Die Suche nach einem passenden Friedhof in Spandau stellt Angehörige oft vor eine emotionale und organisatorische Herausforderung. In einer Zeit der Trauer müssen wichtige Entscheidungen über Bestattungsart, Grabstätte und die damit verbundenen Kosten getroffen werden. Dieser umfassende Ratgeber bietet Ihnen einen detaillierten Überblick über die Friedhofslandschaft im Bezirk Spandau. Sie finden hier alle wichtigen Informationen zu den Standorten, den verschiedenen Trägern, den angebotenen Bestattungsformen sowie eine transparente Aufschlüsselung der zu erwartenden Gebühren für das Jahr 2026. Ob Sie Informationen zur Grabpflege, zu den zuständigen Verwaltungsstellen oder zu den Besonderheiten einzelner Ruhestätten suchen – unser Artikel hilft Ihnen, die richtigen Ansprechpartner zu finden und fundierte Entscheidungen zu treffen. Ein würdevoller Abschied beginnt mit guter Information, und dieser Leitfaden zum Thema Friedhof Spandau soll Sie dabei unterstützen.
Welche Friedhöfe gibt es in Spandau und was sind ihre Besonderheiten?
Kurz: Spandau beheimatet eine Vielzahl von Friedhöfen in städtischer und kirchlicher Trägerschaft. Dazu gehören große Anlagen wie der Landschaftsfriedhof Gatow und historische Stätten wie der Friedhof 'In den Kisseln'. Die Friedhöfe unterscheiden sich in Größe, Gestaltung und den angebotenen Grabarten.
Der Bezirk Spandau bietet eine diverse Friedhofslandschaft, die sowohl den Bedürfnissen nach weitläufigen, naturnahen Ruhestätten als auch nach traditionellen, zentral gelegenen Orten des Gedenkens gerecht wird. Die Trägerschaft ist dabei ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: Städtische (oder Landes-)Friedhöfe stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen, unabhängig von ihrer Konfession. Kirchliche Friedhöfe gehören in der Regel einer evangelischen oder katholischen Gemeinde und sind primär für deren Mitglieder vorgesehen, wobei oft auch Ausnahmen möglich sind. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Friedhöfe im Bezirk.
| Name des Friedhofs | Adresse | Träger | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Friedhof 'In den Kisseln' | Pionierstraße 82, 13589 Berlin | Städtisch | Einer der größten Friedhöfe Berlins, historische Grabmale, eigene Abteilung für Baumbestattungen. |
| Landschaftsfriedhof Gatow | Maximilian-Kolbe-Straße 6, 14089 Berlin | Städtisch | Parkähnliche Anlage, naturnahe Gestaltung, Schwerpunkt auf Urnengräbern und Baumbestattungen. |
| Städtischer Friedhof Staaken | Weinmeisterhornweg 133, 13593 Berlin | Städtisch | Kleinerer, ruhiger Friedhof mit lokalem Charakter für den Ortsteil Staaken. |
| Ev. Friedhof der St. Nikolai-Gemeinde | Reformationsplatz, 13597 Berlin | Evangelisch | Historischer Friedhof im Herzen der Spandauer Altstadt, viele denkmalgeschützte Gräber. |
Wie unterscheiden sich die Bestattungsarten und welche Optionen gibt es in Spandau?
Kurz: In Spandau sind diverse Bestattungsarten möglich, von der traditionellen Erdbestattung im Sarg bis zur Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung. Letztere bietet weitere Varianten wie Urnengemeinschaftsgräber, anonyme Gräber oder naturnahe Baumbestattungen, die sich in Kosten und Pflegeaufwand unterscheiden.
Die Wahl der Bestattungsart ist eine sehr persönliche Entscheidung, die von individuellen Wünschen, religiösen Überzeugungen und auch finanziellen Überlegungen abhängt. Die Friedhöfe in Spandau bieten hierfür ein breites Spektrum an Möglichkeiten an.
- Erdbestattung: Dies ist die traditionelle Beisetzung des Leichnams in einem Sarg. Man unterscheidet zwischen einem Wahlgrab, dessen Lage und Größe man auswählen und dessen Nutzungsrecht verlängert werden kann, und einem Reihengrab, das der Reihe nach vergeben wird und nicht verlängerbar ist.
- Urnenbeisetzung: Nach einer Feuerbestattung (Kremation) wird die Aschekapsel in einer Urne beigesetzt. Dies kann in einem Urnenwahl- oder Reihengrab, in einer oberirdischen Urnenwand (Kolumbarium) oder in einer Urnengemeinschaftsanlage geschehen. Das Urnengrab Spandau ist aufgrund des geringeren Platzbedarfs und Pflegeaufwands eine sehr gefragte Option.
- Anonyme und halbanonyme Bestattung: Bei der anonymen Bestattung wird die Urne auf einer Gemeinschaftsfläche ohne individuelle Kennzeichnung beigesetzt. Die genaue Stelle ist den Angehörigen nicht bekannt. Bei der halbanonymen Variante gibt es eine zentrale Gedenktafel, auf der die Namen der Verstorbenen verzeichnet sind, jedoch ohne Zuordnung zu einer konkreten Grabstelle.
- Baumbestattung: Eine zunehmend beliebte Form der naturnahen Bestattung. Hierbei wird die biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Der Baum dient als lebendiges Grabmal. Solche Bestattungen werden beispielsweise auf dem Landschaftsfriedhof Gatow angeboten. Die Grabpflege übernimmt hierbei die Natur.
Jede dieser Optionen hat unterschiedliche Anforderungen und ist mit variierenden Gebühren verbunden, was bei der Entscheidung für eine Bestattung in Spandau berücksichtigt werden sollte.

Wie setzen sich die Friedhofsgebühren in Spandau im Detail zusammen?
Kurz: Die Kosten für eine Bestattung in Spandau bestehen aus zwei Hauptposten: der Grabnutzungsgebühr (ca. 1.200-2.500 € für 25 Jahre) und der Bestattungsgebühr (ca. 600-900 €). Die genaue Höhe hängt von der Grabart, der Lage und dem jeweiligen Friedhofsträger ab.
Die Friedhofsgebühren sind in der Gebührenordnung des jeweiligen Trägers festgelegt und können transparent eingesehen werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Gesamtkosten sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen. Die hier genannten Zahlen beziehen sich auf die städtischen Friedhöfe für das Jahr 2026 und können bei kirchlichen Trägern abweichen.
- Grabnutzungsgebühr: Dies ist die Gebühr für den Erwerb des Nutzungsrechts an einer Grabstelle für eine bestimmte Dauer, die in Berlin in der Regel 20 bis 25 Jahre beträgt. Die Höhe variiert stark je nach Grabart. Eine Urnenreihengrabstätte ist deutlich günstiger als eine mehrstellige Erdwahlgrabstätte in bevorzugter Lage. Die Spanne liegt hier bei städtischen Friedhöfen etwa zwischen 1.200 und 2.500 Euro.
- Bestattungsgebühr: Diese Gebühr fällt für die Durchführung der Beisetzung an. Sie deckt die Kosten für das Öffnen und Schließen des Grabes sowie den damit verbundenen Verwaltungsaufwand ab. Sie liegt je nach Aufwand zwischen 600 und 900 Euro.
- Zusätzliche Gebühren: Optional können weitere Kosten anfallen, zum Beispiel für die Nutzung der Trauerhalle oder Kapelle auf dem Friedhofsgelände (ca. 200-400 Euro) oder für die Genehmigung zur Aufstellung eines Grabmals.
Es ist ratsam, sich direkt bei der Friedhofsverwaltung oder dem beauftragten Bestattungsunternehmen einen detaillierten Kostenvoranschlag geben zu lassen, der alle Posten berücksichtigt. Nicht enthalten sind hier die Kosten für den Bestatter selbst, den Sarg oder die Urne, den Grabstein und die spätere Grabpflege.
Was muss ich bei der Grabpflege und der Auswahl eines Grabsteins in Spandau beachten?
Kurz: Die Gestaltung und Pflege eines Grabes auf einem Spandauer Friedhof unterliegt der jeweiligen Friedhofssatzung. Diese regelt die zulässige Größe und das Material von Grabsteinen sowie die Art der Bepflanzung. Die Grabpflege kann selbst übernommen oder vertraglich an eine Friedhofsgärtnerei vergeben werden.
Die Gestaltung des Grabes ist ein wichtiger Teil des Gedenkens. Allerdings gibt es hierfür klare Regeln, die in der Friedhofssatzung des jeweiligen Friedhofs festgelegt sind. Diese Satzungen sollen ein harmonisches und gepflegtes Gesamtbild der Anlage gewährleisten. Bevor Sie einen Grabstein bei einem Steinmetz in Auftrag geben, muss ein entsprechender Antrag bei der Friedhofsverwaltung gestellt und genehmigt werden. Die Satzung regelt unter anderem:
- Größe und Material: Maximale Höhe und Breite des Grabsteins sowie zulässige Materialien (z.B. Naturstein) sind oft vorgeschrieben.
- Gestaltung: In manchen Abteilungen des Friedhofs gibt es Vorgaben zur Bearbeitung (z.B. nur polierte oder nur raue Oberflächen) oder zur Symbolik.
- Bepflanzung: Die Satzung kann festlegen, welche Pflanzen (z.B. keine hochwachsenden Gehölze) erlaubt sind und ob das Grab vollständig abgedeckt werden darf.
Die Verantwortung für die Instandhaltung und Pflege der Grabstätte liegt bei den Nutzungsberechtigten. Diese können die Grabpflege Spandau selbst durchführen oder eine Friedhofsgärtnerei damit beauftragen. Viele Gärtnereien bieten sogenannte Dauergrabpflegeverträge an. Dabei wird ein bestimmter Betrag bei einer Treuhandstelle hinterlegt, die sicherstellt, dass das Grab über die gesamte Laufzeit des Nutzungsrechts professionell gepflegt wird. Dies ist eine sinnvolle Option für Angehörige, die nicht vor Ort wohnen oder die Pflege körperlich nicht leisten können.
An wen wende ich mich für die Anmeldung einer Bestattung oder bei Fragen?
Kurz: Die zentrale Anlaufstelle für städtische Friedhöfe ist die Friedhofsverwaltung des Bezirksamts Spandau. Für konfessionelle Friedhöfe sind die jeweiligen evangelischen oder katholischen Pfarramtsverwaltungen zuständig. Ein Bestattungsunternehmen unterstützt Angehörige in der Regel bei allen notwendigen Formalitäten.
Im Trauerfall ist es hilfreich zu wissen, welche Stellen für welche Anliegen zuständig sind. In der Regel ist der erste Ansprechpartner ein Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl. Dieses übernimmt die meisten organisatorischen Aufgaben und koordiniert die Absprachen mit der Friedhofsverwaltung. Dennoch ist es gut, die direkten Anlaufstellen zu kennen:
- Für städtische Friedhöfe: Die Friedhofsverwaltung des Bezirksamts Spandau ist für alle landeseigenen Friedhöfe im Bezirk zuständig. Hier erfolgt die Vergabe von Grabstätten, die Genehmigung von Grabmalen und die Verwaltung der Nutzungsrechte. Sie finden die Verwaltung im Bezirksamt Spandau, Abteilung Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt.
- Für kirchliche Friedhöfe: Bei konfessionellen Ruhestätten wenden Sie sich bitte an das zuständige Pfarramt oder die kirchliche Verwaltungsstelle. Die Kontaktdaten finden Sie meist auf der Webseite der jeweiligen Kirchengemeinde.
- Bestattungsunternehmen: Der Bestatter kümmert sich um die Überführung, die Organisation der Trauerfeier, die Beurkundung des Sterbefalls beim Standesamt und die Kommunikation mit dem Friedhofsträger zur Terminabstimmung für die Beisetzung.
Für allgemeine Fragen zu den Berliner Friedhöfen können Sie auch die Informationen der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz und Forsten konsultieren. Eine Übersicht über alle Friedhöfe in der Stadt finden Sie auch auf unserer Themenseite Friedhöfe Berlin.


Häufig gestellte Fragen zu Friedhöfen in Spandau
Welche Friedhöfe gibt es in Spandau?
In Berlin-Spandau gibt es mehrere bedeutende Friedhöfe. Zu den größten städtischen Anlagen zählen der Friedhof 'In den Kisseln' und der Landschaftsfriedhof Gatow. Ein weiterer städtischer Friedhof befindet sich in Staaken. Daneben existieren konfessionelle Ruhestätten wie der historische evangelische Friedhof der St. Nikolai-Gemeinde in der Altstadt. Eine detaillierte Übersicht mit Adressen und Besonderheiten finden Sie in der Tabelle weiter oben im Artikel.
Was kostet ein Grab in Spandau?
Die Kosten für ein Grab auf einem städtischen Friedhof in Spandau setzen sich 2026 aus zwei Teilen zusammen. Die Grabnutzungsgebühr für eine Laufzeit von 25 Jahren beträgt je nach Art und Lage des Grabes zwischen 1.200 und 2.500 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Bestattungsgebühr von 600 bis 900 Euro für das Öffnen und Schließen des Grabes. Kirchliche Friedhöfe haben eigene Gebührenordnungen, die abweichen können.
Welche Bestattungsarten sind möglich?
Auf den Spandauer Friedhöfen sind alle gängigen Bestattungsarten möglich. Dazu gehören die traditionelle Erdbestattung im Sarg sowie die Feuerbestattung mit anschließender Beisetzung der Urne. Für Urnen gibt es verschiedene Optionen: ein klassisches Urnengrab, eine Nische in einem Kolumbarium (Urnenwand), anonyme oder halbanonyme Gemeinschaftsgrabanlagen sowie naturnahe Baumbestattungen.
Wie lange ist die Grabnutzungszeit?
Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit beträgt in Berlin 20 Jahre. Die Nutzungszeit für eine Grabstätte wird bei der Vergabe meist auf 20 oder 25 Jahre festgelegt. Nach Ablauf dieser Frist kann das Nutzungsrecht für Wahlgräber in der Regel gegen eine Gebühr verlängert werden. Bei Reihengräbern ist eine Verlängerung üblicherweise nicht möglich; die Grabstätte wird nach Ablauf der Frist eingeebnet.
Wer ist Träger der Friedhöfe in Spandau?
Die Trägerschaft der Friedhöfe in Spandau ist geteilt. Die großen Anlagen wie 'In den Kisseln' oder der Landschaftsfriedhof Gatow sind städtische Friedhöfe und werden vom Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Spandau, verwaltet. Daneben gibt es konfessionelle Friedhöfe, die von der evangelischen oder katholischen Kirche betrieben und verwaltet werden. Diese sind oft an eine bestimmte Kirchengemeinde gebunden.
Wer pflegt das Grab?
Für die Pflege des Grabes sind die Nutzungsberechtigten, also in der Regel die Angehörigen, verantwortlich. Sie können die Bepflanzung und Instandhaltung selbst übernehmen. Alternativ kann eine Friedhofsgärtnerei mit der Pflege beauftragt werden. Dies kann durch Einzelaufträge oder durch einen Dauergrabpflegevertrag geschehen, der die Pflege über die gesamte Nutzungsdauer sicherstellt.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
Fazit: Friedhöfe in Spandau im Überblick
Die Wahl eines Friedhofs in Spandau ist eine Entscheidung, die sorgfältig getroffen werden sollte. Der Bezirk bietet mit seinen städtischen und kirchlichen Anlagen eine Vielzahl an würdevollen Orten für die letzte Ruhe. Die Kosten variieren je nach Grabart und Träger erheblich, daher ist eine genaue Prüfung der Gebührenordnungen unerlässlich. Wichtige Anlaufstellen sind die Friedhofsverwaltung des Bezirksamts für städtische Anlagen und die jeweiligen Pfarrämter für konfessionelle Friedhöfe. Dieser Artikel bietet Ihnen eine solide Grundlage für alle notwendigen Entscheidungen. Für einen gesamtstädtischen Vergleich besuchen Sie unsere Übersicht zu Friedhöfe Berlin. Weitere behördliche Themen finden Sie in unserem Ratgeber-Bereich Service Berlin.
Stand: 2026 · Alle Angaben gewissenhaft recherchiert.




