Eine Prise Paprika, ein Löffel Kreuzkümmel, eine Tasse Grüntee: Was Berliner Haushalte täglich verbrauchen, könnte verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände enthalten – das ist das Ergebnis eines Labortests, den die Verbraucherorganisation foodwatch am 19. Mai 2026 veröffentlicht hat. Von 64 untersuchten Produkten aus Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden enthielten 43 (67 Prozent) Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, die in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen sind. Drei Produkte überschritten sogar geltende Grenzwerte. Betroffen: Eigenmarken von Lidl, Rewe, Aldi und Edeka sowie Markenprodukte von Teekanne, Meßmer und dem Gewürzhersteller Fuchs/Ostmann. Für Berliner Verbraucher heisst das: ein genauer Blick lohnt sich – aber Panik ist unangebracht.
📋 Das Wichtigste in Kürze
- Testumfang: 64 Proben aus 4 Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande)
- Belastet: 43 Proben (67 %) mit in EU verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände
- Deutschland: 19 Proben getestet, 13 belastet, 3 Grenzwertüberschreitungen
- Grenzwertüberschreitungen DE: Fuchs Kreuzkümmel (Flamprop 165-fach), Kania Kreuzkümmel/Lidl (Flamprop 217-fach), REWE Chili Mix
- Komplett belastet (100 % der Proben): Paprikapulver, Chili, Kreuzkümmel und grüner Tee
- Frei von Rückständen: Dr. Oetker Milchreis, Oryza Ideal Reis, Ben’s Original, Mivolis Magen-Darm-Kindertee (dm), Lord Nelson Earl Grey (Lidl), Westminster Schwarztee (Aldi)
- BfR-Bewertung: Kreuzkümmel-Produkte „nicht verkehrsfähig“ – aber kein unmittelbares Gesundheitsrisiko bei normaler Verzehrmenge
- foodwatch-Forderung: Rückruf der drei grenzwertüberschreitenden Produkte
📖 Inhaltsverzeichnis
🔬 Was die foodwatch-Untersuchung zu Pestiziden im Supermarkt gefunden hat
Der im März 2026 durchgeführte und am 19. Mai 2026 veröffentlichte foodwatch-Labortest untersuchte in einem akkreditierten Labor 64 Lebensmittelproben auf 736 verschiedene Pestizide. Eingesetzt wurden die modernen Analyseverfahren LC-MS/MS und GC-MS/MS. Die getesteten Produktkategorien: Paprikapulver, Chili, Kreuzkümmel, verschiedene Reissorten und Grüntee. Die Stichprobe deckt vier EU-Länder ab – Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande.
Das Ergebnis: In 43 der 64 Proben wurden in der EU verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände nachgewiesen. Besonders auffällig: Bei Paprikapulver, Chili, Kreuzkümmel und Grüntee waren ausnahmslos alle getesteten Proben belastet. Bei Reis ergab sich ein gemischteres Bild – hier fanden sich auch unbelastete Produkte. Für Deutschland heisst das konkret: 13 von 19 getesteten Produkten enthielten Rückstände, drei davon über dem gesetzlichen Grenzwert.
| Produkt (Deutschland) | Anzahl Pestizide | Davon EU-verboten | Grenzwert? |
|---|---|---|---|
| Kania Kreuzkümmel (Lidl) | 2 | 2 | ⚠️ überschritten (Flamprop 217×) |
| Fuchs Kreuzkümmel | 6 | 4 | ⚠️ überschritten (Flamprop 165×) |
| REWE Chili Mix | k. A. | k. A. | ⚠️ überschritten |
| Ostmann Kreuzkümmel (Fuchs) | 3 | 2 | unter Grenzwert |
| Ja! Paprika edelsüß (Rewe) | 8 | 5 | unter Grenzwert |
| Kania Paprika Edelsüß (Lidl) | 8 | 5 | unter Grenzwert |
| Le Gusto Edelsüß Paprika (Aldi) | 12 | 4 | unter Grenzwert |
| Ostmann Paprika rosenscharf | 13 | 3 | unter Grenzwert |
| Teekanne / Meßmer Grüntee | je 2 | je 2 | unter Grenzwert |
⚗️ Flamprop, Chlorfenapyr & Co: Worum geht es bei den verbotenen Pestiziden?

Im Zentrum der drei Grenzwertüberschreitungen steht das Herbizid Flamprop. Es wurde in der EU ursprünglich gegen Wildhafer in Getreide eingesetzt, ist heute aber nicht mehr zugelassen. Der erlaubte Grenzwert in Lebensmitteln liegt bei 0,01 Milligramm pro Kilogramm – ein Standardwert für nicht zugelassene Pestizide. Beim Kania-Kreuzkümmel von Lidl wurden laut foodwatch 2,17 mg/kg gemessen (217-fache Überschreitung), beim Fuchs-Kreuzkümmel 1,65 mg/kg (165-fache Überschreitung).
Ein zweiter problematischer Stoff: Chlorfenapyr, ein Insektizid, das in der EU seit 2002 nicht mehr zugelassen ist. Im grünen Tee sind laut EU-Recht 50 mg/kg zulässig – ein Wert, den foodwatch als „zu hoch angesetzt“ kritisiert. Chlorfenapyr gilt eingeatmet oder verschluckt als gesundheitsschädlich bis giftig und kann Organschäden oder allergische Reaktionen verursachen.
Die Pflanzenschutzmittel und damit die verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände kommen nicht aus europäischer Produktion ins Supermarktregal. Sie werden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung erläutert, in Drittstaaten wie Indien, China oder der Türkei eingesetzt – und mit den dort produzierten Lebensmitteln in die EU importiert. Lidl bestätigte gegenüber dem Spiegel: Der Kreuzkümmel der betroffenen Charge stammt aus Indien.
🏛️ BfR und Verbraucherzentrale Berlin ordnen die verbotene Pestizide Supermarkt-Funde ein
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit Sitz in Berlin-Marienfelde bestätigte gegenüber dem Spiegel die Bewertung der beiden Kreuzkümmel-Produkte als nicht verkehrsfähig. Das ist ein klarer juristischer Befund: Die Produkte hätten so nicht verkauft werden dürfen. Gleichzeitig stellt das BfR fest, dass ein unmittelbares Gesundheitsrisiko wegen der typischerweise sehr geringen Verzehrmengen von Gewürzen nicht erkennbar sei. Niemand isst Kreuzkümmel löffelweise.
Diese Einschätzung teilt auch die Verbraucherzentrale Berlin auf Anfrage. Dennoch betonen sowohl BfR als auch die Berliner Verbraucherschützer: Die Tatsache, dass eine Substanz in der EU verboten ist, hat einen Grund – meist Gesundheits- oder Umweltrisiken, die in der wissenschaftlichen Bewertung als nicht akzeptabel eingestuft wurden. Dass solche Stoffe über Importwege zurück auf den deutschen Esstisch finden, ist ein politisches Problem, kein lebensmittelhygienisches Einzelschicksal.
Lidl erklärte auf Anfrage des Spiegel, in eigenen Prüfberichten externer akkreditierter Labore sei Flamprop nicht nachgewiesen worden, der Sachverhalt werde geprüft. Fuchs bezeichnete die foodwatch-Messwerte als „in dieser Form untypisch und auf den ersten Blick nicht plausibel“ und kündigte eine erneute Prüfung der betroffenen Charge an. Eine offizielle Rückruf-Entscheidung lag bei Redaktionsschluss nicht vor.
✅ Welche Produkte frei von verbotene Pestizide Supermarkt-Rückständen sind
Die foodwatch-Untersuchung hat auch eine Positivliste produziert. Folgende getestete Produkte zeigten keine Pestizidrückstände:
- Reis: Dr. Oetker Milchreis, Oryza Ideal Reis, Ben’s Original (Mars-Konzern)
- Tee: Mivolis Magen-Darm-Kindertee (dm-Eigenmarke), Lord Nelson Schwarzer Earl Grey (Lidl-Eigenmarke), Westminster Schwarztee (Aldi-Eigenmarke)
Bemerkenswert: Bei Reis stellen sowohl Markenhersteller (Dr. Oetker, Ben’s Original) als auch günstige Eigenmarken (Oryza) unbelastete Produkte. Bei Schwarztee sind sogar die Discounter-Eigenmarken aus Lidl und Aldi pestizidfrei – während Markenprodukte bei Grüntee belastet sind. Pauschale Aussagen „Markenware ist besser“ oder „Eigenmarken sind schlechter“ greifen damit zu kurz.
🛒 Was das für Berliner Konsumenten praktisch heisst
Berlin hat als Lebensmittelmarkt eine besondere Struktur: rund 1.000 Supermarktfilialen quer durch alle 12 Bezirke, dazu ein dichtes Netz an Wochenmärkten und ethnischen Lebensmittelgeschäften. Wer in der Hauptstadt Paprika, Kreuzkümmel oder Grüntee einkauft, kann mit ein paar Faustregeln das Risiko verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände zu konsumieren minimieren:
- Wochenmärkte mit regionalem Anbau: Märkte wie der Winterfeldtmarkt (Schöneberg), der Markt am Maybachufer (Neukölln), der Kollwitzmarkt (Prenzlauer Berg) oder der Boxhagener Platz (Friedrichshain) bieten regional produzierte Gewürze und Tees – oft direkt vom Erzeuger. Die Rückverfolgbarkeit ist deutlich besser als bei importierter Bulkware.
- Bio-Siegel: Bio-Pestizide unterliegen ebenfalls Regulierungen, sind aber strikter eingegrenzt. Berliner Bio-Märkte wie die LPG Biomärkte (Schöneberg, Charlottenburg, Kreuzberg) oder die Bio Company (stadtweit) führen viele importierte Gewürze in geprüfter Bio-Qualität.
- Türkische, indische und arabische Geschäfte: In Bezirken wie Kreuzberg, Neukölln oder Wedding ist die Auswahl an Direktimporten gross – mit gemischtem Ergebnis. Markenware mit klarer Importkette und EU-Konformitätsbestätigung ist sicherer als anonyme Bulkware.
- Reduktion der Risikokategorien: Wer Paprikapulver, Kreuzkümmel und Grüntee gelegentlich statt täglich verwendet, reduziert die kumulative Belastung automatisch.

🔎 Recherche-Quellen im Überblick
| Aspekt | Details | Quelle |
|---|---|---|
| foodwatch-Originalbericht | PDF Banned Pesticides on the Menu | foodwatch.org |
| foodwatch-Pressemitteilung | 19.05.2026, deutschsprachiger Hauptbericht | foodwatch.org/de |
| BfR-Statement | Kreuzkümmel-Produkte „nicht verkehrsfähig“ | BfR Berlin-Marienfelde |
| Spiegel-Bericht | Lidl- und Fuchs-Stellungnahmen | Spiegel.de |
| Detail-Analyse Paprika | Pestizid-Zahlen Aldi/Rewe/Lidl/Ostmann | t-online.de |
| Pestizidfrei-Liste | Ben’s Original, Oryza, Dr. Oetker, Lord Nelson, Westminster | foodwatch-Test-Bericht |
| Verbraucherzentrale Berlin | Einschätzung kein akutes Gesundheitsrisiko | VZ Berlin |
| Merkur-Erstbericht | Verbrauchermarkt-Übersicht | Merkur.de |
🏛️ BERLINECHO-EINORDNUNG
Was die Schlagzeile „verbotene Pestizide“ wirklich bedeutet – und was nicht
Die Empörung über verbotene Pestizide Supermarkt-Rückstände ist berechtigt, aber sie braucht Differenzierung. Vier Punkte, die in der Aufregung untergehen.
1. „Nicht verkehrsfähig“ heisst nicht „akut giftig“
Die scharfe BfR-Bewertung „nicht verkehrsfähig“ bezieht sich auf den juristischen Verkehrsstatus der Ware, nicht auf akute Vergiftungsgefahr. Wer das letzte Pfännchen Kreuzkümmel verwendet hat, muss nicht in die Charité-Notaufnahme. Niemand isst Kreuzkümmel löffelweise – die typische Tagesdosis liegt bei wenigen Gramm.
2. Der eigentliche Skandal sitzt in der Importpolitik
Dass Chemiekonzerne aus der EU Pestizide produzieren, die hier verboten sind, nach Indien, China oder in die Türkei exportieren und das dort behandelte Gemüse dann zurück importieren, nennt foodwatch zu Recht einen „toxischen Bumerang“. Die EU-Kommission arbeitet an strengeren Importregeln, der deutsche Bundeslandwirtschaftsminister lehnt sie laut foodwatch ab. Das ist eine politische Auseinandersetzung, nicht ein Hersteller-Versagen.
3. Der Cocktail-Effekt ist die unterschätzte Frage
In der Ostmann-Paprikaprobe wurden 13 Pestizide gefunden, in der Aldi-Paprika 12, in der Lidl-Paprika 8 mit fünf nicht zugelassenen. Jedes für sich unter Grenzwert – aber niemand weiss verlässlich, wie sich diese Cocktails über Jahre kumulieren. Die Lebensmittelsicherheitsforschung steht hier am Anfang.
4. Was Berlin daraus machen könnte
Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung könnte eigene Berliner Stichproben mit Schwerpunkt auf importierten Gewürzen einleiten. Die Verbraucherzentrale Berlin verfügt über das Know-how, aber nicht über die finanziellen Mittel für regelmässige Tests in dieser Tiefe. Ein Berliner Pestizid-Monitoring – analog zum Wasser-Monitoring – wäre eine sinnvolle Senatsaufgabe.
📌 EHRLICHE EINORDNUNG:
Die verbotene Pestizide Supermarkt-Geschichte ist real, aber sie ist keine Panik-Nachricht. Sie ist eine politische Hausaufgabe – an die EU, an den Bund und auch an Berlin. Wer als Verbraucher reagieren will, kann mit Wochenmarkt, Bio-Siegel und reduzierter Risikokategorie-Verwendung viel erreichen.
Hannes Nagel · Wirtschafts- & Verkehrsredakteur BerlinEcho
Ich beobachte den Berliner Einzelhandel und Verbraucherschutz seit Jahren. Mein Anspruch bei Lebensmittel-Themen: nüchterne Faktenlage, klare Quellenführung, keine Panikmache – aber auch keine Verharmlosung struktureller Risiken.
❓ Häufig gestellte Fragen zu verbotene Pestizide Supermarkt
Welche Produkte sind vom foodwatch-Test betroffen?
Insgesamt 43 von 64 getesteten Produkten enthielten in der EU verbotene Pestizide-Supermarkt-Rückstände. In Deutschland überschritten drei Produkte den Grenzwert: Kreuzkümmel von Fuchs, Kreuzkümmel der Lidl-Eigenmarke Kania und der REWE Chili Mix. Belastet, aber unter Grenzwert: Paprikapulver-Eigenmarken von Aldi (Le Gusto), Rewe (Ja!) und Lidl (Kania), Ostmann-Produkte sowie Grüntee von Teekanne und Meßmer.
Was ist Flamprop und warum ist es problematisch?
Flamprop ist ein Herbizid, das ursprünglich gegen Wildhafer in Getreide eingesetzt wurde. In der EU ist es heute nicht mehr zugelassen. Der gesetzliche Grenzwert in Lebensmitteln liegt bei 0,01 mg/kg. In den beanstandeten Kreuzkümmel-Produkten wurde dieser Wert um das 165- bis 217-Fache überschritten.
Besteht ein akutes Gesundheitsrisiko?
Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Verbraucherzentrale Berlin besteht kein unmittelbares Gesundheitsrisiko, weil Gewürze in der Praxis nur in sehr geringen Mengen verzehrt werden. Die Produkte gelten aber juristisch als nicht verkehrsfähig.
Welche Produkte waren im Test unbelastet?
Frei von Pestizidrückständen waren Dr. Oetker Milchreis, Oryza Ideal Reis, Ben’s Original Reis, der Mivolis Magen-Darm-Kindertee von dm, der Lord Nelson Schwarzer Earl Grey von Lidl und der Westminster Schwarztee von Aldi.
Wo werden Rückrufe veröffentlicht?
Offizielle Rückrufe werden über das Portal lebensmittelwarnung.de des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht. Stand 23. Mai 2026 war keiner der drei beanstandeten Artikel offiziell zurückgerufen. foodwatch hat einen Rückruf gefordert.
Was sagen Lidl und Fuchs zu den Vorwürfen?
Lidl erklärte gegenüber dem Spiegel, in eigenen Prüfberichten externer akkreditierter Labore sei Flamprop nicht nachgewiesen worden. Der Sachverhalt werde geprüft. Fuchs bezeichnete die foodwatch-Messwerte als untypisch und kündigte eine erneute Prüfung der betroffenen Charge an.
Wie kann ich als Berliner Verbraucher Pestizidrisiken minimieren?
Empfehlenswert sind Bio-Siegel, Wochenmärkte mit regionalen Erzeugern (Winterfeldtmarkt, Maybachufer, Kollwitzmarkt, Boxhagener Platz), und ein vorsichtigerer Konsum von Risikokategorien wie Paprikapulver, Kreuzkümmel und Grüntee. Wer auf Importgewürze nicht verzichten will, kann auf transparente Lieferketten und EU-konforme Markenware achten.
Wer ist die Verbraucherzentrale Berlin?
Die Verbraucherzentrale Berlin e.V. ist die unabhängige Berliner Beratungsstelle für Verbraucher in Berlin. Sie informiert zu Lebensmittelsicherheit, Energie, Finanzdienstleistungen und vielen weiteren Themen. Hauptsitz: Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin-Charlottenburg.
🏁 Fazit: Faktenlage statt Panik – aber strukturelle Fragen offen
Der foodwatch-Test vom 19. Mai 2026 ist methodisch sauber, die Befunde sind dokumentiert, die behördlichen Einschätzungen liegen vor. Für Berliner Verbraucher heisst das: Es besteht kein Grund für Notfall-Schaufenster-Aktionen, aber gute Gründe für aufmerksames Einkaufen. Drei Produkte – Kania Kreuzkümmel von Lidl, Fuchs Kreuzkümmel und REWE Chili Mix – sind nach BfR-Befund nicht verkehrsfähig und sollten in der eigenen Küche nicht weiterverwendet werden.
Die grössere Frage liegt aber jenseits des Einzelfalls: Wie ernst nehmen EU und Bundesregierung das Schlupfloch importierter Pestizide? Solange Chemiekonzerne aus der EU verbotene Stoffe in Drittstaaten exportieren und über Lebensmittelimporte zurückbekommen, bleibt der Verbraucherschutz Stückwerk. Die Berlin Freedom Week im November 2026 redet über Freiheit. Vielleicht gehört die Freiheit, sauberes Essen zu kaufen, auch auf so eine Bühne.
🗞 Über den Autor: Hannes Nagel – Wirtschafts- & Verkehrsredakteur BerlinEcho
Ich beobachte den Berliner Einzelhandel, Verbraucherschutz und die wirtschaftliche Stadtentwicklung seit Jahren. Mein Anspruch bei Lebensmittel-Themen: nüchterne Faktenlage, klare Quellen, keine Panikmache, keine Verharmlosung.
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