Kultur 📅 28. Mai 2026 ⏱ 7 Min. 👁 473 Aufrufe

Théodor Brasserie öffnet im früheren Mommsen-Eck

Théodor Brasserie öffnet im früheren Mommsen-Eck in Berlin-Charlottenburg. Yoram Roth bringt französische Küche ins Haus der 100 Biere.

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Die Théodor Brasserie Berlin hat am 28. Mai 2026 im früheren Mommsen-Eck eröffnet. Wo an der Mommsenstraße 45, Ecke Hindemithplatz, über ein Jahrhundert lang das legendäre „Haus der 100 Biere“ stand, serviert jetzt eine französische Brasserie. Hinter dem Lokal in Berlin-Charlottenburg steht der Unternehmer, Kunstsammler und Gastronom Yoram Roth – bekannt durch Clärchens Ballhaus und die Fotografiska Berlin. Die Traditionskneipe hatte 2023 nach fast 120 Jahren schließen müssen. Jetzt kehrt an dem geschichtsträchtigen Eck wieder Leben ein.

Kurz zusammengefasst
Die Théodor Brasserie Berlin eröffnete am 28. Mai 2026 im ehemaligen Mommsen-Eck an der Mommsenstraße 45 in Charlottenburg. Betreiber ist Yoram Roth, der auch Clärchens Ballhaus führt. Auf der Karte stehen französische Klassiker wie Moules frites und Seezunge meunière, dazu ein Frankreich-Weinfokus.
📑 Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: neue französische Théodor Brasserie im früheren Mommsen-Eck.
  • Wo: Mommsenstraße 45, Ecke Hindemithplatz, Berlin-Charlottenburg.
  • Wann: eröffnet am 28. Mai 2026, zum Start mit Dinner-Service.
  • Wer: Gastronom und Kunstsammler Yoram Roth (Clärchens Ballhaus, Fotografiska Berlin).
  • Vorgeschichte: Das „Haus der 100 Biere“ bestand seit 1905 und schloss im April 2023.

Vom Bierhaus zur französischen Küche

Die Théodor Brasserie Berlin sitzt an einer der bekanntesten Ecken Charlottenburgs. Das Mommsen-Eck, besser bekannt als „Haus der 100 Biere“, gehörte über ein Jahrhundert zum Stadtbild. Seit 1905 wurde an der Mommsenstraße 45 Bier ausgeschenkt – das Lokal warb mit Bieren aus aller Welt und einer urigen, typisch Berliner Atmosphäre. Ende April 2023 schloss die Kneipe nach fast 120 Jahren. Später versuchte sich an gleicher Stelle ein Kaffeehaus, das ebenfalls nicht blieb.

Nun also französische Brasserie-Küche. Der Name Théodor spielt auf den Charlottenburger Ehrenbürger Theodor Mommsen an, den Historiker und Nobelpreisträger von 1902, nach dem Straße und Eck benannt sind. Für Yoram Roth ist Charlottenburg der eigene Heimatkiez: Er wuchs im Berliner Westen auf und kannte das Mommsen-Eck – nach eigenen Worten allerdings nur von außen.

Innenraum der Théodor Brasserie Berlin mit Bar, roten Lederbänken und Art-Déco-Elementen
Rote Lederbänke, Messing und Art-Déco-Details: das Interieur der Théodor Brasserie im früheren Mommsen-Eck.

Speisekarte und Preise

Die Karte der Théodor Brasserie Berlin folgt der klassischen französischen Brasserie-Tradition – von Vorspeisen über Suppen und Hauptgerichte bis zum Grill. Vorspeisen liegen je nach Gericht zwischen 12 und 24 Euro, viele Hauptgerichte zwischen 24 und 42 Euro. Bezahlt wird ausschließlich mit Karte. (Stand: Dinner-Karte, 28. Mai 2026 – aktuelle Preise auf der offiziellen Website.)

Vorspeisen (Auswahl): Tartare de bœuf (17/28 €), Moelle osseuse rôtie – Knochenmark mit Sauce vierge (17 €), Escargots de Bourgogne (12/21 €), Terrine de foie gras (24 €), Ris de veau „Salt & Pepper“ – knuspriges Kalbsbries (20 €) und Huîtres / Austern (ab 4,50 € pro Stück).

HauptgerichtPreis
Moules marinières (Miesmuscheln mit Pommes)24 €
Blanquette de veau (Kalbsragout)32 €
Souris d’agneau glacée (glasierte Lammhaxe)32 €
Sole meunière (Seezunge in Butter)42 €
Chou-fleur rôti (gebackener Blumenkohl, vegetarisch)24 €
Filet de bœuf vom Grill (120 g / 250 g)28 / 48 €

Vom Grill kommen außerdem Entrecôte (40 €), Thunfisch- und Lachssteak sowie Gerichte zum Teilen wie Chateaubriand (95 €) und ein 900-g-Tomahawk (120 €). Zum Nachtisch gibt es Profiteroles, Mousse au chocolat, Crème brûlée und eine Apfeltarte (je 12 bis 14 €).

Die Weinkarte ist klar auf Frankreich ausgerichtet und überraschend tief: Offene Weine starten bei rund 7 Euro pro Glas, Flaschen reichen von etwa 39 Euro bis weit über 200 Euro. Schwerpunkte sind Burgund, Bordeaux, Rhône und Loire, dazu eine eigene Prestige-Sektion mit Grand-Cru-Classé-Bordeaux. Bei den Schaumweinen geht die Auswahl von Crémant über Ruinart bis zu Dom Pérignon, Krug und einem Château d’Yquem von 1991. An der Bar ergänzen Signature-Cocktails wie der „Mommsen Mule“ und diverse Spritz-Varianten das Angebot – Bar und Restaurant versteht das Théodor als einen gemeinsamen Ort.

Adresse, Anfahrt und Öffnungszeiten

Die Théodor Brasserie Berlin liegt an der Mommsenstraße 45, Ecke Hindemithplatz, in Berlin-Charlottenburg – im Gebäude des früheren Mommsen-Ecks. Zu Fuß bist du in wenigen Minuten am S-Bahnhof Charlottenburg und am U-Bahnhof Adenauerplatz. Die Lage am Hindemithplatz mit dem Bayernbrunnen zählt zu den charmantesten Ecken des Viertels. Zum Auftakt startete das Restaurant mit Dinner-Service; Frühstück und Lunch sollen folgen. Da sich die Zeiten in der Anlaufphase noch ändern, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die aktuelle Seite des Hauses.

Speisesaal der Théodor Brasserie Berlin mit gedeckten Tischen und roten Sitzbänken in der City West
Der Speisesaal mit weiß eingedeckten Tischen in der Berliner City West.

Wer ist Yoram Roth?

Hinter der Théodor Brasserie Berlin steht ein bekanntes Gesicht der Stadt. Yoram Roth ist in Berlin kein Unbekannter. Der Unternehmer, Fotograf und Kunstsammler betreibt das traditionsreiche Clärchens Ballhaus in Mitte und ist Vorsitzender der Fotografiska Berlin, einem Haus für Fotografie. Mit dem neuen Lokal führt er sein gastronomisches Engagement nun in seinem Heimatbezirk fort. Bereits Mitte März hatte Roth das Projekt auf Instagram angedeutet – mit dem Hinweis, dass etwas richtig Gutes nach Charlottenburg komme.

Warum die Eröffnung für den Kiez zählt

Die Eröffnung der Théodor Brasserie Berlin trifft einen Nerv. Leerstehende Traditionslokale sind in Berlin ein wunder Punkt – gerade in der City West, wo Mieten und Umbruch viele alteingesessene Adressen verdrängt haben. Dass ausgerechnet ein im Kiez verwurzelter Gastronom das Mommsen-Eck wiederbelebt, statt es leer stehen zu lassen, ist für Charlottenburg ein gutes Signal. Ob die französische Ausrichtung die Stammkundschaft des alten Bierhauses ersetzt, wird sich zeigen.

🗞 BerlinEcho-Einordnung

Am 28. Mai 2026 öffnete das Restaurant an der Mommsenstraße 45 im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (343.000 Einwohner). Die Wiederbelebung des 2023 geschlossenen „Hauses der 100 Biere“ passt in einen größeren Trend: In der City West setzen Gastronomen verstärkt auf gehobene Konzepte an historischen Adressen. Dass mit Yoram Roth jemand übernimmt, der bereits Clärchens Ballhaus und die Fotografiska betreibt, gibt dem Standort Gewicht. Konkret für dich: An einem der schönsten Ecks Charlottenburgs gibt es wieder ein geöffnetes Lokal – mit französischer statt bierseliger Ausrichtung.

Mehr aus der Berliner Gastro-Szene findest du in unserer Rubrik Kultur und unter Restaurant-Tipps Berlin. Das Lokal liegt in Charlottenburg-Wilmersdorf, genauer in der City West. Weitere Eröffnungen sammeln wir unter Gastro-News, dazu Tipps zu französischen Restaurants in Berlin.

Quellen

QuelleInhalt
tagesspiegel.deBericht zur Eröffnung der Théodor Brasserie
berliner-zeitung.deHintergrund zu Nachfolge und Betreiber Yoram Roth
theodorberlin.comKarte, Konzept und Reservierung (offiziell)

Häufige Fragen zur Théodor Brasserie

Wo befindet sich die Théodor Brasserie?

Die Théodor Brasserie liegt an der Mommsenstraße 45, Ecke Hindemithplatz, in Berlin-Charlottenburg – im Gebäude des früheren Mommsen-Ecks, unweit von S-Bahnhof Charlottenburg und U-Bahnhof Adenauerplatz.

Welche Küche bietet das Théodor?

Das Théodor serviert moderne französische Brasserie-Küche mit Klassikern wie Moules frites, Seezunge meunière, Blanquette de Veau und Escargots, dazu eine Weinkarte mit Frankreich-Fokus. Hauptgerichte liegen meist zwischen 24 und 42 Euro.

Wann hat das Restaurant eröffnet?

Die Théodor Brasserie eröffnete am 28. Mai 2026. Zum Start gibt es zunächst Dinner-Service; Frühstück und Lunch sollen laut Betreiber folgen. Aktuelle Zeiten nennt das Restaurant auf seiner Website.

Was war das „Haus der 100 Biere“?

Das Mommsen-Eck, auch „Haus der 100 Biere“ genannt, war ein traditionsreiches Berliner Bierhaus, das seit 1905 an der Mommsenstraße bestand und für seine große Bierauswahl bekannt war. Es schloss Ende April 2023 nach fast 120 Jahren.

Théodor Brasserie öffnet im früheren Mommsen-Eck - Berlin News Highlights

Wer betreibt das Lokal?

Betreiber ist der Berliner Unternehmer, Kunstsammler und Gastronom Yoram Roth. Er führt unter anderem Clärchens Ballhaus in Mitte und ist Vorsitzender der Fotografiska Berlin.

Woher kommt der Name Théodor?

Der Name spielt auf Theodor Mommsen an, den Charlottenburger Ehrenbürger, Historiker und Nobelpreisträger von 1902, nach dem auch die Mommsenstraße benannt ist.

Unsere Einordnung

Schade ums alte Bierhaus, aber besser eine lebendige Brasserie als ein weiterer Leerstand in der City West. Dass jemand wie Yoram Roth an seinem Heimateck investiert, spricht für den Standort. Mein Tipp: einfach mal vorbeischauen, solange der Eröffnungstrubel läuft – und selbst ein Bild machen, ob die französische Linie zum Kiez passt.

– Michelle Möhring, Lifestyle- & Kulturredakteurin, BerlinEcho

ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.

MM
✍ Über den Autor
Redakteurin Lifestyle & Kultur

Ich bin Michelle, und ich schreibe bei BerlinEcho über das, was das Leben in dieser Stadt wirklich schön macht: gutes Essen, interessante Menschen, Orte, die man noch nicht kennt, und Dinge, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Berlin hat eine Gastroszene, die ständig in Bewegung ist. Ich kenne die Geheimtipps, bevor sie in den Reiseführern stehen – und ich sage dir auch ehrlich, was sich nicht gelohnt hat. Meine Restaurantempfehlungen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ich war selbst dort, und ich zahle meistens selbst. Neben Gastronomie schreibe ich über Mode und die Berliner Kreativszene – Ateliers, Designer, Pop-ups, die Dinge, die Berlin zu dem machen, was es ist: eine Stadt, die immer noch Dinge erfindet. Am besten erreichst du mich über Instagram, wo ich auch zeige, was mich gerade beschäftigt.

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📍 Berlin ⭐ Redakteurin BerlinEcho · Expertin Berliner Lifestyle & Gastroszene · Content Creatorin · Social Media Redaktion ✍ 316 Artikel