Die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade hat am Freitagmorgen, den 10. April 2026, den Betrieb in der Scheringstraße im Ortsteil Gesundbrunnen (Bezirk Mitte) massiv gestört. Gegen 8:00 Uhr klebten sich sieben Personen vor den Schranken des Rüstungskonzerns fest, um gegen die geplante Munitionsproduktion in den dortigen Hallen zu demonstrieren. Als politischer Beobachter sehe ich hier eine neue Eskalationsstufe: Der Protest gegen die Rüstungsindustrie verlagert sich zunehmend direkt in die Berliner Wohnkieze, wo Industrieanlagen und städtischer Alltag unmittelbar aufeinandertreffen.
- 7 Personen klebten sich am 10. April 2026 gegen 8:00 Uhr vor der Fabrikeinfahrt fest.
- Der Einsatzort befindet sich in der Scheringstraße 2, 13355 Berlin-Gesundbrunnen.
- Bereits am 25. März 2026 holte die Polizei bei einer Dachbesetzung vier Personen vom Gebäude.
- Der Standort firmiert seit Sommer 2025 als „Rheinmetall Waffen Munitions GmbH“.
⚖️ Alle genannten Personen gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Dieser Artikel gibt den Stand der Ermittlungen vom 10. April 2026 wieder.
🚓 Der Polizeieinsatz am Freitagmorgen
Die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade traf den Werksbetrieb am Freitagmorgen unvorbereitet. Nach offiziellen Angaben der Berliner Polizei positionierten sich gegen 8:00 Uhr sieben Personen direkt vor der Einfahrt und am Zaun des Werksgeländes in der Scheringstraße. Sie nutzten Klebstoff, um sich am Boden zu fixieren und so den Zugang für Fahrzeuge und Mitarbeiter physisch zu versperren. Sicherheitsmitarbeiter des Konzerns beobachteten die Situation zunächst von den Fabriktoren aus, griffen jedoch nicht physisch ein, sondern überließen den alarmierten Einsatzkräften das Feld. Die Polizei rückte mit Spezialkräften an, um die festgeklebten Personen mit Lösungsmitteln vom Asphalt zu trennen. Das Werksgelände in der Scheringstraße 2 (für die genaue Zuordnung siehe unsere Übersicht der Postleitzahl Berlin Bezirke) liegt mitten in einem dicht besiedelten Wohngebiet, was solche Einsätze logistisch anspruchsvoll macht.| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Name | Rheinmetall Waffen Munitions GmbH (Standort Berlin) |
| Adresse | Scheringstraße 2, 13355 Berlin-Gesundbrunnen |
| Ehemalige Produktion | Kfz-Teile |
| Zukünftige Produktion | Bauteile für Artilleriemunition |

📅 Rückblick: Die Dachbesetzung im März
Die aktuelle Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade ist der zweite Vorfall innerhalb kurzer Zeit. Erst zweieinhalb Wochen zuvor, am 25. März 2026, kam es an exakt derselben Adresse zu einer aufsehenerregenden Aktion. Laut einem Bericht des Tagesspiegels verschafften sich am frühen Mittwochmorgen vier Personen Zugang zum Dach eines Gebäudeteils direkt an der Einfahrt. Gegen 6:15 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Die Aktivisten der propalästinensischen Gruppe „Peacefully Against Genocide“ schwenkten Fahnen und übergossen die Fassade großflächig mit roter Farbe. Ein entrolltes Transparent trug den Aufdruck „Genozid in Palästina mit deutschen Waffen“. Die Polizei war damals mit 20 Beamten vor Ort, unterstützt durch die Höhenrettung der Berliner Feuerwehr. Die Einsatzkräfte holten die vier Personen vom Dach und nahmen sie für eine erkennungsdienstliche Behandlung (Fingerabdrücke und Fotos) in Gewahrsam. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt. Die Berliner Polizei ist im Frühjahr 2026 stark gefordert, da neben Industrie-Blockaden auch zahlreiche zivilgesellschaftliche Großereignisse wie der Aktionstag Sinti und Roma Berlin 2026 abgesichert werden müssen.🏭 Warum Rheinmetall in Berlin produziert
Dass die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade ausgerechnet jetzt stattfindet, hängt mit der strategischen Neuausrichtung des Standorts zusammen. Bereits im vergangenen Sommer firmierte das Werk in Gesundbrunnen zur „Rheinmetall Waffen Munitions GmbH“ um. Der Konzern hatte angekündigt, die bisherige Produktion von Kfz-Teilen einzustellen und stattdessen Bauteile für Artilleriemunition zu fertigen – ein Bereich, der seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine stark wächst. Medienberichten zufolge verzögert sich diese Umstellung jedoch. Der RBB berichtete kürzlich, dass technische Probleme mit dem Hallenboden, der für die neuen, schweren Produktionsanlagen ertüchtigt werden muss, der Grund dafür seien. Konzern-Chef Armin Papperger wies Bedenken bezüglich der Verzögerungen zurück. Gegenüber dem RBB erklärte er, die Bodenarbeiten hätten „absolut null Auswirkungen“, da Rheinmetall an anderen Standorten bereits „gewaltige Kapazitäten geschaffen“ habe.| Datum | Ereignis | Details |
|---|---|---|
| Sommer 2025 | Umfirmierung | Standort wird zur Rheinmetall Waffen Munitions GmbH |
| 25. März 2026 | Dachbesetzung | 4 Personen auf dem Dach, rote Farbe an der Fassade |
| 10. April 2026 | Klebe-Blockade | 7 Personen blockieren die Einfahrt am Freitagmorgen |
📍 Proteste von Berlin bis Unterlüß
Die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade reiht sich in eine bundesweite Protestwelle gegen den Rüstungskonzern ein. Wie die Tageszeitung nd-aktuell berichtete, standen Rheinmetall-Standorte auch während der traditionellen Ostermärsche im Fokus. In der Lüneburger Heide zogen am Karsamstag rund 150 Antimilitaristen zum Stammsitz des Konzerns in Unterlüß. Dort bildeten Landwirte mit ihren Traktoren sogar eine Blockade an der nördlichen Zufahrt zur Rheinmetall-Zentrale in der Neuensothriether Straße. Die Aktivisten in Berlin argumentieren ähnlich wie die Demonstranten in Niedersachsen: Auf Instagram erklärte die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ nach der März-Aktion, viele Anwohner in Gesundbrunnen wüssten gar nicht, dass Rheinmetall plane, „mitten in Berlin Munition produzieren“ zu wollen.🗞 Mehr Kriminalitäts-News aus der Hauptstadt
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Warum gab es die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade?
Die Rheinmetall Fabrik Berlin Blockade richtet sich gegen die geplante Umstellung des Werks in Gesundbrunnen. Der Konzern will dort künftig Bauteile für Artilleriemunition statt wie bisher Kfz-Teile produzieren. Dagegen protestieren verschiedene Gruppierungen.
Wo genau befindet sich das Werk in Berlin?
Das betroffene Werksgelände der Rheinmetall Waffen Munitions GmbH befindet sich in der Scheringstraße 2 im Ortsteil Gesundbrunnen, der zum Bezirk Mitte gehört. Es liegt direkt in einem städtischen Wohngebiet.
Was passierte bei der Dachbesetzung am 25. März 2026?
Vier Aktivisten der Gruppe „Peacefully Against Genocide“ kletterten auf das Dach an der Einfahrt, schwenkten palästinensische Fahnen und schütteten rote Farbe über die Fassade. Die Polizei räumte das Dach mit Hilfe der Höhenrettung.
Was wird in der Rheinmetall-Fabrik in Gesundbrunnen produziert?
Bislang produzierte das Werk Autoteile. Zukünftig sollen dort Komponenten für Artilleriemunition hergestellt werden. Die Umrüstung der Hallen verzögert sich aktuell aufgrund von technischen Problemen mit dem Industrieboden.
Welche Konsequenzen drohen den Blockierern?
Wer sich an Werkszufahrten festklebt oder Dächer besetzt, muss in der Regel mit Strafanzeigen rechnen. Bei den Aktivisten der Dachbesetzung im März ermittelt die Polizei konkret wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

🏁 Fazit: Wachsender Druck auf Rüstungsstandorte
🗞 Über den Autor: Maik Möhring – Verantwortlicher & Chefredakteur
Als ich am Freitagmorgen die gesperrte Scheringstraße in Gesundbrunnen sah, wurde mir klar: Globale Rüstungspolitik und lokaler Kiez-Alltag prallen in Berlin mittlerweile ungefiltert aufeinander. Ein Industrieunternehmen mitten in der Stadt wird unweigerlich zur politischen Bühne.
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