Ob das Grillen in Berlin erlaubt ist, hängt vom Ort ab. Grundsätzlich ist es nur auf sieben offiziell ausgewiesenen Grillflächen gestattet. Zu den wichtigsten Regeln gehören ein Mindestabstand des Grills zum Boden von 25 bis 30 Zentimetern und das Verbot von Einweggrills. Verstöße können mit Verwarnungsgeldern ab 20 Euro geahndet werden.
Das Wichtigste in Kürze
- 7 Offizielle Plätze: Das Grillen ist ausschließlich im Volkspark Friedrichshain, Görlitzer Park, Blücherplatz, Monbijoupark, auf dem Tempelhofer Feld, im Mauerpark und auf dem Rudolf-Mosse-Platz gestattet.
- Mindestabstand zum Boden: Alle Grills müssen über Standbeine verfügen und einen Abstand von mindestens 25 bis 30 Zentimetern zur Grasnarbe aufweisen, um Brandschäden zu vermeiden.
- Spezifische Park-Regeln: Einige Parks haben Sonderregeln, wie eine Pfandmarke im Volkspark Friedrichshain (ab 20 €) oder feste Grillzeiten im Mauerpark (z. B. im Juli bis 21 Uhr).
- Bußgelder bei Verstößen: Wer sich nicht an die ausgewiesenen Zonen oder Regeln hält, muss mit Verwarnungsgeldern ab 20 Euro rechnen (Stand: April 2026).
- Verbot von Einweggrills: Grills mit direktem Bodenkontakt, wie die meisten Einwegmodelle, sind in allen öffentlichen Grünanlagen Berlins streng verboten.
Wo ist das Grillen in Berlin offiziell erlaubt?
Sobald die Temperaturen im Frühling 2026 steigen, zieht es viele Berlinerinnen und Berliner zum Grillen in die Parks. Da ein Großteil der Hauptstädter keinen eigenen Garten oder Balkon besitzt, sind die öffentlichen Grünflächen die erste Wahl. Die Bezirksämter haben die Regeln in den letzten Jahren jedoch verschärft, um die Anlagen zu schützen. Gerade in den dicht besiedelten Innenstadtbezirken wie Kreuzberg und Friedrichshain wird die Einhaltung der Zonen streng kontrolliert.
Grillen ist nur auf der Grillwiese am Neuen Hain erlaubt. Stellplätze müssen vorab online gebucht werden. Vor Ort ist eine Grillmarke nötig (20 € Pfand mit Ausweis, 50 € ohne).
📍 Görlitzer Park: Görlitzer Str. 1, 10997 Berlin-Kreuzberg
Ausgewiesene Wiese gegenüber dem Kunstrasensportplatz.
📍 Blücherplatz: Blücherplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg
Wiese zwischen Waterloo-Ufer und Zossener Straße.
📍 Monbijoupark: Oranienburger Str. 1, 10117 Berlin-Mitte
Grills müssen laut Bezirksamt mindestens 30 Zentimeter Abstand zum Boden haben. Flüssige Brandbeschleuniger und das Grillen ganzer Tiere (wie Spanferkel) sind streng verboten.
In den genannten Parks führen das Ordnungsamt und der Parkdienst regelmäßige Kontrollen durch. Wer seinen Grill direkt auf den Rasen stellt, muss mit einem sofortigen Platzverweis und Bußgeldern rechnen. Weitere Details zu den Flächen stellt das Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg bereit.
Welche Regeln gelten für das Grillen auf dem Tempelhofer Feld?
Das Tempelhofer Feld (Tempelhofer Damm, 12099 Berlin-Neukölln) ist die größte Freifläche der Stadt und der einzige offizielle Ort für Barbecues im Bezirk Neukölln. Die drei Grill-Spots sind strategisch an den Haupteingängen platziert und deutlich ausgeschildert.
Eine wichtige Vorschrift betrifft das Brennmaterial: Es ist verboten, Äste, Zweige oder Holzreste aus dem Park zu verwenden. Für die Entsorgung der heißen Asche stehen auffällige, hitzebeständige Spezial-Container bereit. Die Nutzung dieser Behälter ist zwingend, um Brandgefahren und Schäden an normalen Mülleimern zu verhindern.


Gibt es zeitliche Einschränkungen für das Grillen im Mauerpark und Wilmersdorf?
In den nördlichen und westlichen Bezirken haben der Berliner Senat und die Bezirksämter teils sehr spezifische Zeitfenster definiert. Diese Regelungen sollen vor allem Anwohnerinnen und Anwohner vor übermäßiger Rauchbelästigung in den Abendstunden schützen.
Aus Rücksicht auf die Natur gelten feste Zeiten: Im Juni und September darf nur zwischen 12 und 20 Uhr gegrillt werden. Im Hochsommer (Juli und August) verlängert sich die Zeit auf 12 bis 21 Uhr. Gasgrills und Einweggrills mit Bodenkontakt sind komplett verboten.
📍 Rudolf-Mosse-Platz: 14197 Berlin-Wilmersdorf
Im Rheingauviertel gelegen. Hier darf das ganze Jahr über gegrillt werden, allerdings sind auch hier Bodengrills strikt untersagt.
| Park / Anlage | Bezirk | Spezifische Regel (Stand 2026) |
|---|---|---|
| Volkspark Friedrichshain | Friedrichshain-Kreuzberg | Online-Buchung + Grillmarke (20 € Pfand) nötig |
| Tempelhofer Feld | Neukölln | Nur an den 3 Haupteingängen, 25 cm Bodenabstand |
| Mauerpark | Pankow | Feste Uhrzeiten (max. bis 21 Uhr), keine Gasgrills |
| Monbijoupark | Mitte | Mindestens 30 cm Bodenabstand, keine Spanferkel |
| Rudolf-Mosse-Platz | Charlottenburg-Wilmersdorf | Ganzjährig erlaubt, keine Bodengrills |
Darf man auf dem eigenen Balkon in Berlin grillen?
Auch im privaten Raum ist nicht jedes Grillen in Berlin erlaubt. Das Hauptstadtportal berlin.de stellt klar, dass Holzkohlegrills auf Balkonen von Mietwohnungen grundsätzlich nicht gestattet sind. Die starke Rauchentwicklung kann zu Konflikten mit Nachbarn führen und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wer unsicher ist, sollte zwingend seinen Mietvertrag prüfen oder Rücksprache mit der Hausverwaltung halten.
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Häufige Fragen zu Grillen Berlin Erlaubt
Wo ist das Grillen in Berlin erlaubt?
Das Grillen ist in Berlin nur auf sieben speziell ausgewiesenen Flächen gestattet. Dazu gehören das Tempelhofer Feld, der Mauerpark, der Volkspark Friedrichshain, der Görlitzer Park, der Blücherplatz, der Monbijoupark und der Rudolf-Mosse-Platz.
Darf ich einen Einweggrill im Park nutzen?
Nein, klassische Einweggrills, die direkt auf dem Rasen liegen, sind streng verboten. Ihr Grill muss zwingend Standbeine haben und einen Bodenabstand von 25 bis 30 Zentimetern aufweisen, um das Gras nicht zu verbrennen.
Ist das Grillen in Berlin erlaubt, wenn ich einen Gasgrill verwende?
Das hängt vom Bezirk ab. Im Mauerpark in Pankow sind Gasgrills beispielsweise explizit verboten. Auf anderen Flächen werden sie toleriert, solange sie den nötigen Bodenabstand einhalten. Sie sollten sich vorab beim jeweiligen Bezirksamt absichern.
Was kostet unerlaubtes Grillen in Berlin?
Wer außerhalb der markierten Zonen grillt oder die Abstandsregeln zum Boden missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Bezirksämter verhängen dafür Verwarnungsgelder, die bei 20 Euro beginnen (Stand: April 2026).
Darf ich Holzkohle auf dem Balkon verwenden?
In den allermeisten Fällen ist das Grillen mit Holzkohle auf Berliner Mietbalkonen untersagt. Die Rauchentwicklung belästigt Nachbarn und stellt eine Brandgefahr dar. Elektro- oder Kontaktgrills sind die sichere und meist erlaubte Alternative.
Fazit
Das Grillen ist in Berlin erlaubt, unterliegt aber klaren Regeln und ist auf wenige, ausgewiesene Orte wie das Tempelhofer Feld oder den Mauerpark beschränkt. Wer sich vorab informiert und die Vorschriften einhält, kann ein entspanntes Barbecue ohne teure Überraschungen genießen. Halten Sie sich unbedingt an die 25-Zentimeter-Abstandsregel für den Grill und entsorgen Sie heiße Asche ausschließlich in den dafür vorgesehenen Metallcontainern. Dies schützt nicht nur die Grünflächen, sondern erspart Ihnen auch ein Verwarnungsgeld von mindestens 20 Euro. Für spontane Treffen empfiehlt sich der Görlitzer Park, da hier – anders als im Volkspark Friedrichshain – keine vorherige Online-Buchung erforderlich ist.
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