Kriminalität 📅 6. April 2026 ⏱ 7 Min. 👁 151 Aufrufe

Macheten Angriff Berlin Friedrichshain: LKA-Staatsschutz ermittelt – Täter weiter flüchtig

Macheten Angriff Berlin Friedrichshain – Zwei 19-Jährige wurden in der Jessnerstraße schwer verletzt. Der Staatsschutz ermittelt. → Alle Infos hier

Folge BerlinEcho
Erhalte alle Berlin-News dort, wo es dir am besten passt.
Kurzantwort

Der Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain bezeichnet eine Attacke vom 25. März 2026, bei der zwei 19-Jährige in der Jessnerstraße schwer verletzt wurden. Da die flüchtigen Täter verfassungsfeindliche Parolen riefen, hat der Staatsschutz des LKA die Ermittlungen übernommen. Knapp zwei Wochen nach der Tat sind die Angreifer weiterhin flüchtig.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was geschah bei dem Macheten-Angriff in Friedrichshain?
  3. Warum ermittelt der Staatsschutz in diesem Fall?
  4. Wie reagierte der Kiez auf die Tat?
  5. Welche Folgen hat der Angriff für die Sicherheitsdebatte in Berlin?
  6. Häufige Fragen zu Macheten Angriff Berlin Friedrichshain
  7. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Tatort & Tatzeit: Der Angriff ereignete sich am 25. März 2026 gegen 1:30 Uhr in der Jessnerstraße in Berlin-Friedrichshain (10247).
  • Opfer & Verletzungen: Eine 19-jährige Frau erlitt eine schwere Schnittwunde am Kopf, ihr 19-jähriger Begleiter schwere Gesichtsverletzungen.
  • Täter: Zwei unbekannte Männer, die nach der Tat verfassungsfeindliche Parolen riefen und weiterhin flüchtig sind (Stand: April 2026).
  • Ermittlungen: Aufgrund der mutmaßlich rechtsextremen Motivation hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) den Fall übernommen.
  • Reaktion: Als Zeichen gegen rechte Gewalt demonstrierten am darauffolgenden Sonntag rund 500 Menschen weitgehend friedlich im Kiez.

⚖️ Alle genannten Personen gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Dieser Artikel gibt den Stand der Ermittlungen vom April 2026 wieder.

Was geschah bei dem Macheten-Angriff in Friedrichshain?

In der Nacht zum 25. März 2026 wurden eine 19-jährige Frau und ihr Begleiter in der Jessnerstraße von zwei Männern attackiert. Einer der Täter schlug mit einer Machete zu und verletzte beide schwer. Die Opfer sind Mitglieder der sozialistischen Jugendgruppe Internationale Jugend Berlin.

Die Eskalation ereignete sich in den frühen Morgenstunden gegen 1:30 Uhr vor der Punk-Kneipe „Supamolly“. Ein 19-jähriges Paar hatte gerade die Bar verlassen, als es laut Pressemitteilung der Berliner Polizei von zwei unbekannten Männern zunächst beschimpft und beleidigt wurde.

Unvermittelt zog einer der Angreifer eine Machete aus seiner Jacke und schlug dem 19-jährigen Mann ins Gesicht. Anschließend entfernte der Täter die Schutzhülle der Klinge und attackierte die 19-jährige Frau, die eine schwere Schnittwunde am Kopf erlitt. Späteren Berichten zufolge reichte eine Schnittverletzung am Unterarm eines der Opfer bis auf den Knochen. Währenddessen schlug der zweite Täter ebenfalls auf das Paar ein. Rettungskräfte brachten die Schwerverletzten zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Angreifer flüchteten nach dem Macheten Angriff Berlin Friedrichshain in Richtung Scharnweberstraße.

Warum ermittelt der Staatsschutz in diesem Fall?

Der Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) hat die Ermittlungen übernommen, da die Täter bei ihrer Flucht „Sieg Heil!“ und andere verfassungsfeindliche Parolen riefen. Dies deutet auf eine rechtsextreme und rassistische Motivation für die Tat hin, weshalb der Fall politisch eingestuft wird.

Der Fall wird nicht als gewöhnliche Körperverletzung behandelt. Die mutmaßlich politisch motivierten Hintergründe führten dazu, dass der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen an sich zog. Die Identität der beiden Angreifer ist auch knapp zwei Wochen nach der Tat ungeklärt, die Täter sind weiterhin flüchtig. Die Polizei ist auf Zeugenaussagen angewiesen.

Wer in der Tatnacht Beobachtungen in der Jessnerstraße oder auf dem Fluchtweg in Richtung Scharnweberstraße gemacht hat, wird gebeten, sich beim LKA oder einer örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um die Täter zu identifizieren. Sie können auch online eine Anzeige erstatten in Berlin.

Macheten Angriff Berlin Friedrichshain: 500 bei Demo
Foto: Helena Jankovičová Kováčová
Faktencheck Details zur Tat Aktueller Status
Tatort Jessnerstraße, 10247 Berlin-Friedrichshain Bestätigt
Tatzeit 25. März 2026, ca. 1:30 Uhr Bestätigt
Täter Zwei unbekannte Männer Flüchtig
Ermittlungen Polizeilicher Staatsschutz des LKA Laufend

Wie reagierte der Kiez auf die Tat?

Als Reaktion auf den brutalen Angriff versammelten sich am darauffolgenden Sonntag rund 500 Menschen zu einer Demonstration in Friedrichshain. Die Kundgebung, die laut Polizei weitgehend friedlich verlief, richtete sich gezielt gegen Rechtsextremismus und rassistische Gewalt im Bezirk.

Die Brutalität der Tat sorgte im Bezirk für Entsetzen und eine schnelle Mobilisierung. Die Stimmung auf der Kundgebung war von Fassungslosigkeit geprägt. „Aber mit einer Machete, mit Tötungsabsicht, das gab es noch nie“, sagte der Antifaschist Markus aus Friedrichshain gegenüber Medienvertretern. Die politische Einordnung der Tat führte zu scharfen Worten.

Leonie Mirkos von der Initiative Internationale Jugend Berlin kritisierte laut tagesschau.de die öffentliche Debatte: „Während der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei öffentlich von Linken als ‚Krebsgeschwür‘ und einer ignorierten Gefahr von Links spricht, schlagen wenige Stunden später mitten in Berlin Faschisten mit Macheten auf Jugendliche ein.“

Macheten Angriff Berlin Friedrichshain: 500 bei Demo - Berlin News Highlights

Welche Folgen hat der Angriff für die Sicherheitsdebatte in Berlin?

Der politisch motivierte Angriff mit einer Machete verschärft die Sicherheitsdebatte in der Hauptstadt. Insbesondere in Ausgehvierteln wie Friedrichshain rücken Gewaltdelikte stärker in den Fokus. Die Tat erhöht den Druck auf den Senat, die Polizeipräsenz in den Nachtstunden zu überdenken.

Ein Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain mit mutmaßlich politischem Hintergrund heizt die ohnehin angespannte Sicherheitsdebatte weiter an. Gerade in den Kiezen von Friedrichshain-Kreuzberg stehen Gewaltdelikte zunehmend im Fokus der Behörden. Parallel wird im angrenzenden Bezirk intensiv über das neue Sicherheitskonzept für den Görlitzer Park diskutiert, um nächtliche Kriminalität einzudämmen.

Für Anwohner in der Jessnerstraße und Betreiber lokaler Bars bedeutet die Tat einen massiven Einschnitt in das Sicherheitsgefühl. Wenn bewaffnete Täter durch den Kiez ziehen, rückt die Frage nach der Polizeipräsenz in den späten Nachtstunden unweigerlich wieder auf die politische Agenda des Senats.

Macheten Angriff Berlin Friedrichshain: 500 bei Demo
Foto: RDNE Stock project

Häufige Fragen zu Macheten Angriff Berlin Friedrichshain

Wo genau passierte der Macheten-Angriff in Berlin-Friedrichshain?

Die Tat ereignete sich in der Jessnerstraße im Bezirk Friedrichshain (PLZ 10247). Die beiden 19-jährigen Opfer hatten gegen 1:30 Uhr nachts gerade eine dortige Bar verlassen, als sie von den Tätern angegriffen wurden.

Wer ermittelt nach dem Macheten-Angriff in Berlin-Friedrichshain?

Da die Täter während der Flucht verfassungsfeindliche Parolen wie „Sieg Heil“ riefen, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) die Ermittlungen übernommen. Es wird von einem politisch motivierten Hintergrund ausgegangen.

Welche Verletzungen erlitten die Opfer bei der Attacke?

Der 19-jährige Mann erlitt durch Schläge mit der Machete schwere Verletzungen im Gesicht. Die 19-jährige Frau trug eine Schnittwunde am Kopf davon, nachdem der Täter die Schutzhülle der Klinge entfernt hatte. Beide wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.

Wie viele Menschen demonstrierten in Friedrichshain?

Am Sonntag nach der Tat versammelten sich rund 500 Menschen in Friedrichshain. Sie demonstrierten laut Polizeiangaben weitgehend friedlich gegen rechtsextreme Gewalt und zeigten sich solidarisch mit den Opfern.

Wohin flüchteten die Täter nach dem Angriff?

Nach der brutalen Attacke flüchteten die beiden unbekannten Männer zu Fuß in Richtung Scharnweberstraße. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die die Täter auf diesem Fluchtweg beobachtet haben könnten.

Fazit

Der Macheten Angriff in Berlin Friedrichshain zeigt auf brutale Weise, wie schnell aus verbalen Beleidigungen lebensgefährliche Gewalt werden kann. Die Kombination aus einer Klingenwaffe und verfassungsfeindlichen Parolen macht diesen Fall zu einem der erschütterndsten Vorfälle des Jahres 2026 im Bezirk. Während die Ermittlungen des Staatsschutzes andauern und die Täter flüchtig sind, hat die Zivilgesellschaft ein klares Zeichen gesetzt: Die schnelle und friedliche Reaktion von 500 Demonstranten verdeutlicht, dass der Kiez rechte Gewalt nicht schweigend hinnimmt. Der Vorfall bleibt ein Weckruf für die Sicherheitsdebatte und die Notwendigkeit, politisch motivierter Kriminalität konsequent entgegenzutreten.

IN
✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

Sozialpolitik Wohnungsfrage Berlin Bildung Kinder & Familie Integration Gentrifizierung Bezirksleben
📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 196 Artikel