Das Füchse Berlin Pokalfinale 2026 ist nach einem dramatischen 39:36-Sieg gegen den TBV Lemgo Lippe erreicht. In einem hart umkämpften Halbfinale in Köln bewies der amtierende Deutsche Meister Nervenstärke. Überragende Akteure waren Torhüter Dejan Milosavljev mit 18 Paraden und Lasse Andersson mit elf Toren. Das Endspiel um den DHB-Pokal findet am Sonntag, den 19. April 2026, statt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Füchse Berlin ziehen nach 2014 erstmals wieder ins DHB-Pokal-Endspiel ein.
- Lasse Andersson war mit 11 Toren der beste Berliner Werfer des Nachmittags.
- Torhüter Dejan Milosavljev sicherte den Sieg mit insgesamt 18 Paraden.
- Lemgo verzeichnete mit 53 Prozent Trefferquote den schlechtesten Wert der Saison.
- Das Finale findet am Sonntag, 19. April 2026, um 15:45 Uhr in Köln statt.
Wie verlief die erste Halbzeit für die Füchse Berlin im Pokal-Halbfinale?
Die Ausgangslage für das Erreichen des Füchse Berlin Pokalfinales 2026 gestaltete sich in den ersten Minuten schwierig. In der mit 20.000 Zuschauern ausverkauften Arena sahen sich die rund 1.500 mitgereisten Berliner Fans einer lautstarken Übermacht gegenüber. Anhänger von Lemgo, dem Bergischen HC und dem SC Magdeburg sangen gegen die Hauptstadt und pfiffen Welthandballer Mathias Gidsel bei jedem Ballkontakt aus. Diese Atmosphäre beflügelte zunächst den TBV Lemgo Lippe, der nach elf Minuten mit 7:5 in Führung ging.
Der amtierende Deutsche Meister ließ sich davon jedoch nicht beirren. Spielmacher Nils Lichtlein übernahm Verantwortung und fand wiederholt Lücken in der gegnerischen Abwehr. Nach zwei Fehlwürfen zu Beginn versenkte der 23-Jährige jeden seiner folgenden Abschlüsse und erzielte insgesamt sechs Treffer. Dank dieses offensiven Impulses zogen die Füchse in der 22. Minute erstmals mit vier Toren davon (15:11).
| Merkmal | Dejan Milosavljev |
|---|---|
| Nationalität | Serbien 🇷🇸 |
| Position | Torwart |
| Jahrgang | 1996 |
| Aktueller Verein | Füchse Berlin (seit 2019) |
| DHB-Pokal Halbfinale 2026 | 18 Paraden |
| Stärken | Reflexe, Stellungsspiel, Siegeswille |
Der entscheidende Rückhalt in dieser Phase war Dejan Milosavljev. Der serbische Nationaltorhüter zeigte eine herausragende Leistung und stand bereits nach 30 Minuten bei elf Paraden. Kurz vor dem Pausenpfiff wehrte er den letzten Wurf mit vollem Körpereinsatz ab und prallte schmerzhaft gegen den Pfosten. Herbeieilende Sanitäter wies er energisch zurück, da ihm die Sicherung der 20:16-Pausenführung wichtiger war.

Wie kam der TBV Lemgo Lippe in der zweiten Hälfte zurück ins Spiel?
Obwohl der beste Angriff der Liga bereits 20 Tore in der ersten Halbzeit erzielt hatte, gab sich Lemgo nicht geschlagen. Lemgos Henrik Wagner analysierte die Lage zur Pause schonungslos. Laut ARD-Sportschau sagte der 28-Jährige: „Wir bekommen zu viele Tore übers Tempo und verwerfen zu viele. Aber es ist noch alles drin.“ Tatsächlich brachte Lemgo nur 53 Prozent seiner Würfe im Netz unter – laut offiziellem HBL-Spielbericht der schlechteste Wert der gesamten Saison.
Trotz eines Fünf-Tore-Rückstands (18:23) gab das Team von Trainer Florian Kehrmann nicht auf. Ein Torwartwechsel von Constantin Möstl auf Urh Kastelic brachte Lemgo in der 40. Minute wieder auf 22:25 heran. In der 43. Minute wurde die Partie zunehmend hektischer: Beide Mannschaften forcierten das Tempo, was zu insgesamt elf Abspielfehlern führte.
| Spieler | Team | Leistung / Tore |
|---|---|---|
| Lasse Andersson | Füchse Berlin | 11 Tore |
| Dejan Milosavljev | Füchse Berlin | 18 Paraden |
| Nils Lichtlein | Füchse Berlin | 6 Tore |
| Frederik Simak | TBV Lemgo Lippe | Wichtige Treffer (46. Minute) |
| Lukas Hutecek | TBV Lemgo Lippe | Comeback nach Rückenproblemen |
Ausgerechnet der ehemalige Berliner Frederik Simak, der bald wieder in die Hauptstadt zurückkehren wird, machte die Partie noch einmal spannend. Mit zwei Toren in Folge brachte er Lemgo in der 46. Minute auf 27:28 heran. Die 20.000 Fans in der Halle spürten, dass eine Sensation möglich war.
Wie entschieden die Füchse Berlin das Spiel in der Schlussphase?
In der 53. Minute verpasste Lemgo die große Chance zum Ausgleich, als der Ball nur an die Latte krachte. Berlins Tim Freihöfer und Mathias Gidsel bestraften diesen Fehler im direkten Gegenzug und stellten den Vorsprung auf 34:31 wieder her. Für Gidsel war dies eine persönliche Erlösung: Der Welthandballer, der von den neutralen Fans massiv ausgepfiffen wurde und in der ersten Halbzeit noch wenig Einfluss auf das Spiel hatte, lieferte in den entscheidenden Sekunden die erwartete Qualität. Sein dänischer Teamkollege Lasse Andersson hielt den Druck mit insgesamt elf Treffern konstant hoch und war der überragende Feldspieler.

Wann und gegen wen spielen die Füchse Berlin im Pokalfinale 2026?
Mit dem 39:36-Erfolg haben sich die Füchse für das Endspiel qualifiziert. Ein besonderer Beobachter saß laut Wettbasis-Informationen auf der Tribüne: Fabian Wiede feuerte seine Teamkollegen an, während er selbst an seinem Comeback für den Herbst arbeitet. Für das Füchse Berlin Pokalfinale 2026 ist die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert nun bestens gerüstet. Der hart erkämpfte Sieg war ein wichtiges Stück Arbeit, das die mentale Reife des Teams unterstreicht.

Häufige Fragen zu Füchse Berlin Pokalfinale 2026
Wann findet das Füchse Berlin Pokalfinale 2026 statt?
Das Füchse Berlin Pokalfinale 2026 steigt am Sonntag, den 19. April 2026. Der Anpfiff in der Kölner Lanxess Arena ist für 15:45 Uhr angesetzt. Sie können sich auf ein spannendes Duell um den begehrten DHB-Pokal freuen.
Wer überträgt das DHB-Pokal Finale 2026 im TV?
Das Endspiel wird live im Free-TV in der ARD übertragen. Zusätzlich zeigt der Streamingdienst Dyn, der alle Rechte der Handball-Bundesliga hält, die komplette Partie in voller Länge. Sie haben also mehrere Möglichkeiten, das Spiel zu verfolgen.
Wie viele Paraden zeigte Dejan Milosavljev im Halbfinale?
Der serbische Torhüter der Füchse Berlin zeigte eine herausragende Leistung und verzeichnete insgesamt 18 Paraden gegen den TBV Lemgo Lippe. Allein in der ersten Halbzeit wehrte er elf Würfe ab und war der Garant für den Finaleinzug.
Wer war der beste Torschütze der Füchse gegen Lemgo?
Lasse Andersson war mit elf Toren der erfolgreichste Werfer der Berliner im Halbfinale. Er sprang in die Bresche, als Mathias Gidsel in der ersten Halbzeit von der Lemgoer Abwehr noch stark kontrolliert wurde.
Gegen wen spielen die Füchse Berlin im Endspiel?
Im Füchse Berlin Pokalfinale 2026 trifft der Hauptstadt-Klub auf den Sieger des zweiten Halbfinales. Dort stehen sich der Bergische HC und der aktuelle Tabellenführer SC Magdeburg gegenüber.
Fazit
Der Einzug ins Füchse Berlin Pokalfinale 2026 ist der verdiente Lohn für eine Mannschaft, die sich auch von extremen Widerständen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Die 20.000 Zuschauer in Köln erlebten einen TBV Lemgo Lippe, der kämpferisch alles in die Waagschale warf, aber letztlich an einem überragenden Dejan Milosavljev und der individuellen Klasse von Lasse Andersson scheiterte. Dass auch Mathias Gidsel trotz der Pfiffe in den entscheidenden Minuten zur Stelle war, beweist die mentale Stärke des Welthandballers. Für das Team von Trainer Jaron Siewert gilt es nun, die Kräfte schnell zu regenerieren. Wer in einem derart hitzigen Halbfinale einen kühlen Kopf bewahrt, geht mit breiter Brust in das Endspiel am Sonntag.




