Stand: Freitag, 31. Juli 2026, 16:30 Uhr
Der Wursthersteller Gustoland GmbH ruft die bei Lidl verkaufte „Dulano Delikatess Edel Salami Rind“ in der 100-Gramm-Packung zurück: In dem Produkt wurden verotoxinbildende Escherichia-coli-Bakterien (VTEC) nachgewiesen, die schwere Durchfallerkrankungen auslösen können. Betroffen ist ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2026 und dem Identitätskennzeichen DE EV 42 EG. Wichtig für die Hauptstadt: Verkauft wurde die Salami in zehn Bundesländern – Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein. Berlin und Brandenburg stehen nicht auf der Liste. Relevant ist der Rückruf hier trotzdem – etwa für alle, die die Salami auf Reisen oder beim Familienbesuch im Westen gekauft haben. Vom Verzehr wird dringend abgeraten; die Rückgabe ist in jeder Lidl-Filiale möglich, der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
📋 Die wichtigsten Fakten
- Produkt: Dulano Delikatess Edel Salami Rind, 100 g – nur die Charge mit MHD 10.08.2026 und Identitätskennzeichen DE EV 42 EG
- Grund: Nachweis verotoxinbildender E.-coli-Bakterien (VTEC/STEC), die schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursachen können
- Verkaufsgebiet: Zehn Bundesländer im Westen und Süden – Berlin, Brandenburg und die übrigen ostdeutschen Länder sind nicht betroffen
- Risikogruppen: Säuglinge, Kleinkinder, Senioren, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem – bei ihnen sind schwere Verläufe möglich
- Rückgabe: In allen Lidl-Filialen, Erstattung auch ohne Kassenbon; andere Gustoland- und Dulano-Produkte sind nicht betroffen
- Hotline: Lidl-Kundenservice unter 00800 5435 5435 (kostenlos)
Welche Salami ist vom Lidl-Rückruf betroffen?
Der Rückruf betrifft ausschließlich ein Produkt in einer bestimmten Charge: die „Dulano Delikatess Edel Salami Rind“ in der 100-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2026 und dem Identitätskennzeichen DE EV 42 EG – beides ist auf der Verpackung aufgedruckt. Hersteller ist die Gustoland GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Oer-Erkenschwick, die die Eigenmarken-Salami für Lidl produziert. Ausdrücklich nicht betroffen sind nach Unternehmensangaben andere bei Lidl verkaufte Gustoland-Produkte sowie weitere Artikel der Marke Dulano.
Wer die Salami zu Hause hat, sollte zuerst MHD und Kennzeichen prüfen. Stimmen beide Angaben überein, gilt: nicht essen – auch nicht angebraten, denn Salami wird als verzehrfertige Rohwurst üblicherweise ohne weitere Erhitzung gegessen, was Krankheitserreger im Produkt besonders riskant macht. Die Packung kann in jeder Lidl-Filiale zurückgegeben werden; der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.
Wie gefährlich sind verotoxinbildende E.-coli-Bakterien?
Verotoxinbildende E. coli – auch als VTEC oder STEC bezeichnet und mit dem Erreger EHEC verwandt – gehören zu den ernstzunehmendsten lebensmittelbedingten Krankheitserregern. Die Darmbakterien produzieren ein starkes Zellgift und sind hochansteckend: Schon wenige Keime reichen für eine Infektion. Typische Symptome sind nach Angaben aus der Rückrufmeldung starke Bauchschmerzen, Durchfall (teilweise blutig), Übelkeit, Erbrechen und Fieber; die Beschwerden können innerhalb weniger Tage nach dem Verzehr auftreten.
Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Senioren, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Vor allem bei Kindern unter sechs Jahren kann sich in einigen Fällen ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln – eine Komplikation, die die Nieren schädigt und im Ernstfall eine Dialyse erforderlich macht. Wer die betroffene Salami bereits gegessen hat und Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und dabei auf den möglichen Verzehr des Produkts hinweisen.
Was bedeutet der Rückruf für Berlin?
Für Berliner Lidl-Kundschaft gibt es vorsichtige Entwarnung: Die betroffene Charge wurde nach Herstellerangaben nicht in Berlin verkauft – ebenso wenig in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Das Verkaufsgebiet beschränkt sich auf die zehn west- und süddeutschen Bundesländer. Wer seine Einkäufe ausschließlich in der Hauptstadtregion erledigt, hat die betroffene Salami also nicht im Kühlschrank.
Aufmerksam sein sollten dennoch alle, die in den vergangenen Tagen in einem der betroffenen Länder eingekauft haben – im Sommerurlaub, auf der Durchreise oder beim Familienbesuch. In diesem Fall gilt: Charge prüfen und die Packung im Zweifel in der nächsten Lidl-Filiale zurückgeben, auch in Berlin. Der Rückruf reiht sich in eine auffällige Serie ein: Erst vor wenigen Tagen hatte ein Noroviren-Rückruf mehrere Discounter gleichzeitig beschäftigt. Aktuelle Verbraucherwarnungen und Rückrufe findest du laufend in unseren Ressorts Deutschland und Gesellschaft.
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Warum wir über einen Rückruf berichten, der Berlin nicht trifft
1. Verkaufsgebiete sind keine Bewegungsprofile
Die Bundesländer-Liste beschreibt, wo die Charge in den Regalen lag – nicht, wo sie gegessen wird. Mitten in der Sommerferienzeit wandern Einkäufe quer durch die Republik.
2. Chargen-Präzision schützt vor Panik
Betroffen ist genau eine Packungsgröße mit genau einem MHD und einem Kennzeichen. Wer beides prüft, muss weder den Kühlschrank leeren noch die Marke meiden – andere Dulano-Produkte sind ausdrücklich nicht betroffen.
3. Die Angaben stammen vom Hersteller
Grundlage sind die offizielle Kundeninformation von Gustoland und Lidl sowie die einschlägigen Warnportale. Sollten Behörden das Verkaufsgebiet nachträglich erweitern, aktualisieren wir diesen Artikel.

Ida Nagel · Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
❓ Häufige Fragen zum Lidl-Salami-Rückruf
Welche Salami ruft Lidl zurück?
Zurückgerufen wird die „Dulano Delikatess Edel Salami Rind“ in der 100-Gramm-Packung des Herstellers Gustoland GmbH – ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2026 und dem Identitätskennzeichen DE EV 42 EG. In dem Produkt wurden verotoxinbildende E.-coli-Bakterien nachgewiesen. Andere Gustoland-Produkte und weitere Artikel der Marke Dulano sind nicht betroffen.
Ist die zurückgerufene Salami auch in Berlin verkauft worden?
Nein. Nach Herstellerangaben wurde die betroffene Charge in zehn Bundesländern verkauft: Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein. Berlin, Brandenburg und die übrigen ostdeutschen Länder sind nicht betroffen. Wer die Salami allerdings auf Reisen in einem der genannten Länder gekauft hat, sollte die Charge prüfen – zurückgeben geht in jeder Lidl-Filiale, auch in Berlin.
Was tun, wenn ich die Salami schon gegessen habe?
Wer die betroffene Salami verzehrt hat und innerhalb weniger Tage Beschwerden wie starke Bauchschmerzen, Durchfall (teilweise blutig), Übelkeit, Erbrechen oder Fieber entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf den möglichen Verzehr hinweisen. Das gilt besonders für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen schwere Verläufe bis hin zum hämolytisch-urämischen Syndrom möglich sind.
Bekomme ich mein Geld auch ohne Kassenbon zurück?
Ja. Die betroffene Salami kann in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Für weitere Fragen hat Lidl die kostenlose Kundenhotline 00800 5435 5435 geschaltet. Der Hersteller Gustoland hat sich bei den Betroffenen für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und bittet darum, auch Bekannte über den Rückruf zu informieren.
| Information | Stand | Quelle |
|---|---|---|
| Offizielle Rückruf-Mitteilung (Gustoland/Lidl) | 31.07.2026 | Presseportal/Lidl |
| Produktdaten & Chargen-Details | 31.07.2026 | produktwarnung.EU |
| Symptome, Inkubation, Rückgabe-Hinweise | 31.07.2026 | cleankids.de |
| Nicht betroffene Bundesländer, HUS-Risiko | 31.07.2026 | Heidelberg24 |
Wie stark Verbraucherthemen derzeit bundesweit durchschlagen, zeigt auch unser Bericht zum Spritpreis-Rekord in Hessen. Alle News aus der Hauptstadt findest du in unserer Rubrik Berlin.
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🗞 Über die Autorin: Ida Nagel – Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Kundeninformation von Gustoland und Lidl sowie den einschlägigen Warnportalen und wird aktualisiert, falls Behörden das Verkaufsgebiet erweitern.
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