Das Public Viewing Berlin WM 2026 ist erlaubt, auch nach 22 Uhr. Eine neue Bundesverordnung ermöglicht Ausnahmen vom Lärmschutz für Spiele, die bis 22 Uhr beginnen. Dies erlaubt der Berliner Außengastronomie, die WM-Spiele bis zum Abpfiff zu übertragen. Die Stadt muss die Regelung noch formal umsetzen, um den Fans und Gastronomen Rechtssicherheit zu geben.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Bundesverordnung ermöglicht für die WM 2026 Ausnahmen vom Lärmschutz nach 22 Uhr für Public-Viewing-Veranstaltungen.
- Die Regelung gilt nur für Spiele, deren Anstoß bis einschließlich 22:00 Uhr deutscher Zeit erfolgt.
- Spiele, die um Mitternacht oder später beginnen, dürfen nicht im Freien in der Außengastronomie gezeigt werden.
- Berlin muss die Bundesregelung durch einen eigenen Erlass der Senatsverwaltung umsetzen, da ein eigenes Landesimmissionsschutzgesetz gilt.
- Zwei Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft (Anstoß 22:00 Uhr) sowie Halbfinale und Finale profitieren direkt von der Ausnahmeregelung.
Ist Public Viewing in Berlin zur WM 2026 nach 22 Uhr erlaubt?
Die Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Mexiko, Kanada und den USA statt. Aufgrund der erheblichen Zeitverschiebung fallen viele Spiele in die deutschen Abend- und Nachtstunden. Um Fans das gemeinsame Fußballerlebnis zu ermöglichen, hat die Bundesregierung eine spezielle Verordnung vorgelegt. Diese erlaubt es Städten und Gemeinden wie Berlin, Genehmigungen für Public-Viewing-Veranstaltungen auch nach 22 Uhr zu erteilen. Für die Hauptstadt, die als Hochburg für gemeinschaftliches Fußballschauen gilt, ist diese Regelung von besonderer Bedeutung, da Tausende von Fans die Spiele gemeinsam verfolgen möchten.
Welche neuen Regeln gelten für das Public Viewing zur WM 2026 in Berlin?
Die von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) vorgelegte Verordnung schafft die rechtliche Grundlage für flexible Öffnungszeiten. Sie ist entscheidend, da ein Großteil der WM-Spiele in die gesetzlich geschützte Nachtruhe fällt. Konkret dürfen Gastronomiebetriebe mit Außenbereichen alle Spiele, die bis 22 Uhr beginnen, vollständig zeigen. Diese Ausnahmeregelung gilt jedoch ausdrücklich nur für Betriebe, die diese Spiele öffentlich übertragen.
Spiele, deren Anstoß erst um Mitternacht oder später erfolgt, dürfen hingegen nicht im Freien gezeigt werden. Davon betroffen sind zum Beispiel einige Vorrundenspiele von Mannschaften wie der Türkei oder Brasilien. Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte die Wichtigkeit der Regelung: „Städte und Gemeinden haben damit die Möglichkeit, dass Public-Viewing-Veranstaltungen trotz Zeitverschiebung genehmigt werden können“, so Schneider (Bundesregierung, 25.03.2026). In Berlin wird die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter Senatorin Ute Bonde die entsprechenden Erlasse nach Zustimmung des Rats der Bürgermeister formal veröffentlichen.

Welche WM-Spiele können in Berlin öffentlich gezeigt werden?
Die Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in Nordamerika führt zu ungewohnten Anstoßzeiten. Von den 104 Spielen der WM 2026 beginnen zehn Partien um 22 Uhr deutscher Zeit, neun um Mitternacht und zwölf weitere erst um 3 Uhr morgens. Die Ausnahmeregelung ist daher für ein umfassendes Public-Viewing-Erlebnis in Berlin unerlässlich.
Für die deutsche Nationalmannschaft sind die Anstoßzeiten der Vorrundenspiele wie folgt geplant: Das erste Spiel gegen Curaçao beginnt um 19:00 Uhr. Die beiden weiteren Partien gegen die Elfenbeinküste und Ecuador starten jeweils um 22:00 Uhr und fallen somit unter die neue Ausnahmeregelung. Auch die entscheidenden Spiele des Turniers sind betroffen: Halbfinale und Finale beginnen um 21:00 Uhr, während das Spiel um Platz 3 erst um 23:00 Uhr angepfiffen wird.
| WM 2026 Spielphase | Anstoßzeit (MEZ) | Public Viewing Außengastronomie |
|---|---|---|
| Deutsche Vorrunde (vs. Curaçao) | 19:00 Uhr | Bis Abpfiff erlaubt |
| Deutsche Vorrunde (vs. Elfenbeinküste) | 22:00 Uhr | Bis Abpfiff erlaubt |
| Deutsche Vorrunde (vs. Ecuador) | 22:00 Uhr | Bis Abpfiff erlaubt |
| Halbfinale & Finale | 21:00 Uhr | Bis Abpfiff erlaubt |
| Spiel um Platz 3 | 23:00 Uhr | Bis Abpfiff erlaubt |
| Spiele mit Anstoß um Mitternacht / 3 Uhr | 00:00 Uhr / 03:00 Uhr | Nicht im Freien erlaubt |
Wo findet Public Viewing zur WM 2026 in Berlin statt?
Berlin ist für seine lebendige Public-Viewing-Kultur bekannt, und auch zur WM 2026 werden zahlreiche Orte in der Stadt das Rudelgucken zelebrieren. Dank der neuen Ausnahmeregelung können viele etablierte Locations ihre Außengastronomie länger nutzen, um die Spiele live zu übertragen.
Zu den bekannten Anlaufstellen gehört der Naumanns Biergarten in Berlin-Schöneberg, der alle Spiele der WM 2026 auf großer Leinwand bei freiem Eintritt zeigen will. Auch das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck plant, ausgewählte Spiele in seinem Biergarten zu übertragen. Der Beach Neukölln und die Weltwirtschaft am HdKW (Haus der Kulturen der Welt) zählen ebenfalls zu den Orten, die Public Viewing anbieten werden. Eine weitere beliebte Adresse ist der Zollpackhof in Berlin-Mitte, der alle Spiele mit einem Anpfiff bis einschließlich 22:00 Uhr in voller Länge übertragen wird. Diese Vielfalt an Locations stellt sicher, dass Fans in verschiedenen Bezirken das Public Viewing in vollen Zügen genießen können.

Wie reagiert die Berliner Gastronomie auf die neuen Public-Viewing-Regeln?
Die Entscheidung der Bundesregierung, Public Viewing zur WM 2026 auch nach 22 Uhr zu erlauben, wird von den Berliner Gastronomen sehr positiv aufgenommen. Gerrit Buchhorn vom Hotel- und Gastronomieverband Berlin (DEHOGA Berlin) hob hervor, dass die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Erlebnissen bei großen Sportereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft enorm ansteigt.
„Verlängerte Öffnungszeiten schaffen die nötige Flexibilität für die Betriebe und tragen zu einer lebendigen Atmosphäre in der Stadt bei – für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für internationale Gäste“, so Buchhorn. Diese Flexibilität ist für die Berliner Wirtschaft von großer Bedeutung, da Public Viewing nicht nur Umsätze generiert, sondern auch die Attraktivität der Stadt als Reiseziel während solcher Großereignisse steigert. Die Möglichkeit, die Spiele bis zum Abpfiff zu zeigen, erlaubt es den Gastronomen, besser auf die Bedürfnisse der Fans einzugehen und ein umfassendes Angebot zu schaffen.
Warum ist für das Public Viewing in Berlin eine eigene Regelung nötig?
Obwohl die Bundesregierung eine Verordnung zur Lärmschutz-Ausnahme erlassen hat, gilt diese nicht automatisch für alle Bundesländer. Berlin und Brandenburg verfügen über eigene Landesimmissionsschutzgesetze. Das bedeutet, dass sich diese Länder auf bestehende Einzelfallausnahme-Regelungen stützen oder eigene Erlasse verabschieden müssen, um die langen Public-Viewing-Nächte zu ermöglichen.
Für die Hauptstadt bedeutet dies, dass die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter der Leitung von Senatorin Ute Bonde nach Zustimmung des Rats der Bürgermeister die formale Veröffentlichung der Beschlüsse vornehmen muss. Dieser Prozess ist entscheidend, um Rechtssicherheit für die Berliner Gastronomie zu schaffen. Die lokale Umsetzung ist somit ein wichtiger Schritt, um die tief in der Berliner Kultur verankerte Tradition des Public Viewings, die seit dem „Sommermärchen“ 2006 ein fester Bestandteil großer Turniere ist, aufrechtzuerhalten.

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Häufige Fragen zu Public Viewing Berlin WM 2026 Erlaubt
Was bedeutet die Ausnahmeregelung für Public Viewing Berlin WM 2026?
Die Ausnahmeregelung bedeutet, dass Public Viewing in Berlin zur WM 2026 auch nach 22 Uhr in der Außengastronomie stattfinden darf. Normalerweise gelten ab dieser Zeit strenge Lärmschutzbestimmungen. Die Verordnung der Bundesregierung vom 25. März 2026 ermöglicht es den Städten, flexible Genehmigungen zu erteilen, sodass Spiele, die bis 22 Uhr angepfiffen werden, bis zum Abpfiff übertragen werden können.
Welche Spiele dürfen beim Public Viewing Berlin WM 2026 länger gezeigt werden?
Beim Public Viewing in Berlin dürfen alle Spiele in der Außengastronomie länger gezeigt werden, deren Anpfiff bis einschließlich 22 Uhr deutscher Zeit erfolgt. Diese Partien können dann bis zum tatsächlichen Spielende übertragen werden. Die deutschen Vorrundenspiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador, die jeweils um 22 Uhr beginnen, profitieren direkt davon. Spiele, die um Mitternacht oder später starten, sind von dieser Ausnahmeregelung für Außenbereiche ausgeschlossen.
Wo gibt es in Berlin Public Viewing zur WM 2026?
In Berlin bereiten sich zahlreiche Locations auf das Public Viewing zur WM 2026 vor. Dazu gehören beliebte Adressen wie der Naumanns Biergarten in Schöneberg, das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck, der Beach Neukölln und die Weltwirtschaft am HdKW. Auch der Zollpackhof in Mitte wird Spiele mit Anpfiff bis 22 Uhr in voller Länge übertragen. Es ist davon auszugehen, dass viele weitere Bars und Biergärten in allen Bezirken die Spiele zeigen werden.
Wer hat die Ausnahmeregelung für Public Viewing Berlin WM 2026 beschlossen?
Die Ausnahmeregelung wurde von der Bundesregierung vorgelegt, federführend war hierbei Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Für die konkrete Umsetzung in Berlin muss die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter Senatorin Ute Bonde die entsprechenden Erlasse nach Zustimmung des Rats der Bürgermeister formal unterzeichnen und veröffentlichen, da Berlin ein eigenes Landesimmissionsschutzgesetz hat.
Welche Bedeutung hat Public Viewing für die Berliner Gastronomie zur WM 2026?
Für die Berliner Gastronomie hat das erlaubte Public Viewing eine große wirtschaftliche Bedeutung. Es schafft nicht nur zusätzliche Umsätze, sondern auch eine lebendige Atmosphäre. Laut Gerrit Buchhorn vom DEHOGA Berlin schaffen die verlängerten Öffnungszeiten die nötige Flexibilität für die Betriebe, was sowohl den Einheimischen als auch internationalen Gästen zugutekommt und die Attraktivität der Hauptstadt stärkt.
Fazit
Die Entscheidung, das Public Viewing in Berlin zur WM 2026 auch nach 22 Uhr zu erlauben, ist ein klares Bekenntnis zur Fußballkultur in der Hauptstadt. Angesichts der vielen späten Anstoßzeiten war eine solche Ausnahmeregelung unerlässlich, um das gemeinschaftliche Erleben der Spiele zu sichern. Die Berliner Gastronomie kann aufatmen und sich auf volle Biergärten und Bars freuen, während sich die Fans auf lange und spannende Fußballnächte einstellen dürfen.
Die Anpassung der Lärmschutzbestimmungen durch den Bund und die erwartete Umsetzung in Berlin zeigen, dass pragmatische Lösungen gefunden werden können, wenn der politische Wille vorhanden ist. Berlin bleibt damit seiner Tradition als Public-Viewing-Hochburg treu und bietet seinen Einwohnern und Gästen die Chance auf ein unvergessliches WM-Erlebnis.




