Es war einer der rätselhaftesten Berliner Kriminalfälle des Jahres 2025: Am Freitag, dem 13. Juni 2025, wurde der Weddinger Arzt Wolfgang Conzelmann (76) in seiner Praxis getötet. Ein oder mehrere unbekannte Täter drangen in die Räume an der Genter Straße im Sprengelkiez ein. Ein Jahr nach der Tat ist der Fall nach vorliegenden Informationen weiterhin nicht aufgeklärt – ein nüchterner Rückblick auf das Geschehen und die Ermittlungen.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Wolfgang Conzelmann (76), Suchtmediziner in Wedding, wurde am 13. Juni 2025 in seiner Praxis getötet.
- Tatort: eine Praxis an der Genter Straße nahe dem Leopoldplatz im Sprengelkiez.
- Eine 35-jährige Bekannte wurde ebenfalls gefesselt, konnte sich befreien und setzte den Notruf ab.
- Die 8. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin ermittelt; ein Zeugenaufruf läuft.
- Ein Jahr nach der Tat ist der Fall nach vorliegenden Informationen nicht aufgeklärt.
Wolfgang Conzelmann: Wer war der Weddinger Arzt?

Wolfgang Conzelmann war über Jahrzehnte eine bekannte Figur im Wedding. Der praktische Arzt hatte sich vor allem als Suchtmediziner einen Namen gemacht und behandelte schwerstabhängige Patientinnen und Patienten. Bereits in den 1990er Jahren setzte er auf eine akzeptierende Drogentherapie – ein für die damalige Zeit ungewöhnlicher Ansatz.
Geboren im schwäbischen Albstadt, kam Conzelmann zum Studium an die TU Berlin und blieb in der Stadt. Im Kiez rund um den Leopoldplatz galt er als streitbar und polarisierend, von vielen geschätzt, von manchen kritisch gesehen. Seine Praxis war im Viertel eine Art lokale Legende.
Was am 13. Juni 2025 geschah
Am Nachmittag des 13. Juni 2025 drangen ein oder mehrere unbekannte Täter in die Praxis an der Genter Straße ein. Conzelmann wurde gefesselt und gewaltsam getötet; eine Obduktion bestätigte später ein Tötungsdelikt. Die Tatzeit liegt nach Angaben der Ermittler zwischen 13:30 und 15:45 Uhr.
In der Praxis befand sich eine 35-jährige Bekannte des Arztes, die ebenfalls gefesselt wurde. Sie konnte sich befreien und alarmierte gegen 15:41 Uhr die Polizei. Einsatzkräfte fanden den 76-Jährigen leblos vor; Reanimationsversuche blieben erfolglos. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen und die Betroffenen verzichten wir auf weitere Details.
Der Stand der Ermittlungen
Mit dem Fall befasst ist die 8. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin. Nach dem Zeugenaufruf gingen mehrere Hinweise aus der Bevölkerung ein; die Staatsanwaltschaft sprach von einem dynamischen Verfahren und vernahm Zeugen. Auch Videoaufnahmen aus dem Umfeld wurden ausgewertet.
Ein Tatverdächtiger ist bislang nicht öffentlich bekannt, ein Motiv nennen die Behörden nicht. Über Spekulationen, die nach der Tat im Netz kursierten, berichten wir bewusst nicht – sie sind durch nichts belegt. Wer am 13. Juni 2025 zwischen 13:30 und 15:45 Uhr auffällige Personen oder Fahrzeuge an der Genter Straße bemerkt hat, kann sich an die 8. Mordkommission wenden: Telefon (030) 4664-911888 oder per E-Mail an LKA118@polizei.berlin.de.
Conzelmann und die Justiz
Conzelmann hatte über die Jahre wiederholt mit Behörden und Justiz zu tun. Kurz vor seinem Tod stand er wegen einer Beleidigungsanzeige im Zusammenhang mit einem Facebook-Post über den Politiker Robert Habeck vor dem Amtsgericht Tiergarten. Das Gericht stellte das Verfahren wegen geringer Schuld ein.
Bereits 2022 hatte es im Zusammenhang mit diesem Vorwurf eine Durchsuchung seiner Praxis gegeben, bei der Geräte beschlagnahmt wurden. Conzelmann bestritt vor Gericht, den beanstandeten Beitrag verfasst zu haben. Auch in früheren Jahrzehnten geriet er mehrfach in Konflikt mit dem Staat – mal als Angeklagter, mal als Freigesprochener.
Wie der Wedding Abschied nahm
Nach der Tat legten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter vor der Praxis an der Genter Straße Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Für viele im Wedding war Conzelmann eine vertraute Erscheinung des Kiezes – ein Arzt, der sich um Menschen am Rand der Gesellschaft kümmerte. Weitere Geschichten aus der Stadt findest du im Ressort Stadtleben.
Der gewaltsame Tod erschütterte das Viertel rund um den Leopoldplatz. Mehr Nachrichten aus dem Bezirk findest du in unserer Übersicht zu Berlin-Mitte und im Ressort Kriminalität.
Am 13. Juni 2025 wurde der 76-jährige Arzt Wolfgang Conzelmann in seiner Weddinger Praxis getötet – eine Tat, die bis heute nicht aufgeklärt ist. Was diesen Fall über den einzelnen Kiez hinaus bedeutsam macht, ist die Verbindung aus einem ungewöhnlichen Lebensweg, einem brutalen Verbrechen mitten in der Stadt und einem bislang unbekannten Täter. Für den Wedding bleibt eine Lücke und eine offene Frage. Solange die 8. Mordkommission ermittelt, gilt: Fakten vor Spekulation, Respekt vor Sensation.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Polizei Berlin (Pressemitteilung) | Zeugenaufruf der 8. Mordkommission |
| Tagesspiegel | Tatort, Obduktion und Hintergrund |
| Berliner Zeitung | Ermittlungsdetails und Verfahrensstand |
Häufige Fragen zu Wolfgang Conzelmann
Wer war Wolfgang Conzelmann?
Wolfgang Conzelmann war ein 76-jähriger praktischer Arzt aus Wedding, bekannt für seine suchtmedizinische Arbeit und eine akzeptierende Drogentherapie. Im Kiez galt er als streitbare, polarisierende Persönlichkeit.
Wann und wo wurde der Arzt getötet?
Am Freitag, dem 13. Juni 2025, in seiner Praxis an der Genter Straße im Sprengelkiez nahe dem Leopoldplatz. Die Tatzeit liegt zwischen 13:30 und 15:45 Uhr.
Ist der Fall Conzelmann aufgeklärt?
Nach vorliegenden Informationen nicht. Die 8. Mordkommission des LKA Berlin ermittelt weiter, ein Tatverdächtiger ist öffentlich nicht bekannt.
Was geschah mit der zweiten Person in der Praxis?
Eine 35-jährige Bekannte des Arztes wurde ebenfalls gefesselt, konnte sich aber befreien und setzte den Notruf ab. Sie überlebte.
Warum stand Conzelmann vor Gericht?
Wegen einer Beleidigungsanzeige im Zusammenhang mit einem Facebook-Post über Robert Habeck. Das Amtsgericht Tiergarten stellte das Verfahren wegen geringer Schuld ein.
Wie kann man Hinweise zum Fall geben?
Hinweise nimmt die 8. Mordkommission des LKA Berlin entgegen: Telefon (030) 4664-911888 oder per E-Mail an LKA118@polizei.berlin.de.
Unsere Einordnung
Ein gewaltsamer Tod mitten im Kiez, ein Mann mit ungewöhnlicher Biografie, ein ungeklärter Fall: Das ist der Stoff, aus dem im Netz schnell wilde Theorien werden. Genau deshalb ist Zurückhaltung hier kein Mangel an Information, sondern Haltung. Was zählt, sind die Fakten der Ermittler – und die Hoffnung, dass die Tat aufgeklärt wird.
– Ida Nagel, Gesellschaftsredakteurin, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschliessend redaktionell überarbeitet, faktengeprüft und mit Einordnung versehen durch die BerlinEcho-Redaktion. Der Beitrag gibt den Stand der Recherche wieder und wird bei neuen Erkenntnissen der Ermittlungen aktualisiert.





