Der Stadion Alte Försterei Ausbau markiert für den 1. FC Union Berlin den größten infrastrukturellen Umbruch der jüngeren Vereinsgeschichte. Im Sommer 2026 beginnen die Hauptarbeiten, für die der Bundesligist sein angestammtes Wohnzimmer in Berlin-Köpenick (12555) für eine gesamte Saison verlassen muss. Als jemand, der die Stadtentwicklung im Berliner Südosten seit Jahren kritisch begleitet, sehe ich in den angepassten Plänen einen notwendigen Kompromiss zwischen der Vision des Vereins und der verkehrspolitischen Realität des Bezirks.
- Die neue Kapazität liegt bei exakt 34.500 Plätzen (18.800 Stehplätze, 15.700 Sitzplätze).
- Die Hauptbauphase beginnt planmäßig im Sommer 2026.
- Union Berlin trägt alle Heimspiele der Saison 2026/27 im Olympiastadion in Westend aus.
- Die Berliner Verkehrssenatorin lehnte das ursprüngliche Shuttle-Bus-Konzept für 40.500 Fans ab.
- Erste Vorarbeiten für ein neues Funktionsgebäude starteten bereits im Juli 2025.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Name | Stadion An der Alten Försterei |
| Eröffnung | 1920 (letzter großer Umbau 2008–2013) |
| Betreiber | An der Alten Försterei Stadionbetriebs AG |
| Geplante Kapazität | 34.500 (ab Sommer 2027) |
| Adresse | An der Wuhlheide 263, 12555 Berlin-Köpenick |
| ÖPNV | S3 (Köpenick), Tram 27, 60, 67 |
| Website | fc-union-berlin.de |
🏟 Kapazität schrumpft: Warum der Stadion Alte Försterei Ausbau kleiner ausfällt
Ein zentraler Streitpunkt beim Stadion Alte Försterei Ausbau war lange Zeit das Verkehrskonzept. Ursprünglich wollte der 1. FC Union Berlin die Spielstätte auf 40.500 Plätze erweitern. Diese Pläne stießen bei der Berliner Senatsverwaltung jedoch auf Widerstand, da die Infrastruktur in Köpenick diese Menschenmassen an Spieltagen nicht bewältigen kann. Das vom Verein vorgeschlagene Konzept, tausende Fans mit Shuttle-Bussen vom S-Bahnhof zum Stadion zu transportieren, wurde behördlich abgelehnt.
Union-Präsident Dirk Zingler fasste die Situation auf der Mitgliederversammlung im September 2025 pragmatisch zusammen: „Wir haben einfach Probleme, dass die Infrastruktur da draußen eine Kapazität von 40.500 nicht aufnimmt“ (1. FC Union Berlin, September 2025). Stattdessen einigte man sich auf eine Gesamtkapazität von rund 34.500 Plätzen. Diese teilen sich künftig in etwa 18.800 Stehplätze und 15.700 Sitzplätze auf. Die berühmte Waldseite bleibt dabei als reine Stehplatztribüne erhalten.
Auch die Politik zeigte sich nach den zähen Verhandlungen erleichtert. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) erklärte laut RBB24: „Wir haben in guten Gesprächen mit Union einen tragfähigen Kompromiss für das Verkehrskonzept gefunden. So können die Planungen für das Stadion und deren Umsetzung fortgesetzt werden.“
📅 Der Zeitplan: Wie der Stadion Alte Försterei Ausbau abläuft
Wenn der Stadion Alte Försterei Ausbau im Sommer 2026 in die Hauptphase geht, müssen die Profis ihr Stadion verlassen. Für die gesamte Spielzeit 2026/27 zieht der 1. FC Union Berlin in das Berliner Olympiastadion im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Dieser Schritt ist logistisch notwendig, da die Tribünen an der Wuhlheide während des laufenden Spielbetriebs nicht in dem geplanten Umfang erneuert werden können. Die Rückkehr in das dann fertiggestellte Stadion in Köpenick ist für den Sommer 2027 anvisiert.
Die Vorbereitungen auf dem Gelände laufen allerdings bereits. Im Juli 2025 begannen die ersten Bauarbeiten auf dem Areal. Neben dem eigentlichen Stadionbau entsteht aktuell ein neues Funktionsgebäude für die Profimannschaften sowie eine dringend benötigte Parkgarage, die den ruhenden Verkehr an Spieltagen entlasten soll.

🚇 Infrastruktur in Köpenick: Ein Nadelöhr
Die Politik begleitet den Stadion Alte Försterei Ausbau eng, da der Bezirk Treptow-Köpenick ohnehin vor massiven städtebaulichen Veränderungen steht. Neben dem Stadionprojekt wird auch das Areal am Güterbahnhof Köpenick zum neuen Stadtquartier umgebaut. Diese bauliche Verdichtung erfordert massive logistische Vorbereitungen, da die Straßen rund um die Wuhlheide und die Bahnhofstraße bereits jetzt an der Belastungsgrenze operieren.

Der Bezirk rückt durch diese Großprojekte zunehmend in den Fokus der Berliner Stadtentwicklung. Während im nahen Waldgebiet am Seddinsee der historische Stasi Bunker Berlin 2026 für die Öffentlichkeit öffnet, wird an der Wuhlheide Berlins modernstes reines Fußballstadion hochgezogen. Die parallele Modernisierung des S-Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof soll künftig helfen, die anreisenden Fans besser zu verteilen.
| Kapazität | Stehplätze | Sitzplätze |
|---|---|---|
| Aktueller Stand (2025) | 18.395 | 3.617 |
| Ursprüngliche Planung | ca. 28.500 | ca. 12.000 |
| Neuer Beschluss (ab 2027) | rund 18.800 | rund 15.700 |
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→ Zum Sport-Ressort❓ Häufige Fragen zum Stadion Alte Försterei Ausbau
Wann beginnt der Stadion Alte Försterei Ausbau?
Die Hauptbauphase für den Stadion Alte Försterei Ausbau beginnt im Sommer 2026. Erste Vorarbeiten für ein neues Funktionsgebäude und eine Parkgarage starteten bereits im Juli 2025 auf dem Gelände in Köpenick.
Wo spielt Union Berlin während des Umbaus?
Für die gesamte Saison 2026/27 trägt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele im Berliner Olympiastadion aus. Die Rückkehr in die umgebaute Alte Försterei ist für den Sommer 2027 geplant.
Wie viele Plätze hat die Alte Försterei nach dem Ausbau?
Nach dem Abschluss der Arbeiten wird das Stadion eine Kapazität von rund 34.500 Plätzen haben. Diese teilen sich in etwa 18.800 Stehplätze und 15.700 Sitzplätze auf.
Warum wurde die geplante Kapazität von 40.500 reduziert?
Die Berliner Verkehrssenatorin lehnte das vom Verein vorgeschlagene Verkehrskonzept mit Shuttle-Bussen ab. Die Infrastruktur rund um die Wuhlheide reicht nicht aus, um an Spieltagen über 40.000 Menschen sicher abzufertigen.
Wie viel kostet der Stadion Alte Försterei Ausbau?
Die exakten Kosten für den Stadion Alte Försterei Ausbau wurden vom Verein noch nicht final kommuniziert. Die Finanzierung erfolgt unter anderem über die Ausgabe neuer Stadionaktien an die Vereinsmitglieder.

🏁 Fazit: Ein realistischer Kompromiss für Köpenick
🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Verantwortlicher & Chefredakteur
Als Beobachter der Berliner Stadtentwicklung sehe ich am S-Bahnhof Köpenick fast täglich, wie die Infrastruktur an ihre Grenzen stößt. Der Kompromiss zur Stadiongröße war die einzig realistische Lösung, um den Standort an der Wuhlheide langfristig zu sichern.
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