Zwei Tatorte, zwei Schwerverletzte, eine Nacht: In Marzahn und Hellersdorf sind in der Nacht zu Donnerstag zwei Männer durch Messerstiche verletzt worden – einer von ihnen schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Messerangriffe Marzahn-Hellersdorf: Ein 39-Jähriger wurde in einer Wohnung in der Märkischen Allee niedergestochen, ein 19-Jähriger am Cottbusser Platz von einer Gruppe attackiert. Beide mussten notoperiert werden.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Gegen 0.30 Uhr rief ein verletzter 39-Jähriger die Polizei in seine Wohnung in der Märkischen Allee in Marzahn – er hatte eine Stichverletzung am Oberkörper.
- Ein 43-Jähriger, der sich in der Wohnung befand, wurde als Tatverdächtiger festgenommen und nach einer Blutentnahme wieder entlassen.
- Der 39-Jährige schwebte laut Polizei zunächst in Lebensgefahr und wurde notoperiert.
- Bereits gegen 22 Uhr griff eine Gruppe am Cottbusser Platz in Hellersdorf einen 19-Jährigen an – auch er wurde mit mehreren Stichwunden notoperiert.
- Zu den Hintergründen beider Taten ermittelt die Polizei; ein Zusammenhang ist nicht bekannt.
Messerangriffe Marzahn-Hellersdorf: Was zur Tat in der Märkischen Allee bekannt ist

Gegen 0.30 Uhr alarmierte ein verletzter 39-Jähriger die Polizei in seine Wohnung in der Märkischen Allee im Ortsteil Marzahn. Die Beamten stellten bei dem Mann eine Stichverletzung am Oberkörper fest. Er schwebte nach Polizeiangaben zunächst in Lebensgefahr, kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus und wurde dort notoperiert.
In der Wohnung trafen die Einsatzkräfte auch einen 43-Jährigen an. Er wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Weil er über Knieschmerzen klagte, brachten ihn Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Nach einer von der Staatsanwaltschaft Berlin angeordneten Blutentnahme kam der Mann wieder auf freien Fuß. Zu den Hintergründen der Tat ermittelt die Kriminalpolizei. Über das Verhältnis der beiden Männer zueinander machte die Polizei Berlin zunächst keine Angaben.
Attacke am Cottbusser Platz: Gruppe verletzt 19-Jährigen
Schon Stunden zuvor, gegen 22 Uhr am Mittwochabend, war im Ortsteil Hellersdorf ein 19-Jähriger von einer Gruppe mehrerer Personen mit einem Messer verletzt worden. Ein Zeuge bemerkte am Cottbusser Platz – nahe dem gleichnamigen U-Bahnhof der Linie U5 –, wie die Gruppe den jungen Mann attackierte.
Nachdem die Angreifer den Tatort verlassen hatten, eilte der Zeuge dem Verletzten zu Hilfe und stellte mehrere Stichwunden fest. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgten auch Gäste eines nahe gelegenen Lokals den 19-Jährigen. Er wurde notoperiert und befindet sich seither stationär in einem Krankenhaus. Couragiertes Eingreifen, schnelle Hilfe – sie dürften Schlimmeres verhindert haben. Ob die Polizei nach den flüchtigen Angreifern öffentlich fahndet, war zunächst offen. Hinweise nimmt die Polizei über die Internetwache oder unter der Telefonnummer (030) 4664-4664 entgegen.
Messerkriminalität in Berlin: Die Zahlen
Berlinweit registrierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 3.599 Fälle im Phänomenbereich Messerangriff – ein Plus von 5,5 Prozent, das laut Behörde auch auf eine neue, differenziertere Erfassung zurückgeht. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im März 2026 vorgestellt haben. In den drei Berliner Waffen- und Messerverbotszonen gingen die Angriffe demnach um 25 bis 45 Prozent zurück. Rein rechnerisch bedeutet die Gesamtzahl: knapp zehn Messerangriffe pro Tag in der Stadt. Marzahn-Hellersdorf mit seinen 280.000 Einwohnern zählt dabei nicht zu den Schwerpunkten der Verbotszonen – die liegen am Leopoldplatz im Bezirk Mitte, am Kottbusser Tor in Friedrichshain-Kreuzberg und im Neuköllner Bereich um die Sonnenallee. Mehr Polizeimeldungen aus den Bezirken findest du laufend in unserem Kriminalitäts-Ressort und im Überblick aller zwölf Berliner Bezirke.
Im März 2026 meldete die Polizeiliche Kriminalstatistik 3.599 Messerangriffe für das Jahr 2025 – trotz insgesamt sinkender Straftaten in Berlin (minus 6,7 Prozent) bleibt das Messer damit das Tatmittel, das die Stadtgesellschaft am stärksten beschäftigt. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet die Doppeltat dieser Nacht: zwei voneinander unabhängige Angriffe binnen weniger Stunden, einer im privaten Raum, einer im öffentlichen. Genau diese Mischung macht die Prävention so schwierig – Verbotszonen wirken auf Plätzen und an Bahnhöfen, nicht in Wohnungen.
Quellen
| Quelle | Inhalt | Datum |
|---|---|---|
| Polizei Berlin, Pressestelle | Angaben zu beiden Taten in Marzahn und Hellersdorf | 11.06.2026 |
| Senatsverwaltung für Inneres und Sport | Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Messerangriffe | 11.03.2026 |
Häufige Fragen zu den Messerangriffen
Was ist über die Messerangriffe Marzahn-Hellersdorf bekannt?
In der Nacht zu Donnerstag wurden zwei Männer durch Messerstiche verletzt: ein 39-Jähriger in einer Wohnung in der Märkischen Allee in Marzahn und ein 19-Jähriger am Cottbusser Platz in Hellersdorf. Beide wurden notoperiert; ein Zusammenhang zwischen den Taten ist nicht bekannt.
Wurde ein Tatverdächtiger festgenommen?
Ja, im Fall Märkische Allee. Ein 43-Jähriger, der sich in der Wohnung befand, wurde festgenommen und nach einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Blutentnahme wieder entlassen. Die Angreifer vom Cottbusser Platz flüchteten zunächst unerkannt.
Wie viele Messerangriffe gibt es in Berlin?
Die Polizei registrierte 2025 insgesamt 3.599 Fälle im Phänomenbereich Messerangriff – knapp zehn pro Tag. In den drei Waffen- und Messerverbotszonen gingen die Taten laut Kriminalstatistik um 25 bis 45 Prozent zurück.
Wo kann ich Hinweise zu den Taten melden?
Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen, außerdem die Internetwache der Polizei Berlin sowie das Bürgertelefon unter (030) 4664-4664. In akuten Gefahrensituationen gilt der Notruf 110.
Unsere Einordnung
Zwei schwere Gewalttaten in einer Nacht sind für jeden Bezirk eine Belastung – und doch zeigt der Fall vom Cottbusser Platz auch das andere Berlin: Ein Zeuge greift ein, Gäste eines Lokals leisten Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte da sind. Zivilcourage rettet Leben. Die Aufklärung beider Taten liegt jetzt bei der Kriminalpolizei – wir berichten, sobald es neue gesicherte Erkenntnisse gibt. Spekulationen über Motive verbieten sich bis dahin.
– Maik Möhring, Chefredakteur, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.





