Postleitzahl Berlin: alle 190 PLZ nach Bezirken sortiert
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Berlin hat 190 Zustell-Postleitzahlen, mehr als jede andere deutsche Stadt. Die Nummern reichen von 10115 in Mitte bis 14199 in Charlottenburg-Wilmersdorf und beginnen mit 10, 12, 13 oder 14. Die meisten PLZ hat Charlottenburg-Wilmersdorf mit 25. Nach Adressdaten des Amts für Statistik gelten 58 Postleitzahlen in mehr als einem Bezirk.
Zuletzt aktualisiert am . Jede Postleitzahl in Berlin beginnt mit einer 1, und die Spanne reicht von 10115 bis 14199. Die Zahl 190 nennt die Deutsche Post selbst: Berlin sei die Stadt mit den meisten Zustell-Postleitzahlen, gefolgt von Hamburg mit 100 und München mit 75. Welche PLZ zu welchem Bezirk gehört, hat BerlinEcho aus den amtlichen Adressdaten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg ausgewertet. Ergebnis: Postleitzahlen und Bezirksgrenzen passen oft nicht zusammen.
Wie viele Postleitzahlen hat Berlin?
Berlin hat 190 Postleitzahlen für Hausanschriften. Der offene Datensatz «Postleitzahlen» des Amts für Statistik (Stand 30. Juni 2026) enthält 193 PLZ-Gebiete: die 190 Berliner Zustell-PLZ von 10115 bis 14199 und drei Brandenburger PLZ. Diese drei gelten für insgesamt elf Berliner Adressen in Treptow-Köpenick direkt an der Landesgrenze – 15537 für die Straße Am Zwiebusch in Schmöckwitz, 15566 und 15569 für je eine Adresse in Rahnsdorf.
Nicht mitgezählt sind Postleitzahlen ohne Wohngebiet. Großempfänger und Postfächer bekommen von der Post eigene Nummern, der Deutsche Bundestag etwa hat laut Impressum die Anschrift Platz der Republik 1, 11011 Berlin. Eingeführt wurden die fünfstelligen Postleitzahlen am 1. Juli 1993.
Was bedeuten die ersten zwei Ziffern 10, 12, 13 und 14?
Die ersten zwei Ziffern einer Berliner Postleitzahl zeigen grob die Himmelsrichtung. Die Zuordnung ist nicht streng geografisch, eine gute Faustregel ist sie trotzdem:
- 10 (59 PLZ): Innenstadt – Mitte, Moabit, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg sowie Lichtenberg und Karlshorst.
- 12 (65 PLZ): Süden und Südosten – Neukölln, Tempelhof, Steglitz, Lichterfelde, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf.
- 13 (49 PLZ): Norden – Wedding, Gesundbrunnen, Pankow, Weißensee, Hohenschönhausen, Reinickendorf und Spandau.
- 14 (17 PLZ): Südwesten – Westend, Grunewald, Schmargendorf, Dahlem, Zehlendorf, Wannsee sowie Kladow und Gatow.
BerlinEcho-Auswertung: Welche Postleitzahlen gehören zu welchem Bezirk?
Charlottenburg-Wilmersdorf hat mit 25 die meisten Postleitzahlen, Friedrichshain-Kreuzberg und Marzahn-Hellersdorf mit je 11 die wenigsten. Grundlage sind die 404.194 Adressen im Regionalen Bezugssystem des Amts für Statistik, abgerufen am 1. Oktober 2026; die PLZ-Gebiete selbst erzeugt das Amt laut Metadaten aus den Postleitzahlen der Deutschen Post für jede Adresse und aktualisiert sie halbjährlich. Jede Postleitzahl ist dem Bezirk zugeordnet, in dem die Mehrheit ihrer Adressen liegt. Die letzte Spalte nennt PLZ, deren Adressen überwiegend in einem Nachbarbezirk liegen, die aber auch hier vorkommen – teils nur mit einer einzigen Hausnummer.
| Bezirk | Anzahl | Postleitzahlen mit Schwerpunkt im Bezirk | Auch im Bezirk vertreten |
|---|---|---|---|
| Mitte | 19 | 10115, 10117, 10119, 10178, 10179, 10551, 10553, 10555, 10557, 10559, 10785, 10787, 13347, 13349, 13351, 13353, 13355, 13357, 13359 | 10435, 10623, 10963, 13405, 13407, 13409, 13627 |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 11 | 10243, 10245, 10247, 10249, 10961, 10963, 10965, 10967, 10969, 10997, 10999 | 10178, 10179, 10317, 10367, 10407, 10783, 10785, 12435 |
| Pankow | 17 | 10405, 10407, 10409, 10435, 10437, 10439, 13086, 13088, 13089, 13125, 13127, 13129, 13156, 13158, 13159, 13187, 13189 | 10119, 10247, 10249, 13051, 13053, 13355, 13359 |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 25 | 10585, 10587, 10589, 10623, 10625, 10627, 10629, 10707, 10709, 10711, 10713, 10715, 10717, 10719, 10789, 13627, 14050, 14052, 14053, 14055, 14057, 14059, 14193, 14197, 14199 | 10553, 10777, 10779, 10787, 10825, 13353, 13597, 13629, 14195 |
| Spandau | 12 | 13581, 13583, 13585, 13587, 13589, 13591, 13593, 13595, 13597, 13599, 13629, 14089 | 13627, 14052 |
| Steglitz-Zehlendorf | 17 | 12163, 12165, 12167, 12169, 12203, 12205, 12207, 12209, 12247, 12249, 14109, 14129, 14163, 14165, 14167, 14169, 14195 | 12157, 12161, 12277, 12279, 14193, 14197, 14199 |
| Tempelhof-Schöneberg | 22 | 10777, 10779, 10781, 10783, 10823, 10825, 10827, 10829, 12099, 12101, 12103, 12105, 12107, 12109, 12157, 12159, 12161, 12277, 12279, 12305, 12307, 12309 | 10785, 10787, 10789, 10965, 12163, 12169, 12249, 12347, 14197 |
| Neukölln | 16 | 12043, 12045, 12047, 12049, 12051, 12053, 12055, 12057, 12059, 12347, 12349, 12351, 12353, 12355, 12357, 12359 | 10965, 10967, 12099, 12107, 12305 |
| Treptow-Köpenick | 14 | 12435, 12437, 12439, 12459, 12487, 12489, 12524, 12526, 12527, 12555, 12557, 12559, 12587, 12589 | 12059, 12355, 12623 |
| Marzahn-Hellersdorf | 11 | 12619, 12621, 12623, 12627, 12629, 12679, 12681, 12683, 12685, 12687, 12689 | 12555, 13053, 13057 |
| Lichtenberg | 12 | 10315, 10317, 10318, 10319, 10365, 10367, 10369, 13051, 13053, 13055, 13057, 13059 | 12459, 12681 |
| Reinickendorf | 14 | 13403, 13405, 13407, 13409, 13435, 13437, 13439, 13465, 13467, 13469, 13503, 13505, 13507, 13509 | 13156, 13599, 13629 |
Die drei Brandenburger PLZ 15537, 15566 und 15569 sind in der Tabelle nicht enthalten. Übernahme der Auswertung mit Quellenangabe und Link ist erwünscht.
Warum passen Postleitzahlen und Bezirksgrenzen nicht zusammen?
Postleitzahlen ordnen Briefzustellung, Bezirke ordnen Verwaltung – beide Systeme sind unabhängig voneinander entstanden. Nach den amtlichen Adressdaten haben 58 der 193 PLZ-Gebiete Adressen in mehr als einem Bezirk. Drei Beispiele:
- 10119 gehört zu 882 Adressen in Mitte und zu 293 in Pankow.
- 12157 verteilt sich auf 629 Adressen in Tempelhof-Schöneberg und 444 in Steglitz-Zehlendorf.
- 13629 reicht mit 963 Adressen in Spandau, 332 in Reinickendorf und 15 in Charlottenburg-Wilmersdorf sogar in drei Bezirke.
Für den Alltag heißt das: Die Postleitzahl sagt nicht sicher, welches Bezirksamt zuständig ist. Bei Anmeldung, Parkausweis oder Schulplatz zählt die Adresse, nicht die PLZ. Einen Überblick über die zwölf Bezirke gibt es in unserer Rubrik Bezirke, Termine für die Ummeldung über die Bürgerämter.
Häufige Fragen zu Berliner Postleitzahlen
Wie viele Postleitzahlen hat Berlin?
Berlin hat 190 Zustell-Postleitzahlen, also Postleitzahlen für Hausanschriften. Das ist nach Angaben der Deutschen Post die höchste Zahl aller deutschen Städte, vor Hamburg mit 100 und München mit 75. Hinzu kommen Postleitzahlen für Postfächer und für Großempfänger wie den Deutschen Bundestag, die keinem Wohngebiet entsprechen. Im Datensatz des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg tauchen außerdem drei Brandenburger PLZ auf, die für elf Berliner Adressen am Stadtrand gelten.
Welche Postleitzahl hat Berlin-Mitte?
Der Ortsteil Mitte hat nach den Adressdaten des Amts für Statistik die Postleitzahlen 10115, 10117, 10119, 10178 und 10179, dazu gehören einige Adressen zur 10435. Der Bezirk Mitte ist größer: Er umfasst auch Moabit, Hansaviertel, Tiergarten, Wedding und Gesundbrunnen und kommt auf 19 Postleitzahlen mit Schwerpunkt im Bezirk, darunter 10551 bis 10559 in Moabit und im Hansaviertel sowie 13347 bis 13359 in Wedding und Gesundbrunnen.
Was bedeutet die PLZ 12 in Berlin?
Postleitzahlen, die mit 12 beginnen, liegen im Süden und Südosten Berlins. Laut der BerlinEcho-Auswertung gibt es 65 Berliner PLZ mit dieser Anfangsziffernfolge, mehr als bei jeder anderen. Die Gebiete verteilen sich auf Neukölln mit 16, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick mit je 14, Marzahn-Hellersdorf mit 11 und Steglitz-Zehlendorf mit 10 Postleitzahlen. Die PLZ 12 allein ist keine vollständige Postleitzahl, sondern nur der Anfang eines Gebiets.
Was bedeutet die PLZ 14 in Berlin?
Postleitzahlen mit 14 am Anfang liegen im Südwesten und Westen Berlins. Es gibt 17 davon: 9 mit Schwerpunkt in Charlottenburg-Wilmersdorf, darunter 14050 bis 14059 in Westend und Charlottenburg, 7 in Steglitz-Zehlendorf von 14109 in Wannsee bis 14195 in Dahlem sowie 14089 für Kladow und Gatow in Spandau. Die höchste Berliner Zustell-Postleitzahl ist 14199 in Schmargendorf, sie gehört fast vollständig zu Charlottenburg-Wilmersdorf.
Wo finde ich eine Postleitzahlenkarte für Berlin?
Eine amtliche Postleitzahlenkarte für Berlin stellt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg als offenen Datensatz bereit. Er zeigt alle PLZ-Gebiete auf Basis der Postleitzahlen der Deutschen Post für jede Berliner Adresse, Stand 30. Juni 2026, und wird halbjährlich aktualisiert. Abrufbar ist er über das Datenportal daten.berlin.de und als Kartendienst im Geoportal Berlin. Verbindlich für die Zustellung bleibt die Zuordnung der Deutschen Post selbst.
Quellen
- DHL Group/Deutsche Post: Vor 30 Jahren – Deutsche Post stellt um auf fünfstellige Postleitzahlen (28.06.2023) (abgerufen am 01.10.2026)
- daten.berlin.de: Postleitzahlen [WFS], Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Stand 30.06.2026) (abgerufen am 01.10.2026)
- Geoportal Berlin: Metadaten Postleitzahlen (abgerufen am 01.10.2026)
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2026 / Postleitzahlen (WFS, CC BY 3.0 DE) (abgerufen am 01.10.2026)
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Adressen Regionales Bezugssystem (WFS) (abgerufen am 01.10.2026)
- Deutscher Bundestag: Impressum (abgerufen am 01.10.2026)
Ariane Nagel
Redakteurin Kultur & Meinung
Ich bin Ariane, und ich schreibe das, was andere vielleicht nicht schreiben wollen: klare Meinungen. Bei BerlinEcho verantworte ich Kultur und Meinung – und ja, das passt gut zusammen, denn Kultur ohne Haltung ist Dekoration. Berlin ist kulturell …
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