Die Kinder- und Jugendjury in Reinickendorf hat 19.400 Euro an 23 selbst erdachte Projekte vergeben. Über die Förderung entschieden ausschließlich junge Menschen selbst – in einem demokratischen Prozess. Passend zur Fußball-WM standen diesmal viele Bewegungs- und Fußballprojekte hoch im Kurs.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- 19.400 Euro gingen an 23 Projekte, die junge Menschen selbst erdacht haben.
- Über die Vergabe entschieden 18 Kinder und 27 Jugendliche in einem demokratischen Prozess.
- Die Kinderjury fand zum 9. Mal, die Jugendjury zum 14. Mal statt.
- Schwerpunkt 2026: Bewegung, Fußball und gemeinsame Erlebnisse – passend zur WM.
- Antragsberechtigt sind junge Menschen von 10 bis 18 Jahren mit 200 bis 1.000 Euro pro Idee.
19.400 Euro für 23 Projekte

Bei der diesjährigen Kinder- und Jugendjury im Bezirk Reinickendorf wurden insgesamt 19.400 Euro vergeben. Das Geld fließt in 23 Projekte, die von jungen Menschen selbst erdacht und eingereicht worden sind. Durchgeführt wurde die Aktion vom freien Träger Aufwind Berlin gGmbH gemeinsam mit dem Jugendamt Reinickendorf.
Die Mittel stammen aus dem Programm «Stark gemacht! – Jugend nimmt Einfluss» des Jugend-Demokratiefonds Berlin, in Kooperation mit dem Bezirksamt Reinickendorf. Es ist eine kleine, aber feine Form gelebter Demokratie direkt vor der Haustür.
Wer entscheidet? Kinder und Jugendliche selbst
Das Besondere an der Kinder- und Jugendjury: Welche Projekte gefördert werden, entscheiden ausschließlich die Teilnehmenden selbst. Auf den Vergabesitzungen Anfang Juni im Haus der Jugend – Fuchsbau stimmten 18 Kinder und 27 Jugendliche über die Projekte in ihrer jeweiligen Altersgruppe ab.
Die Kinderjury wurde damit zum neunten Mal durchgeführt, die Jugendjury bereits zum 14. Mal. Alle Beteiligten erhielten zum Abschluss eine Urkunde, die ihr Engagement und ihre Beteiligung am demokratischen Prozess würdigt.
Diese Projekte wurden ausgewählt
In der Kinderjury standen sehr unterschiedliche Ideen zur Auswahl – darunter mehrere Tanzprojekte, Vorschläge für gemeinsame Erlebnisse und ein Projekt gegen Rassismus. Ausgewählt wurden am Ende unter anderem Peer-to-Peer-Fußballprojekte, der Besuch eines Fußballstadions sowie gemeinsame Ausflüge zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.
Jugendstadtrat Alexander Ewers (SPD) ordnete die Auswahl so ein: «Der Schwerpunkt der eingereichten Projekte lag in diesem Jahr auf viel Bewegung. Passend zur Fußball-WM wurden diesmal Fußballprojekte ausgewählt. Aber auch das Bedürfnis nach Gemeinschaft, sich mit anderen zu treffen und etwas zu erleben, zeigt, was Kindern und Jugendlichen wirklich wichtig ist.» Wer die WM 2026 ohnehin verfolgt, erkennt das Muster sofort wieder.
Stark gemacht: Wie das Förderprogramm funktioniert
Hinter der Kinder- und Jugendjury steht das Berliner Programm «Stark gemacht! – Jugend nimmt Einfluss». Junge Menschen im Alter von zehn bis 18 Jahren können damit 200 bis 1.000 Euro für eine eigene Projektidee beantragen.
Der Clou: Über die Vergabe entscheidet keine Behörde, sondern die jungen Antragstellerinnen und Antragsteller selbst. So lernen Kinder und Jugendliche ganz praktisch, wie demokratische Aushandlung funktioniert – vom Pitch der Idee bis zur Abstimmung.
Mitmachen: So läuft die Bewerbung
Die Kinder- und Jugendjury findet jährlich statt. Wer eine Idee hat – ob Sport, Kultur, ein Ausflug oder ein Projekt gegen Rassismus – kann sich für die nächste Runde bewerben. Wichtig ist vor allem, dass die Idee von den jungen Menschen selbst kommt.
Alle geförderten Projekte sowie weitere Informationen zur Bewerbung gibt es bei Aufwind Berlin. Auch in Reinickendorf zeigt sich damit, dass Beteiligung schon im Kindesalter beginnen kann – wie zuletzt auch eine ausgezeichnete Kita aus dem Bezirk bewiesen hat.
Anfang Juni 2026 haben 45 Kinder und Jugendliche in Reinickendorf darüber abgestimmt, wohin 19.400 Euro fließen – und das Bezirksamt machte es am 18. Juni öffentlich. Für einen Bezirk mit rund 273.000 Einwohnern ist das mehr als eine nette Geste: Hier üben junge Menschen Demokratie nicht im Theorieunterricht, sondern mit echtem Budget und echter Verantwortung. Dass dabei ausgerechnet im WM-Jahr Fußballprojekte vorn liegen, zeigt, wie nah diese Beteiligung an der Lebenswelt der Kinder dran ist. Ein leiser, aber starker Gegenentwurf zur oft beklagten Politikverdrossenheit.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Bezirksamt Reinickendorf | Pressemitteilung Nr. 2703 zur Vergabe |
| Aufwind Berlin gGmbH | Alle Projekte und Infos zur Kinder- und Jugendjury |
Häufige Fragen zur Kinder- und Jugendjury
Was ist die Kinder- und Jugendjury in Reinickendorf?
Die Kinder- und Jugendjury ist ein jährliches Beteiligungsformat, bei dem Kinder und Jugendliche selbst darüber entscheiden, welche von ihnen eingereichten Projekte gefördert werden. Organisiert wird sie von Aufwind Berlin gemeinsam mit dem Jugendamt Reinickendorf.
Wie viel Geld wurde 2026 vergeben?
Insgesamt flossen 19.400 Euro in 23 Projekte. Die Gelder stammen aus dem Programm «Stark gemacht! – Jugend nimmt Einfluss» des Jugend-Demokratiefonds Berlin.
Wer kann sich bewerben?
Antragsberechtigt sind junge Menschen im Alter von zehn bis 18 Jahren. Pro Projektidee können zwischen 200 und 1.000 Euro beantragt werden.
Wer entscheidet über die Projekte?
Die Auswahl treffen ausschließlich die Teilnehmenden selbst. In diesem Jahr stimmten 18 Kinder und 27 Jugendliche auf den Vergabesitzungen im Haus der Jugend – Fuchsbau ab.
Wo gibt es weitere Informationen?
Alle geförderten Projekte und Infos zur Bewerbung gibt es bei Aufwind Berlin unter aufwind-berlin.de. Dort wird auch die nächste Runde der Kinder- und Jugendjury angekündigt.
Unsere Einordnung
19.400 Euro klingen nach wenig – sind aber goldwert, wenn Kinder und Jugendliche damit lernen, dass ihre Stimme zählt. Beteiligungsformate wie dieses machen Demokratie greifbar, lange bevor man wählen darf. Schön, dass Reinickendorf hier seit Jahren dranbleibt.
– Ida Nagel, Gesellschaft- & Wohnungsredakteurin, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet und anhand der Mitteilung des Bezirksamts Reinickendorf faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.




