprojekt des laufenden Jahrzehnts. Mit dem Baustart im August 2026 und der klaren Fokussierung auf geförderten Wohnraum (7 €/m²) setzt der Senat ein wichtiges Signal für Wohnungssuchende in Reinickendorf. Der Erfolg des Projekts wird sich daran messen lassen, ob die Verkehrsinfrastruktur rechtzeitig mitwächst.

Über den Autor: Maik Möhring, Verantwortlicher & Chefredakteur: „Wenn der Senat ein 500 Hektar großes Areal in Reinickendorf umbaut, schaue ich genau hin. Die Pläne für Tegel klingen auf dem Papier gut, aber entscheidend ist, ob die versprochenen Sozialwohnungen am Kurt-Schumacher-Platz auch wirklich pünktlich fertig werden.“
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🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →

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Moin, ich bin Maik – Gründer von BerlinEcho und verantwortlicher Redakteur. Ich baue seit Jahren digitale Medien auf, die ich wirklich für notwendig halte: unabhängig, ohne Konzernlogik im Rücken, mit echten Menschen dahinter. Berlin fasziniert mich als Stadt der Brüche: Hipster-Kieze neben Plattenbau, Bundespolitik neben Bezirksstreit, globale Startup-Szene neben klassischem Berliner Kleingarten. Diesen Widersprüchen geht BerlinEcho nach – täglich. Als Verleger verantworte ich alles, was auf dieser Seite erscheint. Das ist mir wichtig zu sagen, weil es in einer Zeit, in der viele Medien hinter anonymen Redaktionen verschwinden, nicht selbstverständlich ist. Bei BerlinEcho steht immer jemand mit dem Namen dafür ein. Mein Hintergrund ist digitales Publizieren: SEO, Content-Strategie, Aufbau von Nachrichtenportalen – das mache ich seit Jahren, für meine eigenen Seiten und für Kunden. BerlinEcho ist mein liebstes Projekt, weil es direkt an dem Ort spielt, wo gerade Deutschland-Geschichte geschrieben wird.

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📍 Berlin ⭐ Gründer Maik Möhring Media · Verleger & verantwortlicher Redakteur · Langjährige Erfahrung in digitalem Publizieren · Mehrere Online-Medien in Deutschland. ✍ 109 Artikel