Ausgerechnet vor dem Hitzewochenende bleibt das Sommerbad Neukölln geschlossen. Während die Berliner Freibäder bei über 30 Grad mit großem Andrang rechnen, müssen die Neuköllner weiter schwitzen: Die für den 18. Juni geplante Eröffnung des Sommerbad Neukölln wurde kurzfristig verschoben. Schuld ist eine Panne bei der Bestellung von Aktivkohle.
📑 Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Das Sommerbad Neukölln öffnet 2026 nicht am 18. Juni, sondern voraussichtlich erst am 3. Juli.
- Grund ist ein fehlerhafter Bestellprozess bei der Aktivkohle für die Wasserfilter.
- Dadurch verzögerten sich Befüllung der Becken und Freigabe durch das Gesundheitsamt.
- Als Ausgleich soll das Bad auch im September geöffnet bleiben; eine Teilöffnung wird geprüft.
- Alle anderen Berliner Sommerbäder sind planmäßig in die Saison gestartet.
Sommerbad Neukölln: Warum es am Hitzewochenende zubleibt

Das Sommerbad Neukölln bleibt am heißen Wochenende geschlossen – obwohl die Temperaturen in Berlin auf über 30 Grad klettern. Eigentlich sollte das beliebte Freibad am Donnerstag, dem 18. Juni, in die Saison starten. Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) mussten den Termin nun aber kurzfristig kippen.
Für viele Stammgäste ist das bitter. Während die übrigen Berliner Freibäder bei der Hitze einen großen Andrang erwarten, bleibt das «Culle» am Columbiadamm vorerst trocken. Die Verschiebung trifft ausgerechnet das Wochenende mit bis zu 35 Grad – den vorläufigen Hitzehöhepunkt der Woche.
Aktivkohle fehlt: Der Grund für die Verzögerung
Schuld an der späten Öffnung ist ein fehlerhafter Bestellprozess bei der Beschaffung von Aktivkohle. Diese Kohle wird für die großen Wasserfilter benötigt, die die Wasserqualität im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sichern. Weil das Material zu spät ankam, konnten die Becken erst verspätet befüllt werden.
Eins ergab das andere: Mit der verzögerten Befüllung verschoben sich auch die Probenentnahme und die anschließende Freigabe durch das Gesundheitsamt. BBB-Vorstand Dr. Johannes Kleinsorg entschuldigte sich: «Wir haben die Ursachen, die die Öffnung des Sommerbades verzögert haben, analysiert und Maßnahmen eingeleitet, um eine Wiederholung zu verhindern.» Alle anderen Sommerbäder seien planmäßig gestartet.
Wann öffnet das Sommerbad Neukölln?
Neuer Termin für die Eröffnung des Sommerbad Neukölln ist der 3. Juli 2026. Dann sollen alle drei Becken in Betrieb gehen: Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken. Voraussetzung ist, dass bis dahin alle Freigaben des Gesundheitsamts vorliegen.
Es gibt aber zwei Trostpflaster. Erstens prüfen die Berliner Bäder-Betriebe, ob vor dem 3. Juli bereits eine Teilöffnung möglich ist. Zweitens soll das Sommerbad Neukölln als Ausgleich für die verkürzte Saison auch im September geöffnet bleiben – wenn andere Freibäder längst geschlossen haben.
Das Columbiabad: Längste Rutsche Berlins
Das Sommerbad Neukölln am Columbiadamm ist wegen seiner Lage auch als Columbiabad oder schlicht «Culle» bekannt. Es bietet ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Mehrzweckbecken mit Nichtschwimmerbereich und mit 83 Metern die längste Wasserrutsche Berlins. Dazu kommen Babybecken, eine große Liegewiese und ein Kinderspielplatz.
Das Bad hat Geschichte: Erbaut 1950 und 1951 nach Plänen des Architekten Bruno Grimmek, wurde es vom damaligen Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter eröffnet und aus Mitteln des Marshallplans finanziert. Wichtig für den Besuch: Der Einlass ist für alle Gäste ab 14 Jahren nur mit einem amtlichen Lichtbildausweis im Original möglich.
Wohin bei Hitze? Alternativen in Berlin
Wer am Wochenende nicht ins Sommerbad Neukölln kann, hat in Berlin trotzdem Optionen. Alle anderen Sommerbäder der Berliner Bäder-Betriebe sind geöffnet – bei Andrang lohnt sich der frühe Vormittag oder der späte Abend, um lange Schlangen zu vermeiden.
Eine kostenlose Abkühlung bieten die Badeseen am Stadtrand, etwa der Wannsee oder der Müggelsee. Wichtig bei der erwarteten Hitze: viel trinken, die Mittagssonne meiden und bei aufziehenden Gewittern am Freitag rechtzeitig raus aus dem Wasser.
Am 17. Juni 2026 teilten die Berliner Bäder-Betriebe die Verschiebung mit – nur einen Tag vor dem geplanten Saisonstart und mitten in der Hitzewelle. Für Neukölln mit seinen rund 327.000 Einwohnern ist das «Culle» mehr als ein Freibad: Es ist ein sozialer Treffpunkt für den ganzen Kiez. Dass eine fehlende Aktivkohle-Lieferung ausgerechnet das heißeste Wochenende des bisherigen Sommers lahmlegt, ist die Art Verwaltungspanne, die in Berlin niemanden mehr überrascht – ärgerlich bleibt sie trotzdem. Immerhin: Die September-Verlängerung gibt etwas zurück.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| Berliner Bäder-Betriebe | Offizielle Info zur verschobenen Eröffnung und zum Bad |
| Berliner Morgenpost | Bericht zur Verzögerung im Sommerbad Neukölln |
| Berliner Zeitung | Hintergrund zur Aktivkohle-Panne |
Häufige Fragen zum Sommerbad Neukölln
Warum bleibt das Sommerbad Neukölln am Wochenende geschlossen?
Wegen eines fehlerhaften Bestellprozesses kam die Aktivkohle für die Wasserfilter zu spät. Dadurch konnten die Becken erst verspätet befüllt werden, und auch die Freigabe durch das Gesundheitsamt verschob sich. Deshalb bleibt das Bad am Hitzewochenende zu.
Wann öffnet das Sommerbad Neukölln 2026?
Geplanter neuer Eröffnungstermin ist der 3. Juli 2026. Dann sollen Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken öffnen. Ob vorher schon eine Teilöffnung möglich ist, prüfen die Berliner Bäder-Betriebe derzeit.
Wie heißt das Sommerbad Neukölln noch?
Wegen seiner Lage am Columbiadamm ist das Sommerbad Neukölln auch als Columbiabad oder schlicht «Culle» bekannt. Es besitzt mit 83 Metern die längste Wasserrutsche Berlins.
Sind die anderen Berliner Freibäder geöffnet?
Ja. Laut den Berliner Bäder-Betrieben sind alle anderen Sommerbäder planmäßig in die Saison gestartet. Nur das Sommerbad Neukölln öffnet mit Verspätung.
Was braucht man für den Einlass ins Sommerbad?
Der Einlass in die Berliner Sommerbäder ist für alle Gäste ab 14 Jahren nur nach Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises im Original möglich. Daran solltest du beim Besuch denken.
Unsere Einordnung
Eine fehlende Kohle-Lieferung, die das Lieblingsbad eines ganzen Bezirks am heißesten Wochenende ausbremst – das klingt nach Realsatire, ist für die Neuköllner aber echtes Pech. Gut, dass die Bäder-Betriebe Fehler einräumen und mit der September-Öffnung gegensteuern. Bis zum 3. Juli heißt es: Seen ansteuern oder ins nächste offene Freibad ausweichen.
– Julian Möhring, Sport- & Digitalredakteur, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion.





