Kriminalität 📅 6. April 2026 ⏱ 7 Min. 👁 37 Aufrufe

Schüsse Berlin Schöneberg: LKA-Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt

Schüsse Berlin Schöneberg – Imbiss am Ostersonntag attackiert. Warum die Waffengewalt in der Hauptstadt eskaliert und wie das LKA jetzt reagiert. → Jetzt lesen

Die Schüsse Berlin Schöneberg am Ostersonntag markieren einen neuen Höhepunkt der Waffengewalt in der Hauptstadt. Gegen 6 Uhr morgens entdeckte ein Imbissbetreiber Einschusslöcher in seinem Ausgabefenster in Berlin-Schöneberg – der dritte Angriff auf ein Berliner Lokal innerhalb nur einer Woche. Ich beobachte diese Entwicklung mit Sorge, denn die Hemmschwelle für den Einsatz scharfer Waffen auf offener Straße sinkt spürbar, während die Ermittlungsbehörden mit neuen Sondereinheiten dagegenhalten müssen.

Kurz zusammengefasst: Die Schüsse Berlin Schöneberg reihen sich in eine stadtweite Serie von Waffengewalt ein. Allein 2025 registrierte die Berliner Polizei 515 Fälle mit Schussabgabe. Die neue LKA-Sondereinheit „Ferrum“ und die Staatsanwaltschafts-Gruppe „Telum“ ermitteln nun zentral. Bis Ende Februar 2026 wurden bereits 260 Verfahren eingeleitet und 18 scharfe Waffen beschlagnahmt.
📋 Das Wichtigste in Kürze
  • Am Ostersonntag gegen 6 Uhr wurden zwei Patronenhülsen an einem zerschossenen Imbissfenster in Schöneberg gesichert.
  • In der Schöneberger Ebersstraße wurde zuvor ein 38-Jähriger gegen Mitternacht durch einen Schuss ins Gesäß schwer verletzt.
  • Allein im Jahr 2025 zählte die Polizei 1.119 Delikte mit Schusswaffen in Berlin.
  • Die LKA-Sondereinheit „Ferrum“ erwirkte bis Ende Februar 2026 bereits 13 Haftbefehle.

🔍 Eskalation in Schöneberg: Angriffe auf Imbiss und offener Straße

Die aktuellen Schüsse Berlin Schöneberg reihen sich in eine beunruhigende Chronik ein. Am Ostersonntag alarmierte der Betreiber eines Imbisses gegen 6 Uhr morgens die Polizei, nachdem er Einschusslöcher am Speisenausgabefenster seines Geschäfts bemerkt hatte. Die Kriminaltechnik sicherte am Tatort zwei Patronenhülsen. Es ist kein Einzelfall in diesem Kiez: Bereits wenige Tage zuvor wurde in der Ebersstraße (10827 Berlin-Schöneberg) ein 38-jähriger Mann gegen Mitternacht aus seiner Wohnung gelockt. Die Täter feuerten auf ihn und trafen ihn ins Gesäß. Die Polizei konnte später drei Verdächtige im Alter von 19, 20 und 21 Jahren in Hessen festnehmen.

Auch am 16. Februar 2026 kam es zu einem schweren Vorfall, als ein maskierter Täter gegen 3 Uhr nachts auf zwei junge Männer zulief und einem 19-Jährigen gezielt ins Bein schoss. Dass die Schüsse Berlin Schöneberg so massiv in den öffentlichen Raum drängen, alarmiert Anwohner und Polizei gleichermaßen.

Schüsse Berlin Schöneberg: LKA-Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt
Foto: Jason Shi

🏛️ Die Antwort der Behörden: Sondereinheit „Ferrum“ und „Telum“

Um der rasanten Zunahme von Waffengewalt zu begegnen, hat das Landeskriminalamt (LKA) am 13. November 2025 die Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“ gegründet. Diese Sondereinheit bündelt die Ermittlungen zu Schusswaffendelikten im öffentlichen Raum. Auch die Schüsse Berlin Schöneberg werden nun zentral von „Ferrum“ bearbeitet. Die Staatsanwaltschaft zog kurz darauf mit der neuen Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für Angriffswaffe) nach, um Verfahren schneller zur Anklage zu bringen.

Die politische Dimension der Gewalt ist offensichtlich. Laut einem Bericht des Tagesspiegels (April 2026) ordnete Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) die Lage drastisch ein: „Wir sehen, dass sowohl qualitativ als auch quantitativ eine neue Bedrohungslage entstanden ist.“ Auch Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fand deutliche Worte: „In Berlin vergeht kaum eine Nacht, in der nicht irgendjemand zur Schusswaffe greift.“

Ermittlungsbilanz LKA Anzahl / Wert Zeitraum / Stand
Schusswaffendelikte gesamt 1.119 Fälle Jahr 2025
Tatsächliche Schussabgaben 515 Fälle (inkl. Schreckschuss) Jahr 2025
Ermittlungsverfahren „Ferrum“ 260 Verfahren Bis Ende Februar 2026
Beschlagnahmte scharfe Waffen 18 Stück Bis Ende Februar 2026
Erlassene Haftbefehle 13 Haftbefehle Bis Ende Februar 2026

📍 Neukölln und Moabit: Eine stadtweite Serie

Dass die Schüsse Berlin Schöneberg kein isoliertes lokales Problem sind, beweist der Blick auf andere Bezirke. Nur wenige Tage vor dem Vorfall am Ostersonntag feuerten Unbekannte auf ein Lokal in der Buschkrugallee in Neukölln. Kurz darauf trafen Projektile die Scheibe eines Cafés in der Hermannstraße, in dem sich zu diesem Zeitpunkt sechs Gäste aufhielten. Bereits im September des Vorjahres wurde an derselben Adresse ein 59-jähriger Mitarbeiter durch einen Schuss in den Arm verletzt. Diese Vorfälle werden von der Polizei intensiv untersucht, wie die jüngsten Ermittlungen zu den Schüssen auf ein Lokal in Berlin-Neukölln belegen.

Zusätzlich eskalierte die Gewalt in Moabit: Nach einem Streit in einer Shisha-Bar wurden zwei Männer im Alter von 21 und 26 Jahren durch Schüsse und Stiche schwer verletzt. Beide Personen wurden von der Berliner Polizei vorläufig festgenommen. Ob diese Taten in direktem Zusammenhang mit netzwerkartiger Kriminalität stehen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Erkenntnisse der Sondereinheit fließen auch in das aktuelle LKA Lagebild zur Clankriminalität in Berlin ein, das die Verflechtungen organisierter Banden dokumentiert.

🗞 Bleib informiert über die Sicherheitslage in Berlin

Verpasse keine wichtigen Updates zu Polizeieinsätzen, LKA-Ermittlungen und der Kriminalitätsentwicklung in den Berliner Bezirken.

→ Alle Kriminalitäts-News lesen

❓ Häufige Fragen zu Schüsse Berlin Schöneberg

Wann genau passierten die Schüsse Berlin Schöneberg am Imbiss?

Schüsse Berlin Schöneberg: LKA-Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt - Berlin News Highlights

Die Schüsse Berlin Schöneberg auf das Speisenausgabefenster eines Imbisses wurden am Morgen des Ostersonntags gegen 6 Uhr vom Betreiber entdeckt. Die Kriminaltechnik stellte vor Ort zwei Patronenhülsen sicher.

Welche Sondereinheit ermittelt nach den Angriffen?

Das Landeskriminalamt hat die Sondereinheit „Ferrum“ eingesetzt, die sich zentral um Schusswaffenkriminalität kümmert. Flankiert wird sie von der Ermittlungsgruppe „Telum“ der Berliner Staatsanwaltschaft.

Gab es bei den Vorfällen in Schöneberg Verletzte?

Beim Angriff auf den Imbiss am Ostersonntag wurde niemand verletzt. Zuvor wurde jedoch ein 38-Jähriger in der Schöneberger Ebersstraße gegen Mitternacht durch einen Schuss ins Gesäß schwer verletzt.

Sind die Täter der Schüsse Berlin Schöneberg gefasst?

Für den Angriff auf den Imbiss laufen die Ermittlungen noch (Stand: April 2026). Nach den Schüsse Berlin Schöneberg in der Ebersstraße auf den 38-Jährigen konnten jedoch drei Verdächtige im Alter von 19, 20 und 21 Jahren in Hessen festgenommen werden.

Wie viele Schusswaffendelikte gibt es in Berlin?

Die Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 1.119 Delikte mit Schusswaffen. In 515 dieser Fälle wurde tatsächlich geschossen, wobei in dieser Statistik auch der Einsatz von Schreckschusswaffen erfasst ist.

Schüsse Berlin Schöneberg: LKA-Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt
Foto: RDNE Stock project

🏁 Fazit: Ein Kampf um das Gewaltmonopol

Die Schüsse Berlin Schöneberg zeigen schonungslos, dass die Gewalt auf den Straßen der Hauptstadt eine neue Qualität erreicht hat. Mit 515 Schussabgaben allein im vergangenen Jahr und einer Serie von Angriffen auf Lokale ist das Sicherheitsgefühl vieler Anwohner massiv gestört. Die Ermittlungsbehörden stehen massiv unter Druck.

Die Einrichtung der Sondereinheit „Ferrum“ war ein zwingend notwendiger Schritt des LKA, der mit 260 Ermittlungsverfahren in den ersten Monaten erste messbare Ergebnisse liefert. Für die Anwohner in Schöneberg und Neukölln bleibt entscheidend, ob diese Strukturmaßnahmen ausreichen, um die bewaffneten Konflikte dauerhaft aus dem öffentlichen Raum zurückzudrängen.

📖 Das könnte dich auch interessieren

🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Verantwortlicher & Chefredakteur
Wenn in Berlin-Schöneberg scharf geschossen wird, interessiert mich nicht nur die offizielle Polizeimeldung – sondern wie lange die kriminellen Strukturen dahinter wachsen konnten, bis der Staat reagiert. Die Eskalation auf unseren Straßen ist das Ergebnis konkreter politischer Versäumnisse der vergangenen Jahre, die nun mühsam durch Sondereinheiten aufgearbeitet werden müssen.
Alle Autoren des BerlinEcho-Redaktionsteams →

🤖 Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI). Angaben basieren auf verfügbaren Quellen zum Zeitpunkt der Erstellung. Für Korrekturen oder Hinweise: Kontakt zur Redaktion →