Neukölln 📅 26. April 2026 ⏱ 9 Min. 👁 136 Aufrufe

Aldi Neukölln Neubau: 120 neue Mietwohnungen bis Ende 2027

Aldi Neukölln Neubau – Der Abriss in der Liberdastraße läuft. 120 Mietwohnungen und ein neuer Supermarkt entstehen am Maybachufer. Alle Fakten zum Projekt. →

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Kurzantwort

Der Aldi Neukölln Neubau an der Liberdastraße 5 ist ein Bauprojekt, das einen alten Supermarkt durch ein siebengeschossiges Wohn- und Geschäftshaus ersetzt. Bis Ende 2027 sollen hier rund 120 Mietwohnungen und eine moderne ALDI-Nord-Filiale im Erdgeschoss entstehen. Das Vorhaben im Reuterkiez ist ein Beispiel für die Nachverdichtung in Berlin, um Wohnraum und Nahversorgung zu kombinieren.

Inhaltsverzeichnis+
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was genau entsteht beim Aldi Neukölln Neubau?
  3. Warum wird der Aldi am Maybachufer abgerissen?
  4. Wie wird das Bauprojekt im Kiez bewertet?
  5. Wie werden Wohnen und Einkaufen kombiniert?
  6. Wie wird der Neubau so schnell realisiert?
  7. Welche weiteren Bauprojekte sind im Reuterkiez geplant?
  8. Häufige Fragen zu Aldi Neukölln Neubau
  9. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Standort: Liberdastraße 5, 12047 Berlin-Neukölln, direkt am Maybachufer.
  • Projekt: Abriss eines Flachbaus und Neubau eines siebengeschossigen Wohn- und Geschäftshauses.
  • Wohneinheiten: Es entstehen rund 120 neue Mietwohnungen über der Supermarkt-Fläche.
  • Gewerbe: Im Erdgeschoss wird eine moderne ALDI-Nord-Filiale mit über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche integriert.
  • Zeitplan: Der Abriss begann Anfang 2026, die geplante Fertigstellung ist für Ende 2027 terminiert.
  • Bruttogeschossfläche: Der gesamte Komplex wird eine Fläche von rund 11.000 Quadratmetern umfassen.

Was genau entsteht beim Aldi Neukölln Neubau?

Der Aldi Neukölln Neubau ist ein Mixed-Use-Immobilienprojekt, das einen eingeschossigen Discounter durch ein siebengeschossiges Gebäude ersetzt. An der Liberdastraße 5 entstehen bis Ende 2027 rund 120 Mietwohnungen sowie eine ALDI-Nord-Filiale mit über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche im Erdgeschoss.

Das Bauvorhaben an der Ecke Liberdastraße nahe dem Maybachufer stellt eine bedeutende Nachverdichtung im dicht besiedelten Reuterkiez dar. Wo bis vor kurzem ein einfacher Flachbau stand, wird nun ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Dieses Konzept vereint auf derselben Grundfläche dringend benötigten Wohnraum mit der wichtigen Nahversorgung für das Viertel. Die gesamte Bruttogeschossfläche des Projekts, für das 2025 die Baugenehmigung erteilt wurde, beträgt rund 11.000 Quadratmeter.

Warum wird der Aldi am Maybachufer abgerissen?

Der Abriss des alten Aldi-Marktes schafft Platz für eine effizientere Flächennutzung. Eingeschossige Discounter mit großen Parkplätzen gelten angesichts hoher Bodenpreise und Wohnungsnot als Platzverschwendung. Der Neubau folgt dem modernen Stadtplanungsansatz, Wohnen und Einkaufen vertikal zu kombinieren.

Für viele Anwohnerinnen und Anwohner kam die Schließung des beliebten Supermarktes überraschend, obwohl die Pläne in der Bezirksverordnetenversammlung bereits länger diskutiert wurden. Seit Anfang 2026 dominieren Bagger und Bauschutt das Bild an der Liberdastraße 5. Der Rückbau des architektonisch anspruchslosen, aber funktionalen Bestandsgebäudes ist bereits weit fortgeschritten.

Dieser Abriss markiert einen Paradigmenwechsel in der Berliner Stadtentwicklung. Jahrzehntelang prägten eingeschossige Supermärkte mit ausgedehnten, versiegelten Parkflächen das Stadtbild. In einem Bezirk wie Neukölln, der von extremer Wohnungsnot und hohen Bodenpreisen betroffen ist, gilt dieses Modell heute als ineffizient. Der Aldi Neukölln Neubau folgt daher dem neuen Standard: Der Supermarkt zieht ins Erdgeschoss, Parkplätze werden in eine Tiefgarage oder ein Parkdeck verlegt, und darüber entstehen neue Wohnungen.

Aldi Neukölln Neubau Berlin News
Foto: Talha Kılıç

Wie wird das Bauprojekt im Kiez bewertet?

Das Projekt wird zwiegespalten gesehen. Einerseits begrüßt das Bezirksamt Neukölln die Schaffung von Wohnraum und die Sicherung der Nahversorgung. Andererseits befürchten Anwohnende, dass ein solches Neubauprojekt in Wasserlage die Mieten im gesamten Umfeld weiter in die Höhe treiben könnte.

Die Kombination aus Supermarkt im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen ist in Berlin ein längst überfälliges Konzept. Besonders im dicht besiedelten Reuterkiez, wo jeder Quadratmeter Bauland hart umkämpft ist, erscheint der Abriss von eingeschossigen Flachbauten stadtpolitisch sinnvoll. Das Bezirksamt Neukölln forciert solche Mixed-Use-Konzepte aktiv, um dem Mangel an Wohnraum zu begegnen, ohne die für den Kiez essenzielle Nahversorgung zu verdrängen.

Gleichzeitig wächst bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern die Sorge vor den sozioökonomischen Folgen. Neubauprojekte, insbesondere an attraktiven Standorten wie dem Maybachufer, bedienen traditionell das obere Preissegment. Dies könnte den Gentrifizierungsdruck im Viertel weiter erhöhen und zu steigenden Mieten im direkten Umfeld führen.

Wie werden Wohnen und Einkaufen kombiniert?

Das siebengeschossige Gebäude orientiert sich an der Berliner Blockrandbebauung. Eine zentrale Herausforderung ist die Trennung der Verkehrsströme. Die Logistik des Supermarktes, inklusive LKW-Anlieferung, muss durch Schallschutzkonzepte und eingehauste Zonen von den darüberliegenden Wohnungen entkoppelt werden.

Nach Abschluss der Abrissarbeiten und dem Aushub der Baugrube beginnt die Hochbauphase für das Bauprojekt am Maybachufer. Der geplante Neubau wird mit einer Bruttogeschossfläche von rund 11.000 Quadratmetern zu den größeren Nachverdichtungsprojekten im Norden Neuköllns gehören. Insgesamt sollen hier circa 120 Mietwohnungen realisiert werden.

Die architektonische und logistische Herausforderung bei solchen Projekten liegt darin, die unterschiedlichen Nutzungen reibungslos zu organisieren. Die tägliche Anlieferung für den Aldi-Markt durch schwere LKW darf die Lebensqualität der künftigen Mieterinnen und Mieter nicht beeinträchtigen. Entsprechende Schallschutzmaßnahmen und baulich getrennte Anlieferzonen waren daher eine zwingende Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung im Jahr 2025.

Die städtebauliche Entwicklung im Kiez schreitet rasant voran. Während traditionelle Treffpunkte wie ein Späti an der Hermannstraße in Neukölln oft um ihre Existenz kämpfen, sichern sich große Handelsketten ihre Standorte durch die Kombination mit lukrativem Wohnungsbau. Für den Bezirk bedeutet das Projekt eine deutliche Aufwertung der Ecke Liberdastraße.

Projekt-Detail Geplanter Wert Quelle / Stand
Entwickler 15 Degree Unternehmensangaben
Generalübernehmer Goldbeck Projektplanung
Wohneinheiten ca. 120 Mietwohnungen Baugenehmigung 2025
Bruttogeschossfläche 11.000 m² Entwicklungsstadt
Fertigstellung Ende 2027 Bauzeitplan (April 2026)

Wie wird der Neubau so schnell realisiert?

Die kurze Bauzeit wird durch eine systematisierte Bauweise ermöglicht. Große Bauelemente wie Wände oder Sanitärmodule werden industriell vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert. Diese Methode verkürzt die Bauzeit erheblich und macht die Kosten besser planbar.

Eine Fertigstellung bis Ende 2027 gilt in der oft als langsam bekannten Berliner Baubranche als ambitioniert. Realisiert wird das Projekt vom Berliner Entwickler 15 Degree, während das Bauunternehmen Goldbeck als Generalübernehmer die Ausführung verantwortet.

Das Unternehmen Goldbeck setzt konsequent auf Systembauweise. Dabei werden wesentliche Teile des Gebäudes – von Wänden und Decken bis hin zu kompletten Badezimmermodulen – in Werken industriell vorproduziert. Auf der Baustelle an der Liberdastraße erfolgt dann lediglich die Montage. Diese Methode bietet zwei entscheidende Vorteile: Sie verkürzt die Bauzeit drastisch und sorgt durch serielle Fertigung für stabile Baukosten.

Ein vergleichbares Projekt von 15 Degree in Berlin-Karlshorst, der „Zwieseler Hof“, zeigte bereits die Effizienz dieser Methode: Dort konnte das Richtfest nur knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung gefeiert werden. Für die Anwohner am Maybachufer bedeutet dies eine kürzere Phase mit intensiver Baulärmbelastung, da der klassische Rohbau vor Ort auf ein Minimum reduziert wird.

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Welche weiteren Bauprojekte sind im Reuterkiez geplant?

Neben dem Aldi-Neubau plant auch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND ein weiteres Projekt am Maybachufer. Gemeinsam mit Architekten soll ein historischer Gewerbebau umgenutzt werden, um dort ebenfalls zusätzliche Wohn- und Gewerbeflächen zu schaffen und den Kiez weiterzuentwickeln.

Der Aldi Neukölln Neubau ist nicht das einzige Vorhaben, das die Struktur des Quartiers in den kommenden Jahren verändern wird. Parallel zu den Arbeiten an der Liberdastraße entstehen entlang des Ufers weitere Projekte. Der hohe Druck auf dem Wohnungsmarkt zwingt Entwickler und städtische Gesellschaften gleichermaßen dazu, jeden verfügbaren Raum kreativ zu nutzen.

So plant unter anderem die landeseigene STADT UND LAND Wohnbauten Gesellschaft mbH gemeinsam mit Bollinger und Fehlig Architekten ein weiteres Bauprojekt am Maybachufer. Hierbei steht die Umnutzung eines historischen Gewerbebaus im Fokus. Auch an dieser Stelle sollen neue Wohn- und Gewerbeflächen entstehen, die den Kiez behutsam weiterentwickeln, ohne seine gewachsene Struktur vollständig zu verändern. Der Reuterkiez bleibt damit einer der dynamischsten Transformationsräume im Süden Berlins.

Aldi Neukölln Neubau Berlin News
Foto: Jimmy Liao

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Häufige Fragen zu Aldi Neukölln Neubau

Wann ist der Aldi Neukölln Neubau fertig?

Die Fertigstellung für den Aldi Neukölln Neubau an der Ecke Liberdastraße ist offiziell für Ende 2027 geplant. Der Abriss des alten Bestandsgebäudes begann Anfang 2026. Durch die Verwendung vorgefertigter Bauelemente im Systembau kann der Hochbau voraussichtlich sehr zügig umgesetzt werden.

Wie viele Wohnungen entstehen beim Maybachufer Bauprojekt?

Bei dem Bauprojekt am Maybachufer entstehen rund 120 neue Mietwohnungen. Diese verteilen sich auf das siebengeschossige Gebäude, das direkt über dem neuen Supermarkt errichtet wird. Die gesamte Bruttogeschossfläche des Komplexes umfasst etwa 11.000 Quadratmeter.

Hat Aldi eigene Immobilien für den Wohnungsbau?

Ja, der Discounter entwickelt zunehmend eigene Flächen. Eingeschossige Märkte mit großen Parkplätzen gelten als überholt. An mindestens 39 Standorten plant der Konzern den Bau von rund 2.000 Wohnungen über seinen Filialen, um die wertvollen Innenstadtlagen effizienter zu nutzen.

Wie lange dauert ein Aldi-Neubau mit Wohnungen?

Dank moderner Systembauweise dauert der reine Hochbau oft nur wenige Monate. Beim aktuellen Projekt in Neukölln veranschlagen die Planer für den gesamten Prozess – vom Abriss Anfang 2026 bis zur schlüsselfertigen Übergabe – knapp zwei Jahre. Andere Standorte wurden in ähnlicher Zeitspanne realisiert.

Wer baut den neuen Aldi an der Liberdastraße?

Verantwortlich für die Realisierung des Projekts ist der Berliner Projektentwickler 15 Degree. Als Generalübernehmer für die Bauausführung fungiert das Bauunternehmen Goldbeck, das auf die Montage von industriell vorgefertigten Bauelementen spezialisiert ist.

Fazit

Der Aldi Neukölln Neubau ist ein exemplarisches Projekt für die Zukunft von Supermarkt-Standorten im innerstädtischen Bereich Berlins. Die Ära der flachen Discounter-Bauten mit ausufernden Parkplätzen neigt sich im dicht besiedelten S-Bahn-Ring dem Ende zu. Mit der Schaffung von 120 neuen Mietwohnungen leistet das Vorhaben einen messbaren Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot im Reuterkiez. Gleichzeitig wird die wichtige Nahversorgung für die Anwohnerinnen und Anwohner durch den modernen Markt im Erdgeschoss langfristig gesichert. Das Projekt zeigt, wie Nachverdichtung mit einem klaren Konzept zur Aufwertung eines ganzen Quartiers beitragen kann.

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✍ Über den Autor
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen

Hallo, ich bin Ida, und bei BerlinEcho bin ich zuständig für Gesellschaft und Wohnen – also für die Themen, die im Alltag meiner Mitmenschen am meisten präsent sind: Wo finde ich eine Wohnung, die ich mir leisten kann? Welche Schule passt zu meinem Kind? Was bedeutet es, in einem Kiez zu leben, der sich in drei Jahren komplett verändert hat? Die Wohnungsfrage in Berlin ist für mich nicht abstrakt. Ich habe Freunde, die aus ihren Kiezvierteln wegziehen mussten, und kenne Familien, die fünf Jahre auf einen Kitaplatz gewartet haben. Das ist der Blickwinkel, aus dem ich recherchiere: nah am Leben, nicht am Pressetext. Gesellschaft schreiben bedeutet für mich auch, Stimmen zu hören, die in Medien sonst selten vorkommen. Nicht nur die Politiker und die Experten, sondern die Leute in den Bezirken selbst. Schreib mir gerne über Instagram oder LinkedIn, wenn du denkst, dass ich über etwas berichten sollte.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Gesellschaftsredaktion · Schwerpunkt Soziales & Wohnen · Bezirksrecherche Berlin ✍ 187 Artikel