Nach 20 Jahren Planung und Bau wird der Sri Ganesha Tempel an der Hasenheide in Neukölln endlich geweiht. Vom 3. bis 7. Juni 2026 feiert die Berliner Hindu-Gemeinde die fünftägige Tempelweihe, das Maha Kumbhabhishekam, mit dem 7. Juni als Höhepunkt. Mit seinem 17 Meter hohen, golden verzierten Turm zählt das Gotteshaus am Rande des Volksparks Hasenheide zu den größten Hindu-Tempeln Europas – und ist längst ein echter Hingucker.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Weihe-Fest: Das Maha Kumbhabhishekam läuft vom 3. bis 7. Juni 2026, Höhepunkt ist die Hauptweihe am 7. Juni.
- Frei zugänglich: Die täglichen Kulturabende von 18 bis 20 Uhr sind offen für alle, für die Rituale ist eine Anmeldung über DesiPass nötig.
- Architektur: 17 Meter hoher Turm im südindischen Dravida-Stil, goldene Dachkonstruktion, blaue Fassade mit Götterfiguren.
- Maße: Rund 850 Quadratmeter Tempelfläche auf einem etwa 5.000 Quadratmeter großen Grundstück, Baukosten rund 1,1 Millionen Euro.
- Adresse: Hasenheide 106 in Berlin-Neukölln, nahe dem Hermannplatz.
Wann wird der Sri Ganesha Tempel geweiht?

Der Sri Ganesha Tempel wird vom 3. bis 7. Juni 2026 geweiht. Die fünftägige vedische Zeremonie heißt Maha Kumbhabhishekam und reicht von der rituellen Reinigung bis zur Hauptweihe am 7. Juni. Die täglichen Kulturabende von 18 bis 20 Uhr stehen allen offen, für die übrigen Rituale ist eine Anmeldung nötig.
Für die Hindu-Gemeinde ist es ein historischer Moment. Über die offizielle Plattform DesiPass lässt sich der Zugang zu den Zeremonien buchen. Die Götterfiguren werden im Rahmen der Festtage feierlich in das Gotteshaus gebracht, bevor die Hauptweihe den Tempel offiziell in Betrieb nimmt. Danach soll täglich um 16 Uhr eine Aarti stattfinden – ein Lichtritual, das den Alltag im Tempel prägt. Wer das Fest besuchen will, plant am besten den Anreiseweg vorab und wirft einen Blick aufs Wetter in Berlin. Weitere Termine sammelt unser Veranstaltungskalender.
| Wann | Was |
|---|---|
| 3.–7. Juni 2026 | Maha Kumbhabhishekam – fünftägige vedische Tempelweihe |
| Täglich 18–20 Uhr | Kulturabende, frei zugänglich |
| 7. Juni 2026 | Höhepunkt: Hauptweihe (Maha Kumbhabhishekam) |
| Danach | Täglich Aarti um 16 Uhr |
| Wo | Hasenheide 106, Berlin-Neukölln (nahe Hermannplatz) |
Wie sieht der Tempel an der Hasenheide aus?
Der Tempel an der Hasenheide ist im südindischen Dravida-Stil gebaut und schon von Weitem an seinem 17 Meter hohen Turm zu erkennen. Die in Gold gehaltene Dachkonstruktion ist ein reich verziertes Gesamtkunstwerk indischer Meister. Die blaue Fassade trägt zahlreiche Ornamente und Götterfiguren.
Auch im Inneren ist das Gotteshaus prachtvoll gestaltet. Der Tempel hat nach Angaben des Trägervereins eine Fläche von rund 850 Quadratmetern, das gesamte Grundstück misst etwa 5.000 Quadratmeter. Gewidmet ist er der hinduistischen Gottheit Ganesha, die einen Elefantenkopf trägt und für Energie und Weisheit steht. In der hinduistischen Tradition gilt Ganesha als Beseitiger von Hindernissen – ein Sinnbild, das nach zwei Jahrzehnten Bauzeit kaum besser passen könnte. Wer den prächtigen Bau einmal selbst sehen möchte, kann den Abstecher gut mit einem Spaziergang durch den Volkspark Hasenheide verbinden. Wer weitere Berliner Sehenswürdigkeiten entdecken will, findet bei uns Inspiration.
Warum dauerte der Bau 20 Jahre?
Der Bau dauerte rund 20 Jahre, weil sich Genehmigungen, Finanzierung und Materiallieferungen immer wieder verzögerten. Geplant wurde ab 2005, der erste Spatenstich erfolgte 2007, gebaut wurde seit 2010. Die Finanzierung basierte ausschließlich auf Spenden und ehrenamtlichem Engagement – das machte den Zeitplan unberechenbar.
Zu Beginn der Planungen lebten nach Angaben des Trägervereins nur etwa 5.000 bis 6.000 Hindus in Berlin. Entsprechend schwierig war es damals, die nötigen Spenden zu sammeln. Die Gesamtkosten beziffert der Verein auf rund 1,1 Millionen Euro. Hinzu kam, dass die indischen Bauarbeiter mit ihren feinen Steinmetzarbeiten nur in der warmen Jahreszeit arbeiten konnten. Probleme mit den Baugenehmigungen hatten zudem den Start verzögert. Zuletzt musste der Trägerverein viele Monate auf die Lieferung des Granits für den Fußboden warten. Den detaillierten Zeitstrahl der Baugeschichte dokumentiert die Wikipedia-Chronik zum Tempel, die Eröffnungsankündigung der Tagesspiegel.
Was bedeutet der Tempel für Berlins Hindus?
Für Berlins Hindus ist der Sri Ganesha Tempel das zweite hinduistische Gotteshaus der Stadt und der erste permanente Tempel der indischstämmigen Gemeinschaft. Die Zahl der Hindus in Berlin wird auf bis zu 45.000 geschätzt – gewachsen vor allem durch Studierende und IT-Fachleute aus Indien.
Bislang gab es in Berlin nur den 2013 eröffneten Sri Mayurapathy Murugan Tempel in Britz, der vor allem Gläubige mit Wurzeln in Sri Lanka anspricht. Der neue Tempel an der Hasenheide schließt damit eine Lücke für die wachsende indische Community. Genaue Zahlen kennt niemand, doch der Zuzug der vergangenen Jahre hat die Nachfrage nach einem eigenen Ort deutlich erhöht. Der Tempel versteht sich ausdrücklich als offen für alle – ein Stück gelebte Vielfalt mitten in Neukölln. Wie sehr sich das gesellschaftliche Leben der Stadt verändert, lässt sich hier an einem einzigen Bauwerk ablesen. Nach dem Besuch lohnt ein Bummel durch die Kieze rund um den Hermannplatz.
Am 7. Juni 2026 wird an der Hasenheide ein Bauwerk geweiht, an dem zwei Jahrzehnte lang gearbeitet wurde. Das ist mehr als eine religiöse Zeremonie: Der Tempel ist das sichtbarste Zeichen dafür, wie sich Berlins indische Community seit 2005 von wenigen Tausend auf geschätzt bis zu 45.000 Menschen vergrößert hat. Konkret bedeutet das: Neukölln, ohnehin einer der vielfältigsten Bezirke der 327.000-Einwohner-Stadtteile, bekommt ein neues Wahrzeichen – finanziert komplett aus Spenden und Ehrenamt, gebaut Stein für Stein von einer Gemeinschaft, die sich hier dauerhaft zu Hause fühlt.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Sri Ganesha Hindu Tempel Berlin e.V. | Offizielles Programm der Tempelweihe, Öffnungszeiten, Anmeldung |
| Der Tagesspiegel | Bericht zur Eröffnung, Aussagen von Vilwanathan Krishnamurthy |
| Berlin.de Veranstaltungen | Event-Eintrag zur Tempeleröffnung |
| Wikipedia | Baugeschichte und Chronologie seit 2005 |
Häufige Fragen zum Sri Ganesha Tempel
Wann wird der Sri Ganesha Tempel in Neukölln eröffnet?
Die Tempelweihe Maha Kumbhabhishekam läuft vom 3. bis 7. Juni 2026. Der Höhepunkt, die Hauptweihe, findet am 7. Juni statt. Anschließend nimmt der Tempel an der Hasenheide 106 seinen regulären Betrieb mit täglicher Aarti um 16 Uhr auf.
Kann ich die Tempelweihe an der Hasenheide besuchen?
Ja. Die täglichen Kulturabende von 18 bis 20 Uhr sind frei zugänglich und offen für alle. Für die übrigen vedischen Rituale ist eine vorherige Anmeldung über die Plattform DesiPass nötig. Der Tempel versteht sich ausdrücklich als offen für jeden.
Wo genau steht der Tempel und wie komme ich hin?
Der Tempel steht an der Hasenheide 106 in Berlin-Neukölln, nur wenige Minuten vom Hermannplatz entfernt. Der U-Bahnhof Hermannplatz (U7, U8) ist der nächste Knotenpunkt, von dort sind es wenige Gehminuten am Rande des Volksparks Hasenheide.
Warum ist der Tempel einer der größten Hindu-Tempel Europas?
Mit rund 850 Quadratmetern Tempelfläche, einem 17 Meter hohen Turm und einem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück zählt das Gotteshaus zu den größten seiner Art in Europa. Größer ist in Europa vor allem der Shri Swaminarayan Mandir in London.
Wem ist der Tempel gewidmet?
Der Tempel ist der hinduistischen Gottheit Ganesha gewidmet, die an ihrem Elefantenkopf zu erkennen ist. Ganesha steht für Energie und Weisheit und gilt als Beseitiger von Hindernissen. Er wird traditionell zu Beginn von Riten und Vorhaben verehrt.
Unsere Einordnung
Zwanzig Jahre Planung, immer neue Verzögerungen, finanziert allein durch Spenden – und am Ende steht eines der prächtigsten Gotteshäuser Europas mitten in Neukölln. Der Sri Ganesha Tempel erzählt eine echte Berliner Geschichte: von einer Gemeinschaft, die geduldig und beharrlich etwas Bleibendes geschaffen hat. Wer den goldenen Turm an der Hasenheide sieht, sollte ruhig einmal hineingehen. Die Tür steht jedem offen.
– Ariane Nagel, Kultur- & Meinungsredakteurin, BerlinEcho
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ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.





