Die Reaktivierung der Siemensbahn Berlin Spandau ist ein 880-Millionen-Euro-Projekt, dessen offizieller Baustart für den 14. August 2026 geplant ist. Bis Dezember 2029 wird die 4,5 Kilometer lange S-Bahn-Strecke wiederaufgebaut, um das neue Quartier Siemensstadt Square anzubinden. Zukünftig sollen bis zu 40.000 Fahrgäste täglich die Strecke im 10-Minuten-Takt nutzen und den Hauptbahnhof in nur 15 Minuten erreichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Offizieller Baubeginn: Die Hauptbauarbeiten für die Siemensbahn beginnen am 14. August 2026.
- Geplante Inbetriebnahme: Ab Dezember 2029 sollen die S-Bahnen auf der neuen Strecke wieder regulär verkehren.
- Projektkosten: Der Wiederaufbau der historischen Trasse wird mit rund 880 Millionen Euro veranschlagt (Stand 2024).
- Streckendaten: Die reaktivierte Strecke ist 4,5 Kilometer lang und umfasst die drei barrierefreien Stationen Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld.
- Fahrplan: Geplant ist ein 10-Minuten-Takt zwischen 6 und 22 Uhr mit einer Kapazität für bis zu 40.000 Fahrgäste pro Tag.
- Fahrzeit: Die Fahrtzeit vom neuen Quartier Siemensstadt Square zum Berliner Hauptbahnhof wird sich auf 15 Minuten reduzieren.
Was ist die Siemensbahn Berlin Spandau?
Die Siemensbahn Berlin Spandau stellt eine wichtige Verkehrsachse im Berliner Westen dar. Nach über vier Jahrzehnten des Stillstands wird die Trasse nun im Rahmen des Infrastrukturprojekts i2030 wiederbelebt. Ziel ist es, die neuen Wohn- und Gewerbegebiete in Siemensstadt und Gartenfeld leistungsfähig an das öffentliche Nahverkehrsnetz anzuschließen. Die Reaktivierung bedeutet für Zehntausende Berlinerinnen und Berliner eine erhebliche Verkürzung ihrer täglichen Pendelzeiten und eine direkte Anbindung an die Berliner Innenstadt.
Wann können sich Anwohner über den Bau der Siemensbahn informieren?
Noch vor dem offiziellen Baustart sucht das Projektteam den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Informationsveranstaltung am 27. April 2026 richtet sich gezielt an die direkte Nachbarschaft der Bahntrasse. Im Mittelpunkt stehen die Projektabschnitte 1.2 und 1.3, welche den Bereich zwischen dem Altarm der Spree und dem zukünftigen Bahnhof Gartenfeld umfassen.
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, unterstreicht laut der offiziellen Projektseite i2030 die Bedeutung des Termins. Da die Plätze vor Ort begrenzt sind, stellt die Bahn die Veranstaltung auch als Livestream im Internet zur Verfügung. So können alle Interessierten die Präsentationen verfolgen und sich über die bevorstehenden Arbeiten informieren.
| Merkmal | Daten zur Strecke |
|---|---|
| Projektname | Siemensbahn (i2030) |
| Streckenlänge | 4,5 Kilometer |
| Stationen | Wernerwerk, Siemensstadt, Gartenfeld |
| Baubeginn | 14. August 2026 |
| Geplante Eröffnung | Dezember 2029 |
| Projektkosten | 880 Millionen Euro (Stand: 2024) |
| Taktung | 10-Minuten-Takt (tagsüber) |
| Fahrgastprognose | bis zu 40.000 täglich |

Welche Bauarbeiten sind für die Siemensbahn geplant?
Die Reaktivierung der seit Jahrzehnten stillgelegten Trasse stellt eine erhebliche bauliche Herausforderung dar. Die Natur hat sich große Teile der Gleisanlagen zurückerobert, was umfangreiche Vorarbeiten erfordert. Ein zentrales Vorhaben ist die Sanierung des denkmalgeschützten Stahlviadukts, das das Stadtbild von Siemensstadt prägt. Gleichzeitig muss eine komplett neue Brücke über die Spree errichtet werden, um die durchgehende Befahrbarkeit der Strecke zu gewährleisten.
Darüber hinaus wird die gesamte technische Infrastruktur erneuert. Dies schließt die Stromversorgung der Trasse nach modernsten Standards ebenso ein wie den barrierefreien Ausbau der drei S-Bahn-Stationen Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld. Während der Bauphase ist im Umfeld des Wernerwerks und entlang des Rohrdamms mit Lärmbelästigungen und temporären Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Wie sieht der Fahrplan der neuen Siemensbahn aus?
Die Inbetriebnahme der Strecke wird den öffentlichen Nahverkehr im Westen Berlins grundlegend verändern. Der geplante 10-Minuten-Takt auf einer eigenen, vom restlichen Netz unabhängigen Trasse verspricht eine hohe Zuverlässigkeit. Angesichts der regelmäßigen BVG Störungen heute im Bestandsnetz stellt dies für viele Pendler eine willkommene Verbesserung dar. Die i2030-Initiative plant, die Strecke mit hohen Kapazitäten auszustatten, um bis zu 40.000 Fahrgäste pro Tag befördern zu können.
Der größte Vorteil für die Anwohnerinnen und Anwohner ist die drastische Verkürzung der Fahrzeit: Vom neuen Stadtquartier Siemensstadt Square wird die Fahrt zum Berliner Hauptbahnhof nur noch rund 15 Minuten dauern.
| Zeitraum | Fahrten pro Richtung | Taktung |
|---|---|---|
| 06:00 – 22:00 Uhr | 96 Fahrten | 10-Minuten-Takt |
| 22:00 – 06:00 Uhr | 28 Fahrten | reduzierter Nachttakt |

Warum ist die Reaktivierung der Siemensbahn für Berlin wichtig?
Die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn Berlin Spandau ist eng mit der Entwicklung der „Siemensstadt Square“ verknüpft. Auf dem Areal der historischen Industrieanlagen entsteht ein modernes Quartier für Wohnen, Forschung und Gewerbe. Eine leistungsfähige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist die Grundvoraussetzung, um dieses Wachstum verkehrstechnisch zu bewältigen.
Wer angesichts der Spritpreise Berlin aktuell eine Alternative zum Auto sucht, erhält mit der neuen S-Bahn-Verbindung ab Ende 2029 eine attraktive Option. Das von den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Deutschen Bahn getragene Projekt zeigt, dass Investitionen in dieser Größenordnung notwendig sind, um wachsende Außenbezirke zukunftsfähig an die Innenstadt anzubinden. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt begleitet das Vorhaben eng.

Häufige Fragen zu Siemensbahn Berlin Spandau
Wann beginnt der Bau der Siemensbahn Berlin Spandau?
Der offizielle Baustart für die Reaktivierung der Siemensbahn Berlin Spandau ist für den 14. August 2026 angesetzt. Bauvorbereitende Maßnahmen finden bereits im Vorfeld statt.
Welche Stationen bekommt die neue Strecke?
Auf der 4,5 Kilometer langen Trasse werden die drei historischen S-Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld reaktiviert. Sie werden vollständig saniert und barrierefrei ausgebaut, um sie an das moderne S-Bahn-Netz anzuschließen.
Was kostet der Wiederaufbau der Siemensbahn Berlin Spandau?
Die Gesamtkosten für das Großprojekt belaufen sich nach derzeitigem Stand (2024) auf rund 880 Millionen Euro. Diese Summe umfasst unter anderem die Sanierung des denkmalgeschützten Stahlviadukts und den Neubau einer Brücke über die Spree.
Wie oft fährt die S-Bahn auf der neuen Strecke?
Für die neue Siemensbahn ist ein 10-Minuten-Takt vorgesehen. Im Tagesverkehr zwischen 6 und 22 Uhr sind 96 Fahrten pro Richtung geplant. In den Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr wird es 28 Fahrten je Richtung geben.
Wann ist die Siemensbahn Berlin Spandau fertig?
Die Inbetriebnahme der Siemensbahn Berlin Spandau ist für Dezember 2029 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die neue Verbindung für bis zu 40.000 Fahrgäste täglich zur Verfügung stehen.
Fazit
Die Reaktivierung der Siemensbahn Berlin Spandau ist ein Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur im Westen Berlins. Mit einem Investitionsvolumen von 880 Millionen Euro wird nicht nur eine historische Bahnstrecke wiederbelebt, sondern eine entscheidende Lebensader für die neuen Stadtquartiere geschaffen. Die geplante Inbetriebnahme im Dezember 2029 mit einer Fahrzeit von nur 15 Minuten bis zum Hauptbahnhof wird die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs deutlich steigern. Für Anwohner und zukünftige Pendler bedeutet das Projekt eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität und einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Mobilität für die wachsende Hauptstadt.




