Der Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain bezeichnet eine Attacke vom 25. März 2026, bei der zwei 19-Jährige in der Jessnerstraße schwer verletzt wurden. Da die flüchtigen Täter verfassungsfeindliche Parolen riefen, hat der Staatsschutz des LKA die Ermittlungen übernommen. Knapp zwei Wochen nach der Tat sind die Angreifer weiterhin flüchtig.
Das Wichtigste in Kürze
- Tatort & Tatzeit: Der Angriff ereignete sich am 25. März 2026 gegen 1:30 Uhr in der Jessnerstraße in Berlin-Friedrichshain (10247).
- Opfer & Verletzungen: Eine 19-jährige Frau erlitt eine schwere Schnittwunde am Kopf, ihr 19-jähriger Begleiter schwere Gesichtsverletzungen.
- Täter: Zwei unbekannte Männer, die nach der Tat verfassungsfeindliche Parolen riefen und weiterhin flüchtig sind (Stand: April 2026).
- Ermittlungen: Aufgrund der mutmaßlich rechtsextremen Motivation hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) den Fall übernommen.
- Reaktion: Als Zeichen gegen rechte Gewalt demonstrierten am darauffolgenden Sonntag rund 500 Menschen weitgehend friedlich im Kiez.
⚖️ Alle genannten Personen gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Dieser Artikel gibt den Stand der Ermittlungen vom April 2026 wieder.
Was geschah bei dem Macheten-Angriff in Friedrichshain?
Die Eskalation ereignete sich in den frühen Morgenstunden gegen 1:30 Uhr vor der Punk-Kneipe „Supamolly“. Ein 19-jähriges Paar hatte gerade die Bar verlassen, als es laut Pressemitteilung der Berliner Polizei von zwei unbekannten Männern zunächst beschimpft und beleidigt wurde.
Unvermittelt zog einer der Angreifer eine Machete aus seiner Jacke und schlug dem 19-jährigen Mann ins Gesicht. Anschließend entfernte der Täter die Schutzhülle der Klinge und attackierte die 19-jährige Frau, die eine schwere Schnittwunde am Kopf erlitt. Späteren Berichten zufolge reichte eine Schnittverletzung am Unterarm eines der Opfer bis auf den Knochen. Währenddessen schlug der zweite Täter ebenfalls auf das Paar ein. Rettungskräfte brachten die Schwerverletzten zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Angreifer flüchteten nach dem Macheten Angriff Berlin Friedrichshain in Richtung Scharnweberstraße.
Warum ermittelt der Staatsschutz in diesem Fall?
Der Fall wird nicht als gewöhnliche Körperverletzung behandelt. Die mutmaßlich politisch motivierten Hintergründe führten dazu, dass der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen an sich zog. Die Identität der beiden Angreifer ist auch knapp zwei Wochen nach der Tat ungeklärt, die Täter sind weiterhin flüchtig. Die Polizei ist auf Zeugenaussagen angewiesen.
Wer in der Tatnacht Beobachtungen in der Jessnerstraße oder auf dem Fluchtweg in Richtung Scharnweberstraße gemacht hat, wird gebeten, sich beim LKA oder einer örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um die Täter zu identifizieren. Sie können auch online eine Anzeige erstatten in Berlin.

| Faktencheck | Details zur Tat | Aktueller Status |
|---|---|---|
| Tatort | Jessnerstraße, 10247 Berlin-Friedrichshain | Bestätigt |
| Tatzeit | 25. März 2026, ca. 1:30 Uhr | Bestätigt |
| Täter | Zwei unbekannte Männer | Flüchtig |
| Ermittlungen | Polizeilicher Staatsschutz des LKA | Laufend |
Wie reagierte der Kiez auf die Tat?
Die Brutalität der Tat sorgte im Bezirk für Entsetzen und eine schnelle Mobilisierung. Die Stimmung auf der Kundgebung war von Fassungslosigkeit geprägt. „Aber mit einer Machete, mit Tötungsabsicht, das gab es noch nie“, sagte der Antifaschist Markus aus Friedrichshain gegenüber Medienvertretern. Die politische Einordnung der Tat führte zu scharfen Worten.
Leonie Mirkos von der Initiative Internationale Jugend Berlin kritisierte laut tagesschau.de die öffentliche Debatte: „Während der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei öffentlich von Linken als ‚Krebsgeschwür‘ und einer ignorierten Gefahr von Links spricht, schlagen wenige Stunden später mitten in Berlin Faschisten mit Macheten auf Jugendliche ein.“

Welche Folgen hat der Angriff für die Sicherheitsdebatte in Berlin?
Ein Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain mit mutmaßlich politischem Hintergrund heizt die ohnehin angespannte Sicherheitsdebatte weiter an. Gerade in den Kiezen von Friedrichshain-Kreuzberg stehen Gewaltdelikte zunehmend im Fokus der Behörden. Parallel wird im angrenzenden Bezirk intensiv über das neue Sicherheitskonzept für den Görlitzer Park diskutiert, um nächtliche Kriminalität einzudämmen.
Für Anwohner in der Jessnerstraße und Betreiber lokaler Bars bedeutet die Tat einen massiven Einschnitt in das Sicherheitsgefühl. Wenn bewaffnete Täter durch den Kiez ziehen, rückt die Frage nach der Polizeipräsenz in den späten Nachtstunden unweigerlich wieder auf die politische Agenda des Senats.

Häufige Fragen zu Macheten Angriff Berlin Friedrichshain
Wo genau passierte der Macheten-Angriff in Berlin-Friedrichshain?
Die Tat ereignete sich in der Jessnerstraße im Bezirk Friedrichshain (PLZ 10247). Die beiden 19-jährigen Opfer hatten gegen 1:30 Uhr nachts gerade eine dortige Bar verlassen, als sie von den Tätern angegriffen wurden.
Wer ermittelt nach dem Macheten-Angriff in Berlin-Friedrichshain?
Da die Täter während der Flucht verfassungsfeindliche Parolen wie „Sieg Heil“ riefen, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) die Ermittlungen übernommen. Es wird von einem politisch motivierten Hintergrund ausgegangen.
Welche Verletzungen erlitten die Opfer bei der Attacke?
Der 19-jährige Mann erlitt durch Schläge mit der Machete schwere Verletzungen im Gesicht. Die 19-jährige Frau trug eine Schnittwunde am Kopf davon, nachdem der Täter die Schutzhülle der Klinge entfernt hatte. Beide wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.
Wie viele Menschen demonstrierten in Friedrichshain?
Am Sonntag nach der Tat versammelten sich rund 500 Menschen in Friedrichshain. Sie demonstrierten laut Polizeiangaben weitgehend friedlich gegen rechtsextreme Gewalt und zeigten sich solidarisch mit den Opfern.
Wohin flüchteten die Täter nach dem Angriff?
Nach der brutalen Attacke flüchteten die beiden unbekannten Männer zu Fuß in Richtung Scharnweberstraße. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die die Täter auf diesem Fluchtweg beobachtet haben könnten.
Fazit
Der Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain zeigt auf brutale Weise, wie schnell aus verbalen Beleidigungen lebensgefährliche Gewalt werden kann. Die Kombination aus einer Klingenwaffe und verfassungsfeindlichen Parolen macht diesen Fall zu einem der erschütterndsten Vorfälle des Jahres 2026 im Bezirk. Während die Ermittlungen des Staatsschutzes andauern und die Täter flüchtig sind, hat die Zivilgesellschaft ein klares Zeichen gesetzt: Die schnelle und friedliche Reaktion von 500 Demonstranten verdeutlicht, dass der Kiez rechte Gewalt nicht schweigend hinnimmt. Der Vorfall bleibt ein Weckruf für die Sicherheitsdebatte und die Notwendigkeit, politisch motivierter Kriminalität konsequent entgegenzutreten.




